Anzahl der Aufrufe: 173 Im Lande der Moore Deutschland · Emsland
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Tour erstellt am 23.04.2010
Informationen zur Tour
Sie führt durch Moore und Heidelandschaften, vorbei an kleinen Orten und Bauernhöfen, in denen die Zeit stehen geblieben zu scheint – die Artland-Route. Die ca. 120 Kilometer lange Touristikstraße ist vor allem etwas für Ruhesuchende, für Genießer, für Motorradfahrer, die einfach mal einen Tag lang die Seele baumeln lassen wollen. Im Artland, der Region im Südosten des Emslandes, haben die Menschen noch Zeit, die Uhren gehen dort anders.
Startort Dinklage. Am Ortsschild folgen wir dem Wegweiser zur Burg Dinklage und landen an einer der ältesten Wasserburgen der gesamten Region. Sie wurde um 1600 errichtet und machte im Laufe ihrer Geschichte einige Bauepochen durch. Heute schmückt den Eingang ein sehenswertes Renaissance-Portal. Burg Dinklage ist in Privatbesitzt und nicht zu besichtigen.
Wir verlassen Dinklage in Richtung Badbergen, um dann auf den locker geschwungenen, verkehrsarmen Landstraßen des Emslandes über Gehrde und Drehle den Ort Bersenbrück zu erreichen. Unterwegs kommen wir an den typischen geschlossenen Bauernhöfen des Artlandes vorbei. Herrliches Fachwerk und roter Backstein prägen ihr Äußeres. Sie dürften in ganz Deutschland einzigartig sein.
Bersenbrück ist die Hauptstadt des so genannten Bersenbrücker Landes. 1231 wurde hier ein Zisterzienserkloster gegründet, das bis ins 18. Jahrhundert hinein bestand. Heute erinnert noch die Vicentiuskirche an diese göttliche Zeit. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und war früher mit dem Kloster zusammegebaut. Ein Blick ins Innere lohnt sich schon wegen der zahlreichen Altäre.
Ein Abstecher führt von Bersenbrück aus nach Rüssel. Dort stehen die Überreste eines karolingischen Königshofes aus dem 7. Jahrhundert. Er diente der Verwaltung der Ländereien, der Verpflegung der Armeen und als Richtstätte.
In Ankum steht die Kirche St. Nikolaus, auch „Artländer Dom“ genannt. An dieser Stelle befand sich einst eine wuchtige kirchliche Anlage, von der noch Reste erhalten sind. Teile davon wurden um 1900 in den Bau von St. Nikolaus integriert.
Über Holsten geht es weiter nach Eggermühlen, dessen aus dem 18. Jahrhundert stammendes hübsches Wasserschloss nur von außen zu besichtigen ist. Bippen mit seinem idyllischen Ortskern liegt am Fuß der Ankumer Höhe, die sich für Emsänder Verhältnisse auf schwindelnde Höhen emporschwingt: 100 Meter hoch ist ihre Kuppe. Von Bippen führt eine lohnenswerte Stippvisite zur Ölmühle von Lonnerbecke. Dazu fährt man Richtung Fürstenau und biegt am Schild „Sülte Mühle“ ab. Nach knapp drei Kilometern erreicht man die historische Ölmühle, deren Mahlwerk noch heute funktioniert.
Von Hekese geht es weiter nach Berge. Der kleine Ort mit seinen beiden Kirchen gefällt durch seine Fachwerkgebäude im Stil der Artländer Bauernhöfe. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. In Börstel gehört ein Besuch des gleichnamigen Stiftes zum Pflichtprogramm. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. 1246 wurde hier ein Kloster gegründet, heute beherbergt die Anlage einen Damenstift. Dank seiner abgeschiedenen Lage überstand das Kloster alle mittelalterlichen Kriege nahezu unversehrt und verfügt daher heute noch über eine phantastische historische Bausubstanz.
Jetzt wird’s typisch emsländisch: Lange Pappelalleen führen durch Moore hindurch Richtung Norden. Ein paar Häuser links, ein paar rechts – mehr Zivilisation gibt es nicht. Wer mehr wissen will: Vor dem Ort Hahnenmoor wartet ein Parkplatz mit einem so genannten Moor-Lehrpfad, der über die Eigenarten dieser Landschaft informiert.
Eine Handvoll Kurven führen auf gut ausgebautem Asphalt vorbei an hübschen Bauernhöfen nach Menslage. Das Zentrum des Ortes stammt aus dem 18. Jahrhundert und entführt den Besucher in eine längst vergangene Zeit. Über Klein- und Groß-Mimmelage weiter Richtung Quakenbrück. Vor Groß-Mimmelage wartet ein technisches Denkmal: eine restaurierte Windmühle, ein so genannter Galerie-Holländer. Galerie, weil rund um die Mühle eine Galerie führt. Und Holländer, weil das komplette Oberteil mit Windrad in den Wind gedreht werden kann.
Über den Grother Kanal gelangen wir nach Quakenbrück hinein. Das Städtchen mit seinen idyllischen Sträßchen und gut erhaltenen Fachwerkhäusern verdient einen ausgedehnten Stopp. Sieben Flussarme der Hase sorgen dafür, dass überall lauschige Ecken und Winkel entstanden sind. Seinen Namen hat Quakenbrück übrigens nicht vom Quaken der Frösch im Moor. Vielmehr nannte man früher ein sich bewegendes Moor ein „quakendes“ Moor.
Hinter Quakenbrück ist Dinklage ausgeschildert, und nach rund zehn Kilometern entspannter Fahrt erreichen wir wieder den Ausgangspunkt der Tour.
Startort Dinklage. Am Ortsschild folgen wir dem Wegweiser zur Burg Dinklage und landen an einer der ältesten Wasserburgen der gesamten Region. Sie wurde um 1600 errichtet und machte im Laufe ihrer Geschichte einige Bauepochen durch. Heute schmückt den Eingang ein sehenswertes Renaissance-Portal. Burg Dinklage ist in Privatbesitzt und nicht zu besichtigen.
Wir verlassen Dinklage in Richtung Badbergen, um dann auf den locker geschwungenen, verkehrsarmen Landstraßen des Emslandes über Gehrde und Drehle den Ort Bersenbrück zu erreichen. Unterwegs kommen wir an den typischen geschlossenen Bauernhöfen des Artlandes vorbei. Herrliches Fachwerk und roter Backstein prägen ihr Äußeres. Sie dürften in ganz Deutschland einzigartig sein.
Bersenbrück ist die Hauptstadt des so genannten Bersenbrücker Landes. 1231 wurde hier ein Zisterzienserkloster gegründet, das bis ins 18. Jahrhundert hinein bestand. Heute erinnert noch die Vicentiuskirche an diese göttliche Zeit. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und war früher mit dem Kloster zusammegebaut. Ein Blick ins Innere lohnt sich schon wegen der zahlreichen Altäre.
Ein Abstecher führt von Bersenbrück aus nach Rüssel. Dort stehen die Überreste eines karolingischen Königshofes aus dem 7. Jahrhundert. Er diente der Verwaltung der Ländereien, der Verpflegung der Armeen und als Richtstätte.
In Ankum steht die Kirche St. Nikolaus, auch „Artländer Dom“ genannt. An dieser Stelle befand sich einst eine wuchtige kirchliche Anlage, von der noch Reste erhalten sind. Teile davon wurden um 1900 in den Bau von St. Nikolaus integriert.
Über Holsten geht es weiter nach Eggermühlen, dessen aus dem 18. Jahrhundert stammendes hübsches Wasserschloss nur von außen zu besichtigen ist. Bippen mit seinem idyllischen Ortskern liegt am Fuß der Ankumer Höhe, die sich für Emsänder Verhältnisse auf schwindelnde Höhen emporschwingt: 100 Meter hoch ist ihre Kuppe. Von Bippen führt eine lohnenswerte Stippvisite zur Ölmühle von Lonnerbecke. Dazu fährt man Richtung Fürstenau und biegt am Schild „Sülte Mühle“ ab. Nach knapp drei Kilometern erreicht man die historische Ölmühle, deren Mahlwerk noch heute funktioniert.
Von Hekese geht es weiter nach Berge. Der kleine Ort mit seinen beiden Kirchen gefällt durch seine Fachwerkgebäude im Stil der Artländer Bauernhöfe. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. In Börstel gehört ein Besuch des gleichnamigen Stiftes zum Pflichtprogramm. Der Weg dorthin ist ausgeschildert. 1246 wurde hier ein Kloster gegründet, heute beherbergt die Anlage einen Damenstift. Dank seiner abgeschiedenen Lage überstand das Kloster alle mittelalterlichen Kriege nahezu unversehrt und verfügt daher heute noch über eine phantastische historische Bausubstanz.
Jetzt wird’s typisch emsländisch: Lange Pappelalleen führen durch Moore hindurch Richtung Norden. Ein paar Häuser links, ein paar rechts – mehr Zivilisation gibt es nicht. Wer mehr wissen will: Vor dem Ort Hahnenmoor wartet ein Parkplatz mit einem so genannten Moor-Lehrpfad, der über die Eigenarten dieser Landschaft informiert.
Eine Handvoll Kurven führen auf gut ausgebautem Asphalt vorbei an hübschen Bauernhöfen nach Menslage. Das Zentrum des Ortes stammt aus dem 18. Jahrhundert und entführt den Besucher in eine längst vergangene Zeit. Über Klein- und Groß-Mimmelage weiter Richtung Quakenbrück. Vor Groß-Mimmelage wartet ein technisches Denkmal: eine restaurierte Windmühle, ein so genannter Galerie-Holländer. Galerie, weil rund um die Mühle eine Galerie führt. Und Holländer, weil das komplette Oberteil mit Windrad in den Wind gedreht werden kann.
Über den Grother Kanal gelangen wir nach Quakenbrück hinein. Das Städtchen mit seinen idyllischen Sträßchen und gut erhaltenen Fachwerkhäusern verdient einen ausgedehnten Stopp. Sieben Flussarme der Hase sorgen dafür, dass überall lauschige Ecken und Winkel entstanden sind. Seinen Namen hat Quakenbrück übrigens nicht vom Quaken der Frösch im Moor. Vielmehr nannte man früher ein sich bewegendes Moor ein „quakendes“ Moor.
Hinter Quakenbrück ist Dinklage ausgeschildert, und nach rund zehn Kilometern entspannter Fahrt erreichen wir wieder den Ausgangspunkt der Tour.
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