Anzahl der Aufrufe: 2409 Alte Steine, romantische Flüsse Deutschland · Saarland
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Tour erstellt am 23.04.2010
Informationen zur Tour
Startort dieser rund 250 Kilometer langen Tagestour ist Nennig. Am Kreisverkehr ist die berühmte römische Villa schon beschildert. Es geht eine Weile durch den Ort, bis auf einmal ganz unscheinbar links ein kleiner Parkplatz mit dem Eingang zur Villa auftaucht. Das Bike bleibt davor stehen, während sich die Besatzung zu Fuß in das antike Gelände begibt.
Ein schattiger Pfad mit Bänken zum Ausruhen, eine Treppe, dann steht man vor einem der größten Mosaikfußböden der Römerzeit. 160 Quadratmeter misst er und zeigt Gladiatoren- und Tierkämpfe. Der Besucher bewundert die handwerkliche Perfektion der Arbeit und staunt über den erstklassigen Erhaltungszustand des Mosaiks. Es ist Teil der größten Villa, die je im Saarland entdeckt wurde. Ihr Besitzer muss steinreich gewesen sein und konnte sich deshalb einen solchen kostbaren Fußboden leisten. Auf dem Ausgrabungsgelände stehen mehrere Bänke im Schatten, von denen aus man in Ruhe die Anlage auf sich wirken lassen kann. Die Öffnungszeiten: April bis September von 8.30 bis 18.00 Uhr, montags geschlossen. Der Eintritt kostet pro Person 1,50 Euro.
Ein schattiger Pfad mit Bänken zum Ausruhen, eine Treppe, dann steht man vor einem der größten Mosaikfußböden der Römerzeit. 160 Quadratmeter misst er und zeigt Gladiatoren- und Tierkämpfe. Der Besucher bewundert die handwerkliche Perfektion der Arbeit und staunt über den erstklassigen Erhaltungszustand des Mosaiks. Es ist Teil der größten Villa, die je im Saarland entdeckt wurde. Ihr Besitzer muss steinreich gewesen sein und konnte sich deshalb einen solchen kostbaren Fußboden leisten. Auf dem Ausgrabungsgelände stehen mehrere Bänke im Schatten, von denen aus man in Ruhe die Anlage auf sich wirken lassen kann. Die Öffnungszeiten: April bis September von 8.30 bis 18.00 Uhr, montags geschlossen. Der Eintritt kostet pro Person 1,50 Euro.
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Rot: Partnerhäuser in der NäheVon Nennig aus folgen wir der Bundesstraße 406 Richtung Mettlach. Jedoch nicht ohne vorher Schloss Berg einen Besuch abgestattet zu haben. Es wurde mit viel Aufwand restauriert und beherbergt heute ein Hotel. Besonders hübsch geraten ist der Renaissance-Garten, der mit Hilfe von EU-Mitteln angelegt wurde. Gleich gegenüber lädt ein Landgasthaus mit dem Namen Victors Scheune zum ersten Stopp ein. Bei dieser hübschen Umgebung fast ein Muss.
Mehrspurig und in weiten Kurven nimmt sich die B 406 den Aufstieg in den Hochwald vor. Es tut richtig gut, die Vergaserschieber wieder einmal richtig aufzumachen. Eine Serpentine schließt die Bergfahrt ab, danach überquert die Route die B 407.
Das Sträßchen, das nun in Richtung Orscholz durch den Wald führt, ist schmal und ein wenig wellig. Trotzdem lässt es einen flotten Reifen zu. Orscholz kommt in Sicht. Dort wartet der berühmte Blick auf die Saarschleife. Der Aussichtspunkt ist zwar nur über einen längeren Fußweg zu erreichen, die Anstrengung jedoch in jedem Fall wert. Fast einen 360-Grad-Kreis dreht sie hier, die Saar. Würde man es nicht sehen, man könnte es kaum glauben.
Links ab in Richtung Weiten/Saarburg. Zügige Kurven auf griffigem, übersichtlichem Asphalt folgen. Hinter Freudenburg wechseln wir vom Saarland nach Rheinland-Pfalz. Kurz darauf, mitten in einer der hier üblichen schnellen Kurven, der Abzweig rüber nach Kastel-Staadt. Hinter dem Ort ein Parkplatz, von dort sind es etwa noch 200 Meter zu Fuß bis zu einem der spektakulärsten Bauwerke der Region: der Klause.
In den roten Sandsteinfelsen regelrecht hineingebaut, thront die Kapelle hoch über der Saar. Fußwege durchziehen das Gelände. Man kann auf ihnen herrlich zwischen den feuchten, bemoosten Felsen umherspazieren, die Aussicht genießen oder sich von der weltentrückten Stimmung gefangen nehmen lassen. Ein Franziskanerpater war im 17. Jahrhundert der erste Mensch hier oben. Der Eremit baute eine kleine Kapelle, die König Friedrich Wilhelm 1835 vergrößern ließ. Der Eintritt beträgt 2,10 Euro, geöffnet ist die Klause von 9.00 bis 18.00 Uhr außer montags.
Eine Handvoll eleganter Serpentinen führen hinab nach Trassem, ein paar Kilometer später erreichen wir das Ortsschild von Saarburg. Das malerische Städtchen liegt am Ufer der Saar und begeistert uns mit seinem Burgpanorama. Die Brücke, der Fluss, die Stadt, der Burgberg – den besten Blick auf das Idyll hat man von der Richtung Saarbrücken führenden Straße. Die ist indess nicht gerade einfach zu finden: Den nächsten Etappenort Mettlach sucht man vergebens. Deshalb der Beschilderung Saarbrücken folgen, bis der Abzweig B 51 und Mettlach auftaucht.
Bis Mettlach bestimmt die Saar den Verlauf der Straße. Sie macht das sehr gefühlvoll. Großzügige Bögen, eingerahmt von dichtem Laubwald. Der Fluss quasi in Augenhöhe. Man fühlt sich fast wie am Steuer eines Motorbootes. Feuchter, leicht modriger Geruch von Wasser zieht durch die Nasenflügel. Flussatmosphäre, wie sie intensiver kaum sein kann. Die übrige Welt ist weit weg. Auf den 18 Kilometern bis Mettlach stört keine Ortschaft die romantische Stimmung. Das ist einfach bezaubernd!
In Mettlach unterqueren wir die Eisenbahn und biegen kurze Zeit später nach links auf die Eichenlaubstraße ein. Ausschilderung Weiskirchen. Viel Eiche, viel Laub – die Straße macht ihrem Namen alle Ehre. In gut ausgebauten und übersichtlichen Kurven erklimmt sie die Flanke des Hochwaldes. In Britten mischt sich kurz die B 268 dazwischen, dann heißt es wieder: schmale Fahrbahn, flüssige Wechselkurven, gepflegter Belag. Großer Gang, niedere Drehzahlen. Entspanntes Motorradfahren mit hohem Erholungsfaktor.
Ab Weiskirchen weist das Schild Nonnweiler den Weg. Dort halten wir uns südlich, passieren Primsta und begleiten auf einer idyllischen Uferstraße das Flüsschen Nahe nach Nohfelden hinein. Dort rechts ab, ein Stück Bundesstraße folgt, bevor wir uns in die Kurven einer Traumstrecke Richtung St. Wendel legen dürfen. Vorsicht: Nicht die Hauptroute auf der B 41 nehmen, sondern den Umweg über Freisen, Hirstein und Baltersweiler. Der führt nämlich äußerst attraktiv über die bewaldeten Hügel des St. Wendeler Landes. In St. Wendel werfen wir einen Blick auf die alles beherrschende spätgotische Wallfahrtskirche und genießen anschließend die landschaftlich und fahrerisch sehr reizvolle Strecke auf der B 269 über Tholey nach Lebach.
In Lebach Blinker rechts und weiter nach Schmelz. Die nun folgende Etappe mit ihren gut ausgebauten, lang gezogenen Bögen schmelzt, pardon: schmilzt einem auf der Zunge. Etwas für Genießer. Nunkirchen, Losheim, dann links ab nach Mettlach und in einem Rutsch zurück nach Nennig, dem Ausgangspunkt der Tour.
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