Anzahl der Aufrufe: 3518 Fichtelgebirgsstraße Deutschland · Fichtelgebirge/Oberpfalz
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Tour erstellt am 23.04.2010
Informationen zur Tour
Auf ihrer rund 180 Kilometern Länge führt die Fichtelgebirgsstraße durch ein Waldgebiet, das zu den schönsten und vielfältigsten in Deutschland gehört. Sie ist relativ wenig befahren und bietet außer herrlichen Aussichten auch phantastischen Motorradspaß. Entspanntes Gleiten steht ebenso auf dem Programm wie Kurvenwetzen.
Startort ist das schnuckelige Kneipp-Heilbad Bad Berneck, das sehr idyllisch am Westrand des Fichtelgebirges liegt. Geprägt wird der Ort durch seine wunderschönen alten Fachwerkhäuser, seine engen Gassen und den hübsch angelegten Kurpark. Wer also noch nicht gefrühstückt hat, sollte es hier unbedingt nachholen.
Startort ist das schnuckelige Kneipp-Heilbad Bad Berneck, das sehr idyllisch am Westrand des Fichtelgebirges liegt. Geprägt wird der Ort durch seine wunderschönen alten Fachwerkhäuser, seine engen Gassen und den hübsch angelegten Kurpark. Wer also noch nicht gefrühstückt hat, sollte es hier unbedingt nachholen.
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Rot: Partnerhäuser in der NäheAuf der B 303 verlassen wir Bad Berneck in Richtung Osten. Und sofort geht es zur Sache: In unzähligen Bögen und Kurven erklimmt die gut ausgebaute Straße die Höhen des Fichtelgebirges. Flotte Schräglagen auf griffigem Asphalt. Ein Auftakt nach Maß. Das Ortsschild von Bischofsgrün taucht auf. Der bekannte Luftkurort liegt malerisch am Fuß des Ochsenkopfs, der per Sesselbahn bestiegen werden kann. Wem der Sinn mehr nach rasanten Kurven steht, der sollte die Sommerrodelbahn aufsuchen. Die ist ca. 1.000 Meter lang und überwindet mittels zehn schnellen Serpentinen einen Höhenunterschied von 140 Metern.
Nun verlassen wir die B 303 und biegen auf ein Landsträßchen ab, das uns in Richtung Fichtelberg bringt. Dort wartet nicht nur eine hübsche Sommerfrische, sondern mit dem Fichtelsee (im Ortsteil Neubau) auch ein attraktives Naturschauspiel. Der See war bis 1934 ein Torfmoor und wurde dann ausgebaggert. Heute ist er ein beliebtes Ausflugsziel mit Strandbad und Bootsverleih.
Nun kann man entweder zur B 303 zurückfahren und dort das Felsenlabyrinth Luisenburg anschauen. Es handelt sich dabei um einen Nadelwald, der von mächtigen Granitfelsen überzogen ist. Oder man verfolgt weiter das Landsträßchen und landet schließlich in Marktredwitz. Die große Kreisstadt gefällt mir ihrem Renaissance-Rathaus und der in Resten erhaltenen Befestigungsanlage.
Die eigentliche Fichtelgebirgsstraße führt jetzt weiter über Arzberg zur tschechischen Grenze. Wir jedoch nehmen Kurs auf den Naturpark Steinwald, der sich im Süden von Marktredwitz befindet. Als Steinwald bezeichnet man einen dem Fichtelgebirge vorgelagerten Bergrücken, dessen Charakteristika dichte Hochwälder und bizarre Felsformationen sind. Durchfahren oder durchwandern – das Erlebnis ist stets einzigartig. Den Steinwald also auf keinen Fall versäumen.
Vorbei an Schloss Trevesenhammer und dem Ort Grötschenreuth erreichen wir auf schmaler, gewundener Landstraße das Städtchen Erbendorf. Dort weiter auf die B 22 Richtung Weiden. Auf keinen Fall versäumen sollte man ein paar Kilometer weiter einen Abstecher hinüber zum Parkstein, einen isoliert in der Landschaft stehenden Basaltkegel. Er sieht aus, als ob die Natur ihn aus einem Stück gegossen hätte.
Dann kommt Weiden in Sicht. Die Altstadt mit ihren hübschen Bürgerhäusern ist einen Abstecher mit Pausenstopp wert. Auch der nächste Ort, Leuchtenberg, empfiehlt sich für einen kurzen Halt. Wir verlassen dazu kurz die B 22, fahren hoch in den Ortskern und stellen dort gegenüber der Kirche das Motorrad ab. Ein fünfminütiger Fußweg führt von hier hinauf zur Burg Leuchtenberg, die nicht nur einen großartigen Ausblick bietet, sondern auch zu den bedeutendsten Burgen der Oberpfalz gehört. Die aus dem 14. Jahrhundert stammende Anlage dient heute als Freilichtbühne.
Auf aussichtsreicher Straße geht es nun weiter in Richtung Cham. Herrliche Panoramen tun sich auf. Ganz vorn saftig grüne Wiesen, dann bewaldete Hügel und schließlich im Hintergrund die dunklen Berge des Böhmerwaldes. Vorbei an Oberviechtach, der Geburtsstadt des Wunderheilers Dr. Eisenbarth, erreichen wir Cham. Dessen mittelalterliches Stadtbild ist ein würdiger Abschluss unserer Tour und das – inoffizielle – Ende der Fichtelgebirgsstraße.
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