Anzahl der Aufrufe: 4333 Kaunertaler Gletscherstraße Österreich · Tirol
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Tour erstellt am 08.11.2010
Informationen zur Tour
Es ist eines von diesen unerklärlichen Versehen, dass wir bis zu diesem Sommer noch niemals die Kaunertaler Gletscherstraße abgefahren waren. Dabei sind uns die Straßen Tirols beinahe genauso gut vertraut, wie die sprichwörtliche Westentasche. Gerade in den Alpen können die herrlichsten Pässe und Sehenswürdigkeiten miteinander verbunden werden, warum sollten wir also einen Weg nehmen, der uns zwar zu einer landschaftlichen Besonderheit bringt, aber von dort aus nicht weiter? Sprich: Bei der Kaunertaler Gletscherstraße handelt es sich um eine Sackgasse.
Gesagt getan: Wir schnappten uns also unsere Motorräder. Bei unseren Vorbereitungen für den Tagestrip war uns allerdings entgangen, dass Berneck sich in Privatbesitz befindet und die heutigen „Herrscher” die Türen zu ihrem Reich nur eingeschränkt dem gemeinen Volke öffnen. Wir sollten leider nicht in diesen Genuss kommen – und mussten uns daher spontan umentscheiden. Und so lenkten wir unsere Bikes in Richtung Feichten, dem Startpunkt der Kaunertaler Gletscherstraße, bezahlten an der Kasse die geforderte Maut und ließen uns treiben.
Der Eingang dieses Tals ist durchaus hübsch und die unterschiedliche Farbgebung der umrahmenden Gebirge mit zugehörigen, weiß gepuderten Gipfelspitzen vom Madatschkopf (3.783 Meter), Waze Kopf (2.918 Meter) und Stange (2.723 Meter) zur Linken faszinierend. Dann kamen auch endlich die ersten Kehren – und wir legten uns begeistert in sie hinein. Doch schon an Kehre 28 mussten wir kurz innehalten, denn rechts neben dem Abbruchgebiet erspähten wir einen tierischen Freundeskreis, bestehend aus mehreren Gämsen und Steinböcken. Dennoch fing unsere Gashand schnell wieder an, zu jucken.
Allerdings wurde der Vorwärtsdrang nur wenige Kilometer weiter von einem Griff in die Bremse unterbunden: Um uns herum öffnete sich das Tal und gab den Blick auf überwältigendes Blau frei. Wir befanden uns genau vor der Dammkrone des Gepatschstausees – und bereuten im selben Augenblick, unsere Badesachen nicht auf den Motorrädern verstaut zu haben.
Da das Baden vermutlich ohnehin verboten, respektive das Wasser wahrscheinlich viel zu kalt war, fuhren wir munter weiter. Die folgenden sechs Kilometer immer östlich am Ufer des Sees entlang. Und dann ging es endlich richtig los mit dem Spaß. Wir durften nun am eigenen Leib und im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“, was uns vorher prophezeit wurde.
Diese Gletscherstraße trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Panoramastraße“ und ist für Pässe-Enthusiasten ein Muss. Das Motto scheint zu sein: hoch, höher und noch höher. Insgesamt wollen auf der Kaunertaler Gletscherstraße mehr Kehren (29) als Kilometer (26) erkundet und ein Höhenunterschied von knapp 1.500 Meter verkraftet werden. Die durchschnittliche Steigung beträgt dabei stolze zehn Prozent. Wir begaben uns also hinein ins Vergnügen und genossen die nun am Stück folgenden 13 perfekt ausgebauten Kehren, die uns geradewegs hinauf in die karge beige-braune Gebirgslandschaft brachten.
Wahrscheinlich ist es müßig zu erwähnen, dass das Ziel, der Parkplatz auf 2.750 Meter Höhe und gleichzeitig das Ende der Kaunertaler Gletscherstraße, viel zu schnell erreicht war. Dennoch: Das Verweilen und Schauen hatte was. Schließlich konnten wir nun endlich auch den Gipfel des Kaunertaler Wahrzeichens erkennen – die 3.335 Meter hohe Weisseespitze. Inzwischen war unser Kaffeedurst immens, die Lust aufs Fahren aber noch lange nicht gestillt. Daher entschieden wir, unseren Imbiss nicht im Bergrestaurant in luftiger Höhe einzunehmen, sondern direkt die Rückfahrt anzutreten, denn wir hatten kurz hinter dem Stausee den Abzweig zu einer Alpenvereinshütte gesehen. Wir trafen daher den Entschluss, die Talfahrt anzugehen – und damit erneut die herrlichen Kurven und Kehren zu genießen.
Und dann saßen wir da, auf der Außenterrasse des 1873 errichteten Gepatschhauses, das damit die älteste Alpenvereinshütte Österreichs ist. Bei einer großen Tasse Kaffee und einem herrlichen Stück Apfelkuchen genossen wir nicht nur den Blick auf eine kleine Kapelle, sondern vor allem die Natur, die sich vor uns wie im Bilderbuch ausbreitete. Bald darauf machten wir uns wieder auf den Rückweg, leider nicht auf der westlichen Uferstraße, die aufgrund von Bauarbeiten gesperrt war. Wenn das mal kein Zeichen für einen erneuten Besuch sein sollte…
Gesagt getan: Wir schnappten uns also unsere Motorräder. Bei unseren Vorbereitungen für den Tagestrip war uns allerdings entgangen, dass Berneck sich in Privatbesitz befindet und die heutigen „Herrscher” die Türen zu ihrem Reich nur eingeschränkt dem gemeinen Volke öffnen. Wir sollten leider nicht in diesen Genuss kommen – und mussten uns daher spontan umentscheiden. Und so lenkten wir unsere Bikes in Richtung Feichten, dem Startpunkt der Kaunertaler Gletscherstraße, bezahlten an der Kasse die geforderte Maut und ließen uns treiben.
Der Eingang dieses Tals ist durchaus hübsch und die unterschiedliche Farbgebung der umrahmenden Gebirge mit zugehörigen, weiß gepuderten Gipfelspitzen vom Madatschkopf (3.783 Meter), Waze Kopf (2.918 Meter) und Stange (2.723 Meter) zur Linken faszinierend. Dann kamen auch endlich die ersten Kehren – und wir legten uns begeistert in sie hinein. Doch schon an Kehre 28 mussten wir kurz innehalten, denn rechts neben dem Abbruchgebiet erspähten wir einen tierischen Freundeskreis, bestehend aus mehreren Gämsen und Steinböcken. Dennoch fing unsere Gashand schnell wieder an, zu jucken.
Allerdings wurde der Vorwärtsdrang nur wenige Kilometer weiter von einem Griff in die Bremse unterbunden: Um uns herum öffnete sich das Tal und gab den Blick auf überwältigendes Blau frei. Wir befanden uns genau vor der Dammkrone des Gepatschstausees – und bereuten im selben Augenblick, unsere Badesachen nicht auf den Motorrädern verstaut zu haben.
Da das Baden vermutlich ohnehin verboten, respektive das Wasser wahrscheinlich viel zu kalt war, fuhren wir munter weiter. Die folgenden sechs Kilometer immer östlich am Ufer des Sees entlang. Und dann ging es endlich richtig los mit dem Spaß. Wir durften nun am eigenen Leib und im wahrsten Sinne des Wortes „erfahren“, was uns vorher prophezeit wurde.
Diese Gletscherstraße trägt nicht ohne Grund den Beinamen „Panoramastraße“ und ist für Pässe-Enthusiasten ein Muss. Das Motto scheint zu sein: hoch, höher und noch höher. Insgesamt wollen auf der Kaunertaler Gletscherstraße mehr Kehren (29) als Kilometer (26) erkundet und ein Höhenunterschied von knapp 1.500 Meter verkraftet werden. Die durchschnittliche Steigung beträgt dabei stolze zehn Prozent. Wir begaben uns also hinein ins Vergnügen und genossen die nun am Stück folgenden 13 perfekt ausgebauten Kehren, die uns geradewegs hinauf in die karge beige-braune Gebirgslandschaft brachten.
Wahrscheinlich ist es müßig zu erwähnen, dass das Ziel, der Parkplatz auf 2.750 Meter Höhe und gleichzeitig das Ende der Kaunertaler Gletscherstraße, viel zu schnell erreicht war. Dennoch: Das Verweilen und Schauen hatte was. Schließlich konnten wir nun endlich auch den Gipfel des Kaunertaler Wahrzeichens erkennen – die 3.335 Meter hohe Weisseespitze. Inzwischen war unser Kaffeedurst immens, die Lust aufs Fahren aber noch lange nicht gestillt. Daher entschieden wir, unseren Imbiss nicht im Bergrestaurant in luftiger Höhe einzunehmen, sondern direkt die Rückfahrt anzutreten, denn wir hatten kurz hinter dem Stausee den Abzweig zu einer Alpenvereinshütte gesehen. Wir trafen daher den Entschluss, die Talfahrt anzugehen – und damit erneut die herrlichen Kurven und Kehren zu genießen.
Und dann saßen wir da, auf der Außenterrasse des 1873 errichteten Gepatschhauses, das damit die älteste Alpenvereinshütte Österreichs ist. Bei einer großen Tasse Kaffee und einem herrlichen Stück Apfelkuchen genossen wir nicht nur den Blick auf eine kleine Kapelle, sondern vor allem die Natur, die sich vor uns wie im Bilderbuch ausbreitete. Bald darauf machten wir uns wieder auf den Rückweg, leider nicht auf der westlichen Uferstraße, die aufgrund von Bauarbeiten gesperrt war. Wenn das mal kein Zeichen für einen erneuten Besuch sein sollte…
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