Anzahl der Aufrufe: 5555 Mecklenburgische Ostseeküste Deutschland · Mecklenburg Vorpommern


Diese Tour bewerten Tour erstellt am 23.04.2010

Informationen zur Tour

Der größte Teil der deutschen Ostseeküste gehört heute zum Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Flache, weiße Sandstrände wechseln mit schroffen Steilküsten ab. Dazwischen haben sich lagunen­artige Gewässer um Halbinseln, Regionen mit breiten Schilfgürteln oder Strandabschnitte mit Geröll gebildet. Die Boddenküste zwischen Warnemünde und dem Stettiner Haff ist besonders stark gegliedert.

Die Backsteingotik war die prägende Stil­epoche des gesamten Ostseeraumes. In allen Anrainerstaaten stehen Bauwerke aus gebrannten Lehm- und Tonziegeln mit ihren warmen Rottönen. Kirchen und Klöster, Rathäuser und Stadttore, Speicher und Patrizierhäuser zeigen den gotischen Baustil. Besonders auffällig sind die reich gestalteten und geschmückten Blend­fassaden der Rathäuser und die Muster durch den Wechsel von roten mit ockergelben oder schwarzen Backsteinen.


Freizeitaktivitäten
Für Feriengäste und Kurzurlauber bietet die Ostseeküste und die Boddenland­schaft ideale Voraussetzungen zum Ausruhen und für die aktive Freizeitgestaltung. Die langen, weißen Sandstrände und das flach ansteigende Wasser laden zum Baden ein. Die Ostsee und die Bodden mit ihren geringen Wassertiefen sind bevorzugte Reviere der Kanufahrer, Segler und Surfer.

Westliche Ostseeküste
Die westliche Ostseeküste Mecklenburgs erstreckt sich zwischen den Hansestädten Lübeck und Rostock. Die Seeheilbäder Boltenhagen, Graal-Müritz und Heiligendamm, die Insel Poel, sowie die Ostseebäder Nienhagen, Kühlungsborn und Rerik locken Badegäste und Naturfreunde an.
Die historische Altstadt der ehemaligen Hansestadt Wismar steht komplett unter Denkmalschutz und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Das Wahrzeichen der Stadt ist der 82 Meter hohe Turm der St. Marienkirche. Zeugen der früheren Handelstätigkeit sind der Alte Hafen mit seinen Schuppen und Speichern und der rund 100 x 100 Meter große Marktplatz. Heute beherrschen die klassizistischen Patrizierhäuser das Bild des Platzes, in dessen Mitte die ”Wasserkunst” steht.
Die Hafen- und Universitätsstadt Rostock war zwar immer die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern, aber nie deren Hauptstadt. Hauptanziehungspunkt für Touristen in der Hansestadt ist der Stadthafen mit seinen Kneipen und Geschäften. Am Ufer machen heute vor allem Yachten und Segler fest. Zur ”Hanse Sail” kommen Hunderttausende von Zuschauern, um die Parade der Windjammer mitzuerleben.
Eine besondere Anziehungskraft üben die zahlreichen Feste und Veranstaltungen in der Region auf Einheimische und Besucher aus. Die bekanntesten sind das ”Schippermützenfest” in Kühlungsborn, das ”Historische Spektakel” in Rerik, die ”Inselfestspiele” auf der Insel Poel, die Galopprennen in Bad Doberan, das ”Rho­do­dendrenparkfest” in Graal-Müritz und das ”Seebrückenfest” in Boltenhagen.

Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
Die Halbinselkette Fischland-Darß-Zingst mit der südlichen Boddenküste und dem Recknitztal liegt zwischen den beiden Hansestädten Rostock und Stralsund. Während die Halbinsel von scheinbar unendlichen, weißen Sandstränden umgeben ist, wird die Boddenlandschaft von großen Schilfgebieten eingkreist. Auf dem Wasser verkehren noch die alten Zeesenboote mit ihren braunen Segeln. Im Frühjahr und Herbst ist der Zug Tausender von Kranichen zu beobachten.
An den Küsten reihen sich wie eine lange Perlenkette die Bäder und Heilkurorte aneinander, die einst als Seefahrer- und Fischerdörfer entstanden sind. Hier finden Urlauber jede Menge Entspannung.
Zum Schutz der Naturland­schaft ist auf einer Fläche von 805 Quadratkilometern der Nationalpark Vor­pommersche Boddenlandschaft ausgewiesen worden. Bei fachkundigen Führungen kann der Besucher vieles über die geologische Entwicklung sowie über Flora und Fauna dieser Landschaft erfahren.

Insel Rügen
Bereits vor rund 200 Jahren waren Reisende von der Insel Rügen begeistert. Sie ist ein Konglomerat aus rund 30 Inseln und Halbinseln mit immer wieder wechselnden Landschaftsbildern. Mit einer Fläche von 926 Quadratkilometern ist sie Deutschlands größte Insel.
Die vielseitige Landschaft hat in zahlreichen Kunstwerken ihren Niederschlag gefunden. So hat der Maler Caspar David Friedrich durch seine Bilder die Kreidefelsen der Insel berühmt gemacht. Neben den beiden weißen Felsformationen ”Königsstuhl” und ”Wissower Klinken” gehören die Leuchttürme am Kap Arkona, das Jagdschloss Granitz und die historische Schmalspurbahn ”Rasender Roland” zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten.
Die Halbinsel Mönchsgut im Südosten von Rügen weist schon durch ihren Namen auf die ehemaligen Bewohner hin. Heute laden die Bäder Baabe, Göhren, Lobbe und Thiessow mit ihren weißen Sandstränden die Urlauber zum Baden und Entspannen ein.
Das Bild der beiden bekannten Seebäder Binz und Sellin rund um das Jagdschloss Grabitz prägen die Villen im Stil der Bäderarchitektur. Die Seebrücke in Binz ragt fast 400 Meter weit in das Meer hinein.
Auf der Halbinsel Jasmund im Nordosten der Insel liegt die Hafenstadt Sassnitz. Von hier aus starten Fähren und Frachter in die benachbarten Länder. Wenige Kilometer von Sassnitz entfernt leuchten die steilen weißen Kreidefelsen aus den ufernahen Wäldern heraus. Der Königsstuhl ist das Wahrzeichen der Insel Rügen.
Die Halbinsel Wittow mit den schon von weitem sichtbaren Leuchttürmen von Kap Arkona bildet die Nordspitze von Rügen. Die kleinen Ortschaften laden zum Erforschen der Insel mit dem Motorrad, per pedes oder mit dem Fahrrad ein.
Der Nordwesten präsentiert sich als eine Idylle zwischen Bodden und Meer. Im Süden Rügens ist der ehemalige Residenzort Putbus eine weitere Attraktion. Westlich von Rügen liegt die schmale Insel Hiddensee, die wegen ihrer hübschen Orte und dem geringen Verkehr von Naturfreunden und Ruhesuchenden geschätzt wird.
Südlich der Insel Rügen liegt auf dem Festland durch den Strehlasund getrennt die alte Hansestadt Stralsund. Zahlreiche Schwimmer bewältigen bei Deutschlands bedeutendstem Langstreckenschwim­men diese Wasserstraße. Ein eindrucksvolles Ge­bäude­ensemble aus Backsteinen bilden die St. Nikolaikirche und das Rathaus. Auffällig ist die Schaufassade des Rathauses mit den imposanten Maßwerkfenstern und Schmuckelementen.

Insel Usedom
Die 445 Quadratkilometer große Insel Usedom im äußersten Nordosten Deutschlands ist die zweitgrößte Insel. Sie ist wegen ihres rekordverdächtigen Klimas und der langen Sandstrände ein beliebtes Urlaubsziel. Laut Statistik scheint pro Jahr 1906 Stunden lang die Sonne. Daneben eröffnen die gut ausgeschilderten Wege für Wanderer und Radfahrer zahlreiche Möglichkeiten, eine vielseitige Natur- und Kulturlandschaft mit einer artenreiche Flora und Fauna kennen zu lernen.
In den Sommermonaten verbindet die Usedomer Bäderbahn die neun Seebäder miteinander. Drei von ihnen – Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin – sind anerkannte Seeheilbäder. Zinnowitz wirbt mit seiner schönen Promenade. Koserow bietet eine imposante Steilküste. Von Lobbin aus hat man malerische Ausblicke auf Land und See. Ückeritz besitzt einen großen Campingplatz. Trassenheide wird von viel Wald umgeben. Zempin schließlich ist das kleinste der Seebäder.
Die Hansestadt Greifswald westlich der Insel Usedom ist bekannt durch ihre Bedeutung als Handelsplatz und durch ihre Universität. Sie präsentiert eine Fülle von Bauwerken mit Backsteingotik, Barock, Jugendstil und Klassizismus. Die bedeutendsten von ihnen sind die drei mittelalterlichen Stadtkirchen und der Marktplatz mit Rathaus und Giebelhäusern.

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