Anzahl der Aufrufe: 5550 Nordschwarzwald Deutschland · Schwarzwald
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Tour erstellt am 23.04.2010
Informationen zur Tour
Charakteristisch für den Norden sind seine Täler. In Millionen von Jahren fräste sich das Wasser in den aus Granit und Gneis bestehenden Gebirgssockel und hinterließ viele Täler. Enge und weite, tiefe und flache, raue und heimelige. Für uns Motorradfahrer haben die breiten Gebirgseinschnitte des nördlichen Schwarzwaldes einen entscheidenden Vorzug: Dutzende von Straßen führen zu ihnen hinab, folgen eine Weile ihrem Verlauf, um sich anschließend über alle Berge davonzumachen. Das Resultat: Kurvenkilometer am laufenden Band. So gestaltet sich eine Tour auf und neben der Schwarzwald-Tälerstraße zwangsläufig zu einem großartigen Motorraderlebnis.
Baiersbronn ist der Startort zur Tour. Das Städtchen mit seinen 16.000 Einwohnern kann sich flächenmäßig Deutschlands größte Gemeinde nennen (190 Quadratkilometer). Auf der B 462 rollen wir zunächst das Murgtal hinab. In weiten Bögen folgt der griffige Asphalt dem Lauf der Murg. Reinlegen und wohl fühlen ist die Devise.
Baiersbronn ist der Startort zur Tour. Das Städtchen mit seinen 16.000 Einwohnern kann sich flächenmäßig Deutschlands größte Gemeinde nennen (190 Quadratkilometer). Auf der B 462 rollen wir zunächst das Murgtal hinab. In weiten Bögen folgt der griffige Asphalt dem Lauf der Murg. Reinlegen und wohl fühlen ist die Devise.
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Rot: Partnerhäuser in der NäheKlosterreichenbach mit seiner imposanten ehemaligen Klosterkirche fliegt vorüber. In Röt passieren wir 500 Meter Sägewerk und atmen den Duft von frisch geschlagenem Tannenholz ein. Der Straßenbelag wird allmählich etwas holperiger, lässt aber immer noch sichere und gepflegte Schräglagen zu.
Kirschbaumwasen taucht auf, in der folgenden Ortschaft zweigt nach links der Abstecher zum Schwarzenbach-Stausee ab. Drei Kilometer bergauf, griffiger und übersichtlicher Asphalt – ein Muss.
Zurück auf der B 462 fallen die Kurven bis Forbach wie reife Pflaumen. Stets sollte man allerdings ein Auge auf die immer wieder auftauchenden Bitumenstreifen haben. In Forbach folgen wir dem Schild Baden-Baden. Ein letzter Blick auf den malerischen Ort, dann geht es ans Eingemachte. Schlagartig verabschiedet sich die breite Murgtalstraße und macht einer schmalen, holperigen Fahrbahn Platz. Unendlich viele Kurven – geradeaus, was ist das? Das Moto lautet: Je handlicher das Motorrad, desto größer der Fahrspaß. Unten fließt die Murg, gegenüber sind grüne Berghänge zu sehen. Ein Stück Schwarzwald wie aus dem Bilderbuch.
Nach einer bewaldeten Kuppe folgt der Abstieg. Und auch der verlangt volle Konzentration auf Schlaglöcher, Frostaufbrüche und Bitumenstreifen. Unten an der Hauptstraße rechts ab nach Gernsbach. Und gleich geht es weiter im Kurventakt. Doch diesmal auf perfektem Straßenbelag. Ein Stück Wald, eine Kuppe, rechts ab in Richtung Schloss Eberstein. Ein Traum von einer Motorradstrecke.
In Gernsbach folgen wir zunächst der Ausschilderung Bad Herrenalb. Dort biegen wir hinter der Brücke rechts ab und fahren ein Stück in Richtung Freudenstadt/Forbach. In Hilpertsau verlässt die Route die Hauptstraße und folgt den Schildern Bad Wildbad und Reichental. Dann kündigt ein Schild sechs Kilometer kurvenreiche Strecke an. Und hält Wort. Schräglage an Schräglage, Kurve an Kurve wirft man uns vors Vorderrad. Der Untergrund wechselt ständig. Wer hier schnell sein will, muss auf zack sein.
Auf 993 Meter Höhe liegt die Bergkuppe. Eine karge, unwirtliche Gegend. Zerzauste Bäume stemmen sich mutig gegen den Wind. Die Abfahrt von Kaltenbronn nach Sprollenhaus bietet eine willkommene Verschnaufpause. Auf der gut ausgebauten Fahrbahn mit ihren leichten Bögen dürfen sich die Muskeln entspannen. Die vorangegangene Kurverei war ganz schön anstrengend.
Unten an der Hauptstraße biegen wir links nach Bad Wildbad ab. Breit und mit ordentlichem Belag versehen, führt die Straße am Ufer der Großen Enz entlang. Flottes Tempo, lang gezogene Kurven.
Auch hinter Bad Wildbad legt sich die Maschine in großzügig angelegte Kurven. Ab Höfen heißt dann jedoch wieder: Knie an den Tank, Augen auf die Fahrbahn. Ein Kurvenabenteuer in Form einer wenig befahrenen, verschlungenen Nebenstraße wartet. Sie führt in Richtung Bad Herrenalb am rechten Rand eines Tales bergauf in den Wald hinein. Die Reifen finden in dem griffigen Belag perfekten Halt, die Kurven und Kehren sind gut einzusehen.
Die Strecke von Bad Herrenalb nach Gernsbach entpuppt sich als einer der genialsten Abschnitte der Tour. Kurven ohne Ende, weite Ausblicke, wunderschöne Landschaft. Auf dem letzten Stück schmuggeln sich sogar einige 180-Grad-Kurven ein.
Von Gernsbach aus überqueren wir ein zweites Mal das Moorgebiet um Kaltenbronn. In Sprollenhaus geht es dann allerdings rechts ab Richtung Enzklösterle. Ruhig und gelassen führt die Straße an der Großen Enz entlang. Ein paar Kurven bergauf bringen uns zur B 294, hinter Besenfeld geht es kurz und zackig bergab nach Baiersbronn zurück.
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