Anzahl der Aufrufe: 4087 Schleswig-Holstein-Rundfahrt Deutschland · Schleswig-Holstein
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Tour erstellt am 23.04.2010
Informationen zur Tour
Startort Husum, die graue Stadt am Meer. In Richtung Seebüll geht es an Hunderten von Windrädern vorbei nach Norden. In Seebüll baute sich der Maler Emil Nolde inmitten einem Meer von Blumen ein Wohnhaus mit Atelier. Wie schon vor ihm der Dichter Theodor Storm, war auch Nolde von den Farben und der Stimmung der Nordseeküste fasziniert.
Über Süderlügum führt die Route nach Leck. Zwar ohne Steigungen, dafür mit reichlich Kurven garniert. Nadelbäume fliegen links und rechts vorbei, jetzt wird es sogar etwas hügelig: Der so genannte Geest-Rücken ist erreicht.
Über Süderlügum führt die Route nach Leck. Zwar ohne Steigungen, dafür mit reichlich Kurven garniert. Nadelbäume fliegen links und rechts vorbei, jetzt wird es sogar etwas hügelig: Der so genannte Geest-Rücken ist erreicht.
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Rot: Partnerhäuser in der NäheIn den Hüttener Bergen warten regelrechte Kurvenstrecken auf uns – wer hätte das von einem flachen Land wie Schleswig-Holstein gedacht? Von Ascheffel aus erklimmen wir den 98 Meter hohen Aschberg. Oben warten ein Restaurant und eine Statue des Reichskanzlers Bismarck. Der Blick über Wiesen, Seen bis zur Eckernförder Bucht ist grandios.
Bei Schleswig fräst die Schlei eine lange, schmale Bucht ins Land, an deren Ende Haithabu liegt. Der Ort war vor 1.000 Jahren ein wichtiger Handelsplatz der Wikinger, heute steht dort in interessantes Wikingermuseum. Kurvig geht es weiter. Über Kappeln nach Schleswig. Sanfte Hügel, runde Bögen, perfekter Belag, herrliche Blicke auf das Wasser der Schlei. Vom Bülker Leuchtturm genießen wir den Blick über die Kieler Förde und Dänemark. In Laboe steht ein Besuch des Marine-Ehrenmals mit dem U-Boot aus dem 2. Weltkrieg auf dem Programm.
Über die Orte Kalifornien und Brasilien fahren wir weiter nach Giekau, um dort den Selenter See zu umrunden. Ein Abstecher zum Aussichtsturm Hessenstein in einem Waldstück nahe Lütjenburg, dann passieren wir Panker mit seinem herrlichen englischen Park und gelangen schließlich zur Hohwachter Bucht. Dort warten wunderschöne Strände auf Ruhe suchende Spaziergänger. Die Windmühle von Farve zieht vorbei, Oldenburg wird durchquert, dann peilen wir die Insel Fehmarn an.
Seit 1963 verbindet eine Brücke die Insel mit dem Festland. Unverzichtbar ist eine Inselrundfahrt, ohne die man das hübsche Fehmarn keinesfalls wieder verlassen sollte. Zurück auf dem Festland, erreichen wir über Grube den Ort Lensahn, wo mit dem Café „Chrome“ ein bekannter und gut besuchter Motorradtreff steht. Danach wird es gebirgig: Der Bungsberg wartet, die mit 168 Metern höchste Erhebung Schleswig-Holsteins. Kein Wunder, dass man dieser Region den Beinamen „Holsteinische Schweiz“ gab.
Holsteinisch geht es weiter, und zwar mit der Holsteinischen Seenplatte. Auf der Strecke von Malente über Neversfelde nach Grebin reihen sich die Seen auf wie Perlen an einer Schnur. Von Plön aus bietet sich eine ganz spezielle Wasser-Fahrt an: die große Plöner Seerundfahrt. Danach erreichen wir über Eutin und Ahrensböck die Stadt Lübeck. Ein Stadtbummel zu Fuß ist ein Muss. Man spaziert an der Trave entlang und wirft einen Blick auf die Segelschiffe und die Salzspeicher. Von den Salzstöcken bei Lüneburg wurde früher das Salz auf der so genannten Salzstraße in den Hafen der Hansestadt Lübeck geschafft.
Ratzeburg fliegt vorüber, dann taucht Mölln auf mit seinen sehr schön restaurierten Fachwerkhäusern und seinem idyllischen Marktplatz. Mölln ist die Heimatstadt von Till Eulenspiegel. Dem Spötter und Satiriker schuf man am Markt einen eigenen Brunnen. In Lauenburg trifft die Route auf die Elbe, die wir bei Schnakenburg per Fähre übequeren. Nach einem Bogen um Hamburg erreichen wir bei Pinneberg die holsteinischen Elbmarschen. Hohe Deiche und mächtige Sperrwerke verhindern, dass sich die Nordsee nicht über das flache Land ergießt.
In Neuendorf bei Wilster führt die Strecke durch die tiefste Stelle Deutschlands: 3,54 Meter unter dem Meeresspiegel. Ein acht Meter hoher Pfahl markiert den Tidenhub und zeigt anschaulich, wie hoch hier das Wasser stehen würde, gäbe es die Deiche nicht. In Brunsbüttel überqueren wir auf einer Brücke den Nord-Ostsee-Kanal und fahren auf den Grünen Küstenstraße nach Büsum. Dort warten in fast schon mediterraner Stimmung unzählige Fisch- und Imbissbuden auf den hungrigen Motorradfahrer.
Tönning und sein Fischerhafen kommt in Sicht, dann taucht St. Peter Ording auf. Der Badeort gefällt mit seinen langen Sandstränden und seinen Häusern auf Stelzen, die bei Flut trockene Füße garantierten. Einmal an der Küste der Halbinsel von St. Peter Ording entlang, am Leuchtturm von Westerhever vorbei, dann ist mit Husum der Ausgangpunkt der Tour erreicht.
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