Anzahl der Aufrufe: 3056 Schwäbische Albstraße Deutschland · Schwäbische Alb
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Tour erstellt am 23.04.2010
Informationen zur Tour
Man muss sich die Schwäbische Alb vorstellen wie einen großen, breiten Keil inmitten der Landschaft. Vorn ragt sie steil, fast senkrecht auf, während sie nach hinten allmählich sanft abfällt. Vorn, das ist der so genannte Albtrauf. Um diesen zu erklimmen, sind zahlreiche schmale und kurvige Bergsträßchen nötig. Wer also Fahrspaß sucht, sollte auf seiner Alb-Tour möglichst viele dieser Auf- und Abstiege mitnehmen.
So wie die Schwäbisch Albstraße. Die knapp 400 Kilometer lange Route startet im Norden in Aalen und endet im Süden in Trossingen kurz vor dem Schwarzwald. Sie passiert die hübschesten Städte und markantesten Sehenswürdigkeiten der Alb und verwöhnt den Motorradfahrer durch eine abwechslungsreiche Streckenführung. Ob verwinkelte Bergstrecken oder breite Bundesstraßen – sämtliche Varianten sind im Spiel. Die komplette Distanz lässt sich durchaus an einem Tag bewältigen, wer jedoch den Motorradsattel auch mal verlassen will, der sollte sich zwei oder besser drei Tage Zeit nehmen.
So wie die Schwäbisch Albstraße. Die knapp 400 Kilometer lange Route startet im Norden in Aalen und endet im Süden in Trossingen kurz vor dem Schwarzwald. Sie passiert die hübschesten Städte und markantesten Sehenswürdigkeiten der Alb und verwöhnt den Motorradfahrer durch eine abwechslungsreiche Streckenführung. Ob verwinkelte Bergstrecken oder breite Bundesstraßen – sämtliche Varianten sind im Spiel. Die komplette Distanz lässt sich durchaus an einem Tag bewältigen, wer jedoch den Motorradsattel auch mal verlassen will, der sollte sich zwei oder besser drei Tage Zeit nehmen.
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Rot: Partnerhäuser in der NäheStartort Aalen. Noch schnell einen Kaffee in der hübschen Fußgängerzone getrunken, dann geht es los. Und zwar auf der B 29 in Richtung Osten. Vor Lauchheim grüßt auf der Höhe die Kapfenburg, der ehemalige Sitz der Deutschordensritter. Vorbei am Kegel des Hohen Ipf und an den typischen Wacholderheiden der Alb erreichen wir Bopfingen und sein gut erhaltenes Rathaus. Weiter auf der B 29 Richtung Nördlingen. Jetzt erreichen wir das Ries, diesen gewaltigen Krater, den vor 15 Millionen Jahren ein Meteorit schlug. Erst in den 1960er-Jahren konnte diese Tatsache wissenschaftlich bewiesen werden. Der Brocken aus dem All hatte einen Durchmesser von rund 1.000 Metern.
Nach einem Stopp in Nördlingen und seinem pittoresken Marktplatz biegen wir auf die B 466 ab und fahren weiter nach Neresheim, dessen Benediktinerkloster man schon von weitem sieht. Über die typische karge Hochfläche der Alb stoßen wir hinab ins Tal der Brenz und rollen nach Heidenheim hinein. Mit ihrer geballten Industrie- und Wirtschaftskraft ist die 50.000-Einwohner-Stadt das Zentrum der Ostalb. Von der City aus führt ein Fußweg hinauf zum Schloss Hellenstein, wo man einen tollen Blick über Heidenheim hat.
In Königsbronn, wo der Quelltopf der Brenz auf einen Besuch wartet, verlassen wir die Bundesstraße für kurze Zeit und steuern auf wenig befahrenem Bauernasphalt den Ort Steinheim an. Der liegt wie Nördlingen in einem durch Meteoriteneinschlag entstandenen Becken. Da beide Ereignisse etwa zur selben Zeit stattfanden, vermutet man, dass sich der Meteorit kurz vor seinem Einschlag in zwei Teile spaltete. Der eine schlug das Ries, der andere das Steinheimer Becken. Das lässt sich sehr gut vom Steinhirt überblicken, einem Hügel am Ortsrand.
Die B 466 hat uns wieder, und nach einer kurzen Distanz über die Albhochfläche stürzt sich die Route bei Böhmenkirch steil ins Roggental hinab. Wer sich nicht nur auf die Kurven und Kehren konzentriert, wird sich an der einzigartigen Naturkulisse kaum satt sehen können: Steil ragen die Talflanken in den Himmel, gefärbt vom Grün der Nadelbäume und Weiß der Kalkfelsen.
Im breiten Tal der Fils, in das wir als nächstes einfahren, kommt wieder Ruhe ins Fahrwerk. Gepflegter Asphalt, sanfte Bögen. Geislingen taucht auf. In der WMF-Stadt kann man im Werksverkauf des bekannten Haushaltswarenherstellers das eine oder andere Schnäppchen machen. Aber auch ein Bummel zu Fuß durch das Zentrum Geislingens lohnt sich. Dann weiter die Fils hinab. Auf beiden Seiten ragen die hellen Kalkfelsen empor, die für die Alb so charakteristisch sind.
Deggingen und seine oberhalb des Ortes stehende Wallfahrtskirche Ave Maria kommt in Sicht. Der Abzweig hinauf zur Kirche ist ausgeschildert und wird von einem tollen Weitblick belohnt. In Wiesensteig hat man zwei Möglichkeiten, wieder die Albhochfläche zu erklimmen: Entweder man nimmt die direkt Route über Westerheim, die jedoch fahrerisch weniger interessant ist. Oder man macht einen lohnenswerten Umweg über Neidlingen und Hepsisau, der mit Kurven und Kehren nur so gespickt ist. Oben angelangt links ab nach Schopfloch, vorbei am Reußenstein, dann weiter Richtung Römerstein-Böhringen. Die Route quert nun wieder die Albhochfläche, streift bei Grabenstetten den Heidengraben, einen keltischen Ringwall, und kurvt dann hinab ins Tal der Elsach, wo mit Bad Urach der nächste Pausenstopp wartet. Lust auf einen kleinen Fußmarsch? Dann auf zum Uracher Wasserfall, der sein Wasser 37 Meter tief zur Erde schickt.
Frisch gestärkt gehen wir die Kurven an, die uns über Bleichstetten und Würtingen wieder auf den Albrücken hinaufführen. Schon von weitem ist Burg Lichtenstein zu erkennen. Auf einem Felssporn thronend, war die Anlage jahrhundertelang uneinnehmbar. Um 1800 wurde sie abgerissen und später im Stil der Burgenromantik wieder aufgebaut.
Die Bundesstraßen 312 und 313 führen uns weiter nach Stetten, von dort geht es auf dem schmalem Asphalt von verwundenen Landstraßen nach Kornbühl und Hechingen. Der Besuch der dort auf einem Vulkankegel aufragenden Burg Hohenzollern ist Pflicht. Sie ist das Stammhaus der Grafen von Zollern und erhielt ihr heutiges Gesicht im 19. Jahrhundert.
Nun überqueren wir die B 27 und gelangen über Thanheim und Onstmettingen nach Albstadt. Die Stadt enstand 1975 im Zuge einer Verwaltungsreform durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Tailfingen und Ebingen. Relativ unspektakulär geht es über Meßstetten auf der Albhochfläche entlang, bis mit dem Lochenstein einer der schönsten Aussichtspunkte der Region auftaucht. Vom Parkplatz aus führt ein Fußweg in 20 Minuten hinauf zur Kuppe des Berges.
Ein Stück im idyllischen Tal der Bära folgt, danach fahren wir vorbei an Böttingen und Dürbheim nach Spaichingen. Kurve an Kurve, Bogen an Bogen, Schräglagen am laufenden Band. Nicht auslassen sollte man in Spaichingen die Serpentinen hinauf zum Dreifaltigkeitsberg. Wegen des Fahrspaßes und wegen der Aussicht. Eine kurze Etappe auf der B 14 folgt, bevor die Schwäbische Albstraße in Trossingen zu Ende geht.
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