Anzahl der Aufrufe: 1973 Schweizer Fjorde Schweiz · Berner Oberland/Schweizer Mittelland


Diese Tour bewerten Tour erstellt am 23.04.2010

Informationen zur Tour

Die schmalen und tiefen Stauseen verleihen der Bergregion um den Grimselpass ihren speziellen Charakter.

Der Grimselpass ist alt. Steinalt sozusagen. Bereits im Jahr 1397 gab es eine Regelung für den Saumverkehr von Bern nach Domodossola. Ein Saum war die Bezeichnung für die Last, die ein Maultier tragen konnte. Das alte Hospiz ist heute jedoch vom Stausee überflutet. Es bot den Reisenden Unterschlupf und war eine wichtige Station auf dieser Transportstraße. Nur einmal im Jahr kommen heute die Ruinen des Hospizes zum Vorschein. Und zwar im Frühjahr, wenn des Stausee geleert wird.


Fährt man von Innertkirchen aus auf der N 6 nach Süden, hat man den Eindruck, nicht durch die Schweiz, sondern irgendwo durch Skandinavien zu touren. Der Grund: Die vielen Bergseen und Stauseen, die die Natur beziehungsweise die Kraftwerksbetreiber in diese Ecke des Kantons Bern gesetzt haben.

Überhaupt ist die nördliche Auffahrt zum 2.165 Meter hohen Grimsel eine höchst abwechslungreiche Angelegenheit. Man passiert Tunnels, Lawinenschutz-Galerien, hübsche Dörfer und von Wind und Wetter kahl gefegte Felskuppen. In der Nähe des Kraftwerks Handegg streift die B 6 den sehenswerten Handegger Wasserfall. Danach strebt sie in mehreren gut präparierten Serpentinen steil in die Höhe. Sie folgt ein Stück dem Grimselsee, um schließlich mit einer weiteren Kehrengruppe die Passhöhe zu erreichen.

Taten sich bereits während des Aufstiegs immer wieder faszinierende Ausblicke auf den Rhône-Gletscher und die Flanken von Schreckhorn und Finsteraarhorn auf, so steigert sich das Panorama auf dem Grimselsattel nochmals. Wie ein Stück grünes Glas liegt der Stausee im Tal, und ringsum glitzern die Spitzen der großen 3.000er.

Zum Abstieg überqueren wir zunächst die Grenze zwischen den Kantonen Bern und Wallis, dann nehmen wir Kurs auf den nur wenige Kilometer tiefer liegenden Ort Gletsch. Eine Handvoll übersichtlicher und runder Serpentinen bringen uns einen Stock tiefer. Griffiger Belag, zackige Schräglagen.

Wahrzeichen des Hochgebirgsdorfes Gletsch ist das große Hotel Glacier du Rhône. Das massige Gebäude stammt aus der Belle Epoque und versprüht immer noch den Charme vergangener Epochen.

In Gletsch muss man sich über die weitere Fahrtrichtung entscheiden. Rechts geht es über Brig nach Martigny, links zum Furkapass.

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