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Diese Tour bewerten Tour erstellt am 23.04.2010

Informationen zur Tour

Wenn eine Tour den Titel „Tour der Superlative“ verdient, dann ist es die Fahrt zum Feldberg, zum Schauinsland und zum Kandel. Diese drei gehören zu den höchsten Schwarzwaldgipfeln und warten mit einer grandiosen Natur und begeisternden Bergstraßen auf.

Freiburg eignet sich sehr gut als Startort zu dieser Gipfeltour. Zur Weiterfahrt halten wir uns in Richtung Donaueschingen und Colmar. Schon bald ist der Schauinsland ausgeschildert. Auch der freundliche Hinweis, dass die Strecke samstags und sonntags für Motorräder gesperrt ist, lässt nicht lange auf sich warten. So bleibt uns nur der Ausweg, unseren Ausflug auf einen Wochentag zu legen.

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Gemächlich folgt die Straße dem Verlauf eines Baches. Ein ruhiger Auftakt. Allmählich werden die Kurven enger und die Schräglagen schräger. Der Aufstieg zum Schauinsland kündigt sich an. Zirka 800 Meter Höhenunterschied auf einer Distanz von zwölf Kilometern – das kann nur eines heißen: Fun, fun, fun. Und so ist es. Die Fahrbahn windet sich in unzähligen Kurven und Kehren den Berg hinauf und zeigt sich dabei als ordentlich ausgebauter und griffiger Reifenpartner. An Radien ist alles vorhanden, das ganze Spektrum von weit bis eng. Hier lässt sich ein zügiger Strich auf den Asphalt zaubern, der den Könner gleichermaßen in den Bann zieht wie den Anfänger. Im unteren Teil gilt ein Überholverbot, das jedoch weiter oben aufgehoben wird.

Hinter dem Sattel, einem beliebten Motorradtreff, biegen wir links nach Hofsgrund ab. Auf diese Weise gelangen wir auf eine schmale, steile Abstiegsstraße, die nach vier Kilometern zu der von Kirchzarten kommenden Hauptstraße stößt. Blinker rechts, und die knackigen Kehren hinauf nach Notschrei nehmen uns auf. Die Fahrbahn ist gut in Schuss, flotte Kurvenspiele sind die Folge. In Todtnau biegen wir auf die B 317 ein und halten uns Richtung Feldberg. Schon von weitem ist er zu sehen, der kahle, kugelrunde Kopf des 1.493 Meter hohen Berges. Die kühle Luft ist hier oben selbst im Sommer zu spüren.

Die Fahrt zur 1.234 Meter hohen Passhöhe ist eine flüssige Angelegenheit. Breite Fahrbahn, schnelle Streckenführung, viele Überholmöglichkeiten. Weiter geht es in Richtung Titisee. Im Ort herrscht touristischer Hochbetrieb, immerhin gibt es nach der Hauptkurve rechts einen Motorradparkplatz.

Kurz vor Neustadt zweigen wir links ab ins Jostal und schwingen entspannt auf einem kleinen gepflegten Sträßchen durch eine hübsche Almenlandschaft. Auf der B 500 geht es weiter, grobe Richtung Freiburg. Leichte Schräglagen auf gutem Belag. Kurz vor Hinterzarten folgen wir dem Schild Freiburg und betreten durch einige reizvolle Serpentinen das Höllental. Wir verlassen es in Kirchzarten und biegen nach Stegen/St. Peter ab. Ein wenig befahrenes Sträßchen folgt zuerst einem Bachlauf, um dann in runden Kurven an Höhe zu gewinnen.

Auf einer wahren Berg- und Talbahn peilen wir St. Märgen an. Ein paar Kilometer weiter weist ein Schild mit der Aufschrift „Hexenlochmühle“ den Weg zu einem der letzten Kleinode des Schwarzwaldes. Hier unten im engen und feuchten Tal der Gutach steht eine Wassermühle aus dem Jahr 1825, in der leckerer Schinken und Holzbackofenbrot verkauft wird.

Die Ausfahrt aus dem Hexenloch ist eine verzwickte Sache. Sehr schmale Fahrbahn, blinde Kurven, enge Kehren. Man muss sein Bike hier schon beherrschen. An der nächsten Gabelung links ab hinauf zur B 500 und dann gleich wieder nach links ins Simonstal hinein. Dieses lang gezogene Tal gehört zum Schönsten, was der Schwarzwald zu bieten hat. Sauber angelegte Serpentinen zirkeln zum Talboden hinab uns lassen in puncto Fahrspaß keinen Wunsch offen. Unten schlängelt sich die Straße durch bildhübsche Dörfer.

Am Talausgang fahren wir von Bleibach nach Waldkirch, um dort den letzten Höhepunkt des Tages anzugehen: den Aufstieg zum 1.241 Meter hohen Kandel. Dieser Abschnit ist eine knackige Angelegenheit. Zwölf Kilometer lang wieselt das schmale und holperige Sträßchen dem Himmel entgegen. In den Dutzenden von Spitzkehren hat man im Sattel eines wendigen Bikes den größten Spaß. Vom Kandel aus geht es dann durch das Glottertal nach Freiburg zurück.

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