Veröffentlicht am: 20.04.2018

Wer an einem sonnigen Tag zwischen Bingen und Koblenz am Ufer des Rheins entlangfährt, wird sich absolut nicht wundern, dass die UNESCO diese Flussetappe 2002 zum Weltkulturerbe erklärte. Denn so viele Burgen und Schlösser, so viele malerisch steile Weinberge, so viele reizende Stadt- und Dorfidyllen gibt es nirgendwo anders auf der Welt. Und schon gar nicht auf einer Länge von nicht mal 70 Kilometern. Würde man sich alle diese mittelalterlichen Juwele und Kleinode anschauen, bräuchte man von Bingen nach Koblenz vermutlich eineinhalb Wochen statt eineinhalb Stunden. So muss sich der Reisende auf einige Highlights beschränken, die er entweder dem Reiseführer entnimmt oder sich selbst ausdenkt.

Berühmte Loreley

Auf der Loreley saß einst ein Mädchen und verwirrte die Schiffer mit ihrem Gesang.Wir empfehlen für die Tour mit einem Halt in Lorch und St. Goarshausen. Vorbei am deutschesten aller deutschen Felsen, der Loreley, gelangt man nach Goarshausen. Dessen Altstadt ist klein, aber fein und zeigt schmuck herausgeputzte Winzerhäuser. Einen Abstecher wert ist Boppard und sein Römerkastell auf der gegenüberliegenden Rheinseite. Bei Lahnstein entfernt sich die Route schließlich vom Fluss und biegt nach rechts Richtung Westerwald ins Lahntal ab. Weniger Burgen, dafür mehr Kurven und genauso viel Idylle. Zwischen den Schwüngen ist Bad Ems mit seinem hübschen Kurzentrum ebenso einen Abstecher wert wie Nassau und sein historischer Marktplatz. Ein ausgedehnter Stopp empfiehlt sich nach der langen Kurverei durch das Lahntal in Limburg. Auch wegen seiner reizenden Altstadt, vor allem aber wegen seines Doms. Der thront seit 1235 weithin sichtbar neben der Burg auf einem Hügel oberhalb des historischen Zentrums von Limburg und gilt als eines der schönsten spätromanischen Bauwerke Europas.

Kurioser Name

Alte Bauernschänke in Assmannshausen.Die B 417 bringt einen aus Limburg hinaus. In Nauheim rechts ab, dann weitere über die Dörfer nach Katzenelnbogen. Woher der Name der Stadt mit ihrer hübschen Burg stammt, ist nicht ganz klar. Vermutlich geht er auf eine „gewinkelte Bachkrümmung“ zurück. 1138 benannte sich ein Grafengeschlecht nach der Burg.Hinter Katzenelnbogen werden die Kurven enger, die Schräglagen gewagter – der Übergang vom Westerwald in den Taunus kündigt sich an. Letzterer besitzt eine zerklüftetere Oberfläche und liefert uns Motorradfahrern durch die daraus resultierenden größeren Höhenunterschiede Kurven und Kehren im Überfluss. Die sportliche Wedelei findet erst unten in Lorch im Rheintal ihr Ende. Ein paar entspannte Kilometer nach Assmannshausen. Hier warten dann schon die Betreiber des BikerBetten-Partners Alte Bauernschänke darauf, die Motorradfahrenden Gäste zu verwöhnen.

Diese und viele weitere Motorradtouren in Deutschland findet Ihr übrigens in unserem Motorrad-Reiseführer BikerWeekends, den Ihr hier bestellen könnt. 

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