Die Piste von Berchidda ist nicht die einzige unasphaltierte Möglichkeit, zur Funkstation 4 Carlie zu gelangen. Von Tempio Pausania führt nämlich ebenfalls eine Piste hinauf zum Plateau. Schwierigkeitsgrad hoch, Spaßfaktor enorm. Genau das Richtige für ausgefuchste Offroad-Spezialisten. In Tempio Pausana geht es los. Das 14.000-Einwohner-Städtchen wird wegen seiner Steinhäuser als „Città di pietra“ bezeichnet, Stadt der Steine. Schon wegen des pittoresken mittelalterlichen Zentrums lohnt sich vor Antritt der Fahrt ein Bummel oder ein kurzer Schwarzer. Dazu vielleicht eine der typischen „Dolci“, der Süßigkeiten des Ortes, die da wären: Frisgioli (frittiertes Weizen-/Milchgebäck), Acciuleddi e Meli (gebackene Schleifen aus Weizenmehl, Milch, Honig und Eiern) oder Casgiatini (Weizengebäck mit Quark bzw. Käsefüllung). Mit den nötigen Kalorien ausgestattet, gehen wir die Route an. Vorbei an einer Motocross-Strecke zunächst auf Asphalt. Die Punta Balistreri ist bereits ausgeschildert. Aller Anfang ist leicht, könnte man das Sprichwort angesichts der einfachen Schotterpiste etwas abwandeln. Aber schon nach ein paar Kilometern geht es ans Eingemachte. Tiefe Längsrinnen, grobe Steine, vom Wasser glattgeschliffene Felsplatten und harte Kanten rufen nach viel Bodenfreiheit sowie beim Auto nach Allrad und Geländeuntersetzung. Ohne ist hier nichts zu machen. Und selbst mit – 900 Meter Höhenunterschied können unter diesen Bedingungen mühselig werden. Aber wir wollen es ja so. Zur Belohnung wartet auf dem Plateau des Monte Limbara mit der ehemaligen Funkstation 4 Carlie ein echtes Schmankerl.