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    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Lisnarrick: Der auf dieser Tour umrundete Lower Lough Erne ist der nördliche Teil eines aus zwei Seen und dem Fluss Erne bestehenden Wasserwegs. Mit seinen zahlreichen Inseln ist er ein Paradies für Angler, aber auch für Wassersportler. Wer also während seines Irland-Aufenthalts mal den Lenker des Motorrads gegen den Lenker etwa eines Wakeboards tauschen möchte, findet hier Gelegenheit. Ebenso zum Wasserskilaufen – oder lernen. Anbieter gibt es gut verteilt rund um das zweitgrößte Gewässer Nordirlands. Boa Island: Die größte Insel im See ist gut acht Kilometer lang und an beiden Enden über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Als Besonderheit kann sie den Friedhof von Cardagh aufweisen, in dem zwei frühchristliche Steinfiguren mit zwei Gesichtern stehen. Obwohl vom Motiv her ähnlich, stammen sie wohl aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Belleek: Wer Töpferkunst zu schätzen weiß, kommt um einen Besuch in Irlands ältester Porzellanmanufaktur, der Belleek Pottery, nicht vorbei. Die Produktion kann besichtigt werden, ebenso das Pottery Museum. Das Besucherzentrum ist täglich geöffnet. Cliffs of Magho: Auf neun Kilometern verlaufen diese Kalksteinklippen parallel zum Westufer des Lower Lough Erne und bieten an einigen Stellen fantastische Aussichten über die Landschaft. Enniskillen: Der Start- und Zielpunkt dieses Abstechers in den äußersten Westen Nordirlands liegt genau an der Schnittstelle der beiden Seen, die den Lough Erne bilden. Da musste natürlich eine Burg her. Die ist erstaunlich gut erhalten und Sitz des sehenswerten Museums der Grafschaft Fermanagh.
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    Irland / Cork - Kerry
    Healy Pass: Nach dem Start in Bantry könnte man schon in Glengariff auf den „Ring of Beara“ einschwenken. Machen wir aber nicht, denn dann würden wir das herrliche Kurvengetümmel über den Caha Pass verpassen. Erst kurz vor Kenmare zweigt die Route dann ab und folgt der Rundstrecke kurzzeitig gegen den Uhrzeigersinn. Aber nur bis Lauragh, denn hier schwenken wir gen Süden, um den Healy Pass, eine der feinsten Bergstraßen Irlands, in Angriff zu nehmen. Castletown Bearhaven: Die farbenfrohe Hauptstadt der Halbinsel verfügt über den zweitgrößten Naturhafen der Welt. Kaum zu glauben, ist aber nach Sidney so. Dursey Island: Der kurze Abstecher von der Ringstraße zum Garnish Point lohnt. Von hier aus schwebt eine Drahtseilbahn auf die vorgelagerte Insel Dursey. Sie wurde 1969 erbaut und dient bis heute zum Transport von Mensch und Tier – wobei letztere tatsächlich Vorrang haben! Zum Schmuzeln ist auch die Kapazitätsangabe: sechs Personen oder sechs Schafe oder eine Kuh… Die zehnminütige Überfahrt in luftiger Höhe ist ein besonderes Erlebnis. Kenmare: An der Nordküste der Halbinsel entlang geht es nach Kenmare. Dabei hat man immer die doch stattlichen Berge im Blick. Sehenswert ist auch Eyeries, ein Dorf, in dem jedes Haus eine andere, grelle Farbe trägt. Killarney: Killarney ist „das“ touristische Zentrum im Südwesten der Grünen Insel. Seine zahlreichen Hotels und Pubs leben vor allem von den Besuchern, die eine oder mehrere der Ringstraßen befahren möchten. Daher ist es als Basis für mehrere Tage sehr zu empfehlen. Größter Arbeitgeber der Stadt ist übrigens das deutsche Unternehmen Liebherr.
    Irland / Sligo - Donegal
    Burtonport: Gerade mal acht Kilometer nordwestlich vom Ausgangsort Dunglow entfernt liegt der kleine Hafen, von dem die Fähre nach Arranmore ablegt. Kurioserweise wird diese Insel oft auch Aran Island genannt, sollte aber nicht mit der gleichnamigen Inselgruppe in der Galway Bay verwechselt werden. Arranmore (Aran Island): Die Fähre nach Arranmore bietet im Sommer bis zu sieben Verbindungen täglich mit der ersten um 8.30 ab Burtonport und der letzten um 18.30 Uhr zurück aufs Festland. Die kleinen Fährschiffe bieten nur wenigen Fahrzeugen Platz. Es empfiehlt sich also – auch mit Motorrädern – frühzeitig am Hafen zu sein, oder Tickets schon im Internet vorzubuchen. Die Insel ist mit ihren knapp 18 Quadratkilometern die größte an Donegals Gestaden. Der Abstecher auf die Insel lohnt schon deshalb, weil man von hier aus wundervolle Ausblicke auf die doch spektakuläre Küste Donegals ergattern kann. Bewohnt ist fast ausschließlich der Irland zugewandte Ostteil, wo es auch einige feine Sandbuchten gibt. Der felsige Westen mit seinen steilen Klippen hingegen ist fast menschenleer. Die Runde um die Insel mit Abstechern, etwa zum Arranmore Lighthouse im Nordwesten, ist gute 30 Kilometer lang. Für die sollte man sich aber genügend Zeit nehmen, um die Abgeschiedenheit und Schönheit vor allem der Westküste für sich zu entdecken. The Rosses: Der Zipfel zwischen Dunglow und dem Regionalflughafen von Donegal zählt zu den landschaftlich schönsten Gebieten des Nordwestens. Er ist aber auch ein sehr stolzes und selbständiges Gebiet, in dem noch überwiegend Gaeltacht, das traditionelle Irisch, gesprochen wird.
    Irland / Dublin - Wicklow
    Athlone: Der Ort liegt nicht nur am Shannon, dem mit 370 Kilometern längsten Fluss Irlands, sondern auch nahezu exakt in der geograpischen Mitte der Insel. Der Fluss fließt auf seinem Weg zum Atlantik durch drei größere Seen, einer davon der Lough Ree. Lough Ree: Mit 25 Kilometern Länge und sieben Kilometern Breite ist er der zweitgrößte und gleichzeitig der Zentrale der Seen, die der Fluss Shannon bildet. Roscommon: Wie vielerorts in Irland sind es auch in diesem Marktflecken vor allem die Ruinen imposanter Gebäude, die Besucher anlocken. In Roscommon können sowohl die Abtei, als auch die imposante normannische Burg besichtigt werden. Beide stammen aus dem 13. Jahrhundert und sind in ihren Grundmauern noch leidlich gut erhalten – obwohl Oliver Cromwells Gardesoldaten sie einst schliffen. Mullingar: Auf weltlicher Seite ist der Ort bekannt dafür, Sänger hervorzubringen, bei denen die Mädchen reihenweise in Ohnmacht fallen. Das galt für die irische Antwort auf Tom Jones, Joe Dolan. Und es gilt für Niall Horan von der Boygroup One Direction. Ernstere Naturen können sich für die noch junge Kathedrale aus dem Jahr 1936 begeistern. Das imposante Bauwerk wurde auf ein Papstgesuch hin das erste Gotteshaus, das offiziell den Namen „Christenkönig“ trägt. Kilbeggan: Während in Tullamore die Whiskey-Brenner arbeitslos blieben, konnte sich Locke‘s Distillery von der Schließung in den 1950ern erholen. Zum 250- jährigen Firmenjubiläum wurde ab 2007 wieder „Lebenswasser“ gebrannt. Damit ist sie die älteste lizenzierte Whiskey-Destillerie weltweit – doch auch Bushmills reklamiert diesen Titel für sich.
    Irland / Wexford - Waterford - Kilkenny
    Rosslare: Der kleine Fischerort ist das Tor zu Irland. Natürlich kann man mit der Fähre auch via Dublin einreisen, doch die Landung in Irlands Südosten ziehen wir vor. Kein Verkehrstrubel und die beste Überfahrt (mit Irish Ferries ab Pembroke, Wales) sind schlagkräftige Argumente für einen Tourstart in „Ireland‘s Ancient East“. Wexford: Wer mit der Nachmittagsfähre ankommt, wird nicht mehr weit fahren. Entsprechend gut ist die Infrastruktur des Ortes in Sachen Hotels und Gastronomie. Ganz in der Nähe liegt zudem der „Irish National Heritage Park“, ein sehenswertes Freiluftmuseum zur Besiedlungsgeschichte der Insel von der Steinzeit bis zur Normannenherrschaft. Bannow Bay: Rund um die hübsche wie geschichtsträchtige Bucht sollen schon die Wikinger auf der Insel eingefallen sein. In der Nähe befindet sich mit Tintern Abbey eine ehemalige Zisterzienschwingen stamser- Abtei, deren Ruinen den notwendigen Abstecher lohnen. Hook Head: An der Spitze dieser Halbinsel liegt mit dem Hook Point Lighthouse eines der ältesten Leuchtfeuer Europas. Bereits im 13. Jahrhundert begannen Mönche es zu betreiben, um den vorbeiziehenden Schiffen die Gefahren der Küste zu signalisieren. Heute kann der Leuchtturm besichtigt werden und bietet tolle Blicke über Waterford Harbour. Waterford: Die fünftgrößte Stadt Irlands geht auf eine Gründung der Wikinger im 9. Jahrhundert zurück. Ein gutes Etappenziel. Unser Extratipp: Wer Zeit hat, sollte zuvor noch einen Abstecher nach New Ross einlegen. Die Ausstellung zur Auswanderung während der Großen Hungersnot eröffnet tiefe Einblicke in Irlands geschundene Seele.
    Irland / Derry - Antrim Coast
    Derry/Londonderry: Die Grenzstadt zur Republik Irland ist gleichzeitig Ausgangspunkt der Causeway Coastal Route, einer der großen irischen Touristenrouten. Diese Alternativroute führt aber durch das Sperrin Gebirge. Sperrin Mountains: Die Sperrins sind eine von Gletschern geschliffene Gebirgslandschaft deren höchster Gipfel, der Mount Sawel mit 678 Metern, an unserer Route liegt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Bergkette zu durchqueren, deren Gipfel im Winter regelmäßig schneebedeckt sind. Auch Starkwinde sind hier keine Seltenheit. Die von uns empfohlene Strecke führt über eine Single Track Road durch eine überaus karge Landschaft, die wir sonst nur aus hochalpinen Gebieten kennen. Trotz der geringen Höhenlage muss die Straße teilweise irrwitzige Steigungen überwinden. Belohnt wird man mit einzigartigen Ausblicken bis weit über die Küstenlinien hinaus. Ballymoney: Wer sich für Motorrad- Straßenrennen interessiert, muss diesen Ort kennen – und ihn besuchen. Er ist die Heimat der Familie Dunlop, die einige der erfolgreichsten Fahrer dieser Sportart hervorbrachte. Dem berühmtesten Sohn der Stadt, Joey Dunlop, hat man einen ganzen Park mit Statue und seiner persönlichen „Wall of Fame“ gewidmet: 26 Siege bei der Isle of Man TT, 24 bei der nordirischen Ulster TT, dazu 13 mal die legendären Northwest 200 gewonnen. Letzteres hat nur sein Bruder Robert mit 15 Siegen getoppt. Portrush: Neben seinen fantastischen Stränden ist der nordirische Küstenort vor allem als perfekte Basis für einen Besuch des Giant‘s Causeway sowie als Etappenort an der Causeway Coastal Route bekannt und beliebt.
    Irland / Galway - Mayo - Sligo
    Sky Road: Außer in den Sommermonaten – zu viel Verkehr – ist diese 15 Kilometer lange Panoramastraße eine Traumstrecke für Motorradfahrer. Grandiose Ausblicke auf die zerklüfteten Buchten und teilweise extreme Steigungen machen diesen Abschnitt zu einem Leckerbissen. Kylemore Abbey: Vorbei am Connemara National Park wird die älteste irische Benediktinerinnenabtei erreicht. 1665 gegründet, residieren die Nonnen seit 1920 in diesem prächtigen Schloss aus dem 19. Jahrhundert, das zuvor ein privates Anwesen war. Vor allem die Gärten sind den Besuch wert. Doo Lough Pass: Kein klassischer Pass mit Kehren, aber dennoch eine flüssig fahrbare Strecke: führt über die Sheefrey Hills nordwärts nach Louisburgh. Murrisk: Gleich drei Attraktionen machen den kleinen Ort an der Küste zu einem Pflichtziel für Irland-Fans. Zum einen gibt es die Überreste einer Augustinerabtei aus dem 15. Jahrhundert zu bewundern. Im Park davor steht seit nunmehr 20 Jahren das National Famine Memorial. Das Denkmal in Form eines Totenschiffs mit skelettierten Figuren mahnt eindrücklich an die Ereignisse rund um die Große Hungersnot, die Mitte des 19. Jahrhunderts über eine Million Menschen dahinraffte. Das alles liegt zu Füßen des heiligen Bergs der Iren, des 762 Meter hohen Croagh Patrick. Ein Pilgerpfad führt auf den Gipfel, auf dem St. Patrick im 5. Jahrhundert 40 Tage lang gefastet haben soll. Schön ist auch die zugehörige Legende, dass er ein Glocke vom Berg schleuderte und damit alle Schlangen von der irischen Insel vertrieb. Westport: Die Stadt empfiehlt sich als Etappenort durch ihr Übernachtungsangebot. Zudem gibt es in manchen Pubs täglich Konzerte irischer Folkmusik. Ein Bummel entlang der hübschen Promenade beiderseits des Flusses Carrowbeg zeigt zudem die Struktur des Ortes. Westport ist eine durchgeplant angelegte Stadt – eine Seltenheit auf der Insel.
    Irland / Cork - Kerry
    Kinsale: Das farbenfrohe Küstenstädtchen mit seinen bunten Häusern ist so etwas wie der inoffizielle Startpunkt des Wild Atlantic Way. Unsere Etappe ist mit rund 245 Kilometern recht lang, warten doch rechts und links des Weges viele kleine Attraktionen. Wer sich für keltische Steinkreise oder den Reiz einsamer Leuchttürme begeistert, sollte diese Etappe besser in zwei Tage unterteilen. Dann ist auch Zeit für einen Abstecher zum Old Head of Kinsale, wo Steilküste auf Atlantik trifft und die Welt zu Ende scheint. Skibbereen: Auf dem Weg dorthin kann man sich immer wieder von der keltischen Geschichte des Landes gefangen nehmen lassen. Die Überreste dieser Hochkultur sind nicht immer leicht zu finden. Da hilft: Nachfragen! Baltimore: Am Ende der Stichstraße ragt eine weitere steile Klippe tief ins Meer hinein. Am Ende erhebt sich ein Leuchtfeuer: The Beacon. Seine ungewöhnliche Form erinnert an die Spitze einer Rakete, die aus der Erde ragt. Außerdem trägt das beliebte Fotomotiv auch Namen wie „Lots Frau“. Mizen Head: Die nur über eine schmale Brücke erreichbare, vorgelagerte Klippe markiert das südwestliche Ende Irlands. Ein kleines Besucherzentrum bietet Infos zur Bedeutung des schroffen Felsens und der Umgebung. Bantry: Das Etappenziel ist ein wichtiger Wirtschaftsstandort für die Region und lebt vor allem vom Tourismus sowie von der Fischerei. Entsprechend findet sich hier die passende Infrastruktur für eine Übernachtung. Früher war es auch Irlands wichtigster Ölhafen und Lagerstätte des „Schwarzen Golds“. Die Explosion des Tankers Betelgeuse machte dem 1979 ein Ende.
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    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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