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    Deutschland / Rhön
    Wegen ihrer baumlosen Gipfel wird die Rhön auch als „Land der offenen Ferne“ bezeichnet. Das wissen nicht nur die Segelflieger zu schätzen, die auf der Wasserkuppe ihr Mekka haben. Auch im Sattel eines Motorrades profitiert man von den herrlichen Aussichten in der Rhön. Fulda, der Ausgangspunkt dieser Tagestour, liegt äußerst reizvoll im Tal des gleichnamigen Flusses. Im Osten der ehemaligen Bischofsstadt erheben sich die Berge der Rhön, im Westen beginnen die Hügel des Vogelsberges. Prunkstück des hübschen Städtchens ist sein Schloss, die ehemalige Residenz der Fuldaer Fürst-Äbte. Es wurde während der Renaissance erbaut und verfügt über einen herrlichen Park. Ein Bummel zu Fuß durch Fulda ist also vor dem eigentlichen Beginn unserer Runde keine schlechte Idee. Ein Muss dabei ist die Einkehr im Café Glück in der Friedrichstraße. In gemütlichem Ambiente warten auf den Gast hausgemachte Kuchen, eigene Marmelade und leckere Bagels. Alles regional, bio oder fair. Glück gehabt. Wir verlassen Fulda vorbei an Petersberg und peilen den Ort Hofbieber an. Kleine, verkehrsarme Landsträßchen verhelfen der Tour zu einem ruhigen, entspannten Auftakt. Ein kurzer Abstecher hinüber zum Schloss Bieberstein. Das prachtvolle, imposante Barockschloss hat eine wechselhafte Geschichte hinter sich und dient heute als Internat. Danach geht es weiter Richtung Osten. Allmählich kommt Schwung in die Geschichte, die ersten Kurven bergauf kündigen sich an – die Rhön naht. In der Ortschaft Tann, wo es das gut gemachte und höchst interessante Museumsdorf Rhön zu besichtigen gibt, biegen wir nach rechts ab und klinken uns bis Hilders kurz auf die B 278 ein. Auf einer kurvigen und gut ausgebauten Nebenstraße durchqueren wir Frankenheim und erreichen schließlich den Ort Leubach. Ab hier nehmen wir den perfekten Asphalt der Hochrhönstraße mit dem Motorrad unter die Räder. Die Hochrhönstraße bringt uns in die Nähe des Schwarzen Moores. Motor aus, Helm ab, Jacke über die Schulter. Denn von einem großen Wanderparkplatz aus kann das 60 Hektar große Hochmoor zu Fuß erkundet werden. Ein drei Kilometer langer Weg aus Holzbalken führt bis an die so genannten „Mooraugen“ heran. Das sind kleine Weiher und Tümpel, die noch nicht von der Moorvegetation zugewachsen sind. Wieder zurück im Motorradsattel, führt uns die Motorradtour durch die Rhön vom Schwarzen Moor aus kilometerlang über die kahle Plateau-Fläche der Rhön. Aussichten ohne Ende, fast wie aus der Kanzel eines Segelflugzeuges. Klar, dass die Flieger die Rhön zu ihrem Mekka machten. Dann zirkelt die Route hinab nach Bischofsheim. Der sehr hübsch in einem Tal gelegene Ort ist nicht nur ein beliebter Sommer- und Winterferienort, sondern auch eine der wichtigsten Städte der Rhön. Unser Tipp: Am Marktplatz anhalten und bei einer Tasse Kaffee das Stadtbild mit seinen historischen Häusern und dem Barockbrunnen genießen. Wer möchte, kann auf der Motorradtour Rhön auf die Wasserkuppe fahren. Dazu muss man auf der Fahrt nach Bischofsheim unterwegs einen Abstecher über Ehrenberg hinauf zur Wasserkuppe einlegen. Auf dem höchsten Berg der Rhön sind seit den 1920er-Jahren die Segelflieger aktiv. Der Berg mit seinem fast ebenen Kamm und seiner guten Thermik bietet den lautlosen Gleitern optimale Bedingungen. Lust auf einen Sitzplatztausch? Von dem kleinen Segelflugplatz werden Rundflüge angeboten. Gleich hinter dem Ortsende von Bischofsheim weist ein Schild den Weg hinauf zum Kreuzberg. Der „heilige Berg“ der Franken, wie der 928 Meter hohe Kreuzberg auch genannt wird, ist vor allem wegen des guten Essens und des dunklen Bieres berühmt, das die Franziskanermönche im Garten der Klosterkirche auf den Tisch stellen. Das Kloster erreicht man vom Parkplatz aus zu Fuß in ca. 15 Minuten. Kurz darauf gelangen wir in das Tal der Sinn. Wir passieren Wildflecken, ein idyllisch vor der Kulisse der Rhön liegendes Dorf und fahren ein ziemliches Stück am gleichnamigen Truppenübungsplatz entlang. Wir unterqueren einen Viadukt der Autobahn A 7 und rollen nach Bad Brückenau hinein. Dort wartet eine hübsche Altstadt mit Fachwerkfassaden und Dächern aus Holzschindeln. Das Heilbad Brückenau ist durch gepflegte Promenadenwege mit dem benachbarten Staatsbad verbunden, das mit wunderschönen alten Kuranlagen glänzt, in denen schon König Ludwig I. seine Gallen- und Blasenleiden auskurierte. Weiter auf der B 27 Richtung Fulda. In Volkers bietet sich ein Abstecher hinauf zum Volkersberg an, von wo man einen herrlichen Rundblick genießt. Die B 27 mit ihrem perfekten Belag und ihren abwechslungsreichen Kurven und Kehren lässt keine Langeweile aufkommen. Wer hätte das von einer Bundesstraße gedacht? Aber hier in der Rhön vermitteln selbst die größeren Durchgangsstraßen eine Menge Fahrspaß. Einige Kilometer weiter wird die B 27 vierspurig und bringt uns flott zum Ausgangspunkt nach Fulda zurück. Highlight: Alle Neune Hessisches Kegelspiel nennt sich eine Reihe kegelförmiger Vulkanberge nördlich von Fulda zwischen den Ortschaften Eiterfeld und Schenklengsfeld. Die Aussicht von unten auf die Bergkuppen ist ebenso beeindruckten wie der Blick von oben herab. Roadbook: Fulda – Petersberg – Hofbieber – Tann – Hilders – Leubach – Bischofsheim – Kreuzberg – Wildflecken – Bad Brückenau – Volkers – Fulda (ca. 150 km) Motorradtreffs: Schlitz-Pfordt: Landgasthof Porta, kleiner gemütlicher Treff. Hofbieber:Biker-Treff Rhön/Rhön-Stern-Hotel, Gastwirt mit Herz für Biker. Wasserkuppe: Am Wochenende trifft man sich am Segelflugplatz, mehrere Lokale und Läden.
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    Deutschland / Rhön
    Auf verkehrsarmen Landstraßen geht es von Fulda Richtung Rhön zum Schräglagensammeln. Highlights: Vacha: Aufgrund der praktischen Lage im Werra-Tal war das Gebiet um Vacha schon in der Steinzeit besiedelt. Der Name stammt von den so genannten Fächern eines Fischwehrs, in dem mittels Reusen die Fische gefangen wurden. Durch die Fächer wurden die Fische in die Reusen geleitet. Die 225 Meter lange Brücke über die Werra stammt aus dem Mittelalter. Während der DDR-Zeit lag Vacha im Grenz-Sperrgebiet. Merkers: Teil der 1994 zusammengeschlossenen Gemeinde Merkers-Kieselbach. Das Kali-Bergwerk war bei seiner Inbetriebnahme 1895 das größte der Welt. 1993 stillgelegt, dient es seither als Erlebnis-Bergwerk, das jährlich Tausende von Besuchern anzieht. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs versteckten die Nazis hier in den Stollen ihren Goldschatz. Eine Kuriosität ist der Untertage-Marathon, der jährlich auf einer 3,3 Kilometer langen Rundstrecke im Bergwerk stattfindet. Stadtlengsfeld: Von 1889 bis 1998 existierte in der Stadt am Ufer der Fulda eine bekannte Porzellanfabrik. Die Stadtkirche aus der Zeit der Romanik gilt als eines der ältesten sakralen Bauwerke der Region. Etappe Hünfeld – Steinbach: Kurvenreiche Strecke am Westrand der hessischen Rhön.
    Deutschland / Rhön
    Kalter Krieg, Computer, Klöster – die Tour nordöstlich von Fulda wartet mit jeder Menge Historie auf. Highlights: Fulda: Hochschul-, Barock- und Bischofsstadt – die bildhübsche Kreisstadt kann auf eine lange kulturelle und politische Vergangenheit zurückblicken. Wahrzeichen ist der mächtige Dom St. Salvador. Zur Zeit des Kalten Krieges lag Fulda an der DDR-Grenze. Im Falle eines Dritten Weltkrieges wäre die Stadt einer der ersten Kriegsschauplätze geworden. Sie lag im so genannten Fulda-Gap, einer Schneise, durch die der Feind entlang des Tals der Fulda ins Rhein-Main-Gebiet vorgedrungen wäre. Hünfeld: Wahlheimat von Konrad Zuse, dem Erfinder des ersten funktionstüchtigen Computers. Reizvolle Lage am Ufer des Flusses Haune. Sehenswert sind das Rathaus und das Bonifatiuskloster. 1895 gegründet, beherbergte es bis 1971 eine philosophisch-theologische Hochschule. Heute dient es als Tagungsort einer römisch-katholischen Ordensgemeinschaft. Schlitz: Wegen seiner insgesamt fünf Burgen wird Schlitz auch als romantische Burgenstadt bezeichnet. Sehenswerter Marktplatz mit Fachwerkhäusern rundum Etappe Bimbach – Schlitz: Flotte Kurverei auf verkehrsarmen Landsträßchen.
    Deutschland / Rhön
    Einleitung: Fahrtechnisch und geschichtlich spannende Tour entlang der ehemaligen DDR-Grenze. Highlights: Buttlar:  Vom Adelsgeschlecht derer von Buttlar gegründet, wurde der hübsche Ort erstmals 1170 urkundlich erwähnt. Einen Blick wert sind Schloss, Schule und Dorfkirche. Bad Salzungen: Bekanntes Sole-Heilbad, im Jahr 1821 wurde das erste Badehaus gebaut. Die Kuranlagen mit dem Gradierwerk sind ein wahrer Augenschmaus – der Bummel zu Fuß durch die Anlagen sind ein Muss. Geisa: Einst die westlichste Stadt des ehemaligen Ostblocks. Auf der anderen Seite der Grenze stand ein Beobachtungspunkt der Amerikaner, der Point Alpha. Heute umfasst der Komplex den Stützpunkt sowie einen Teil des Grenzstreifens der DDR. Als Mahn- und Gedenkstätte stellt er einen höchst sehenswerten Haltepunkt auf der Tour dar. Dermbach: 1145 erstmals als „Tirmbach“ urkundlich erwähnt, besitzt die Gemeinde mit dem Schloss und der Pfarrkirche zwei wunderschöne barocke Bauwerke. Aus dem Jahr 1791 stammt die Steinbrücke über die Fulda. Etappe Bad Salzungen – Dermbach: Tolle Wald- und Wiesentour entlang den Abhängen der hessischen Rhön.
    Deutschland / Rhön
    Der Ausdruck „einen heißen Reifen fahren“ bekommt in der Region Vogelsberg eine ganz andere Bedeutung. Highlights: Vogelsberg: Mit 2.500 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Vulkangebiet Europas. Hier überlagern sich mehrere Einzelvulkane, was die typische Hügellandschaft des Vogelsbergs ergibt. Gut für uns Motorradfahrer, da es zwischen diesen Hügeln nur so von Kurvenstrecken wimmelt. Höchste Erhebung ist mit 773 Metern der Taufstein. Schlüchtern: Mit Kloster, Burg Brandenstein und zahlreichen schönen Fachwerkhäusern empfiehlt sich das Städtchen im Tal der Kinzig als Pausenstopp, Stadtbummel inbegriffen. Steinau an der Straße: „an der Straße“ weist auf die Lage an der Via Regia hin, einer bedeutenden mittelalterlichen Handelsstraße von Leipzig nach Frankfurt. Ein kleiner Teil von ihr wurde als Anschauungsobjekt nachgebaut. Wahrzeichen ist Schloss Steinau, der am besten erhaltene Renaissance-Bau Hessens. Fulda: Der Dom ist das Wahrzeichen der am gleichnamigen Fluss liegenden Stadt Fulda. Stadtschloss, Schloss Fasanerie, Michaelskirche, Orangerie und Kloster Frauenberg sind weitere Bauwerke, die man sich in Fulda ansehen sollte. Eine Bummel wert ist auch das gut erhaltene Barockviertel. Etappe Uttrichshausen – Vollmers: Kurvenreiche Überlandetappe auf verkehrsarmen, kleinen Landsträßchen. Eine Etappe für Schräglagemsammler.
    Deutschland / Rhön
    Im „Land der offenen Ferne“ profitieren auch wir Motorradfahrer von den vielen herrlichen Ausblicken Highlights: Bischofsheim: Mit der Stadtpfarrkirche St. Georg und dem idyllischen Marktplatz bekommt die Stadt am Flüsschen Brend zwei Punkte auf der „zu-besuchen-Skala“. Seinen Namen hat Bischofsheim vom Heiligen Bonifatius, der 744 in Fulda ein Benediktinerkloster errichtete und sich öfters in Bischofsheim aufhielt. Bad Brückenau: Einer 1597 gebauten Steinbrücke verdankt die Stadt im Sinntal ihren Namen. Die Brücke überstand sogar den Zweiten Weltkrieg, wurde aber in den 1960er-Jahren leider durch eine moderne Betonkonstruktion ersetzt. Seit Mitte des 18. Jahrhunderts ist Brückenau Kurbad, ein Spaziergang durch die historischen Kuranlagen sollte deshalb nicht fehlen. Fladungen: Sehr gut erhaltene Stadtmauer mit fünf Türmen. Etappe Fladungen – Bischofsheim: Die Ostflanke der Hessischen Rhön entpuppt sich als hügelreiches Mittelgebirge mit phantastischen Kurvenstrecken.
    Deutschland / Rhön
    Optisches Highlight dieser Tour ist ein längere Fahrt entlang der Fränkischen Saale. Highlights: Hammelburg: Sehenswerte Stadt mit langer Geschichte – Hammelburg ist nicht nur die älteste Weinstadt Frankens, sondern gehört auch zu den 30 ältesten Städten Deutschlands. 716 wurde Hammelburg erstmals in einer Urkunde erwähnt. Einen Besuch wert sind das Stadtschloss und das rote Kellereischloss. Bad Kissingen: Nicht umsonst gehört das Bayerische Staatsbad zum UNESCO-Welterbe. Seit dem 18. Jahrhundert als Konkurrenz zu Baden-Baden und Karlsbad ausgebaut, besitzt die Stadt den größten Kurgarten und das größte Ensemble historischer Kuranlagen Europas. Wer von dem gesunden Wasser nippen will – im Kurgarten befinden sich drei der insgesamt sieben Heilquellen mit Brunnen. Bad Neustadt: Am Zusammenfluss von Brend und Fränkscher Saale gelegen, wurde Neustadt durch die umfangreichen Salzlager tief in der Erde wohlhabend. Der hübsche Marktplatz eignet sich perfekt für die Mittagspause. Etappe Bad Neustadtd – Bad Kissingen: Entspannte, idyllische Fahrt im Tal der Saale. Eine Etappe fürs Gemüt. Burgsinn: Nomen est omen – Burgsinn besitzt gleich drei Schlösser: das Alte Schloss, das Neue Schloss und das Fronhofer Schlösschen. Für Mittelalter-Fans ein wahres Eldorado.
    Deutschland / Rhön
    Wo früher die Amerikaner die Russen beobachteten, fahren wir heute traumhaft Motorrad. Geisa: Die Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte „Point Alpha“ wurde nach dem gleichnamigen Beobachtungspunkt der Amerikaner im Kalten Krieg benannt. Sie gilt als das aussagekräftigste Grenzmuseum Deutschlands. Vacha: An dem alten Handelsweg von Frankfurt nach Leipzig gelegen, war Vacha schon immer ein hart umkämpfter Ort. Die Burg Wendelstein zeugt davon. Bad Hersfeld: Feiern wird in der idyllisch zwischen bewaldeten Bergflanken liegenden Stadt groß geschrieben. Seit 1951 werden jährlich die Opernfestspiele veranstaltet. Etappe Berka - Dorndorf: Kurven am laufenden Band - ein Traum.
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