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    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: In Nord-Süd-Richtung gibt es nördlich von Trondheim nur zwei Alternativen in Norwegen. Dies ist die Tour, die zur Küstenstraße 17 führt. Hier braucht man einen Tag mehr als auf der E6 im Inland. Trondheim: Die E6 nördlich von Trondheim ist über gut 100 km ziemlich langweilig und mit dem Motorrad nicht schön zu fahren. Deshalb lautet die Empfehlung, Trondheim nach Westen auf der 715 zu verlassen und mit der Fähre von Flakk nach Rørvik zu fahren – übrigens nicht zu verwechseln mit der Kleinstadt Rørvik weiter nördlich auf der Insel Vikna. Damit wird der äußere Trondheimsfjord überquert. Halbinsel Rissa: Es gibt mehrere Routen über die Halbinsel Rissa. Diese Tour führt vom Fähranleger in Rørvik nach Westen auf der 715 bis in den Ort Rissa. Ob man in Rissa auf der 715 bleibt oder der 718 folgt, ist egal, denn nach etwa 30 km treffen sich beide Straßen wieder. Ziel ist der Ort Åfjord. Stokksund: Von Åfjord aus kann man auf der Straße 723 einen kleinen Abstecher von 30 km pro Weg zum Stokksund machen. Das ist ein schmaler Sund, durch den die Schiffe von Hurtigruten fahren. Das nordgehende Schiff legt in Trondheim um 12 Uhr ab und erreicht den Stokksund am frühen Nachmittag. Von der Brücke zur Insel Stokkøya kann man das Schiff schön durch den Sund fahren sehen. Wer von Åfjord auf der 715 bleibt, erreicht bei Osen kurz das offene Meer. Namsos: Auf der „Reichsküstenstraße“ 17 wird nun Namsos erreicht, die vorerst letzte kleine Stadt auf der Route an der Küste entlang. Hier gibt es ein Hotel, eine Tankstelle (es wird einsam!) und Geschäfte, um Verpflegung einzukaufen. Die folgenden 145 km bis zur Fähre in Holm verlaufen auf der 17 nahezu ohne Ortsdurchfahrt und sind ziemlich einsam, dafür aber mit schönen Kurven gespickt. Am Fähranleger Holm besteht Anschluss an Tour 8-1.
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    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Die Tour für alle, die durch Norwegen auf dem schnellen Weg in Richtung Nordkap oder Lofoten fahren wollen. Nebenstrecken und E6 werden hier so gemischt, dass die Tour ein guter Kompromiss aus netten Strecken und schnellem Vorankommen ist. Trondheimsfjord: Wie bei Tour 7-1 wird auch hier empfohlen, westlich von Trondheim die Fähre von Flakk nach Rørvik zu nehmen. Am Fähranleger wird nun aber die 715 in östliche Richtung nach Stranda gewählt, ab dort dann die 755 am Ufer des Trondheimfjords entlang. Der Trondheimsfjord ist nicht so spektakulär wie seine Artgenossen weiter südlich. Er ist ein breiter, gemütlicher Fjord mit eher flachen Ufern. Der höchste Punkt der 755 liegt bei 551 Höhenmetern. Kurz darauf gibt es nach links eine Querverbindung zur 720 am Verrasund. Steinkjer: Steinkjer liegt am Beitastadfjord, der durch einen Sund mit dem Trondheimsfjord verbunden ist. Seeschiffe können so bis weit ins Inland gelangen. Wer auf der 755 bleibt, gelangt südlich von Steinkjer auf die E6, wer einen Schlenker zur 720 macht, darf sich über eine schöne Uferstraße am Beitastadfjord freuen und kommt an der 17 nördlich von Steinkjer auf der E6 raus. Hier hat der Verkehr deutlich abgenommen. Ab hier kann man die E6 gen Norden gut fahren. Snåsavatnet: Die E6 verläuft am nordwestlichen Ufer des Sees Snåsavatnet – kann man fahren. Netter aber ist die kleine 763 auf dem südöstlichen Ufer des Sees, die ein paar schöne Aussichtspunkte bereithält.  Wer Zeit hat und Lust auf kleine Straßen, fährt besser auf dieser Seeseite. Grong: Ab Grong folgt die E6 dem Lauf des Flusses Namsen in Richtung seiner Quelle. Die Straße verläuft einsam im Tal , die Gegend ist eher waldreich und dünn besiedelt. Ab hier kann man mit guten Durchschnittsgeschwindigkeiten rechnen, weil wenig die Fahrt bis Mosjøen bremst. Anschluss Tour 8-3.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Eine klassische Route für Pilger zum Nidarosdom in Trondheim. Die kurze Verbindung zwischen Schweden und Norwegen über das Fjäll. Östersund: Von Östersund folgt man der Europastraße 14 bis Järpen, wo die 336 zum See Kallsjön abzweigt. Volltanken? Ab hier wird das Tankstellennetz sehr dünn! Kallsjön: Eine der schönsten Strecken in Mittelschweden führt einsam um den See Kallsjön.  Die 336 läuft leicht erhöht oberhalb des Sees, so dass sich bei Kall immer wieder schöne Blicke über den See auf den Berg Åreskutan ergeben. Nachdem der See passiert ist, liegt neben der Straße die Bergstation Anjan, ein netter Stopp, um eine Kleinigkeit zu essen. Anschließend geht es waldreich und einsam zur norwegischen Grenze. Alternative über Åre: Eine gleichwertige Alternative ist es, bis hinter Åre auf der E14 zu bleiben, um dann auf die 322 abzubiegen. Diese Route wurde schon früh von Pilgern genutzt. Auf der moorigen Hochebene sieht man noch einige Überreste mittelalterlicher Steinbrücken. Wer diese Variante wählt, sollte einen kurzen Abstecher zum Wasserfall Tännforsen nicht verpassen. Nicht sehr hoch, aber breit und meist mit viel Wasser donnert er ins Tal. An der norwegischen Grenze treffen beide Varianten aufeinander. Stiklestad: In der Schlacht von Stiklestad 1030 fiel König Olav II Haraldsson, der später heilig gesprochen wurde. So wurden Stiklestad und der Nidarosdom in Trondheim, wo seine Gebeine verwahrt werden, zum Ziel von Pilgern. Heute wird in Stiklestad im Sommer alljährlich die blutige Schlacht in einer Freiluftaufführung nachgestellt. Der goldene Umweg: Natürlich kann man auf der E6 von Stiklestad nach Trondheim fahren, aber diese Abschnitt ist langweilig. Deshalb vermarktet sich die Halbinsel Inderøy als „der goldene Umweg“. Wie in Tour 7-2 beschrieben gelangt man so über die 755 zur Fähre Rørvik- Flakk östlich von Trondheim.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Bekanntes und Unbekanntes verbindet diese küstennahe Tour zwischen Molde und Trondheim. Gut an einem Tag zu fahren. Molde: Die Rosenstadt nennt sich Molde ob ihres milden Klimas. Jedes Jahr im Juli findet hier ein Jazzfestival mit exzellenter, internationaler Besetzung statt. Die Fähre hinüber nach Vestnes pendelt nahezu rund um die Uhr. Wer aus Åndalsnes und vom Trollstigen kommt (s. Tour 6-4) wird aber eher die Fähre von Åfarnes nach Sølsnes nehmen. Atlantikstraße: Wenn man Molde über die 64 verlassen hat, gelangt man an die Küste. Die sogenannte Atlantikstraße ist ein Streckenabschnitt von knapp zehn Kilometern, der mit Hilfe von Brücken und Dämmen von Insel zu Insel durch das Meer gebaut wurde. Auch wenn es mehr Straßen in dieser Art in Norwegen gibt, ist die Atlantikstraße die bekannteste. Kristiansund: Die auf vier Inseln gebaute Stadt hat ihr geografisches Zentrum im Wasser. Kristiansund wurde aufwändig über Tunnel und Brücken ans Festland angeschlossen. Der Tunnel, der von der Atlantikstraße kommt, ist ausnahmsweise auch für Motorräder mautpflichtig. Sonst bezahlen Motorräder in Norwegen oft keine Maut. Aure: Mit der Fähre hinüber auf die Insel Tustna beginnt der unbekannte Teil dieser Tour. Auch hier wurden unterseeische Tunnel und Brücken gebaut, um die Inselwelt der Küste an das Inland anzuschließen. Für einen Abstecher nach Smøla muss man zwar noch die Fähre nehmen, aber die benachbarte Insel Hitra verfügt bereits über einen Straßenanschluss. Orkanger: Erst bei Orkanger wird die Region wieder dichter besiedelt. Das hat auch mit dem historischen Bergbau in Løkken weiter im Inland zu tun, der bei Orkanger einen Zugang zum Meer und damit zu einem Transportweg hatte. Bis nach Trondheim sind es nun nur noch etwa 40 km.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Man kann auf direktem Weg in unter drei Stunden von Røros nach Trondheim fahren, aber schöner ist der Umweg durch die Berge. Brekken: Auch wenn es sich in Røros etwas komisch anfühlt, muss man zuerst in Richtung schwedische Grenze nach Osten fahren. Es geht hinauf in die Region, wo in der Olavsgruva einst Kupfer gewonnen wurde, der in Røros im Schmelzwerk landete und so den Reichtum der Stadt begründete. Bei Brekken, 11 km vor der Grenze nach Schweden, wird dann auf die 705 abgebogen. Stugudalen: Ist man erst einmal auf der 705, so bleibt man eine ganze Weile in den Bergen zwischen 600 und 900 Höhenmetern, also etwa an der Baumgrenze. Einige einsame Seen säumen die Straße, darunter der Aursund bei Brekken, Rien, Riasten und Stugusjøen bei der kleinen Streusiedlung Stugudalen. Selbu: Allmählich führt die Straße 705 wieder zu Tal, bis die Gemeinde Selbu erreicht wird. Ihr Zentrum liegt landschaftlich hübsch am See Selbusjøen. Von hier muss man auf der 705 weiter nach Værnes zur E6 fahren, wenn man auf Asphalt bleiben möchte. Es gibt zwar eine einspurige Straße auf der Nordseite des Selbusjøen, aber sie geht in der Folge am See Jonsvatnet in eine Schotterpiste über, die teilweise eher ein besserer Waldweg ist. Nur für erfahrene Enduristen. Værnes: In Værnes bei Stjordalshalsen befindet sich der Flugplatz von Trondheim. Der Nachteil dieser Route soll nicht verschwiegen werden: Die letzten 30 km bis Trondheim sind leider langweilige Autobahn. Dafür kommt man auf der „richtigen“ Seite von Trondheim an, also auf der Seite des Flusses Nidelva, auf der sich die meisten Hotels befinden.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Diese Querverbindung ist für alle gedacht, die zuerst in Schweden Kilometer gemacht haben und nun die Küstenstraße fahren wollen. Wer es einsam mag, ist hier richtig. Östersund: Als Garnisonsstadt auf schwedischer Seite gegründet, bildet Östersund heute das Tor zu Schwedisch-Lappland. Die idyllische Lage der – nach deutschen Maßstäben – Kleinstadt am See Storsjön macht Östersund zu einem guten Ausgangspunkt für Touren ins schwedisch-norwegische Grenzgebiet. Aus der Stadt raus fährt man am schönsten über die Insel Frösön in Richtung Flughafen, bis bei Rödön Krokom ausgeschildert ist. In Krokom dann auf die 340. Valsjöbyn: Die 340 wird sehr schnell einsam: Weite Birkenwälder und Seen wechseln sich mit vereinzelten Bauernhöfen ab. Dass man langsam auch an Höhe gewinnt, ist zunächst kaum zu merken. Bei Valsjöbyn wird dann nach längeren Passagen an Seeufern entlang die norwegische Grenze erreicht. Die Straßennummer wechselt: Ab der Grenze ist es die norwegisch 765. Was bleibt, ist der Verlauf der Straße entlang einer Kette langer, schmaler Seen. Sandvika: Auf norwegischer Seite liegen gleich zwei Nationalparks rechts und links der 765: der Blåfjella Nationalpark und der Lierne Nationalpark. Sie sind nur zu Fuß zu erreichen. Kurz vor Sandvika trifft die 765 dann auf die etwas breiter ausgebaute 74. In Richtung Schweden führt sie nach Gäddede, nach links ist Sandvika schnell erreicht. Hier gibt es auch wieder eine Tankstelle. Grong: Südlich von Grong trifft die 74 auf die E6, der man für zehn Kilometer nach Norden bis Grong folgt, um dann in das Tal des Lachsflusses Namsen abzubiegen. Bis Namsos sind es nun noch etwa 45 Kilometer. Hier besteht Anschluss an Tour 7-1.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Ost-West-Querverbindung in das nördliche Fjordnorwegen nach Kristiansund zur Atlantikstraße. Anschluss an Tour 3-2 und 3-4. Ringebu: Man muss ja nicht die E6 nach Norden fahren. Die 27 über das Venabufjell in Ostnorwegen ist eine gute Alternative: ordentlich ausgebaut, überwiegend guter Asphalt und dazu schöne, weite Schwünge. Über Atna bru und Folldal umrundet man das Rondane Gebirge und landet wieder auf der E6. Oppdal: Es soll keiner sagen, dass die E6 nicht auch interessante Abschnitte hat: Die Strecke zwischen Hjerkinn und Oppdal gehört dazu. Es geht ziemlich in die Höhe auf das karge Hochplateau. 680 Höhenmeter klingen nach Harz, aber wer hier oben mal im Sommer ein Gewitter erlebt hat, bekommt Respekt auch vor solch vermeintlich harmlosen Strecken. Da freut man sich schon auf die Tankstellen und das Hotel in Oppdal. Der Wintersportort ist auch für seinen Schieferabbau bekannt. Trollheimen: Die 70 von Oppdal nach Sunndalsøra führt von der Hochebene hinab an den Fjord. Die Berge rechts und links sind ziemlich beeindruckend. In Norwegen besonders bekannt sind die Gipfel von Trollheimen, eine Bergkette, die das Tal besonders eng erscheinen lässt. Tingvoll: Wenn die 70 bei Sunndalsøra den Sunndalsfjord erreicht hat, ändert sich die Landschaftsform erneut: Zuerst kahles Fjell, dann enges Tal und nun der Meeresarm. Die Straße 70 schlängelt sich von Fjordarm zu Fjordarm: Den Ålvundfjord hat man rechter Hand, den Tingvollfjord beim gleichnamigen Ort Tingvoll links der Straße. Mit der Einmündung der 70 in die E39 werden dann auch die Brücken und Tunnel erreicht, die Kristiansund mit dem Festland verbinden.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Anschlusstour nach Norden für alle, die aus Oslo kommen und weiter Richtung Trondheim wollen oder in das nördliche Fjordland. Hønefoss: Ob Ihr in Hønefoss von Tour 1-3 oder 1-4 (Karte 1) einsteigt oder im benachbarten Jevnaker von Tour 3-1 (Karte 3), ist egal. Während Tour 3-1 das östliche Ufer des Randsfjords nutzt, bleibt diese Tour auf dem westlichen Ufer. Die Strecke ist kleiner und hat weniger Ortschaften, aber leider auch den schlechteren Asphalt und auf fast 100 km keine Tankstelle – aber schön. Dokka: In Dokka gibt es wieder Sprit für das Bike und auch was für den Magen. Dann geht es auf der 250 über die Berge nach Lillehammer. Vorsicht: Auf dieser Straße liegen immer wieder Schafe auf der Fahrbahn, es geht also idyllisch zu. Lillehammer: 1994 fanden in Lillehammer die Olympischen Winterspiele statt und wer die sportverrückten Norweger kennt, weiß, was das für ein Großereignis für das Land war. Das Freilichtmuseum Maihaugen ist nett gemacht und der Blick von der Sprungschanze über das Gudbrandstal ist imponierend. Es lohnt also, etwas Zeit für Lillehammer einzuplanen. Espedalen: Das Gudbrandstal ist zwar schön, aber die E6 eben auch eine stark befahrene und überwachte Fernroute. Entspannter fährt es sich parallel im einsamen Espedalen. Dazu muss man bei Lillehammer zurück auf das westliche Ufer und die 255 über Gausdal nehmen. Wo einst nach Erz gegraben wurde, wechseln sich heute Bauernhöfe und kleine Dörfer ab, in den höheren Lagen dominiert der Wald. Bei Vinstra wird wieder die E6 erreicht. In Otta lässt sich leicht Anschluss an Tour 3-1 herstellen.
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