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    Österreich / Kärnten
    Diese vielseitige Tour mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden führt über steile Alpenpässe Richtung Süden in das malerische Kärntener Seengebiet, wo Österreich seine Grenzen mit Italien und Slowenien teilt. Wir folgen unserer Nase auf der Suche nach dem Duft des Südens. Die Tour ist eine von über 1.000 Bikerbetten Motorradtouren und Alpenpässen der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für alle, die sich über die Region und die Pässe in der Umgebung informieren möchten, empfehlen wir unsere Spezialkarte Alpenpässe aus der FolyMaps Reihe oder unsere FolyMaps Motorradkarten-Set Alpen Österreich Schweiz. Darüber hinaus findest Du weitere interessante Produkte in unserem Shop. Übrigens: Passende Motorradhotels Kärnten findest Du über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche. Startort Oberdrauburg. Idealer Ausgangspunkt, denn gleich dahinter wartet bereits das erste von vielen Kurvenabenteuern dieses Tages auf uns – die Überquerung des Doppelpasses Gailberg (981 m) und Plöcken (1.357 m). Einsteiger und Könner dürfen sich gleichermaßen freuen, denn die gesamte Route zwischen Kötschach-Mauthen und Paluzza ist äußerst harmonisch angelegt. Breite Fahrbahn, ordentlich asphaltiert, moderate Steigungen und Gefälle, gute Übersicht, relativ wenig Verkehr. Entspanntes Kurvenschwingen ist die Folge. Der Kopf hat viel Freiraum, um die tollen Blicke auf die Karnischen Alpen zu würdigen. Und die Nase darf schon mal Bergkräuter und Heu schnuppern. Übrigens: Wer sich für Geschichte interessiert – das Freilichtmuseum 1915 – 1918 am Plöckenpass ist das weltweit größte seiner Art. Es ist von Frühjahr bis Herbst geöffnet und zeigt Stellungen, Baracken, Stollen und Postenstände aus dem Gebirgskrieg von 1915 bis 1918. Eintritt frei. Hinter dem Plöckensattel überqueren wir die Landesgrenze zu Italien und kurven hinab nach Paluzza, in dieses typisch italienische Städtchen. Es duftet nach Pizza und Oregano. Sein Wahrzeichen ist der Moscarda-Turm, der Rest einer im 13. Jahrhundert erbauten Verteidigungsanlage. Die weit geschwungene Straße über Arta und Tolmezzo läuft zügig unter den Rädern durch, bevor hinter Moggio Udinese gleich der nächste alpine Doppelschlag folgt – Sella di Cereschiatis und Nassfeldpass. Ist die Fahrt über die Sella di Cereschiatis (1.066 m) noch eine runde, harmonische Angelegenheit, so entpuppt sich die Überquerung des Nassfeldpasses (1.530 m) als Herausforderung: enge Serpentinen, knackige Steigungen, Kurven wie am Fließband, eine 180-Grad-Kehre im Tunnel. Nur an den Schildern erkennt man noch den Grenzübergang. Auf der österreichischen Seite ist die Fahrbahn bestens ausgebaut und top in Schuss. In Tröpolach setzten wir den Blinker rechts und klinken uns auf die Bundesstraße 111 ein, die uns ostwärts Richtung Villach bringt. Endlich kommen die oberen Getriebegänge wieder zum Einsatz, und schon bald können wir linker Hand den 2.162 Meter hohen Dobratsch erkennen, Villachs Hausberg. Der ist unser nächstes Ziel. Wir recken die Nase hoch, durchqueren Villach, folgen dem Schild „ Villacher Alpenstraße “ und sind gleich mitten drin in dieser 16 Kilometer langen Route und ihren insgesamt sieben Kehren. Imposante Blicke hinab auf Villach und die umliegenden Seen wechseln sich ab mit mächtig Kurvenspaß. Oben auf der Villacher Alpe angekommen, bieten sich traumhafte Weitsichten zu den Julischen Alpen und den Karawanken. Zurück in Villach empfiehlt sich ein ausgedehnter Stadtbummel. Traumhaftschön am Ufer der Drau gelegen, glänzt das stark im Umweltschutz engagierte Villach mit seinem vom großzügigen Hauptplatz beherrschten historischen Kern. Es duftet verführerisch aus den Restaurants. Wer Hunger hat, bestellt Kasnudeln, das Kärntner Nationalgericht oder eine Villacher Kirchtagssuppe. Nach der Pause folgt unsere Route ein Stück dem Drautal, zweigt in Feistritz links ab und nimmt sich anschließend die Windische Höhe (1.110 m) vor. Die Bergstraße zieht sich in schwungvollen Kurven bergan und ist zwischendurch etwas holperig und so eng, dass zwei Autos gerade so aneinander vorbeikommen. Klein, aber oho könnte man zu diesem wenig bekannten Pass sagen. Sein Name hat übrigens nichts mit irgendwelchen Winden zu tun, sondern bezieht sich auf die früher hier verlaufende deutsch-slowenische Sprachgrenze – die Slowenen wurden auch die „Windischen“ genannt. In St. Stefan erreichen wir das pittoreske Gailtal, folgen dem Fluss ein Stück nach Westen und zweigen in Hermagor rechts Richtung Greifenburg ab. Und sofort dürfen wir uns auf den nächsten Kurvenrausch freuen, denn der 1.034 Meter hohe Kreuzbergsattel ist nicht weit. Zuerst einige harmlose Kilometer im Gitschtal, dann windet sich die gepflegte Fahrbahn in großen und kleinen Bögen an der Talflanke entlang in die Höhe. Die relativ kurze Scheitelstrecke ist schnell überquert, und kurz darauf rollen wir durch das hübsche Greifenburg mit seinem markanten Schloss. Es thront über dem malerischen Ort und kann für Hochzeiten gebucht werden. Wer sich nicht trauen lässt, kann sich etwas anderes trauen: Einen Tandemflug mit dem Gleitschirm von der Emberger Alm aus. Die durch das Drautal führende Bundesstraße 100 mit ihren sanften Bögen kommt nach diesem so kurvenintensiven Mittelteil der Tour gerade recht. Die Gipfel der Gailtaler und der Karnischen Alpen begleiten uns und sorgen für die perfekte Stimmung zum Ausklang dieser Runde. Visier hoch, Nase in den würzigen Wind. Herrlich. Tourlänge: ca. 410 km, ca. 8 Stunden oder 2 Tage Roadbook: Oberdrauburg – Gailbergpass – Kötschach-Mauthen – Plöckenpass – Paluzza – Arta – Tolmezzo – Moggio Udinese – Sella di Cereschiatis – Nassfeldpass – Tröpolach – Villach – Feistritz – Windische Höhe – St. Stefan – Hermagor – Kreuzbergsattel – Greifenburg – Oberdrauburg Highlight: Die Villacher Alpenstraße hoch auf den Dobratsch. Auf dem Parkplatz Rosstratte (1.732 m) erwartet uns das spektakulärste Panorama Österreichs. Ausblicke auf das Karstgebirge und auf die Berggipfel der Nachbarländer Slowenien und Italien. Pässe-Info: Gailbergsattel (Pass)                   982    10 %    11-4     15km Plöckenpass                            1357    13 %       -        37km Nassfeldpass                           1530    16 %       -        31km Windische Höhe                       1110      6 %      ?         19km Kreuzbergsattel                        1074    15 %       -        28km
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    Österreich / Tirol
    In den Stubaier Alpen stehen die höchsten Gipfel Österreichs, sie strotzen geradezu vor Dreitausendern. Ein Bilderbuchgebirge. Zahlreich und genauso imposant wie die Wolkenkratzer in Manhattan ragen ihre Gipfel in den Himmel. Diese hochalpine Tagestour, eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de, führt zu Timmelsjoch & Co. Solltest Du noch keine Unterkunft haben, dann findest Du passende Motorradhotels Tirol über unsere BikerBetten Motorradhotel-Suche, genauso wie weitere Motorradtouren Tirol über unsere Motorradtouren-Suche. Der Einstieg in die Tour beginnt im Ort Oetz. Er ist von Osten und Westen über das Inntal schnell und bequem zu erreichen. In der Ortsmitte weist ein Schild nach links in Richtung Kühtai, und sofort werfen sich die ersten Serpentinen vors Vorderrad. Eng und kurvig erklimmt die Straße die Ostflanke des Ötztales, dann rollt das Bike durch das Hochtal des Kühtai. Die Ruhe hier oben ist grandios und wird nur durch das ferne Gebimmel von Kuhglocken unterbrochen. Bereits vom Sattel aus bietet sich nach Osten ein tiefer Blick ins nächste Tal. Die Straße schlängelt sich weithin sichtbar am Faltenwurf der Bergflanke entlang. Als Mixtur aus geraden und gekrümmten Etappen geht sie dem Sellraintal allmählich auf den Grund. Kurz vor dem Ort Kematen folgen wir nach rechts dem Schild Axams. Eine Vorzeigeserpentine, ein paar Kurven, und dann rollen wir durch das hübsche Dorf Axams. Dort geht es weiter in Richtung Götzens und Natters. Die Straße verläuft schräg am Hang entlang und gibt einen schönen Blick auf das Inntal frei. In Mutters weist ein Schild nach Natters, dort zweigt ein Fahrweg zum Wandergebiet Natterer Boden ab. Der nun folgende Abschnitt auf der alten Brennerstraße erweckt Nostalgie. Schwingt sich doch diese vor über 2.000 Jahren von den Römern angelegte Route eher gemächlich zum Brennerpass hinauf. Dabei streift sie alte Straßendörfer, denen man den Reichtum vergangener Epochen immer noch ansieht. Seine Position als meistbefahrener und wichtigster Alpenübergang hat der Brenner seiner geringen Höhe zu verdanken. Mit 1.374 Metern unterbietet er alle anderen über den Alpenhauptkamm führenden Pässe. 16 Kilometer lang führt der Abstieg durch das Eisacktal nach Sterzing. Immer noch eine ruhige Angelegenheit, ab und zu jedoch durch ein paar Kehren und Serpentinen gewürzt. Nach so vielen Kilometern genüsslichen Dahinrollens wird es nun Zeit für das eine oder andere Kurvenabenteuer. Die Auf- und Abfahrt zum 2.094 Meter hohen Jaufenpass ist ein Cocktail aus Kurven jeglichen Kalibers sowie steiler, schmaler Fahrbahn. Diesem Pass ist am meisten Spaß abzugewinnen, wenn man einen sauberen, gleichmäßigen Strich durch sein Kurvengewimmel zieht, wenn man sich zwischendurch die karge Hochgebirgslandschaft ansieht und zumindest auf der Passhöhe einmal anhält. Kommt 1.400 Meter tiefer das hübsche St. Leonhard in Sicht, sind die Arme in der Regel lang gezogen. So kommen die vielen Straßencafés in der Heimatstadt des Tiroler Freiheitshelden Andreas Hofer der Sehnsucht nach einer Pause mehr als entgegen. Wer draußen sitzt und sich die Sonnenstrahlen auf die Nase fallen lässt, wird sich über das relativ milde Klima von St. Leonhard wundern. Die Gründe sind seine ringsum von Bergen geschützte Lage sowie die warme, aus dem Etschtal heraufströmende Luft. Sämtliche Muskeln gelockert? Prima. Denn was nun kommt, verlangt hohe Konzentration. 27 Kilometer lang wieselt die Südrampe des Timmelsjochs von St. Leonhard aus den Berg hinauf. Rund 1.800 Meter Höhenunterschied. Das sind 27 Kilometer voller kleiner und kleinster Kurven. Anstrengend, aber so was von schön ... Der Belag der italienischen Timmelsjoch-Etappe war früher berüchtigt. Das hat sich geändert. Zwar jagen einem die unbeleuchteten Tunnels auch heute noch ab und zu einen leichten Schrecken ein. Doch im Großen und Ganzen sorgten die Italiener in den letzten Jahren für eine vernünftige Fahrbahndecke. Wobei sie nicht wie die Österreicher auf eine Maut zurückgreifen können, sondern alle Bauarbeiten aus dem Steuersäckel finanzieren müssen. Das 2.474 Meter hohe Timmelsjoch ist mittlerweile zum Mekka der Alpenfahrer geworden. Wer noch nie auf seinem Sattel stand, dem fortwährend blasenden Wind trotzte und den Blick über die karge Hochgebirgslandschaft schweifen ließ, der war einfach noch nie richtig in den Alpen. Nach dem obligatorischen Passfoto warten die gut ausgebauten und breiten Kehren der österreichischen Nordrampe. Ihr Belag ist perfekt, ihre Bögen sind rund. Wie gesagt: Die Maut macht’s. In sauberen Schwüngen kurven wir hinab ins Timmelstal, ein raues und einsames Hochtal. Danach folgt ein kurzes Bergaufstück, und schließlich werfen wir uns in die restlichen Spitzkehren, an deren Ende das erste Ortsschild des Drei-Gemeinden-Dorfes Gurgl auftaucht. Die nächsten 50 Kilometer rollen wir durchs Ötztal. Es ist nur sehr spärlich besiedelt und vermittelt dem Reisenden hervorragend die typische Atmosphäre dieser der Welt entrückten Hochgebirgslandschaften. In Sölden klappen wir das Wolkenkratzer-Bilderbuch wieder zu. Schön war’s. Tourlänge: ca. 230 km Roadbook: Ötz – Kühtai – Axams – Mutters – Natters – Brenner – Matrei – Sterzing – Jaufenpass – St. Leonhard – Timmelsjoch – Sölden – Ötz Highlight: Das 2.509 Meter hohe Timmelsjoch. Dieser Pass zählt zu den ganz großen Klassikern in den Alpen. In seiner Kargheit ist er ein ganz besonderes Naturerlebnis. 49 perfekt ausgebaute Kilometer auf der mautpflichtigen österreichischen Seite und eine anspruchsvolle Abfahrt nach Italien. Pässe-Info: Kühtaisattel      2020     16 %     -     42km Brennerpass     1375     10 %     -     29km Jaufenpass       2094    12 %     -     41km Timmelsjoch     2509     12 %  11-5  68km
    Italien / Piemont
    Rund um den zweitgrößten italienischen See führen spaßige und aussichtsreiche Routen. Über drei spannende Abstecher geht es zudem auf kurvenreichen Bergstrecken in die umliegenden Ausläufer der Alpen. Das kleine Premeno, hoch über dem Lago Maggiore in den Bergen des Piemont gelegen und nur nach einer wahren Kurvenorgie zu erreichen, ist der ideale Ausgangspunkt für diese abwechslungsreiche Berg- und Seentour um den zweitgrößten See Italiens. Unser Basislager ist das freundliche Hotel Moderno, das wir am frühen Morgen über die noch völlig leere Strada Cadorna oberhalb des Lago Maggiore durch den dichten, grünen Wald verlassen. Bald schon passieren wir den Pass Il Colle in rund 1250 Metern Höhe zu Füßen des Monte Spalavera und rollen wenig später an einem spektakulären Aussichtspunkt unterhalb des Monte Pian Bello aus. Das umliegende Bergland ist ein beliebtes Mountainbike- und Wander-Revier und der Blick von hier oben auf den See und das gegenüber liegende Luino mit den Bergen des italienisch-schweizerischen Grenzgebirges ist wirklich grandios. Bei Trarego windet sich der Asphalt über knackige Serpentinen wieder steil hinunter ins Tal. Das in den See hineinragende Cannero Riviera erblicken wir von oben wie aus einem landenden Flugzeug. Immer größer wird der interessante Ort rechts unter uns und bald haben wir die SS34, die Uferstrecke des Lago Maggiore erreicht. Nur eine knappe handvoll Kilometer folgen wir ihr in nordöstlicher Richtung, dann biegen wir schon wieder auf die nächste Bergstraße ab. Es geht auf der Strada Provinciale 75 in Richtung Santa Maria Maggiore. Nun folgen knapp 30 Kilometer Kurvenspaß durch waldiges Bergland, vorbei an kleinen, verschlafenen Dörfchen, einsamen Höfen und dichtem Grün. Zwar müssten wir bei Malesco, kurz vor Santa Maria Maggiore, rechts in Richtung Schweiz abbiegen, aber wir wollen dem rührigen Bergstädtchen mit seinen urigen Gassen in der Altstadt noch einen Besuch abstatten. Keine zehn Kilometer später überqueren wir die Grenze zur Schweiz und gelangen so in das Tessiner Tal Centovalli. Umgeben von bildschönen Zweitausendern geleitet uns das einst als Kaminfegertal bezeichnete Tal des Bergbachs Melezza hinunter ans Seeufer ins mondäne Locarno. Die malerische Stadt mit ihrem mediterranen Flair lebt vom Tourismus und protzt mit einer interessanten Altstadt, dem Kastell und der Piazza Grande. Ab Vira verläuft die Via Cantonale 2 stetig am Seeufer entlang, um rund zehn Kilometer später als Strada Statale SS394 wieder zurück nach Italien zu führen. Bald erreichen wir Luino, die größte Stadt am Ostufer des Sees. Weiter geht es gen Süden. Bei Laveno-Mombello pendelt die Fähre quer über den See und in Sesto Calende haben wir dann auch das Südende des Lago erreicht. Ab hier führt uns die SS33 erneut gen Norden. Oft direkt entlang des Ufers geleitet sie uns nach Stresa. In Stresa, dem interessanten Kurort, der nicht zuletzt in Ernest Hemingways tragischem Roman „In einem andern Land“ Erwähnung findet, drehen wir eine Runde durch den Ort. Durch die frühe Anbindung an die Bahnlinie Paris-Mailand und den Simplon-Orient-Express blühte schon früh der Tourismus und entsprechend viel ist auch heute noch hier los. Eine Runde motorisiertes Sightseeing gönnen wir uns, dann folgen wir den Schildern zum Mottarone, dem Hausberg Stresas. Der fast 1500 Meter hohe Monte Mottarone ist auch via Seilbahn zu erreichen und bietet eine grandiose Sicht auf die umliegende Region. Für kleine Maut lässt er sich auch über eine Privatstraße erreichen. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Auch die anschließende Bergab-Passage hinunter an den Lago d'Orta macht richtig Spaß. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei, also gönnen wir uns noch als dritten und letzten See auf dieser Runde den Lago di Mergozzo. Der kleine Bergsee gilt als einer der saubersten Seen Europas, Motorboote sind hier grundsätzlich nicht erlaubt. Auf der P54 genießen wir noch ein paar idyllische Blicke aufs Wasser, dann nehmen wir endgültig wieder Kurs auf Premeno. Quer durch die Provinzhauptstadt Verbania mit ihren interessanten Gärten und Parks steuere ich das Mopped über die kurvenreiche SP55 hinauf und bald trudeln wir wieder in Premeno ein, wo wir heute morgen diese abwechslungsreiche und kurzweilige Seenrunde starteten. Roadbook: Premeno, Monte Spalavera, Viggiona, Cannobio, Santa Maria Maggiore, Locarno, Luino, Laveno-Mombello, Sest Calende, Arona, Stresa, Il Mottarone, Orta San Giulio, Lago d'Orta, Omegna, Lago di Mergozzo, Verbania, Premeno. Start- / Zielort: Premeno / Premeno Länge: 260 km Highlight: Simplonpass und Lötschbergtunnel – Die perfekte Idee für die Heimreise: Über den Simplonpass und anschließend mittels der originellen Eisenbahn-Verladung durch den Lötschbergtunnel. Nach der grandiosen Naturkulisse des Simplonpasses geht es zu Füßen des Großen Aletschgletschers nach Goppenstein. Dort pendelt im 30-Minuten-Takt der Zug durch den 15 Kilometer langen Eisenbahntunnel nach Kandersteg. Mit dem Motorrad fährt man durch Seitentüren in eine Art Gepäckwagen, dann geht es schon los. Der 15minütige Spaß kostet 19 Euro inklusive Fahrer und Sozia.
    Spanien / Extremadura
    Aus der spanischen Extremadura kamen einst viele der Eroberer Südamerikas – die Conquistadores. Erobern lässt sich dieser Landstrich eher nicht, aber für Entdecker und Motorradfahrer ist er ein echtes Eldorado. Die Extremadura, eine der 17 autonomen Gemeinschaften Spaniens, liegt im Südwesten des Landes. Bei mitteleuropäischen Motorradfahrern ist sie als Reiseregion eher unbekannt – ganz zu Unrecht. Herausfordernde, einsame Bergstrecken wechseln sich in der extrem dünn besiedelten Landschaft mit weitem, steppenartigem Land ab. Es gibt viel zu entdecken in der Region. Wir starten unsere Entdeckungsreise in Plasencia. Nicht zuletzt ihrer unzähligen historischen Bauwerke und Plätze wegen lädt Plasencia zum Besuch. Hierher locken auch nette Bars und Restaurants, freundliche Unterkünfte und das bildschöne Umfeld. Das erkunden wir auch gleich, verlassen den Ort in südlicher Richtung auf der EX-208. Entspannt geht es entlang vorerst schnurgerader Straßen. Rechts und links der Straße liegen riesige Weiden, saftige Wiesen, grüne Büsche. Die mächtigen Stiere der Extremadura fühlen sich in dieser Region wohl, in der auch das Zuchtgebiet der fast schwarzen Ibérico-Schweine liegt. Die mit den Eicheln der Kork- und Steineichen gefütterten Borstentiere sind die Lieferanten des bei Feinschmeckern geschätzten Ibérico-Schinkens. Beim 387 Meter hohen Pass Puerto de la Serrana passieren wir die Grenze des Parque natural de Monfragüe. Der Naturpark am Zusammenfluss von Rio Tajo und Rio Tiétar ist ein einzigartiges Reservat und bietet idealen Lebensraum für Greifvögel, wie es ihn sonst in Europa kaum noch gibt. Am Embalse de Torrejón-Tajo lassen sich oft mächtige Mönchs- und Gänsegeier mit einer Spannweite von über zweieinhalb Metern beobachten – ein tolles Bild. Auch Wölfe streifen durch die Region, die lassen sich normalerweise aber eher nicht blicken. Einen großen Bogen schlagen wir durch den Naturpark, wenden uns bald wieder gen Norden. Die kurvenreiche und einsame Strecke bietet einige herrliche Aussichtspunkte und reichlich Fahrspaß. Es geht bergauf, bergab und für Schräglagen ist bestens gesorgt. Das ändert sich auch nicht auf der EX-203, in Richtung Jaraíz de la Vera, auf die wir etwas später abbiegen. Hier ist zwar schon deutlich mehr los, sie ist breiter und befahrener, geizt aber bis zum Ort ebenfalls nicht mit Kurven. Jaraíz de la Vera, das quirlige Mittelzentrum bietet sich perfekt für eine Pause an. Hier gibt es einige freundliche Straßencafés und wer mag, kauft sich in den zahlreichen Läden die passenden, frischen Zutaten für das Picknick. "Recorrido difícil o peligroso" verkündet unsere spanische Michelin-Straßenkarte, was soviel heißt wie "Schwierige oder gefährliche Straße" – klingt spannend. Von Jaraíz de la Vera nehmen wir Kurs auf Garganta la Olla und von dort über den 1269 Meter hohen Pass Puerto del Piornal nach Valdastillas. Für die Etappe über den Pass zeigt unsere Karte zwei Zentimeter. Bei einem Maßstab von 1 zu 400.000 sollten das acht Kilometer sein. Das daraus auf der Straße etwa 35 werden, sagt schon einiges. In wilden Kehren und Serpentinen schraubt sich die Straße in die Höhe. Wirklich schwierig oder gefährlich ist die Straße jedoch nicht. Lediglich die bisweilen fehlende Leitplanke mahnt zur Achtsamkeit. Bei Valdastillas erreichen wir das Jerte-Tal. Hier blühen im Frühjahr Hunderttausende Kirschbäume – mehr als 200 verschiedene Sorten. Es gibt alles rund um die kleine rote Frucht: Süßigkeiten, Schnäpse, Seifen, Duftwässerchen und vieles mehr. Wir empfehlen die köstliche lokale Kirsch-Schokolade – ein Traum. Nach gut sechs Kilometern geht es wieder hinaus aus dem Valle de Jerte. Links weist ein Schild den Weg zum 1430 Meter hohen Pass Puerto de Honduras und nach Hervás. Was für eine fantastische Strecke! Die CC-102 – CC steht für die Provinz Cáceres – windet sich mit unzähligen Kurven und Kehren durch das Bergland. Über knackige Serpentinen geht es zu Füßen des über 1800 Meter hohen Berges Valdeamor bergauf und bergab, entlang steiler Berghänge, durch Schluchten und über aussichtsreiche Kuppen. Grauer Fels und würzig riechende Macchia geleiten den Asphalt durch die aussichtsreiche Berglandschaft bis Hervás. Zur Belohnung lockt in dem schönen Bergdorf die eine oder andere Bar. Zudem lohnt sich ein Gang durch die urigen, mit Kieselsteinen gepflasterten, engen Gassen des Örtchens. Mit einem kleinen Bogen über Casas del Monte geht es schließlich über die gut ausgebaute E-803 in südwestlicher Richtung wieder zurück nach Plasencia, was diese Runde durch die faszinierende Landschaft der Extremadura komplett macht. Roadbook: Plasencia, Puerto de la Serrana, Parque natural de Monfragüe, la Bazagona, Jaraíz de la Vera, Garganta la Olla, Puerto del Piornal, Valdastillas, Valle de Jerte, Puerto de Honduras, Hervás, Casas del Monte, Plasencia. Start- / Zielort: Plasencia / Plasencia Länge: 210 km Highlight: Spezialitäten der Extremadura – Das schwarze Ibérico-Schwein, größtenteils mit den Eicheln der Extremadura genährt, liefert unter strengen Richtlinien den berühmten Jamón Ibérico, den luftgetrockneten Schinken, mit seinem besonderen Geschmack und seiner exquisiten Qualität. Auch das zart gebratene Lammfleisch mit extremadurischem Paprika, angeblich dem aromatischsten ganz Spaniens, und reichlich Knoblauch ist ein ganz besonderer regionaler Leckerbissen. Unbedingt die Chorizo, die schmackhafte Paprikawurst, probieren. Es gibt sie auf Brot, als Vorspeise, gebraten oder gegrillt und natürlich in würzigen Eintöpfen.
    Schweiz / Westschweiz
    Eine Tour rund um Fribourg stellt sowohl den Kurvenräuber als auch den Genussfahrer mehr als zufrieden. Diese Region lässt sich am besten zwischen Mittelgebirge und Alpen einsortieren und so wechseln sich knackige Kurvenstrecken im Gebirge mit Sightseeing-Etappen entlang verträumter Seen ab. Diese Tour ist eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für einen perfekten Überblick über die schönsten Motorradtouren in der Schweiz empfehlen wir Dir unsere nachfolgenden Motorradkarten: Tourenkarten Alpen Österreich Schweiz Folymap Alpenpässe Bikerbetten Motorradkarten-Alpen-Österreich-Schweiz Der Tag der Variationen beginnt in Murten. Der Ort liegt romantisch am Murtensee und besitzt eine wunderschöne Altstadt, Schloss und Ringmauer, die man vor Tourstart unbedingt zu Fuß erkunden sollte. Oder wenigstens das Bike am Straßenrand abstellen und, umgeben von bezaubernden historischen Gebäuden, eine Tasse Kaffee trinken. Ein Landsträßchen bringt uns über Muntelier nach Salvenach und weiter über Liebistorf nach Düdingen. Dahinter queren wir die N 12, rollen durch Tafers und sind schon mitten drin in dem Hügelland mit seinen ungezählten kleinen Verbindungssträßchen. Die Kurven sind nicht zu eng und lassen Raum für Tempo und Schräglagen. Und für die Optik, denn diese alpine Gegend mit ihren grünen Almen ist eine Augenweide. Alterswil, Plaffeien, dann ein Abstecher zum Schwarzsee, wo am Ende des Tales ein Kleinod in Form eines Bergsees mit Parkplatz und Restauration wartet. Der See liegt etwas über tausend Meter über dem Meeresspiegel und ist maximal zehn Meter tief. Das flache Ufer ist von Wiesen und Bäumen umrandet und mit Schilfrohr eingefasst. Ringsherum die Berge, die sich im Wasser spiegeln – hier würde man am liebsten eine Almhütte kaufen. Weiter geht die Kurverei über Sangernboden nach Schwefelbergbad, danach folgt mit der Erstürmung des 1.608 Meter hohen Gurnigel das erste fahrerische Highlight der Tour. Dass auf der Gurnigelstraße jedes Jahr ein Bergrennen stattfindet, kann für uns nur eines bedeuten: Spaß ohne Ende! Wer Lust hat, darf am Bikertreff an der unteren Gantrischhütte anhalten und einen Benzinplausch halten. Ansonsten kurven wir weiter nach Riggisberg, um ein paar Kilometer später rechts nach Burgistein abzubiegen. Etwas gemächlicher geht es dann das Stockental entlang. In Wimmis klinken wir uns in die N 11 ein, die in eleganten Bögen durch das Simmental dem Lauf der Simme folgt. Ab Reidenbach heißt es dann wieder: Kurvenräuber aufgepasst! Die Kehren hinauf zum 1.509 Meter hohen Jaunpass verlangen nämlich die ganze Konzentration. Viel zu schnell sind wir über den Sattel drüber. Oben die typischen Alpenhäuser, herrliches Bergpanorama, es duftet nach Heu. Wie viele Passstraßen haben wir auch diese dem Militär zu verdanken. Nach dem deutsch-französischen Krieg von 1871 bauten die Schweizer diese Trasse, um die wichtigen Militärstützpunkte in Bulle und Thun miteinander zu verbinden. 1941 wurde auf dem Pass das Artilleriewerk Jaunpass errichtet. Die Bunker der acht Kanonen sind als Almhütten getarnt, nur das herausragende Kanonenrohr verrät ihre wahre Bestimmung. Gemächlich fahren wir das Vallée de la Jogne entlang, eine Etappe für die Genussfahrer, kurven nach Broc hinab und gelangen nach Bulle. Das Städtchen gefällt mit seinem hübschen Stadtbild, seine Bürgerhäuser stammen fast alle aus dem frühen 19. Jahrhundert. Schloss Bulle wurde im Jahr 1291 von den Bischöfen von Lausanne gebaut. Der Grundriss des Schlosses ist quadratisch, mit vier Ecktürmen, einer davon ist ein Monsterturm von 33 Meter Höhe und 13,5 Meter Durchmesser. Der Innenhof ist frei zugänglich. Also nichts wie hin. Nördlich von Bulle überqueren wir den Lac de la Gruyère und fahren auf relativ gerader Strecke mit zügigem Tempo nach Fribourg. Die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons sitzt spektakulär auf einem Felssporn über dem Tal der Saane und zeigt eine der am besten erhaltenen historischen Altstädte der Schweiz. Deshalb hier unbedingt eine Runde zu Fuß drehen oder zumindest einmal mit dem Bike durchrollen, die alten Fassaden und schönen Brunnen fotografieren. Über einen Hügel geht es anschließend nach Belfaux, Misery-Courtion und Avenches. Dort findet gleich der nächste Halt statt, denn das Städtchen ist ein Juwel mit Altstadt, Marktplatz und Cafézeile. Die französisch-deutsche Sprachgrenze verläuft genau hier. So redet man in Murten noch Deutsch, während wir hier auf Französisch angesprochen werden. Die Sprachgrenze ist auch sichtbar, denn gerade Avenches ist ein typischer französischer Ort, der mit dem deutschen Stadtbild von Murten rein gar nichts zu tun hat. Interessanterweise hält sich diese Grenze schon seit Jahrhunderten, Vermischungstendenzen sind nicht in Sicht. Wir fahren weiter nach Salavaux mit seinem hübschen Schloss am Ortsausgang, dann geht es am Murtensee entlang nach Murten zurück. Dort vertreten wir uns zum Abschluss der Tour auf der herrlichen Seepromenade noch die Beine oder strecken sie auf dem saftig grünen Rasen aus. Tourlänge: ca. 230 km Roadbook: Murten – Muntelier – Salvenach – Liebistorf – Düdingen – Tafers – Alterswil – Plaffeien – Schwarzsee – Sangernboden – Schwefelbergbad – Gurnigel – Riggisberg – Burgistein – Wimmis – Reidenbach – Jaunpass – Broc – Bulle – Fribourg – Belfaux – Misery-Courtion – Avenches – Salavaux – Murten Highlight: Eglifilet zum Abendessen. In den Restaurants rund um den Murtensee muss man unbedingt fangfrischen Flussbarsch bestellen. Ob à la meunière, nach Müllerinnenart, im Bierteig, natur, mariniert oder mit Limetten-Kräuterschaum ist Geschmackssache – immer zergeht er auf der Zunge. Dazu Salzkartoffeln und einen kühlen Weißwein. Pässe-Info: Gurnigel           1609    14 %    -    14km Jaunpass         1509    13 %    -   16km
    Italien / Sizilien
    Die Runde um den Sporn des italienischen Stiefels gehört mit zu den schönsten Strecken Italiens. Hier überzeugt Apulien mit bildschönen Küstenstraßen und spannenden Bergstrecken – ein Muss für Motorradreisende. Manfredónia, die lebhafte und sympathische Hafenstadt ganz im Süden des Gargano, ist mit ihren einladenden Bars, Cafés und Restaurants und ihren Sehenswürdigkeiten nicht nur das ideale Basislager für diese Gargano-Runde, auch viele andere interessante Ziele Apuliens sind von hier aus gut erreichbar. Für uns steht heute aber die abwechslungsreiche Erkundung des Sporns des italienischen Stiefels auf dem Programm. Gleich nach dem Frühstück, wozu sich einige der gemütlichen Bars am Hafen bestens anbieten, sind wir auch schon unterwegs. Auf der gut ausgebauten Strada Statale 89, der Garganica, verlassen wir die Küstenstadt in Richtung Nordosten. Schnell taucht die Garganica in die Bergwelt des Gargano ein. Einige lange Tunnel führen durch den Fels. Unsere erste Wahl statt der kalten Tunnel ist natürlich die aussichtsreiche Alternativstrecke, die sich mit unzähligen Kurven und Kehren entlang des Kaps Punta Rossa und vorbei am Hafen von Mattinata schlängelt. Kurz vor Masseria Mattinatella treffen wir wieder auf die Küstenstraße, jetzt als SP53 in Richtung Vieste ausgeschildert. In wildem Zickzack-Kurs führt sie durch die küstennahen Berge und immer wieder überrascht sie mit tollen Panoramen. Strahlend gelb blühender Ginster und stachelige Kakteen stehen Spalier, zahlreiche Aussichtspunkte locken mit schönem Blick auf Meer und Küstenlandschaft. Bei der Abzweigung nach Pugnochiuso setze ich den Blinker auf die SP54. Wir werden mit herrlichem Kurvenspaß zwischen Pugnochiuso und Portogreco belohnt – und mit dem Torre dell' Aglio. Seit gut 350 Jahren wacht dieses auch als Torre Portogreco bekannte wehrhafte Bauwerk am westlichsten Punkt des Gargano über die Küste. Die Aussicht von hier entlang der felsigen und zerklüfteten Küste ist einfach genial. Nur wenige Minuten später lockt uns der nächste Turm von der Straße. Hier ragt der mächtige Torre di San Felice in den Himmel. Zwar können wir dieses beeindruckende Gemäuer leider nicht von innen besichtigen, aber auch hier lohnen sich ein paar Schritte um den Turm herum. Denn von hier lässt sich ein toller Blick auf den Felsbogen von San Felice werfen, mit dem die Erosion ein bildschönes Felstor durch den Karst geschmirgelt hat. Für nicht wenige Garganesen gilt der Bogen als das Wahrzeichen des Gargano. Zurück auf der SP53 begleitet uns für die nächsten Kilometer endloser Sandstrand. Am Stadtrand von Vieste geht der Sandstrand in schroffen Fels über. Sofort fällt der Blick auf die mächtige Natursteinsäule, das Wahrzeichen der Stadt. Der Pizzomunno, wie der Fels genannt wird, ist bekanntlich ein versteinerter junger Mann. Seine Liebe zur schönen Cristalda wurde ihm zum Verhängnis, als diese von eifersüchtigen Sirenen ermordet wurde. Aus Trauer darüber erstarrte der Unglückliche zu Stein. Ganz in der Nähe der Piazza Vittorio Emanuele parken wir unser Mopped und schlendern durch die Gassen der Stadt, vorbei an netten Läden, Cafés und über aussichtsreiche Balkone und Terrassen. Nicht umsonst gilt Vieste als eines der schönsten Städtchen Apuliens. Aus Vieste hinaus geht es in nordwestlicher Richtung entlang der SP52, die sich im Schlingerkurs durch die bergige Landschaft windet. Die Küstenlinie wird immer wieder von schönen Sandstränden unterbrochen. Noch bis Bellariva folgen wir der Küste, dann geht es ins Landesinnere. Schräglage für Schräglage geht es hinauf in das fast 500 Meter hoch gelegene Vico del Gargano. Das hübsch anzusehende Bergdorf gehört verdientermaßen zur Gruppe der „I borghi più belli d’Italia“, einer Vereinigung der schönsten Orte Italiens. Mit der Honda gönnen wir uns eine Runde motorisiertes Sightseeing und rollen durch die schmalen Gassen und Wege. Die nächsten 45 Kilometer durch den Foresta Umbra sind Bergstrecke vom Feinsten. Foresta Umbra heißt soviel wie „dunkler Wald“. Das riesige Naturschutzgebiet, bis zu 800 Meter hoch gelegen, gilt als einer der am besten erhaltenen alten Wälder Italiens. Zwischen den uralten Buchen tummeln sich Wildschweine und Rehe, Mufflons und Wildkatzen. Wieder auf der Südseite des Gargano angekommen, empfängt uns Monte Sant'Angelo. Dessen Wallfahrts- und Grottenkirche San Michele, die Überreste der Kirche San Pietro und vor allem das normannische Kastell sind durchaus sehenswert, aber in der Saison müssen Besucher schon ein wenig Leidensfähigkeit mitbringen – der Pilgerort ist meist sehr gut besucht. Eine ganze Reihe spannender Serpentinen führen schließlich wieder die Berge hinunter in Richtung Manfredónia, dem Ausgangspunkt dieser spannenden Runde. Roadbook: Manfredónia, Mattinata, Pugnochiuso, Vieste, Péschici, Bellariva, Vico del Gargano, Foresta Umbra, Monte Sant'Ángelo, Manfredónia. Start- / Zielort: Manfredónia / Manfredónia Länge: 175 km Highlight: Trabucchi – Verlässt man Vieste an der Küste in nordwestlicher Richtung entlang der Küstenstraße fällt er sofort ins Auge, der Trabucco. Nicht weit hinter dem Ortsausgang steht der für Apulien so typische Pfahlbau. Die Trabucchi sind auf hohen Stelzen auf das Meer hinaus ragende Holzhäuser, von denen rechteckige Netze ins Meer versenkt werden. Schon im Mittelalter wurden an der italienischen Küste aus Schwemmholz kleinere Hochstände zu diesem Zweck gefertigt. Hier im Gargano und in der Provinz Pescara hat man die Baukunst perfektioniert und nicht wenige große Trabucchi dienen heutzutage sogar als Wochenendhäuschen. Im Nationalpark Gargano werden die Trabucchi im Rahmen eines aufwendigen Projektes saniert und restauriert.
    Deutschland / Oberbayern
    Ob Gipfelpanoramen, Schlösser oder Passstrecken – die Deutsche Alpenstraße vereinigt alles, was Rang und Namen hat. Die Promi-Strecke ist rund 400 Kilometer lang und führt vom Bodensee bis Berchtesgaden zur österreichischen Grenze. Diese Tour ist eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für alle, die sich über die Region informieren möchten, empfehlen wir unser BikerBetten Motorradkarte Deutschland Süd. Darüber hinaus findest Du weitere interessante Produkte in unserem Shop. Weitere Motorradtouren in Oberbayern findet man über unsere Motorrad Touren -Suche. Passende Oberbayern Motorrad Hotels findest Du über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche. 1927 wurde die Deutsche Alpenstraße geplant und in den Folgejahren fertiggestellt, um der noch jungen Automobil-Generation die klassischen Panoramen der deutschen Alpen zu zeigen. Deshalb legte man die Strecke so, dass sie auch tatsächlich die schönsten und typischsten Ecken der teutonischen Berge streifte. Der heutige Alpenstraßenfahrer kann sich also sicher sein, dass er keines der Highlights verpasst. Ob Gipfelpanoramen, Schlösser oder Passstrecken – die Deutsche Alpenstraße vereinigt alles, was Rang und Namen hat. Startort ist Lindau, die hübsche Inselstadt am Bodensee. Auf gut ausgebautem Asphalt geht es flott bergauf, bis das 400 Meter hoch gelegene Scheidegg erreicht ist. Das Panorama, das sich auf den nun folgenden Kilometern bietet, gehört zu den beeindruckendsten der gesamten Alpenstraße: Im Norden die sanften Hügel der Voralpenregion, im Süden die mächtigen Gipfel des Bregenzer Waldes. Immer noch auf breitem, gepflegtem Asphalt geht es weiter in Richtung Immenstadt. Die Bögen sind rund und gleichmäßig, die Radien fallen groß aus. Hinter Sonthofen folgen erst noch ein paar behäbige Straßenkilometer bis Hindelang. Dann aber geht es rund: Die Oberjochstraße wartet. Irgendjemand machte sich einmal die Mühe und bekam heraus, dass sich auf einer Strecke von sechs Kilometern über 100 Kehren, Kurven und Serpentinen drängen. Motorradspaß? Welche Frage. Das Ziel der Kurvenorgie, der Oberjochpass, ist 1.178 Meter hoch und bildet damit den höchsten Punkt der Deutschen Alpenstraße. Man fährt nun wieder zurück und zweigt im Ort Oberjoch nach rechts in Richtung Wertach ab. Über Reichenbach erreicht man den hübschen Ort Nesselwang. Der klassische Nesselwang-Blick bietet sich oben, kurz vor den in den Ort hinabführenden Serpentinen. Dicht an dicht liegen die roten Ziegeldächer vor uns, während im Hintergrund die Allgäuer Alpen in den Himmel ragen. Eine Landstraße mit leicht gekrümmter Streckenführung bringt uns zum Sommer- und Wintersportzentrum Pfronten. Dann geht es weiter nach Füssen, in die Stadt, die so unglaublich malerisch am Fuße der Ammergauer Alpen liegt. Bereits von der Straße aus bietet sich ein herrlicher Fotoblick auf Schloss Neuschwanstein. Hinter Füssen ist mit der offiziellen Alpenstraße zunächst Schluss, deshalb nimmt man am besten den Umweg nach Reutte, um von dort aus über den Ammersattel in das Tal des Flüsschens Lindergries zu gelangen. Im Griestal warten zwei optische Glanzlichter der Deutschen Alpenstraße: Schloss Linderhof und Kloster Ettal. Linderhof mit seinem herrlichen Park ist das einzige Schloss von Ludwig II., das jemals fertiggestellt und bewohnt wurde. Ein Stück weiter steht die prachtvolle Anlage des Klosters Ettal. Es wurde 1330 von Kaiser Ludwig dem Bayern nach glücklicher Rückkehr aus Italien gegründet. Nach einer engen Schlucht öffnet sich die Landschaft, und es geht auf breitem Asphalt nach Garmisch-Partenkirchen hinein. Der 1935 vereinigte Doppelort war ein Jahr später Schauplatz der Olympischen Winterspiele und besitzt seither ein sehenswertes Sportstadion mit Skisprungschanzen. Der Garmischer Eyecatcher ist jedoch ganz klar der Blick auf Deutschlands höchsten Berg – die Zugspitze. Entlang der grün und wild schäumenden Isar geht es nun am Sylvensteinsee vorbei hinauf zum Achenpass (941) m. Der liegt idyllisch mitten im Wald. Danach setzen wir die Fahrt fort und landen schließlich am Ufer des Tegernsees. Die Straße, die ein Stück vor Gmund nach rechts in Richtung Schliersee abbiegt, zeigt so manche wunderschöne Aussicht. Bis Bayrischzell folgen weite Radien auf sehr gutem Asphalt. Dann heißt es: Knie an den Tank, Lenker fest in die Hand. Die Kehren hinauf zum Sudelfeld warten. Das Skigebiet liegt in 1.097 Metern Höhe und hält weite Aussichten auf die Schlierseer Berge und die Alpenstraße bereit. Über Aschau, Bernau und Grassau geht es auf kurviger Strecke nach Reit im Winkl. Bekannt geworden durch seine Mitbürgerin und Olympiasiegerin Rosi Mittermaier. Kurz vor Ruhpolding zweigt die Alpenstraße nach rechts weg, erreicht Inzell und erklimmt in lang gezogenen Kehren den 868 Meter hohen Schwarzbachwacht-Sattel. Ab hier präsentiert sich dem Alpenstraßenfahrer ein letzter optischer Leckerbissen: Das Berchtesgaden-Panorama. Umgeben von berühmten Gipfeln wie dem Watzmann, dem Jenner und dem Kehlstein, präsentiert sich die alte Salz-Stadt inmitten eines idyllischen Tales von ihrer schönsten Seite. Egal wo man fährt, ständig begleitet einen dieser Blick. Ein wirklich passendes Ende der Alpenstraße. Tourlänge: ca. 400 km Dauer: 2 Tage Roadbook: Lindau – Immenstadt – Sonthofen – Hindelang – Oberjochpass – Wertach – Nesselwang – Pfronten – Füssen – Reutte – Garmisch-Partenkirchen – Wallgau – Achenpass – Tegernsee – Schliersee – Bayrischzell – Aschau – Bernau – Reit im Winkl – Inzell – Berchtesgaden Highlight: Schloss Neuschwanstein. Das Märchenschloss von König Ludwig II. wurde 1886 erbaut. Es liegt in der Nähe von Füssen und ist das schönste aller deutschen Schlösser. Einmal im Leben sollte man es auf alle Fälle gesehen haben. Am besten früh morgens, wenn der Andrang noch nicht so groß ist. Pässe-Info: Oberjochpass   1178    9 %   - 17km Achenpass         941    12 %   -  24km
    Italien / Ligurien Toskana
    Beeindruckende Steilküsten, farbenfrohe Vegetation, malerische Altstädte, bunte Häfen und eine regionale Köstlichkeit – die Runde durch das Genoveser Hinterland wartet mit fahrerischen, optischen und kulinarischen Leckerbissen auf. Die Motorradtour "Pesto Genovese" ist einer von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Möchtest Du Dich vorab über die Region informieren, empfehlen wir Dir unseren Motorrad Reiseführer Piemont Ligurien Toskana mit seinen vielen Insidertipps, Kartenmaterial, Hotelempfehlungen usw. anzuschauen. Einen perfekten Überblick über Nord Italien mit seinen Tourenmöglichkeiten bietet Dir unsere Bikerbetten Motorradkarten Italien Nord. Diese und weitere interessante Produkte kannst Du über unseren Shop bestellen. Genua? Stadtautobahn, Tunnels, Hafen. Mehr fällt den meisten auf Anhieb nicht ein, wenn die Sprache auf die Hauptstadt Liguriens kommt. Man kennt Genua eigentlich nur von der Durchfahrt Richtung Süden oder als Fährhafen nach Sardinien oder Korsika. Dabei verbirgt sich hinter Wohnblocks und Industrieanlagen ein mittelalterliches Juwel, das zum Großteil unter dem Schutz des UNESCO-Weltkulturerbes steht. Als nämlich 1528 der große Admiral Andrea Doria mit Spanien unter dem Habsburger Kaiser Karl V. einen Vertrag abschloss, der ihn zum Oberhaupt der spanischen Flotte machte. Im Schlepptau der neuen Großmacht Spanien machte er die Genueser Bankiers und Kaufleute zu den aktivsten Geldverleihern und Finanzhändlern Europas. Seinen unglaublichen Reichtum aus den erhobenen Zinsen steckte dieser neue Geldadel in den Bau von prachtvollen Palazzi, die heute das historische Zentrum Genuas prägen. Also nichts wie auf zu einer Besichtigungstour zu Fuß, bevor wir uns in den Motorradsattel schwingen. An erster Stelle steht die Via Garibaldi. Insgesamt 42 UNESCO-geschützte Palazzi sind dort aufgereiht und können teilweise besichtigt werden. Aber auch nur von außen hinterlassen sie einen unvergesslichen Eindruck. In der Altstadt stehen aber auch die Imbissbuden, in denen man die landestypischen Spezialitäten wie Foccacia und Farinata bekommt. Bei der Focaccia handelt es sich um ein salziges Gebäck aus Weizenteig mit Olivenöl, die Farinata hingegen wird als Fladen aus dem Mehl von Kichererbsen, Wasser und Olivenöl gebacken. Vorbei am internationalen Flugplatz und am riesigen Industriehafen bringt uns die SS 1, die Via Aurelia, rasch aus Genua hinaus. Die Via Aurelia war eine Römerstraße, die der Censor Gaius Aurelius Cotta im Jahr 241 v.Ch. in Auftrag gab. Sie führte einst von Rom über Pisa bis ins französische Arles. Heute verläuft die SS 1 im Wesentlichen auf der Originaltrasse der Via Aurelia und wird deswegen auch so genannt. Rechts ragen die Spitzen des Küstengebirges steil in die Höhe, auf der linken Seite schimmert das blaue Meer. Tanker und Containerschiffe ziehen gemächlich ihre Muster in die glatte Wasseroberfläche. Arenzano mit seinem lebhaften Kern voller Läden, Cafés und Restaurants lockt zur ersten Kaffeepause. Wer erst später Kaffeedurst bekommt, kann den in Varazze stillen. Das Städtchen besitzt einen reizenden historischen Kern mit vielen alten Kirchen. Wir verlassen Varazze, zweigen in Pero rechts ab und visieren Alpicella an. Mitten hinein in das Genueser Küstengebirge. Der Monte Beigua ruft. Im unteren Teil führ das schmale Sträßchen durch Wald und kleine Ansiedlungen. Der Mittelteil ist gut ausgebaut und toll zu fahren, erst weiter oben wird es eng und holperig. Oben am Gipfel (1.287 m) machen wir erst einmal Pause. Stellen die Maschine ab, setzen uns auf die Picknickbänke und genießen die traumhafte Aussicht aufs Meer und die mitgebrachte Focaccia bzw. Farinata. Auf schmalem, oft nur noch teilweise vorhandenem Asphalt geht es nach Urbe und weiter zum Passo del Faiallo. Die Westrampe ist gut ausgebaut und perfekt zu fahren. Kurz hinter der Passhöhe in 1.044 Metern beginnt die Panoramastraße Richtung Osten. Genua immer im Blick, schlängelt sie sich die Fahrbahn aussichtsreich einen kargen Berghang hinab. Ein Stück Hauptstraße P 456 folgt. Sie überquert den Passo del Turchino und ist jedes Jahr Bestandteil des berühmten Eintages-Radrennens Mailand – San Remo. Auf dem Pass erreichen die Rennfahrer den höchsten Punkt der Strecke. In Campo Ligure mit seinen schönen erdbeerfarbenen Häusern verlassen wir die Hauptstraße, jedoch nicht bevor wir in einem der gemütlichen Restaurants am Flussufer der Stura zu Mittag gegessen haben. Unser Tipp: Pasta mit Pesto Genovese. Das besteht aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch, Olivenöl, Salz und Käse. Alles wird in einem Mörser zerrieben und über die Pasta oder die Gnocchi gegeben. Die Besonderheit dabei ist das spezielle kleinblättrige Basilikum, das in den Gewächshäusern von  Pra bei Genua wächst. Das Blut befindet sich im Magen, der Körper ist mit Verdauen beschäftig. Da gehen die Kurven und Kehren hinauf zum Monte del Poggio nicht so leicht von der Hand. Also aufgepasst, das schmale Bergsträßchen hat es ganz schön in sich und verzeiht keine Fahrfehler. Gewagt zirkelt es durch das Küstengebirge und trifft schließlich nach einer Handvoll zackiger Kurven bei Campomorone auf die SS 35. Die verbindet Genua mit der nördlich gelegenen Provinz Alessandria. Und überrascht mit einem unerwartet kurvigen Streckenverlauf. So wird die Rückfahrt zum Ausgangspunkt Genau noch zu einem letzten fahrerischen Genuss. Tourlänge: ca. 150 km Roadbook: Genua – Arenzano – Cogoleto – Varazze – Pero – Alpicella – Monte Beigua – Urbe – Passo del Faiallo – Passo del Turchino – Campo Ligure – Campomorone – Genua Highlight: Piazza delle Erbe. Der beliebte Platz in Genua steht voller Tische und Stühle. Hier trifft man sich zum Aperitif oder zum Abendessen. Er liegt in der Altstadt und versprüht puren italienischen Charme. Die Umgebung in Form von alten Bürgerhäusern wirkt wie eine Filmkulisse. Pässe-Info: Monte Beigua 1287 21% Passo del Faiallo 1044 7% Passo del Turchino 530 7%
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