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    Deutschland / Teutoburger Wald
    Die Technik macht’s. Sie macht diese Tagestour durch das Tecklenburger Land so interessant. Die Fahrtechnik nämlich, die die verschlungenen Sträßchen dieser Runde verlangt. Es wartet aber auch die Technik zum Anfassen. Motorräder, Industrie, Kanäle. Für Abwechslung ist also gesorgt. Wir starten am südlichsten Punkt der Runde in Glandorf. Eine breite, vernünftig ausgebaute Straße trägt uns in Richtung Bad Laer. Der Asphalt wird mit einem Mal schmaler und schlechter. Der Teutoburger Wald naht, am Ortsrand von Hilter sind schon die ersten dunkelgrünen Höhenzüge zu erkennen. Schwungvoll geht es den Berg hinauf, einzelne Gehöfte liegen am Straßenrand. Geschmeidig wuselt die Fahrbahn zwischen ihnen hindurch. Öffnet runde und übersichtliche Kurven, vermeidet so gut wie jeglichen Gegenverkehr und setzt uns einen griffigen Belag unter die Räder. Die sporadisch auftauchenden Tempo-70-Schilder schmälern das Vergnügen minimal. In Borgloh weisen Schilder mit der Aufschrift Osnabrück und Kloster Oesede den weiteren Weg. Neues Ziel, derselbe Fahrspaß. Lässiges und lockeres Kurvenschwingen. Nächster Ort Georgsmarienhütte. Was für ein Name. Fast so lang wie die Ortsdurchfahrt. Das Wort Hütte weist darauf hin, dass hier früher Eisen verarbeitet wurde. Die Hütten schmolzen das aus dem Boden geförderte Eisenerz, veredelten das Eisen zu Stahl und belieferten damit Fabriken, die den Stahl walzten, pressten, schnitten und hämmerten. Heute ist die schmutzige der sauberen Industrie gewichen. Weiß gestrichene Gewerbebauten säumen die Straße. Nur noch die Namen der Industrieparks deuten auf die frühere Nutzung hin. Die Gedanken sollten nun wieder von der Eisen verarbeitenden zur Motorrad fahrenden Technik wandern. Denn die Waldstrecke nach Bad Iburg schießt ein wahres Feuerwerk von Bögen, Kurven und Kehren ab. Berg rauf, Berg runter. Der Asphalt weist einige böse Löcher und Flicken auf und bevorzugt Motorräder mit weichem Fahrwerk. Folgender Abzweig Holperdorp. Ein gepflegtes Sträßchen visiert in beeindruckenden Kehren und Serpentinen den Ort Lienen an. Spitzkehren so weit oben im Norden? Wer hätte das gedacht. Von Lienen nach Lengerich geht es endlich wieder einmal ein Stück geradeaus. Wir folgen dem Hinweis zum Zentrum von Lengerich und rollen eine Weile entlang der Bahngleise. Sie werden sowohl von der Bundesbahn als auch von der TWE, der Teutoburger-Wald-Eisenbahn, benutzt. Die private TWE schaukelt mit ihren preußischen Dampfloks aus dem Jahr 1915 im Sommerhalbjahr Anwohner und Urlauber von einem Bahnhof zum nächsten. Nach der Bahnunterführung kommt rechts der Abzweig nach Lotte. Er führt zu einem Waldsträßchen, das in der für diese Tour typischen Art und Weise zuerst den Rücken des Teutoburger Waldes erklimmt, um danach wieder das Flachland anzupeilen. Das nördlichste aller großen deutschen Mittelgebirge erstreckt sich ja bekanntlich recht schmal von Nordwesten nach Südosten. Man durchquert es also am besten der Länge nach und schwingt dabei ständig wie ein Skifahrer beim Parallelschwung von links nach rechts. An einer Kreuzung ist Tecklenburg beschildert. Blinker links und hinein in einen Traum von einer Motorradstrecke. Zügig zu fahren, mit wenig Verkehr und viel Übersicht versehen, schneidet die Fahrbahn durch die Landschaft wie das Messer durch die Butter. Wechselkurven werfen das Bike von einer Schräglage in die nächste. Tecklenburg mit seiner von Fachwerk gesäumten Fußgängerzone ist ein echtes Kleinod. Denkmalgeschützte Bürgerhäuser gruppieren sich um den Marktplatz mit seinem Brunnen. Man kann herrlich in Kleinkunstläden und Töpfereien stöbern, nach vorn zur Burg gehen und dort die Aussicht bewundern oder – und das ist ein Muss – im Café Rabbel ein Stück Kuchen vernaschen. In Richtung Ibbenbüren verlassen wir Tecklenburg. Auf der linken Seite bietet der Parkplatz Münsterlandblick interessante Aussichten auf Gegend und Technik: Sonntags versammeln sich hier die Kollegen von der Zweiradfraktion. Mit einem Abschwung lässt die Route das Gebirge hinter sich und nähert sich zügig Ibbenbüren. Auf der B 219 geht es asnchließend nach Saerbeck. Nach der Teutoburger Kurverei eine Erholung für Mensch und Mechanik. Im Zentrum von Saerbeck zweigt die Straße nach Lengerich ab. Eine kilometerlange Allee, die genau am Dortmund-Ems-Kanal endet. Gleich hinter der Brücke führt ein Fahrweg zum Wasser hinab. Das ideale Fleckchen, um sich in aller Ruhe den Kanal und seinen Schiffsverkehr zu betrachten. 1899 wurde die 280 Kilometer lange Wasserstraße gebaut, um die Kohlehalden des Ruhrgebietes mit der Nordsee zu verbinden. Ihr Bett ist ca. 30 Meter breit und nimmt Schiffe von einer Tragkraft bis 600 Tonnen auf. Die müssen auf dem Weg von Dortmund nach Emden insgesamt 18 Schleusen überwinden. Über die Imkerstadt Ladbergen geht es zurück nach Glandorf. Schneller Asphalt mit flüssigen Kurven. Und auch hier gilt: die Technik macht’s. Roadbook: Glandorf – Bad Laer – Hilter – Kloster Oesede – Georgsmarienhütte – Bad Iburg – Lienen – Lengerich – Leeden – Tecklenburg – Ibbenbüren – Saerbeck – Ladbergen – Glandorf (ca. 150 km) Motorradtreffs: Herzebrock-Clarholz: Bikertreff an der Brocker Mühle. Tecklenburg: Parkplatz Münsterlandblick, an der L 504 Am Weingarten. Lienen: Café Pellemeier, am Beginn des Holperdorper Tals, schöne Terrasse. Waldwirtschaft Malepartus. Highlight: Motorradmuseum Stockmann Ein kurzes Stück vor Ibbenbüren kommt das Schild Motorradmuseum in Sicht. Und nach wenigen Minuten parken wir die Maschine auf dem Parkplatz der alten Ibbenbürener Schule. Dort stellen Vater und Sohn Stockmann in fünf Räumen insgesamt 170 zwei- und dreirädrige Motorräder aus. Ob Wankel-Bike, DDR-Relikt oder Münch-Mammut – die komplette deutsche und europäische Motorradgeschichte steht hier beieinander. Blickfang unter den Gespannen ist das Zündapp KS 750 Wehrmachtsgespann. Wie sämtliche Ausstellungsstücke glänzt auch dies in perfektem Erhaltungszustand und sieht aus, als hätte es erst gestern die Fabrik verlassen.
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    Deutschland / Schwarzwald
    Der mittlere Schwarzwald um Schramberg und Hornberg ist gelebte Idylle. Mehr Tannenwälder, Bauernhöfe und Bollenhüte findet man sonst nirgends im Schwarzwald. Auch die Motorradstrecken können sich hier sehen lassen. Wolfach ist ein Städtchen mit sympathischem Flair. Eine gepflasterte Durchfahrt, ein Stadttor, eine Brücke über die Kinzig, bunte Häuser, viele Straßencafés. Wer noch nicht gefrühstückt hat, sollte es hier unter einem Sonnenschirm unbedingt nachholen. Die Strecke nach Hausach führt danach landschaftlich reizvoll am Ufer der Kinzig entlang. Ein Gürtel von Sumpfwiesen, mit gelben Blumen gesprenkelt, breitet sich am Flussufer aus. Weiter führt die Route in Richtung Gutach. Schwarzwald pur. Aus Gutach stammt übrigens der berühmte Bollenhut, das Wahrzeichen des ganzen Schwarzwaldes. Das Prachtstück besteht aus elf großen und drei kleinen Bollen. Ledige Mädchen tragen sie in Rot, die verheirateten Frauen in Schwarz. Kurz vor Hornberg zweigt rechts ein Sträßchen nach Elzach ab. Zigfach gekrümmt schlängelt es sich in den Wald hinein. Sein Belag fordert das Fahrwerk heraus, dafür glänzen die Kurven mit gleichmäßigen Radien und guter Übersicht. Hinter einem Sattel zeigt das Sträßchen wieder Manieren und wedelt gut ausgebaut am Ufer der Elz entlang talwärts in Richtung Elzach. Eine Kreuzung, ein Schild mit der Aufschrift Haslach. Wir folgen ihm und landen auf einer ordentlich ausgebauten Straße, die in runden und sauberen Bögen einen Berg hinaufführt. Gute Sicht nach vorn, griffiger Belag unter den Reifen. Die Heidburg, eine kleine Passhöhe, wird überquert, dann geht es auf der anderen Seite hinab nach Haslach. Hinter Haslach, dem einstigen Silberbergbau-Städtchen, nehmen wir Kurs auf Steinach. Diese Nebenroute folgt in eleganten Biegungen dem Lauf der Kinzig. Kurz vor Biberach biegen wir nicht ins Ortszentrum ab, sondern bleiben einfach auf der Hauptstraße und treffen automatisch auf die B 415 in Richtung Lahr. Sie hat es gehörig in sich, diese so genannte Bundesstraße. Mit gepflegtem Asphalt versehen, nimmt sie sich in herrlichen Kurven den bewaldeten Berg zwischen Biberach und Seelbach vor. Schuttertal heißt dieser abgelegene Landstrich. Eine Handvoll schneller Kehren bringt uns in Richtung Kenzingen zuerst den Berg hinauf und danach hinab ins Muckental. Eine kleine, aber feine Rundfahrt beginnt. Sie führt auf schmalem, wenig befahrenem Asphalt über Bleichheim nach Freiamt. Kurven ohne Ende, freie Sicht nach vorn. Grandioser Fahrspaß. Die Hauptrichtung Schuttertal bringt uns nach Schweighausen und Elzach. In Oberprechtal folgt die Route dem Lauf der Elz und nimmt den Abzweig nach Triberg. Was die Karte verspricht, hält die Realität: In einer nicht mehr enden wollenden Folge von Wechselkurven zirkelt ein Sträßchen an einem sprudelnden Gebirgsbach entlang. Weite Radien, gute Übersicht, zügiges Tempo. Die Augen kleben auf der Fahrbahn, um zwischen den Bodenwellen den besten Strich zu finden. Hinter der Wilhelmshöhe taucht der Ort Schonach mit seinen beiden Skisprungschanzen auf. Von dort sind es nur noch ein paar Kilometer, bevor man nach Triberg, den zentralen Ort der schwarzwälder Kuckucksuhren-Herstellung, hineinrollt. Hinter Triberg quetscht sich die B 33 in perfekt ausgebauten Kehren durch die Gutach-Schlucht hinab nach Hornberg. Tempo 60 vermiest allerdings größtenteils den Appetit auf Schräglagen. Das 5.000-Einwohner-Städtchen Hornberg begrüßt den Besucher mit seiner markanten Burgruine. Von dort aus hielt man im 16. Jahrhundert eines Tages Ausschau nach dem Herzog von Württemberg, der sich für einen Besuch angekündigt hatte. Man erkannte am Horizont eine Staubwolke, hielt sie für den herzoglichen Tross und feuerte die Salutkanonen ab. Doch stattdessen kam ein Bauer mit seiner Viehherde vorbei. Als endlich der Herzog auftauchte, war keine Munition mehr da. Der Landesfürst war sauer, und die Hornberger waren blamiert. Seither gehen Geschichten mit einem ähnlichen Schluss aus wie das »Hornberger Schießen«. Bis Schramberg ist lockeres Kurvenschwingen angesagt. Die Straße tastet die Konturen der Bergflanke ab. Die Heimat der Junghans-Uhren. Mitte des 19. Jahrhunderts produzierte die Firma als erste in Deutschland Uhren nach amerikanischem Vorbild in Massenproduktion. Am Image hat sich seither nichts geändert – noch heute ist Junghans DIE deutsche Uhr schlechthin. Interesse an einem Mitbringsel? Im Werksverkauf gibt es die Uhren mit Rabatt. Ein kleines holperiges Sträßchen kringelt sich an einem Bach entlang nach Tennenbronn. Dann dürfen die Federelemente aufatmen, denn die folgende Strecke über St. Georgen nach Königsfeld gehört mit ihrem ebenen Belag wieder zur angenehmeren Sorte. Von Königsfeld zurück nach Schramberg sind Kupplung und Getriebe gefordert: Eine gemischte Wald- und Wiesenpartie wirft uns eine Palette unterschiedlichster Kurven vors Vorderrad. In gemächlichen Bögen geht es danach über Schiltach zum Startort Wolfach zurück. Highlight: Unter einem Dach Zwischen Hausach und Gutach wartet an der rechten Straßenseite ein optischer Höhepunkt dieser Tour: die Vogtsbauernhöfe. Hier handelt es sich um ein Freilichtmuseum, in dem mehrere typische Bauernhöfe aus dem Süd- und Mittelschwarzwald samt Nebengebäuden aufgebaut sind. Alle stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, waren vom Abriss bedroht und wurden hier Stein für Stein wieder aufgebaut. Man sieht eine heute kaum mehr vorstellbare Einheit von Arbeit, Freizeit und Familienleben. Herrschaft, Knechte, Mägde, Vieh und Vorräte – alles war unter einem Dach untergebracht. Roadbook: Wolfach – Hausach – Gutach – Elzach – Haslach – Biberach – Elzach – Schonach – Triberg – Hornberg – Schramberg – Tennenbronn – St. Georgen – Königsfeld – Schramberg – Wolfach (ca. 240 km) Motorradtreffs: Schonach: Bierstüble Zum Uhrenträger, als Mitglied des Motorradclubs Lauben hat Chef Rainer ein Herz für  Motorradfahrer. Oberwolfach: Gasthof Linde, nicht nur traditionsreiches Motorradhotel, sondern auch beliebter Bikertreff. Oberharmersbach: Gaststätte Schülle, badische Küche, Fremdenzimmer, Tourguide.
    Deutschland / Schwäbische Alb
    Die Schwäbische Alb sieht aus wie ein großer Keil. Um die steile vordere Seite, den Albtrauf, zu erklimmen, baute man zahlreiche schmale und kurvenreiche Bergsträßchen. Diese bilden einen Teil der faszinierenden Schwäbischen Albstraße und unserer Motorradtour Albtrauf. In Aalen noch schnell vor unserer Motorradtour Albtrauf einen Kaffee in der hübschen Fußgängerzone getrunken, dann geht es los. Und zwar auf der B 29 in Richtung Osten. Vor Lauchheim grüßt auf der Höhe die Kapfenburg, der ehemalige Sitz der Deutschordensritter. Vorbei am Kegel des Hohen Ipf und an den typischen Wacholderheiden der Alb erreichen wir Bopfingen und sein gut erhaltenes Rathaus. Weiter auf der B 29 Richtung Nördlingen. Das Ries tauch auf, dieser gewaltige Krater, den vor 15 Millionen Jahren ein  Meteorit schlug. Erst in den 1960er-Jahren konnte diese Tatsache wissenschaftlich bewiesen werden. Der Brocken aus dem All hatte einen Durchmesser von rund 1.000 Metern. Nach einem Stopp in Nördlingen und seinem pittoresken Marktplatz biegen wir auf unserer Motorradtour Albtrauf auf die B 466 ab und fahren weiter nach Neresheim, dessen Benediktinerkloster man schon von weitem sieht. Über die typische karge Hochfläche der Alb stoßen wir hinab ins Tal der Brenz und rollen nach Heidenheim hinein. Mit ihrer geballten Industrie- und Wirtschaftskraft ist die 50.000-Einwohner-Stadt das Zentrum der Ostalb. Von der City aus führt ein Fußweg hinauf zum Schloss Hellenstein, wo man einen tollen Blick über Heidenheim hat. In Königsbronn, wo der Quelltopf der Brenz auf einen Besuch wartet, verlassen wir die Bundesstraße für kurze Zeit und steuern auf unserer Motorradtour Albtrauf auf wenig befahrenem Bauernasphalt den Ort Steinheim an. Der liegt wie Nördlingen in einem durch Meteoriteneinschlag entstandenen Becken. Das Steinheimer Becken lässt sich sehr gut vom Steinhirt überblicken, einem Hügel am Ortsrand. Die B 466 hat uns auf unserer Motorradtour Albtrauf wieder, und nach einer kurzen Distanz über die Albhochfläche stürzt sich die Route unserer Motorradtour Albtrauf bei Böhmenkirch steil ins Roggental hinab. Im breiten Tal der Fils, in das wir als nächstes einfahren, kommt wieder Ruhe ins Fahrwerk. Gepflegter Asphalt, sanfte Bögen. Geislingen taucht auf. In der WMF-Stadt kann man im Werksverkauf des bekannten Haushaltswarenherstellers das eine oder andere Schnäppchen machen. Aber auch ein Bummel zu Fuß durch das Zentrum Geislingens lohnt sich. Dann weiter auf unserer Motorradtour Albtrauf die Fils hinab. Auf beiden Seiten ragen die hellen Kalkfelsen empor, die für die Alb so charakteristisch sind. Deggingen und seine oberhalb des Ortes stehende Wallfahrtskirche Ave Maria kommen auf unserer Motorradtour Albtrauf in Sicht. Der Abzweig hinauf zur Kirche ist ausgeschildert und wird von einem tollen Weitblick belohnt. In Wiesensteig hat man zwei Möglichkeiten, wieder die Albhochfläche zu erklimmen: Entweder man nimmt die direkt Route über Westerheim, die jedoch fahrerisch weniger interessant ist. Oder man macht einen lohnenswerten Umweg über Neidlingen und Hepsisau, der mit Kurven und Kehren nur so gespickt ist. Oben angelangt links ab nach Schopfloch, vorbei am Reußenstein, dann weiter Richtung Römerstein-Böhringen. Unsere Motorradtour Albtrauf quert nun wieder die Albhochfläche, streift bei Grabenstetten den Heidengraben, einen keltischen Ringwall, und kurvt dann hinab ins Tal der Elsach, wo mit Bad Urach der nächste Pausenstopp auf unserer Motorradtour Albtrauf wartet. Lust auf einen kleinen Fußmarsch? Dann auf zum Uracher Wasserfall, der sein Wasser 37 Meter tief zur Erde schickt. Frisch gestärkt gehen wir auf unserer Motorradtour Albtrauf die Kurven an, die uns über Bleichstetten und Würtingen wieder auf den Albrücken hinaufführen. Schon von weitem ist Burg Lichtenstein zu erkennen. Auf einem Felssporn thronend, war die Anlage jahrhundertelang uneinnehmbar. Um 1800 wurde sie abgerissen und später im Stil der Burgenromantik wieder aufgebaut. Die Bundesstraßen 312 und 313 führen uns auf unserer Motorradtour Albtrauf weiter nach Stetten, von dort geht es auf dem schmalem Asphalt von verwundenen Landstraßen nach Kornbühl und Hechingen. Der Besuch der dort auf einem Vulkankegel aufragenden Burg Hohenzollern ist Pflicht. Sie ist das Stammhaus der Grafen von Zollern und erhielt ihr heutiges Gesicht im 19. Jahrhundert. Nun überqueren wir auf unserer Motorradtour Albtrauf die B 27 und gelangen über Thanheim und Onstmettingen nach Albstadt. Die Stadt enstand 1975 im Zuge einer Verwaltungsreform durch die Zusammenlegung der beiden Gemeinden Tailfingen und Ebingen.  Relativ unspektakulär geht es über Meßstetten auf der Albhochfläche entlang, bis mit dem Lochenstein einer der schönsten Aussichtspunkte der Region auftaucht. Vom Parkplatz aus führt ein Fußweg in 20 Minuten hinauf zur Kuppe des Berges. Ein Stück im idyllischen Tal der Bära folgt, danach fahren wir auf unserer Motorradtour Albtrauf vorbei an Böttingen und Dürbheim nach Spaichingen. Kurve an Kurve, Bogen an Bogen, Schräglagen am laufenden Band. Nicht auslassen sollte man auf unserer Motorradtour Albtrauf in Spaichingen die Serpentinen hinauf zum Dreifaltigkeitsberg. Wegen des Fahrspaßes und wegen der Aussicht. Eine kurze Etappe auf der B 14 folgt, bevor die Schwäbische Albstraße und unsere Motorradtour Albtrauf in Trossingen zu Ende geht. Roadbook: Aalen – Lauchheim – Nördlingen – Neresheim – Heidenheim – Königsbronn – Steinheim – Geislingen – Deggingen – Neidlingen – Hepsisau – Grabenstetten – Bad Urach – Bleichstetten – Würtingen – Stetten – Albstadt – Lochenstein ­– Spaichingen – Trossingen (ca. 400 km) Für alle, die nach ihrer Motorradtour Albtrauf noch nicht genug haben: einen perfekten Überblick über Motorradtouren in der Schwäbischen Alb bieten Dir unsere Bikerbetten Motorradkarten Deutschland Süd oder unser FolyMaps Touring Atlas Deuschland Süd. Das passende Hotel findest Du übrigens unter Motorradhotels Schwäbische Alb oder über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche! TIPP: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub - weitere über 1.000 Motorradtouren und Alpenpässen der schönsten Regionen Europas findest Du auf BikerBetten.de. Highlight: Auf der Mauer, auf der Lauer Bis ins 19. Jahrhundert war Nördlingen Freie Reichsstadt. Seine kreisrunde Stadtmauer aus dem 16. und 17. Jahrhundert blieb vollständig erhalten und kann heute mitsamt ihren 15 Türmen betreten und besichtigt werden. Vom 90 Meter hohen Turm der Georgskirche, „Daniel“ genannt, bietet sich ein wunderschöner Rundblick über die Stadt und die umgebenden Hügel der Schwäbischen Alb. Motorradtreffs: Lochenstein: Der Parkplatztreff mit Aussicht ist ein schwäbischer Klassiker. Hechingen: Alte Brauerei, Musikkneipe mit feinstem Wurstsalat.
    Deutschland / Fichtelgebirge/Oberpfalz
    Abseits der großen Urlauberströme kann man auf den unzähligen einsamen Bergsträßchen des Oberpfälzer Waldes seine Seele baumeln lassen. Die schönsten Strecken verlaufen entlang der Ufer der Flüsse Naab, Regen und Laaber. Möchtest Du Dich vorab über diese Region informieren, empfehlen wir unsere Motorradtouren Bayerischer Wald Böhmerwald Karte aus der FolyMaps Reihe. Weitere interessante Produkte findest Du in unserem Shop. Mehr Motorradtouren im Bayerischen Wald Böhmerwald entdeckst Du über unsere Motorradtouren Suche. Passende Motorradhotels Bayerischer Wald Böhmerwald findest Du über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche. Startort zu unserer Uferfahrt, der Motorradtour Regensburg und Umgebung, ist Parsberg. Ein Stück Überlandstraße, dann rollen die Reifen bei Beratzhausen durch das idyllische Laabertal. Bäume und Büsche ragen weit in die Straße hinein, die eng den Windungen des Flusses folgt. Hier ist die Natur in Ordnung, nur hin und wieder eine Eisenbahnbrücke erinnert an die nahe Zivilisation. Der schnuckelige Ort Laaber besitzt eine schon von weitem zu sehende Burg, die über eine kurze steile Stichstraße zu erreichen ist. Der Abstecher lohnt sich: Der Ausblick auf die umliegenden Hügel, Flüsse und Jurafelsen ist atemberaubend. Nur ein paar Kilometer sind es von hier bis Regensburg. Ihr Namensgeber ist der Fluss Regen, der an dieser Stelle in die Donau mündet. Die Donau war es auch, die Regensburg mittels der ertragreichen Schifffahrt zu Reichtum und Wohlstand verhalf. Nun klinken wir uns ins breite Tal der Naab ein. Ruhig und träge fließt sie dahin und produziert auf ihrer Uferstraße runde, lang gezogene Bögen. Zeit und Muße, um die pittoreske Landschaft zu bewundern. Zum Beispiel Pielenhofen und sein barockes Kloster „Unsere liebe Frau“. Der gewaltige Bau beherbergt heute die Schule der Regensburger Domspatzen, seine Klostergaststätte schenkt Andechser-Bier aus. In Kallmünz verlassen wir auf unserer Motorradtour Regensburg und Umgebung die Naab und hängen uns an den Lauf der Vils. Die zieht uns in einem großen Bogen nördlich um den Truppenübungsplatz Hohenfels herum. Kurz vor Karst biegen wir rechts ab und werfen uns in die Kurven der B 299 in Richtung Amberg. Bundesstraße, ja. Aber was für eine. Interessanter zu fahren als so manche Landstraße. Das erfordert Konzentration, da kommt das wunderschöne Altstadtoval von Amberg als Pausenstation gerade recht. Eine Stadtmauer umschließt das Areal vollständig und lässt mittelalterliche Atmosphäre aufkommen. Die Vils fließt mitten durch die Altstadt und wird von einer malerischen Wehrbrücke, der „Stadtbrille“, überquert. Bevor die Motorradtour Regensburg und Umgebung in Richtung Freudenberg und Wernberg-Köblitz weitergeht, führt uns ein kurzer, aber lohnender Abstecher ins zwölf Kilometer entfernte Sulzbach-Rosenberg. Und zwar wegen seines bezaubernden Markplatzes. Dort steht ein gotisches Rathaus mit wunderschönen Staffelgiebeln. Schloss und Schlossgarten sind ebenfalls einen Besuch wert. Nun folgt die Bauernetappe dieser Motorradtour Regensburg und Umgebung. Auf kaum befahrenen Landsträßchen durchqueren wir eine Region der Wiesen, Wälder, Äcker und Felder. Wenig Verkehr, viele Kurven, viel Fahrspaß. Ein Stück nach Süden auf unserer Motorradtour Regensburg und Umgebung, dann in Pfreimd links ab. Das bezaubernde Pfreimdtal mit seinen vielen Burgen wartet. Zum Beispiel Burg Trausnitz. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Anlage zählt zu den schönsten und besterhaltenen Burgen Bayerns. Bekannt wurde Trausnitz im  Jahr 1322, als die Habsburger bei der Schlacht von Mühldorf gegen die Bayern unterlagen und diese den Chef der Habsburger auf Burg Trausnitz gefangen setzten. Ein Stück B 22 befördert uns auf der Motorradtour Regensburg und Umgebung zügig nach Leuchtenberg, wo mit der gleichnamigen Burgruine eine der schönsten Ruinen der Oberpfalz steht. Das mittelalterliche Ambiente wird unter anderem auch kulturell genutzt: Zwischen den Mauern finden jährlich von Mai bis August die Burgfestspiele statt. Hinter Leuchtenberg rechts ab nach Vohenstrauß. Auch dort wartet wieder jede Menge Mittelalter. Schloss Friedrichsburg, das Rathaus, die Pfarrkirche – alles Bauwerke, für die es sich lohnt, den Motorradsattel zu verlassen.  Ein kurzer Spaziergang, eine Tasse Kaffee, Vohenstrauß hinterlässt eine rundum positive Erinnerung. Wer am Rathaus aufgepasst  und das Stadtwappen erkannt hat, erhält hiermit die Erklärung für das Motiv, das einen Vogel Strauß darstellt, der von einem roten Fuchs angesprungen wird: „Vohe“ ist Niederdeutsch und bedeutet Füchsin. Und der Strauß – na, der ist klar. Bei der Motorradtour Regensburg und Umgebung kommt hinter Pleystein Waidhaus in Sicht. Der Ort mit seinen knapp 3.000 Einwohnern ist der größte deutsche Grenzübergang nach Tschechien. Dass heute die Autobahn A 6 direkt von Paris nach Prag über Waidhaus führt, ist kein Zufall: Die A 6 ist die Nachfolgerin einer alten Handelsstraße, die schon vor vielen Jahrhunderten Nürnberg mit Prag verband. In Waidhaus endet unsere Motorradtour Regensburg und Umgebung und der Fahrt durch den Oberpfälzer Wald. Man muss sich nun entscheiden, wie es weitergeht. Zwei Alternativen stehen zur Wahl: Die eine führt nach Norden über Bärnau, Tirschenreuth und Mitterteich hoch ins Fichtelgebirge. Die Südvariante zielt über Eslarn, Schönsee, Tiefenbach und Waldmünchen in den Bayerischen Wald hinein. Empfehlenswert sind beide Routen. Ordentliche Fahrbahnen, wenig Verkehr, viele Kurven, viel Natur. Roadbook: Parsberg – Laaber – Regensburg – Kallmünz – Amberg – Freudenberg – Wernberg-Köblitz – Sulzbach-Rosenberg – Pfreimd – Leuchtenberg – Vohenstrauß – Pleystein – Waidhaus (ca. 150 km) Highlight der Motorradtour Regensburg und Umgebung Regensburg bezaubert Besucher mit ihrer reichen Geschichte und fesselnden Architektur. Als UNESCO-Welterbe bietet sie eine beeindruckende Altstadt mit mittelalterlichen Straßen, darunter die berühmte Steinbrücke und den gotischen Dom St. Peter. Neben einigen Museen warten charmante Plätze und gemütlichen Biergärten. Es macht großen Spaß, durch die engen Gassen zu bummeln, an der Donau entlangzugehen oder sich in eines der vielen Straßencafés zu setzen. Motorradtreffs: Regensburg: Seit 1978 trifft man sich bei den Motorradfreunden Regensburg zu Ausfahrten, Partys, Clubabenden und Hüttensausen.
    Spanien / Picos de Europa
    Die Picos de Europa an der Biskaya im Norden Spaniens sind mit ihren vielen Gipfeln mit bis zu 2650 Metern Höhe und einer fantastischen Karstlandschaft das perfekte Motorradrevier – hier ist Fahrvergnügen garantiert. Die Gipfel Europas, die Picos de Europa – so nennt sich das mächtige Faltengebirge, das sich über Asturien, Kantabrien und Kastilien-León an der nördlichen Atlantikküste Spaniens erstreckt. Gleich hinter der Küstenlinie steigen die steilen Gipfel der Picos in die Höhe. Über 200 Gipfel des Gebirges überragen die 2000 Meter-Grenze – eine beeindruckende und ganz zu Unrecht oft unbekannte Region. Die höchsten Gipfel liegen inmitten des gleichnamigen Nationalparks, um den herum eine fantastische Route führt. Wir starten diese Rundtour in Cangas de Onis. Der freundliche Ort im Nordwesten der Picos lockt nicht nur mit einer uralten romanischen Brücke und einer netten Altstadt mit einladenden Bars und Cafés, sondern auch mit einem Campingplatz und gastfreundlichen Unterkünften. Zu empfehlen ist die Runde im Uhrzeigersinn, so scheint ab Mittag die Sonne mit dem Blick in die schönsten Ausläufer der Picos hinein. Auf der AS-114, AS steht für Asturia, geht es gen Osten. Zügig fahren wir auf der gut ausgebauten Straße durch die hier noch unspektakuläre, flach gewellte Landschaft. Grüne Weiden, Wäldchen, ein paar Häuser – bis Canales passiert nichts Spannendes, lockeres Cruisen ist angesagt. Dann ändert sich jedoch bald die Landschaft. Es wird immer bergiger, immer mehr der Gipfel tauchen rechts und links der Strecke auf und immer näher rücken die Felsen an die Straße. Entsprechend kurviger wird es auch auf dem Asphalt.  Die perfekte Vorbereitung für die folgenden spannenden Kilometer, auf die wir im kleinen Bergstädtchen Panes abbiegen. Hier führt die N-621 in südliche Richtung und kaum haben wir Panes verlassen, geht es schon los. Mit der Desfiladero de la Hermida bietet sich der perfekte Einstieg in die schroffe Bergwelt der Picos. Entlang des Rio Deva, der hier eine fantastische Schlucht in die Berge geschliffen hat, schlängelt sich der Asphalt durch die östlichen Ausläufer der Picos de Europa. Kleiner Weiler und Dörfchen huschen an uns vorbei, rechter Hand ragen die mächtigen Gipfel weit über 2000 Meter in die Höhe. Wir rollen nach Potes hinein. Mit seinen vielen uralten Bauwerken und der historischen Altstadt ist Potes als künstlerisch und geschichtlich bedeutsames Kulturgut besonders geschützt. Nicht ohne Grund, der Ortskern wirkt ungemein beeindruckend, die engen Gassen laden zum Bummeln und Entdecken, im Schatten der Festung mitten im Dorf locken ein paar einladende Cafés und Restaurants – der perfekte Platz für eine erholsame Pause. Zudem locken hier freundliche Unterkünfte und in die umliegenden Berge führen herausfordernde Wanderwege. Ein wenig südlich von Potes geht es dann ins Eingemachte. Ab La Vega warten die wildesten Kurvenkombinationen auf sportliche Moppedfahrer. Die recht gut ausgebaute N-621 lädt zum ordentlichen Kurvenspaß. In unzähligen Windungen und Serpentinen arbeitet sich die Straße hinauf in Richtung des 1675 Meter hohen Passes Puerto de San Glorio. Schon auf der Passhöhe, die die natürliche Grenze zwischen Kantabrien und Kastilien-León darstellt, lässt sich ein fantastisches Panorama genießen. Wer es noch ein wenig beeindruckender haben möchte, befährt die hier abzweigende rund zwei Kilometer lange Sackgasse zum Aussichtspunkt Collado de Llesba – es lohnt sich. Bei Portilla de la Reina verlassen wir die N-621 und über eine nicht minder kurvenreiche Bergstrecke geht es in westlicher Richtung über Posada de Valdeón auf den 1280 Meter hohen Puerto del Pontón hinauf. Wer noch Lust auf einen kleinen Abstecher hat, der biegt bei Posada de Valdeón rechter Hand in Richtung Cain de Valdeón ab. Der Ort liegt sehr schön am Ende einer Sackgasse gleich zu Füßen der höchsten Pico-Gipfel und ist ein recht beliebtes Ausflugsziel. Jenseits des Passes Puerto del Pontón schließt sich nach unzähligen Kurvenkilometern und Aussichtspunkten die Schlucht Desfiladero de los Beyos an. Hier führt die N-625 erneut spektakulär durch die hoch aufragenden Felswände. Vom nördlichen Ausgang der Schlucht bis zurück nach Cangas de Onis sind es dann nur noch ein paar ruhigere, erholsame Kilometer, womit sich der Kreis um die spannenden Picos de Europa schließt. Roadbook: Cangas de Onis, Canales, Panes, Desfiladero de la Hermida, Potes, La Vega, Puerto de San Glorio, Collado de Llesba, Puerto de San Glorio, Portilla de la Reina, Posada de Valdeón, Puerto del Pontón, Desfiladero de los Beyos, Cangas de Onis. Start- / Zielort: Cangas de Onis /  Cangas de Onis Länge: 210 km Highlight: Collado de Llesba – Der grandiose Aussichtspunkt, auch Mirador del Oso genannt, liegt etwa 1680 Meter hoch und ist über die gut zwei Kilometer lange asphaltierte Stichstraße vom Puerto de San Glorio erreichbar. Er liegt an der Grenze zwischen Kantabrien und Kastilien-León. Von hier bietet sich der beste Blick über die Picos de Europa. Auf dem nahe liegenden Gipfel thront das mächtige steinerne Bären-Denkmal. Der Fußweg dorthin lohnt sich allein schon wegen des fantastischen Panoramas. Die lebenden Braunbären Region wird man als motorradfahrender Tourist allerdings wohl eher nicht zu Gesicht bekommen.
    Frankreich / Französische Alpen
    Die Route des Grandes Alpes hievt uns nicht nur auf die höchsten Gipfel der Alpen, sie führt uns auch durch die landschaftlichen Höhepunkte der französischen Berge. Diese Vielfalt macht eine Fahrt auf der 800 Kilometer langen Route zum einzigartigen Erlebnis. Für alle, die sich über die Region informieren möchten, empfehlen wir unseren Motorrad Reiseführer Französische Alpen mit vielen Tipps und Insiderinformationen, unsere FolyMap Route des Grandes Alpes Karte oder die FolyMaps-Set Frankreich-Süd. Diese und weitere interessante Produkte kannst Du über unseren Shop bestellen. In Thonon-les-Bains am Südufer des Genfer Sees nimmt die Route ihren Anfang. Der bestens gepflegte Asphalt der D 902 bringt uns zunächst hinauf zum Wintersport-Ort Morzine und weiter zum Col des Gets (1.172 m). Dann geht es durch eine Reihe von Kurven und Serpentinen hinab nach Cluses ins Tal der Arve. St. Gervais heißt die nächste Station. Die quirlige Sommerfrische ist ein beliebter Treff für Bergwanderer. In Flumet zweigt man nach links zum Col des Saisies (1.650 m) ab und erreicht über den Stausee von Roselend Bourg-St. Maurice. Auf dem Weg zum Col de l’Iseran liegt Val d’Isère. Der Wintersport-Ort ist auch im Sommer gut besucht, es wimmelt auf den Straßen nur so von Wanderern, Mountainbike-Fahrern, Raftern und Gleitschirmfliegern. Die Passstraße hoch zum Iseran, dem mit 2.770 Metern zweithöchsten Übergang der französischen Alpen, ist ein fahrerischer Leckerbissen. Das typische Erinnerungsfoto vor dem steinernen Wegweiser auf der Passhöhe darf nicht fehlen. Vorbei an Bonneval-sur-Arc, dem schönsten Bergdorf Frankreichs, geht die Fahrt hinab ins Tal des Flusses Arc. Maurienne wird diese Region genannt. Mit dem Col du Télégraphe, dem Col du Galibier und dem Col du Lautaret stehen die nächsten drei Pässe auf dem Plan der Route des Grandes Alpes. Dieses Trio liegt relativ nah beisammen und vereinigt einige der grandiosen Panoramen der französischen Alpen. Bereits der Blick vom Col du Télégraphe (1.566 m) hinab ins Arc-Tal ist nicht von schlechten Eltern. Dann folgt das Hochtal von Valloire. Ziemlich geradlinig zieht es sich dahin, bis am Plan Lachat der Aufstieg zum 2.642 Meter hohen Galibier erfolgt. Der Rundblick auf der Passhöhe ist gigantisch: Im Westen die Bergkette der Oisans, im Süden die Gletscher des Ecrin-Massivs, im Osten der Mont Thabor, und ganz im Norden erhebt sich die weiße Spitze des Mont Blanc aus einem Meer von Gipfeln. Der Sattel des Lautaret (2.058 Meter) ist schon von der Galibier-Höhe zu erkennen. Der Zwischenstopp dort unten ist Pflicht, gilt doch die Terrasse des Café de la Ferme als schönster Pausenplatz der französischen Alpen. Die sanften Bögen der N 91 bringen uns nach Briançon. Diese Region ist die Heimat der hoch aufragenden Bergspitzen und der tief eingeschnittenen Täler. Hier beginnt der Süden. Der Einfluss des milden Mittelmeerklimas lässt mediterrane Pflanzen blühen, die ihren Geruch und ihre Farben geradezu verschwenderisch versprühen. Der nächste Höhepunkt wartet ungefähr 20 Kilometer hinter Briancon: der Col d’Izoard. Dieser 2.360 Meter hohe Übergang ist in seiner Schroffheit und Kargheit ein würdiger Vertreter der französischen Alpenpässe. Das Denkmal auf seinem Sattel hat die Form eines Obelisken und erinnert an die beim Bau der Straße beteiligten Gebirgsjäger. Von Guillestre, dem Städtchen mit dem hübschen Place Albert, führt eine einsteigerfreundliche Straße hinauf zum Col de Vars (2.109 Meter). Oben angelangt, fährt man durch ein grünes Hochtal, in dem überall verstreut riesige Felsbrocken liegen. Ziemlich überraschend kommt das Passschild in Sicht, dann geht es auf erneut angenehm zu fahrendem Asphalt hinab ins Tal der Ubaye. Das reizende Städtchen Barcelonnette mit seinen vielen Straßencafés und seiner gemütlichen Fußgängerzone ist eine Empfehlung für Pausen jeder Art. Man sitzt im Bistro-Stuhl und genießt den provenzalischen Charme des Ortes. Als ob die Route des Grandes Alpes in Barcelonnette jeglichen Trubel abgestreift hätte, verschwindet sie nun in der Einsamkeit des Mercantour-Nationalparks. Zuerst führt die Straße durch die malerische Schlucht des Flüsschens Bachelard, dann schlängelt sie sich zwischen den Felsen der Auffahrt zum Col de la Cayolle hindurch. Dieser 2.326 Meter hohe Übergang entpuppt sich als Paradies für Ruhesuchende. In Guillaumes biegt die Strecke nach rechts zur Gorges de Daluis ab. Diese Schlucht mit ihren knallroten Porphyr-Felsen ist eines der optischen Glanzlichter der Route. Hauteng zirkelt die Fahrbahn an der Felswand entlang und gibt großartige Blicke in den Abgrund frei. An den engsten Stellen wurden Tunnels ins Gestein gesprengt, die dieser Etappe ihre besondere Würze verleihen. Am Ausgang der Schlucht steht ein Fels in Form einer Frauenbüste. Er wird „Gardienne des Gorges“, Wächterin der Schlucht, genannt. Man merkt es an den Temperaturen – im Tal des Var erreicht die Strecke endgültig den Süden. Nun folgt sie als N 202 dem Lauf des Flusses, streift die malerische Festungsstadt Entrevaux und peilt die Küste des Mittelmeers an. Exakt am Flughafen von Nizza endet die Route des Grandes Alpes. Tourlänge: ca. 800 km Dauer: 3 – 4 Tage Roadbook: Thonon-les-Bains – Morzine – Col de Gets – Cluses – St. Gervais – Flumet – Col des Saisies – Bourg-St. Maurice – Val d’Isère – Col de l’Iseran – Bonneval-sur-Arc – Col du Télégraphe – Col du Galibier – Col du Lautaret – Briançon – Col d’Izoard – Guillestre – Col de Vars – Barcelonnette – Col de la Cayolle – Guillaumes – Gorges de Daluis – Nizza Highlight: Das Trio Col du Télégraphe, Col du Galibier und Col du Lautaret. Bereits der Aufstieg zum Télégraphe ist genial: 17 Kurvenkilometer, die gar nicht mehr aufhören wollen. Steile Haarnadelkurven hoch zum Galibier folgen. Schließlich der Einkehrschwung ins Café de la Ferme auf dem Lautaret. Pässe-Info: Col de Gets       1172     5%     ?       12km Col des Saisies 1650  12 %   -         33km Col de l’Iseran        2770  12 %   10-6   50km Col du Télégraphe 1570    7 %   10-6   19km Col du Galibier 2646  14 %   10-6   29km Col du Lautaret      2058    6 %    -        24km Col d‘Izoard     2356   12 %  10-6   26km Col de Vars            2109   12 %   -        29km Col de la Cayolle    2327   11 %  11-6   69km
    Frankreich / Französische Alpen
    Nach seiner Flucht von Elba marschierte Napoléon Bonaparte im März 1815 in einem Triumphzug von der Côte d’Azur durch die Seealpen nach Grenoble. Auf der 350 km langen Route Napoléon folgen wir dieser historischen Strecke, bei der auch der Fahrspaß nicht zu kurz kommt. Übrigens: Diese Tour ist eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Für alle, die sich über die Region informieren möchten, empfehlen wir unseren Motorrad Reiseführer Französische Alpen mit seinen vielen Insidertipps, Tipps zu Motorradhotels, Kartenmaterial u.v.m. und die FolyMaps Motorradkarten-Set Frankreich-Süd. Diese und weitere interessante Produkte kannst Du über unseren Shop bestellen. Der Startort Golfe-Juan liegt zwischen Cannes und Antibes. Er steht voll im Zeichen des Badebetriebs der Côte d’Azur, erinnert aber immerhin durch ein Mosaik an der neuen Uferpromenade an Napoléons Landung. Von Golfe-Juan geht es weiter nach Mougins und Grasse. Fahrerisch gesehen ist die Etappe von Grasse nach Castellane sicher das schönste Stück der gesamten Route Napoléon. Die N 85 gebärdet sich wie ein kleines Bergsträßchen und schaufelt eine Kurve nach der anderen unters Vorderrad. Der Belag ist gut in Schuss und schön griffig, der Verkehr hält sich unter der Woche in Grenzen. Die Fahrbahn taucht ständig in Täler hinab, um dann gleich wieder den nächsten Pass zu erklimmen. Die Streckenführung fällt nicht zu eng aus, sodass wir in den oberen Gängen zügig vorankommen. Nachdem die Truppe des Kaisers noch einmal in Cannes biwakiert hatte, marschierte sie am 2. März über Grasse und Escragnolles nach Séranon, wo das Nachtlager aufgeschlagen wurde. Bonaparte schlief im Château de Brondet. Um sieben Uhr ging es am nächsten Morgen weiter. Dankbar nahm der fröstelnde Kaiser kurz darauf beim Logis du Pin eine heiße Brühe entgegen. An diesem Ort steht heute ein kleines Info-Zentrum, wo der Hergang in allen Einzelheiten beschrieben wird. Mittags erreichte man Castellane. Die Stadt mit ihrer mächtigen Zitadelle stellte den ersten ernstzunehmenden Sperr-Riegel dar. Würde die Besatzung zu Napoléon überlaufen? Sie tat es. Der Kaiser wurde zum Essen in die Unterpräfektur eingeladen. Das Gebäude kann besichtigt werden und steht in der Rue nationale 34. Auch die folgende Etappe bis Digne bietet wieder Fahrvergnügen pur. Die N 85 schlängelt sich zunächst an dem Fluss Asse entlang, schraubt sich dann eine Anhöhe empor und stürzt sich in runden, eleganten Kurven hinab nach Digne. Der friedliche Kurort war Raststation von Napoléon. Mit seinen Bars und Straßencafés ist er aber auch für den heutigen Motorradreisenden ein angenehmer Ort für die Pause. Mittags am 4. März traf der Kaiser in Digne ein, wo er im Hotel Du Petit Paris freundlich empfangen wurde. Gegen 15.00 Uhr machte er sich auf den Weg ins 20 Kilometer westlich gelegene Malijai. Auch dort begrüßte man Napoléon und seine Männer sehr herzlich und lud sie zur Übernachtung im Schloss ein. Ganz früh am Morgen des 5. März ging es weiter nach Sisteron. Der Kaiser hatte großes Glück: Die meisten Soldaten waren am Vortag verlegt worden, und die verbliebenen rührten keinen Finger. So konnte Napoléon im Hôtel du Bras d’Or speisen und dann Richtung Gap weitermarschieren. Dort dasselbe Bild: Untätige Soldaten, jubelnde Massen. Hinter Sisteron heißt es, vom breiten Asphalt der N 85 für eine Weile Abschied nehmen. Per Landstraße geht es nun nach Gap. Napoléon und seine Kolonne streiften die Dörfer le Poet, Upaix, Ventavon, Monetier-Allemont und la Saulce. Uns belohnt diese Etappe mit kleinen, feinen Nebensträßchen und pittoresken hochprovenzalischen Bergnestern. Gap ist einen Besuch wert, seine Altstadt gut erhalten, und ein Bummel mit anschließendem Café-Besuch kann nie schaden. Auch Bonaparte und seiner Truppe, die sich täglich durch übergelaufene Soldaten des Königs vergrößerte, gefiel es in Gap. Der Kaiser nächtigte im Hotel Marchand und zog am nächsten Morgen nach Corps weiter. Das hübsche Bauerndorf mitten im Grünen zeigte sich von seiner besten Seite und empfing die Kolonne mit offenen Armen. Nach einer weiteren triumphalen Begrüßung in la Mure erreichte man den Ort Laffrey. Wie aus dem Nichts standen plötzlich die Soldaten aus Grenoble vor der kleinen Truppe. Es sah schlecht für Bonaparte aus. Der Gegner war in der Überzahl und hatte den Befehl, dem Spuk ein Ende zu setzen. Was wohl auch gelungen wäre, wenn nicht Napoléon wieder einmal seine Größe gezeigt hätte. Mutig trat er vor die Gewehre der Königstreuen, entblößte seine Brust und rief die berühmten Worte: »Wenn einer unter euch ist, der seinen Kaiser töten will, hier bin ich!« Doch kein einziger Schuss fiel. Geschlossen lief die königliche Armee über. Der Weitermarsch nach Grenoble war ein einziger Triumphzug. An der Brücke von Vizille stand die Menge auf beiden Seiten. In der Herberge der Mère Vigier in Tavernolles stärkte sich Napoléon noch einmal, bevor er kurz vor Mitternacht in Grenoble einmarschierte. Für uns erweist sich die Etappe von Gap nach Grenoble als zügig zu fahrende Kurvenstrecke. Die Reifen surren wieder auf dem gut gepflegten Belag der N 85. Die tut mit ihren übersichtlichen und runden Kurven eine Menge für die Zufriedenheit der Motorradfahrer. Steile Anstiege und Gefällstrecken sorgen dafür, dass es so gut wie nie langweilig wird. Dann kommt mit Grenoble der Endpunkt der Route Napoléon in Sicht. Tourlänge: ca. 350 km, 2 Tage Roadbook: Golfe-Juan – Mougins – Grasse – Escragnolles – Séranon – Castellane – Digne – Malijai – Sisteron – le Poet – la Saulce – Gap – Corps – la Mure – Laffrey – Vizille – Grenoble Highlight: Napoléon am Ziel. Grenoble gilt als das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der französischen Alpen. Seine Lage ist einzigartig: Auf drei Seiten wird Grenoble von hohen Bergwänden umgeben. Die sympathische Stadt verfügt außerdem über ein sehr schönes Zentrum. Ein ausgezeichneter Platz, um die Eindrücke der Route Napoléon Revue passieren zu lassen und sich in Gedanken zu Bonaparte und dessen Weitermarsch nach Paris zu begeben.
    Italien / Lombardei
    An der Grenze zur Schweiz gelegen, ist das italienische Alpental Valtelina Ausgangspunkt zu dieser abwechslungsreichen und anspruchsvollen Tagestour. Wer sie unter die Räder nimmt, darf sich auf die Überquerung von insgesamt neun Pässen freuen. Übrigens: Diese Motorradtour ist eine von über 1.000 Alpenpässen und Motorradtouren der schönsten Regionen Europas auf BikerBetten.de. Ausgangspunkt zu unserer „Alle-Neune-Runde“ ist Sóndrio. Der Hauptort des Valtelina liegt nahe mehrerer Alpenpässe und war schon in frühgeschichtlicher Zeit von Bedeutung. Mit seinem historischen Zentrum ist das sympathische Städtchen der ideale Ort, um vor dem Sprung in den Motorradsattel in einer gemütlichen italienischen Bar einen Cappuccino und eine Brioche zu bestellen. Seinen Namen hat Sóndrio vom lateinischen Wort „Sundrium“, was auf ein altes Kulturland hinweist. Eine Tatsache, die schon auf den ersten Kilometern Richtung Osten deutlich wird: An den Talhängen links und rechts streben saftig grüne Weinberge empor. In ihnen gedeiht die klassische italienische Weintraube, die Nebbiolo-Rebe. Fruchtig und trocken, bringt sie gerade im Valtelina ausgezeichnete Rotweine hervor. Hinter Téglio Blinker rechts. Ein kurzer, aber intensiver Abstecher hinein in die Bergwelt östlich des Valtelina folgt. Sportlich flott geht es über die beiden Pässe Aprica und Foppa. Auf dem Passo dell’Aprica (1.176 m) steht eine Skistation, der Passo della Foppa (1.852 m) hingegen ist menschenleer. Gemeinsam ist beiden die Beehrung durch den Giro d’Italia. Vor allem die Überquerung des Foppa hat es für die Radler in sich – seine Nordrampe ab Mazzo di Valtelina gilt als einer der härtesten Anstiege Europas. Dasselbe könnte man in Sachen Motorradfahren auch von der Südrampe des Gavia Passes (2.618 m) behaupten. Die startet hinter Ponte di Legno, der „Brücke aus Holz“. Steile, schmale Fahrbahn, oft in schlechtem Zustand. Viele Steilabfälle sind nur unzureichend gesichert, spartanisch karg ist die Hochfläche Plaghera. Entspannung ist auf der Abfahrt nach Santa Caterina angesagt; die bestens angelegte Straße lässt perfekte Schräglagen und ein zügiges Tempo zu. Pause in Bórmio? Immer. Typischer kann man wohl nirgends italienisch auf der Piazza sitzen, einen kurzen Schwarzen zischen und zusehen, wie der aus Vespas, Apes und Pandas bestehend Alltag um einen herumtobt. Weiter über Valdidentro hinüber nach Livigno. Die beiden Pässe Foscagno (2.291 m) und Eira (2.210 m) sorgen dafür, dass die Fahrt zu einer spaßigen Angelegenheit wird: Ein fortwährender Kurventanz auf schmaler, sich ständig auf- und abbewegender Fahrbahn. Malerisch liegt Livigno in seinem Talkessel. Napoléon richtete hier die Zollfreiheit ein, um den Menschen einen Anreiz zu geben, auch im Winter, komplett abgeschlossen von der Außenwelt, in Livigno zu bleiben. Seit der westliche Zugang zum Tal, die 2.315 m hohe Forcola di Livigno, auch im Winter geräumt wird, hat sich Livigno zu einem kleinen, aber feinen Wintersportgebiet gemausert. Die „Gabel von Livigno“ ist auch der nächste Eckpunkt der Tour. Eine Handvoll lockerer Kehren, Blinker rechts, und schon sind wir mitten drin in der Auffahrt zum Berninapass (2.328 m). Kehren ohne Ende, herrlich rund und super ausgebaut, mit gepflegtem Asphalt versehen. Das Highlight des Bernina ist jedoch unterwegs der Blick auf die Gletscher der Bernina-Gruppe. Morteratsch, Piz Palü, Diavolezza – dieses Panorama verschlägt einem die Sprache. St. Moritz gilt als der berühmteste Kurort der Alpen. Und als Tummelplatz der Schönen und Reichen. Im Winter mag das zutreffen, im Sommer hat der Reisende den bildhübschen Ort alleine für sich. Also unbedingt eine Runde mit dem Bike drehen und den Blick über den See auf die Häuser genießen. Eine schnelle, kurven- und serpentinenreiche Auffahrt, eine lange entspannte Abfahrt in mehreren Höhenetappen – das ist der Julierpass (2.284 m). Viel Zeit, um die großartige Natur zu inhalieren, die diese Hochalpenregion beherrscht. Tiefencastel, das „Kastell in der Tiefe“, liegt reizvoll in einem Talkessel. Weiter entlang der Schienen des Bernina-Express nach Thusis, und anschließend hinein in die bizarre, bedrohliche Schlucht der Via Mala. „Schlechter Weg“ heißt sie auf Deutsch und war einst sicher eine gefürchtete Passage. Im Ort Splügen verlassen wir die Schlucht und dürfen schon mal anfangen, uns zu freuen. Denn was dem Anhänger des sportlichen Motorradfahrens am Splügenpass (2.113 m) geboten wird, gehört zum Allerfeinsten. Zwanzig Kehren hinauf und etwa nochmals so viele hinab. Das hat Qualität! Da kommt der Pausenstopp in Chiavenna gerade richtig. Denn die römische Gründung besitzt nicht nur eine äußerst reizvolle historische Altstadt, sondern ist auch Mitglied der so genannten „Cittàslow“, einer Bewegung zur Entschleunigung und Verbesserung der städtischen Lebensweise. Wer zum Schluss der Tour vor Erreichen Sóndrios in aller Ruhe noch etwas Gutes essen und trinken möchte, ist hier goldrichtig. Tourlänge: ca. 320 km Roadbook: Sóndrio – Téglio – Passo di Aprica – Passo della Foppa – Vezza d’Óglio – Ponte di Legno – Gaviapass – Bórmio – Passo di Foscagno – Passo d’Eira – Livigno – Forcola di Livigno – Berninapass – St. Moritz – Julierpass – Tiefencastel – Thusis – Via Mala – Splügenpass – Chiavenna – Delébio – Morbegno – Sóndrio Highlight: Bergsee Lago di Alpe Gera. Von Sóndrio aus zirkelt ein etwa 30 Kilometer langes Bergsträßchen kurven- und tunnelreich zum Bergsee Lago di Alpe Gera hinauf. Malerisch liegt das Gewässer vor dem 3.108 Meter hoch aufragenden Massiv des Sasso Moro. Splügenpass (Passo della Spluga)  2113 13% 11-4 42km Passo di Aprica         1176   9% keine 24km Passo di Guspessa         1824 20% keine 40km Passo della Foppa         1852 18% keine 26km Gaviapass (Passo di Gavia)            2618 16% 11-5 44km Passo di Foscagno         2291 12% keine 37km Passo d`Eira         2210 10% keine 44km Forcola di Livigno         2315 12% 11-5 18km Passo del Bernina (Berninapass)    2328 12% keine 33km Julierpass (Pass dal Güglia)           2284 10% keine 34km
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