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    Italien / Piemont Ligurien
    La Spezia: Die Provinzhauptstadt am östlichen Ende der Riviera di Levante ist nur wenige Kilometer von der Regionalgrenze zur Toskana entfernt. Die einzigartige Lage an einer geschützten Bucht, hinter der auch gleich die ersten Gebirgszüge aufsteigen, prädestinierten den Ort früh als aufstrebende Hafenstadt. Obwohl im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, sind die Altstadt und einige Paläste bis heute ein Besuchermagnet, darunter auch das Castello San Giorgio. Außerdem gibt es mehr als eine Handvoll attraktiver Museen mit Kunstausstellungen von Rang oder auch das Marinetechnikmuseum. In den engen Bergen hinter der Stadt müssen sich zwei Autobahnen den Platz mit Hauptund Nebenstraßen teilen. Aber so kommt man wenigstens schnell aus dem dicht besiedelten Zentrum in die Ausläufer des toskanischen Apennin. Pontremoli: Das hübsche, toskanische Städtchen, das sich am Verlauf des Magna entlang schlängelt, gilt als das westliche Tor zum Apennin-Gebirge. Passo di Cirone: Der Pass ist auf 1 255 Metern Höhe einer der Zugänge in den Nationalpark Toskanisch- Emilianischer Apennin. In der Umgebung gibt es noch einige weitere Pässe, allesamt wenig befahren, da für den Durchgangsverkehr uninteressant. Das hat aber auch eine gewisse Vernachlässigung zur Folge. Nach Erdrutschen ist der Pass oft und länger gesperrt. Passo di Lagastrello: Die Rückkehr unserer Route ans Meer erfolgt über den sehr fahraktiven Pass mit 1 200 Höhenmetern. Nationalpark Apennin: Das Schutzgebiet erstreckt sich grenzübergreifend über zwei Regionen und ist die Heimat des berühmten Käses Parmigiano-Reggiano.
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    Irland / Sligo - Donegal
    Burtonport: Gerade mal acht Kilometer nordwestlich vom Ausgangsort Dunglow entfernt liegt der kleine Hafen, von dem die Fähre nach Arranmore ablegt. Kurioserweise wird diese Insel oft auch Aran Island genannt, sollte aber nicht mit der gleichnamigen Inselgruppe in der Galway Bay verwechselt werden. Arranmore (Aran Island): Die Fähre nach Arranmore bietet im Sommer bis zu sieben Verbindungen täglich mit der ersten um 8.30 ab Burtonport und der letzten um 18.30 Uhr zurück aufs Festland. Die kleinen Fährschiffe bieten nur wenigen Fahrzeugen Platz. Es empfiehlt sich also – auch mit Motorrädern – frühzeitig am Hafen zu sein, oder Tickets schon im Internet vorzubuchen. Die Insel ist mit ihren knapp 18 Quadratkilometern die größte an Donegals Gestaden. Der Abstecher auf die Insel lohnt schon deshalb, weil man von hier aus wundervolle Ausblicke auf die doch spektakuläre Küste Donegals ergattern kann. Bewohnt ist fast ausschließlich der Irland zugewandte Ostteil, wo es auch einige feine Sandbuchten gibt. Der felsige Westen mit seinen steilen Klippen hingegen ist fast menschenleer. Die Runde um die Insel mit Abstechern, etwa zum Arranmore Lighthouse im Nordwesten, ist gute 30 Kilometer lang. Für die sollte man sich aber genügend Zeit nehmen, um die Abgeschiedenheit und Schönheit vor allem der Westküste für sich zu entdecken. The Rosses: Der Zipfel zwischen Dunglow und dem Regionalflughafen von Donegal zählt zu den landschaftlich schönsten Gebieten des Nordwestens. Er ist aber auch ein sehr stolzes und selbständiges Gebiet, in dem noch überwiegend Gaeltacht, das traditionelle Irisch, gesprochen wird.
    Irland / Sligo - Donegal
    Donegal: Als beliebter Etappenort für Besucher des irischen Nordwestens verfügt die kleine Stadt über eine gute touristische Infrastruktur. Pubs, Hotels sowie B&Bs sind in ausreichendem Maß vorhanden, etwa rund um den Landsitz Donegal Castle. Am Hafen und damit außerhalb des Ortskerns finden sich die Überreste zweier Klöster aus dem 15. Jahrhundert. Glenties: Die Blue Stack Mountains bilden eine natürliche Barriere zwischen den Städten des nördlichen Donegal, etwa Dunglow oder Letterkenny, und denen im Süden wie Donegal oder Ballyshannon. Eine direkte Verbindung über die um 600 Meter hohen Gipfel – der höchste ist Croaghgorm mit 674 Metern – gibt es nicht. Eiligen sei die gut ausgebaute Verbindung über die Regionalflugöstlich verlaufende N15 nach Letterkenny empfohlen. Wir wählen aber die deutlich schönere Route über die kleinen Straßen westlich bis Glenties und dann an der Nordrampe der Berge vorbei. Glenveagh National Park: Irlands zweitgrößter Nationalpark deckt eine Fläche von gut 170 Qudratkilometern ab. Dabei handelt es sich weitgehend um Hochmoore mit zahlreichen Fließ- und Stillgewässern. Die Zufahrt zum Park führt bis an Glenveagh Castle heran. Botaniker werden ihre helle Freude an dem bunten Mix von angelegten Gärten rund um diesen Landsitz haben. Hier sind exotische Pflanzen heimisch geworden, die ansonsten nur in Südamerika vorzufinden sind. Dank der ähnlichen klimatischen Bedingungen, die der Golfstrom mit sich bringt, gibt es zudem zahlreiche Pflanzengattungen aus Madeira und Tasmanien. Alternativ lässt sich der Park auch an seiner Südgrenze umrunden.
    Irland / Dublin - Wicklow
    Trim: Auf dem Weg aus der Mitte des Landes zurück an die Küste geht es auf dieser kurzen Etappe an vielen historisch bedeutsamen Stätten vorbei. So auch an Trim, wo die normannische Burg aus dem 12. Jahrhundert als größte ihrer Art in Europa gilt. Auch als Ruine ist sie noch imposant – und dank Mel Gibson weltbekannt. Zahlreiche Aufnahme zum Film „Braveheart“ entstanden hier. Hill of Tara: Der wohl meistverehrte Ort Irlands ist schon seit der Steinzeit eine heilige Stätte. Auch der schlaue St. Patrick bediente sich der Ausstrahlung dieses Ortes bei der Christinaisierung der Insel. Viel zu sehen gibt es nicht, einen Besuch ist Tara dennoch wert. New Grange: Zusammen mit den nahe gelegenen Anlagen Dowth und Knowth gilt das Ganggrab aus der Steinzeit zu den bedeutendsten Megalithanlagen der Welt. Deshalb wurden die mehr als 5.000 Jahre alten Kulturschätze auch zur Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Eine Besichtigung ist nur mit Führer nach Voranmeldung möglich – aber überaus eindrucksvoll. Boyne Valley: Die Schlacht am Fluss Boyne zählt zu den einschneidensten Ereignissen der irischen Geschichte: Wilhelm II von England konnte seinen von ihm zuvor abgesetzten Vorgänger Jakob II und dessen Truppen entscheidend bezwingen. Das gilt auch als Grundlage für die sich bis heute fortsetzenden Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten auf der Insel. Drogheda: Das Etappenziel ist ein lebhafter Ort am Fluss Boyne. In den letzten Jahren ist ein verlockender Mix aus historischem Zentrum und trendigen Neubauten entlang beider Flussufer entstanden.
    Irland / Wexford - Waterford - Kilkenny
    Kilkenny: Mit einem Partyabend ist es in dieser Stadt nicht getan, dazu gibt es zu viel zu entdecken. Gleich zwei Kathedralen leistet sich der Ort, eine anglikanische (immerhin Irlands zweitgrößte mittelalterliche) und eine römisch- katholische. Dann darf aber die Abfahrt auf diese 190 Kilometer lange Etappe locken. Und es geht gleich mal sanft gewunden durch die sich lang übers Land streckenden Slieveardagh Hills. Cashel: Der Rock of Cashel gilt als „das“ irische Wahrzeichen. Legenden sehen in ihm einen magischen Sitz von Feeen und Geistern. Weit über tausend Jahre lang war es Königsburg, Christianisierungs- Zentrum und Symbol der irischen Unabhängigkeit. Zusätzlich ist auch die großartige Burg von Cahir eine Besichtigung wert. Lismore: Auf dem Weg in diesen Ort überwindet die Route einen ersten „Gap“. Im Gegensatz zu den uns bekannten Pässen sind die irischen Gaps zwar auch Gebirgsübergänge, suchen sich aber eher einen leichten, unterhalb der Gipfel vorbeiführenden Spalt im Felsmassiv. Dieser hier hat an der Nordrampe ein paar schöne „hairpins“ (enge Kehren) zu bieten. Lismore: An Kathedralen und Kastellen herrscht in Irland wahrlich kein Mangel. Auch dieser Ort verfügt über je ein sehenswertes Exemplar jeder Gattung. Cork: Für die zweitgrößte Stadt des Landes sollte man sich ruhig zwei Tage Zeit nehmen. Der Ruhetag fürs Motorrad lässt sich leicht mit Besichtigungen, Schlendern, Schauen und natürlich Shopping füllen. An den Ufern des Lee und im Zentrum um die prächtige St. Patrick‘s Street ist immer genügend los. Oder wie wäre es mal mit einem Besuch im „Butter Museum“? Gibt‘s hier auch…
    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Lisnarrick: Der auf dieser Tour umrundete Lower Lough Erne ist der nördliche Teil eines aus zwei Seen und dem Fluss Erne bestehenden Wasserwegs. Mit seinen zahlreichen Inseln ist er ein Paradies für Angler, aber auch für Wassersportler. Wer also während seines Irland-Aufenthalts mal den Lenker des Motorrads gegen den Lenker etwa eines Wakeboards tauschen möchte, findet hier Gelegenheit. Ebenso zum Wasserskilaufen – oder lernen. Anbieter gibt es gut verteilt rund um das zweitgrößte Gewässer Nordirlands. Boa Island: Die größte Insel im See ist gut acht Kilometer lang und an beiden Enden über eine Brücke mit dem Festland verbunden. Als Besonderheit kann sie den Friedhof von Cardagh aufweisen, in dem zwei frühchristliche Steinfiguren mit zwei Gesichtern stehen. Obwohl vom Motiv her ähnlich, stammen sie wohl aus unterschiedlichen Jahrhunderten. Belleek: Wer Töpferkunst zu schätzen weiß, kommt um einen Besuch in Irlands ältester Porzellanmanufaktur, der Belleek Pottery, nicht vorbei. Die Produktion kann besichtigt werden, ebenso das Pottery Museum. Das Besucherzentrum ist täglich geöffnet. Cliffs of Magho: Auf neun Kilometern verlaufen diese Kalksteinklippen parallel zum Westufer des Lower Lough Erne und bieten an einigen Stellen fantastische Aussichten über die Landschaft. Enniskillen: Der Start- und Zielpunkt dieses Abstechers in den äußersten Westen Nordirlands liegt genau an der Schnittstelle der beiden Seen, die den Lough Erne bilden. Da musste natürlich eine Burg her. Die ist erstaunlich gut erhalten und Sitz des sehenswerten Museums der Grafschaft Fermanagh.
    Irland / Cork - Kerry
    Healy Pass: Nach dem Start in Bantry könnte man schon in Glengariff auf den „Ring of Beara“ einschwenken. Machen wir aber nicht, denn dann würden wir das herrliche Kurvengetümmel über den Caha Pass verpassen. Erst kurz vor Kenmare zweigt die Route dann ab und folgt der Rundstrecke kurzzeitig gegen den Uhrzeigersinn. Aber nur bis Lauragh, denn hier schwenken wir gen Süden, um den Healy Pass, eine der feinsten Bergstraßen Irlands, in Angriff zu nehmen. Castletown Bearhaven: Die farbenfrohe Hauptstadt der Halbinsel verfügt über den zweitgrößten Naturhafen der Welt. Kaum zu glauben, ist aber nach Sidney so. Dursey Island: Der kurze Abstecher von der Ringstraße zum Garnish Point lohnt. Von hier aus schwebt eine Drahtseilbahn auf die vorgelagerte Insel Dursey. Sie wurde 1969 erbaut und dient bis heute zum Transport von Mensch und Tier – wobei letztere tatsächlich Vorrang haben! Zum Schmuzeln ist auch die Kapazitätsangabe: sechs Personen oder sechs Schafe oder eine Kuh… Die zehnminütige Überfahrt in luftiger Höhe ist ein besonderes Erlebnis. Kenmare: An der Nordküste der Halbinsel entlang geht es nach Kenmare. Dabei hat man immer die doch stattlichen Berge im Blick. Sehenswert ist auch Eyeries, ein Dorf, in dem jedes Haus eine andere, grelle Farbe trägt. Killarney: Killarney ist „das“ touristische Zentrum im Südwesten der Grünen Insel. Seine zahlreichen Hotels und Pubs leben vor allem von den Besuchern, die eine oder mehrere der Ringstraßen befahren möchten. Daher ist es als Basis für mehrere Tage sehr zu empfehlen. Größter Arbeitgeber der Stadt ist übrigens das deutsche Unternehmen Liebherr.
    Irland / Clare - Galway
    Spiddle: Nach einem Aufenthalt im lebhaften Galway, das übrigens auch für mehr als eine Nacht lohnt, ist manch einer sicher mehr als froh, die Partystadt hinter sich zu lassen, um wieder der fantastischen Küstenstraße am Atlantik zu folgen. Bei Spiddle locken aber gleich wieder feine Strände zum Verweilen, im Sommer darf auch ein Sprung ins erfrischende Nass nicht fehlen. Lettermullan: Als nächstes wartet dann ein wenig Inselhopping auf uns. Die stark zerklüftete Küste mit ihren vorgelagerten kleinen Eilanden bietet ein nahezu einzigartiges Fahrerlebnis. Immer wieder über kleine Brücken verbunden, bahnt sich die Straße einen Weg bis auf die westlichste dieser Inseln, eben Lettermullen. Kilkieran: Im Folgenden windet sich die Strecke rund um eine wunderschöne Bucht, an der dieses kleine Fischerdorf einen Zwischenstopp markiert. Betraghboy Bay: Es ist vor allem der abrupte Wechsel, den die Fahrt um die Galway Bay mit sich bringt, der zu faszinieren weiß. Hatte man an den Tagen zuvor stets Steilküste im Blick, so ist es jetzt der flache Küstenverlauf mit seinen vielfältigen Zerklüftungen, der im Mittelpunkt steht. Das ist auch an dieser Bucht immer wieder schön auszumachen. Clifden: Das Etappenziel ist dann schon ein Stück Zivilisation, nach dem man sich angesichts der Abgeschiedenheit an Connemaras Küste sehnt. Entsprechend sollte man die Möglichkeiten nutzen, die sich hier zu Übernachtung und Essen bieten. Manch einer dürfte sich auch schon Gedanken ums Tanken gemacht haben. Je weiter im Nordwesten, desto mehr gilt in Irland: Tanke, wenn Du kannst – zum Beispiel in Clifden…
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    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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