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    Deutschland / Sachsen
    Naschkatzen und Naturliebhaber kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Colbitz-Letzlinger-Heide: Das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas und gleichzeitig die größte nicht landwirtschaftlich genutzte und unbewohnte Fläche Deutschlands. Kein Wunder, dass sich hier tatsächlich unberührte Natur erleben lässt. Letzlingen: Sehenswürdigkeit des Heideortes ist das 1559 vom Kurfürsten von Brandenburg errichtete Jagdschloss. Salzwedel: Heimat des Baumkuchens, der über offenem Holzfeuer quasi am Spieß gebacken wird und nicht wie ein normaler Kuchen in Stücke zerteilt, sondern in Form von kleinen Halbmonden vom Ring abgeschnitten wird. So sind die so genannten Jahresringe zu erkennen. Oebisfelde: 1073 als Ysfelde erstmalig urkundlich genannt, entwickelte sich das Städtchen ab 1900 zum Eisenbahnknotenpunkt. Unbedingt ansehen: Die adrette Innenstadt, die herrliche romanische Nicolaikirche und die romantische Burg Oebisfelde. Etappe Oebisfelde – Salzwedel: Landschaftsgenuss im Naturpark Drömling. Arendsee: Die Sonnenuntergänge an seinem Ufer sind einmalig.
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    Italien / Lombardei Gardasee
    Riva del Garda: Die Hauptstadt des nördlichen Gardasees ist ein lebendiger, bunter Ort, in dem es sich gut einige Tage aushalten lässt. Wer Touren unternehmen möchte, sollte aber den ganz alltäglichen Verkehrswahnsinn einplanen. Passo Creina: Über Arco, das sich zu einem Paradies für Freeclimber entwickelt hat, geht es zunächst einmal fast 1 000 Höhenmeter bis auf 1 169 Meter hinauf – und das mit reichlich Kurvengetümmel. Nur die vom Wald begrenzte Aussicht könnte besser sein. Passo Bordola: Hinter Ronzo- Chienis schließen sich noch einige spaßige Kurvenkombination an diesem 1 255 Meter hoch gelegenen Pass an. Dann wird es deutlich entspannter auf dem Weg nach Aldeno und damit hinab ins Etschtal. Trento: An der Etsch empfängt die Hauptstadt des Trentino ihre Besucher mit wenig einladenden Industriegebieten. Erst wenn man sich ins Herz der Metropole vorgekämpft hat, wissen prachtvolle Bauwerke wie der Campanile oder das Castello del Buonconsiglio zu begeistern. Monte Bondone: Der Rückweg zum Gardasee führt auf dieser Tour vorbei am Trentiner Hausberg, den 2 180 Meter hohen Monte Bondone. Reichlich Gummi auf dem kurvenreichen Asphalt zeugt beim Aufstieg zur Hochebene von dem jährlich hier stattfindenen Bergrennen. Es kann einem angesichts der zahllosen Kehren schon schwindelig werden – doch dann möchte man die Strecke immer und immer wieder fahren. Die Abfahrt nach Dreno und Dro ist nicht ganz so spektakulär, endet aber in einer unwirklich erscheinenden Landschaft, einem Meer aus wie hingewürfelt scheinenden Felsen.
    Schottland / Schottland
    Point of Ardnamurchan: Hier ragt seit 1849 der Leuchtturm Ardnamurchan Lighthouse rund 30 Meter hoch in den Himmel und markiert den westlichsten Punkt des gesamten britischen Festlandes, sofern sich Großbritannien überhaupt als Festland definieren lässt. Kilchoan: Hier legt regelmäßig die Fähre zur Isle of Mull ab. Bis zu sechsmal pro Tag pendelt die Fähre der Caledonian MacBrayne über den Sound of Mull, die Überfahrt dauert eine gute halbe Stunde. Calgary: Hier lockt uns das Calgary Farmhouse von der Straße - der perfekte Ort für eine erholsame Pause.
    Irland / Clare - Galway
    Liscannor: Es gibt zwei gleichermaßen faszinierende Alternativen für eine Fahrt um die Galway- Bucht. Diese hier folgt der Küste, wozu wir nach Liscannor abschwenken und zunächst der gleichnamigen Bucht folgen. Cliffs of Moher: Nur wenige Kilometer weiter wartet die größte Attraktion: Irlands bekannteste Klippen. Auf einer Länge von acht Kilometern ragen sie zwischen 120 und über 200 Metern weitgehend senkrecht aus dem Meer. Während Wanderer freien Zutritt haben, müssen alle motorisiert anreisenden Besucher den kostenpflichtigen Parkplatz nehmen – und damit Eintritt zahlen. Das gesamte Gebiet der Klippen ist abgesperrt und stark reglementiert. So eindrucksvoll sie auch sein mögen: Ein Genuss kommt anderenorts eher auf. Die höchsten Klippen Irlands sind es auch nicht, die folgen weiter nördlich am Wild Atlantic Way (Slieve League, Karte 8). Vor der Küste sind in der Ferne die Aran Islands auszumachen. Black Head: Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere geht es zurück ans Meer, dem Wild Atlantic Way folgend. Der bringt uns dann vorbei an vielen kleinen Buchten zum Black Head. Wieder ist es einer dieser markanten Leuchttürme, der auch den an Land Reisenden den Weg zu einigen der schönsten Aussichtspunkte der Insel weist. Kinvarra: Kurz vor dem Etappenziel lockt noch Dunguaire Castle zur Stippvisite. Anders, als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um eines der weit verbreiteten befestigten Landhäuser der Oberschicht. Galway: Das wirtschaftliche Zentrum des Westens ist zudem lebensfrohe Universitäts- und damit auch Partystadt.
    Frankreich / Pays Basque
    Orthez: Das idyllisch am Flüsschen Gave de Pau liegende Städtchen ist der Ausgangspunkt für eine entspannende Tour vom flachen Aquitanien hinauf in die ersten echten Gipfel der Pyrenäen. Vielleicht gerade richtig, um sich mit den ersten Kurven und Kehren des spanisch-französischen Grenzgebirges vertraut zu machen - als Aufwärmrunde quasi. Unbedingt sehenswert in Orthez ist übrigens die uralte Brücke Le Pont Vieux, ein tolles Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert, das schon viele Kriege unversehrt überstand. Arudy: Am südwestlichsten Punkt dieser Tour, am Wendepunkt, liegt das beschauliche Arudy. Hier lässt es sich entweder inmitten des Zentrums erholsam relaxen oder man deckt sich mit ein paar leckeren Sachen für's Picknick ein. Denn ab hier geht es Richtung Westen und damit wieder durch bergiges, bewaldetes Grün, das jede Menge einladende und einsame Picknickplätze mit Aussichtspunkten bereithält - viel Spaß! Mauléon-Licharre: Wer, so wie wir, einfach nicht genug bekommen kann von den bildschönen, alten Gemäuern in den historischen Pyrenäendörfern, darf sich keinesfalls Mauléon-Licharre entgehen lassen. Gleich zwei Châteaus und einige weitere herausragende Bauwerke schmücken die aquitanische Gemeinde. Übrigens, wer als Gourmet gerne köstliche Käsesorten probiert, ist hier richtig. Aus dieser Region stammen einige Käsesorten - etwa der Ossau-Iraty, ein leckerer Schnittkäse aus Schafsmilch oder der Etorki, ein Hartkäse aus Schafsmilch. Auf den Höfen gleich neben der Straße wird er oft zum Verkauf angeboten.
    Österreich / Salzburger Land
    Saalfelden : Eine wahre Oase der Ruhe im Herzen der Salzburger Bergwelt. Natur, Kultur, Essen und Trinken vereinen sich zu einem runden Urlaub. Dientner Sattel : Entspannte Kurverei mit tollen Ausblicken auf den Hochkönig (1.357 m). Filzensattel: 1.291 m, gut ausgebaute Strecke, breite, mitunter etwas holperige Fahrbahn. Bad Ischl : In der Konditorei Zauner in der Pfarrgasse verkehrte schon Operettenkomponist Franz Lehar. Zauner zählt zu den führenden Konditoreien Österreichs. Probieren sollte man den Stollen und den Kugelhupf.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Gemütliche und landschaftlich schöne Anreise von Göteborg (Stena Line) an der westschwedischen Küste auf überwiegend kleinen Straßen. Im Großraum Oslo lassen sich mehrspurige Straßen nicht vermeiden. Inseln Tjörn und Orust: Vom Fähranleger in Göteborg gleich über die hohe Brücke Richtung Oslo fahren, dann hat man den Stadtverkehr schnell hinter sich. Auf Tjörn, die bei Stenungsund über eine hohe Brücke erreicht wird, lohnen Abstecher nach Skärhamn und ins Fischerdorf Klädesholmen. Von den hohen Brücken über die Sunde zwischen Tjörn und Orust hat man einen schönen Blick auf die Inselwelt. Kungshamn und Smögen: Über den Fjord Gullmarn pendelt eine kostenlose Fähre (alle 30-45 Minuten). Im Anschluss den Abstecher nach Smögen nicht verpassen, einer der schönsten Orte der schwedischen Westküste und eine typisch schwedische Sommeridylle! Zu den beliebten Fotomotiven gehören die bunten Bootshäuser am Hafen. Tanum: Über Hunnebostrand und Bovallstrand führt die Tour nach Fjällbacka, nett am Wasser gelegen. Für alle, die sich für alte Kulturen interessieren, ist ein kurzer Abstecher bei Tanum zu den Felszeichnungen von Vitlycke Pflicht. Sie großflächigen Felsritzungen sind frei zugänglich, zudem gibt es eine gute Cafeteria, die für eine Pause ideal ist. Halden: Da die E6 nicht so verlockend ist, setzen wir die Tour im Inland auf dem „Blå Gröna Vägen“ fort. Die „blaugrüne“ Landstraße führt mit wenig Verkehr und sogar ein paar netten Kurven naturnah nach Norwegen in die Grenzstadt Halden. Wer Zeit hat, sollte kurz hinauf zur Festung fahren (ausgeschildert) und den Blick über die Stadt bis zum Meer genießen. Der weitere Verlauf Richtung Oslo ist von zunehmender Bebauung geprägt. Wer Zeit sparen will, nimmt die Autobahn (etwa 90 Minuten bis Oslo), die Kombination aus Riksveg 22 und E18 läuft etwas langsamer.
    Kroatien / Kroatien-Nord
    Nationalpark Risnjak: Wer abseits der klassischen Ferienrouten von Slowenien nach Kroatien reist, kann dabei durchs Gorski kotor, das kroatische Bergland, streifen. Dort liegt auch der Nationalpark, der bereits 1959 rund um den 1.528 Meter hohen Veliki Risnjak entstand. Das Gebiet ist stark bewaldet, die Straße ein Kurventraum. Wer eine Wanderung auf Anhöhen unternimmt wird mit besten Ausblicken auf die Kvarner Bucht belohnt, die nur 15 Kilometer entfernt liegt. Im Quellgebiet der Kupa leben Braunbären, Wölfe, Luchse und Adler weitgehend ungestört – wenn man mal von der Jagdsaison im Frühjahr und Herbst absieht. Lokvarsko Jezero: Der Stausee, der nicht mehr zum Nationalpark gehört, ist auch nicht, wie sonst in Kroatien üblich, im Besitz einer Gemeinde. Vielmehr gehört der unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg geflutete See den Elektrizitätswerken HEB. Durch einen Tunnel, fünf Kilometer lang, ist er zudem mit dem See Bajersko verbunden. Von dem aus führt ein weiterer Tunnel, 30 Meter unter dem Wasserspiegel, zum Kraftwerk nach Tribanj. Alles in allem ein respektables Projekt. Drivenik: Die heutige Siedlung entstand erst durch den Bau einer Straße im 18. Jahrhundert. Bis dahin lebten die Einwohner innerhalb der Mauern der auf einem Hügel liegenden, trutzigen Burg Drivenik. Als es sie an die Straße zog, wurde die Burg bald aufgegeben, blieb aber, weil wenigstens die Kirche und der Friedhof weiter genutzt werden, gut erhalten. Tribalj: In dem kleinen Ort zweigt die Bergstraße zum Meer hinab ab. Es sind nur noch fünf Kilometer bis zur Adria. Hier wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Ferienhäuser errichtet. Crikvenica: Als eines der touristischen Zentren an der Kvarner Bucht ist die Auswahl an Unterkünften und Restaurants riesig. Bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts pilgern Gäste hier ans Meer – auch, weil der Luftkurort mit heilender Wirkung seiner klimatischen Bedingungen wirbt.
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    Was sollte man noch über die Motorradtouren und die BikerBetten Partnerhotels wissen?

    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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