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    Deutschland / Sachsen
    Start in Pirna über B172 Könrgstein mit seiner Festungsanlage nach Bad Schandau, hier die Staatsstraße 165 durch das romantische Kirnitzschtal, vorbei am Lichtenhaine(Wasserfall nach Hinterhermsdorf. Nach Ortsdurchfahrt durch den sehenswerten Ort weiter auf Hauptstraße, bis Pension und Gaststätte Kräuterbaude. Hier lohnt sich eine Einkehr oder Übernachtung. Danach weiter über Saupsdorf, die Kunstblumenstadt Sebnitz in Richtung Hohnstein mit seiner markanten Burganlage. Nach einem Abstecher und fantastischen Ausblicken in der Felsregion geht es wieder über, Stadt Lahmen hinunter in das Elbtal nach Pirna.
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    Deutschland / Mosel
    Auf steilen Bergsträßchen wedelt diese Tour von der Mosel aus in die Höhenlagen des Hunsrück hinein. Mülheim: Dass die Menschen schon in der Bronzezeit hier siedelten, hat seinen Grund: Aufgrund des Wind- und Wetterschattens der Eifel herrscht an diesem Teil der Mosel ein ausgesprochen warmes Klima. Dass dadurch ein besonders guter Wein gelingt, liegt auf der Hand. Morbach: Wer die preisgekrönte Filmreihe „Heimat“von Edgar Reitz gesehen hat, muss unbedingt das Café Heimatbesuchen. Dort gibt es nicht nur eine Ausstellung zu dem Regisseurund seinen Filmen, sondern auch das Kino Heimat. Etappen Morbach – Wintrich und Dhron-Neumagen –Thalfang : Die Auf- und Abstiege vom Hunsrück zur Mosel haben es in sich. Unzählige Kurven und Kehren, ordentliche Höhenunterschiede,in der Regel griffige Fahrbahn, meist wenig Verkehr. Klausen: Der gemütliche Ort am Rande der Eifel wurde durch seine Wallfahrtskirche überregional bekannt.
    Deutschland / Lausitz
    Startort zu dieser rund 400 Kilometer langen Tour ist Cottbus. Die Stadt ist ein Juwel. Weit von den touristischen Hauptrouten entfernt, führt sie fast schon ein Mauerblümchendasein. Dabei zieht sie einen mit ihrem hübschen Altmarkt sofort in den Bann. Die Giebelhäuser im sächsischen Barock sind liebevoll restauriert. Schmuckstück ist die 1573 eröffnete Löwen-Apotheke, die den Besucher in die wundersame Welt der mittelalterlichen Pillendreher entführt. Weiterhin sehenswert: das Jugendstiltheater am Schillerplatz und die etwas außerhalb stehende Spreewehr-Mühle. Ein Ausflug ganz anderer Art führt östlich von Cottbus nach Dissenschen. Dort wartet ein Aussichtspunkt, von dem man die Kraterlandschaft des Braunkohle-Tagebaus überblicken kann. Danach weiß man die Natur umso mehr zu schätzen. Auf kleinen und kleinsten Sträßchen schlängeln wir uns an der Spremberger Talsperre vorbei. Graustein, Schleife, Weißwasser. Linker Hand liegt Bad Muskau mit dem wohl einzigen Landschaftspark der Welt, durch den eine Staatsgrenze verläuft. Die taucht nämlich jetzt auf und wird von der Neiße markiert. Hüben Deutschland, drüben Polen. Eine schmale Straße begleitet Fluss und Grenze in Sichtweite. Neue Fahrbahndecke, lang gezogene Kurven, gepflegte Schräglagen, kaum Verkehr. Hier ist die Einsamkeit zu Hause. Hin und wieder huscht ein Weiler vorbei ­– das wars. Eine herrliche Fahrerei. Der Geist hat Auslauf und wird erst in Zentendorf wieder gefordert. Was will uns diese Skulptur am Straßenrand sagen? Verzweifelt reckt sie ihre Hände gegen den Himmel. Ihr Problem erfahren wir nicht, wohl aber den Weg zur Kulturinsel Einsiedel mit Café und rustikaler Feuerschenke. In Görlitz könnte man jeden Kostümfilm drehen. Beinahe unbeschädigt haben seine mittelalterlichen Häuser die Jahrhunderte überlebt. Wir holpern durch enge Pflastergassen und bestaunen dieses hübsche Konglomerat aus Gotik, Renaissance, Barock und Gründerzeit. Es gibt eine Unmenge zu sehen: die berühmte Rathaustreppe mit einer Justitia ohne Augenbinde, die Laubengänge und ihre Arkaden, die Sonnenuhr von 1550 an der Rats-Apotheke. Aus der Altstadt heraus gelangt man über Kaisertrutz, Obermarkt, Brüderstraße, Untermarkt und Neißestraße fast automatisch auf die B 99 in Richtung Zittau. Sie hält sich immer in Sichtweite des Grenzflusses und gibt motorradfahrerisch nicht allzu viel her. Ordentliche Fahrbahn, weite Bögen. Und schöne Aussichten hinüber nach Polen. Harte Kontraste säumen den Weg. Auf die hässlichen grauen Kühltürme eines Kraftwerkes folgen die prächtigen Mauern des Klosters Marienthal. Seit 1234 betreibt es der Orden der Zisterzienserinnen. Dass das Kloster überhaupt noch steht, ist dem Mut einer Äbtissin zu verdanken: Als die SS bei Kriegsende Marienthal sprengen wollte, weigerte sich die mutige Frau, das Kloster zu verlassen. Und rettete es so vor der Zerstörung. Die malerisch zwischen den steil ansteigenden Höhen östlich und westlich der Neiße gelegene Anlage verdient durchaus auch einen längeren Aufenthalt. In der historischen Klosterschenke und im Café kann man gemütlich einkehren, die Bäckerei verkauft leckere Süßigkeiten, die klösterliche Gärtnerei Öko-Gemüse. Knapp 20 Kilometer weiter liegt im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien das Städtchen Zittau. Sein Rathaus, der Palazzo Grande, verleiht dem großen Marktplatz einen Hauch von italienischem Flair. Bei „Quarkkollche mit Äppelpoabs“ (Quarkkeulchen mit Apfelmus) lässt es sich hier phantastisch im Freien sitzen. Wer genügend Luft hat, kann die 266 Stufen von St. Johannis hinaufsteigen und mit dem Türmer, Herrn Reinhart Rokitte, einen Plausch halten. Der trompetet zweimal am Tag vom Kirchturm herab, und die Glocken von sieben Kirchen antworten ihm. Über Lückendorf fahren wir ins Zittauer Gebirge hinein. Seine höchste Erhebung, der hinter dem gleichnamigen Dorf aufragende Kegelberg Oybin, ist 513 Meter hoch. Ganz ordentlich. Und so machen auch die 20 Kilometer durchs Zittauer Gebirge eine Menge Spaß. Viele Kurven, griffiger Asphalt, wenig Verkehr. Den Oybin kann man übrigens zu Fuß besteigen und wird oben von einer tollen Aussicht belohnt. In Großschönau lohnt sich ein Blick auf die über 80 Exponate des Motorradveteranen- und Technik-Museums. Danach geht es auf schmalen Nebensträßchen über Oberoderwitz mit seinen drei Windmühlen nach Obercunnersdorf. Der kleine Ort schlängelt sich kilometerlang am Dorfbach entlang und gilt als eines der besterhaltenen Sorbendörfer der Lausitz. Kurz vor Löbau blinkt aus der Ferne der König-Friedrich-August-Turm aus dem Jahr 1854. Das 28 Meter hohe Meisterwerk aus 70 Tonnen Gusseisen ist das einzige seiner Art in Europa. Also hinfahren. Turm und Aussicht sind beeindruckend. Ein Zeitsprung ins Mittelalter wartet in Bautzen. Türme, Basteien, Tore und Kirchen prägen das Bild der alten Festungsstadt. Steingewordene Geschichte. Kaum etwas wurde im Laufe der Jahrhunderte zerstört. Wahrzeichen Bautzens ist die Alte Wasserkunst. 1496 erbaut, hob dieses Pumpwerk das Wasser der Spree 38 Meter hoch auf Stadtniveau. Dort wurde es in die Röhrbrunnen geleitet, die damals eine sehr moderne Form der Wasserversorgung darstellten. Am nördlichen Stadtrand liegt das berüchtigte Gefängnis „Gelbes Elend“. Dort buchteten zuerst die Nazis und dann die Kommunisten ihre Gegner ein. Nach einem Tässchen im Sorbischen Café am Postplatz und einem Besuch im Jurassic-Parc in Kleinwelka nehmen wir Kurs auf Bischofswerda und Kamenz. Breiter, gut ausgebauter Asphalt. Das ändert sich jedoch, wenn die Route in Kamenz rechts abzweigt und die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft durchquert. Schmal und kurvenreich schlängelt sich die Straße zwischen Seen, Mooren und Heideflächen hindurch in Richtung Hoyerswerda. Wasser wartet auch in Senftenberg, dem Endpunkt der Tour. Dort schuf die Rekultivierung der ausgebaggerten Braunkohlegruben ein Paradies für Segler, Surfer und Angler.
    Deutschland / Lausitz
    Geschichte satt und jede Menge Kultur – bei dieser Tour kommen nicht nur Kurvenjäger auf ihre Kosten. Highlights: Reichenbach: Der Kern des ehemaligen Waldhufendorfes wird durch seinen großzügigen Marktplatz geprägt. In der dortigen Apotheke waren schon Napoléon und Konig Wilhelm III. als Gäste und Kunden. Görlitz: Ein Juwel historischer Baukunst. Mit rund 4.000 denkmalgeschützen Bauwerken ist Görlitz Deutschlands größtes zusammenhängendes Baudenkmal. Weißenberg: Sehenswerter Marktplatz mit Rathaus im Zentrum des Städtchens. Der Stadtteil Wurschen ist im Pariser Triumphbogen verewigt, da dort am 21. Mai 1813 die Schlacht bei Bautzen stattfand, aus der die Franzosen unter Napoléon siegreich hervorgingen. Rothenburg: Die „östlichste Kleinstadt Deutschlands“ besitzt einen schönen Markplatz. Der Sockel der Statue der Göttin Europa trägt einen Satz von Immanuel Kant: „Der Friede ist das Meisterwerk der Vernunft“. Niesky: Mit zirka 9.000 Einwohnern gehört das hübsche Niesky zu den kleinsten Städten Sachsens.
    Italien / Friaul Julisch-Venetien
    Wer Natur pur liebt, hat auf dieser Tour seine helle Freude. Passo di San Pellegrino/di Valles: 1.918 m/2.033 m, ein heißer Tipp für Naturliebhaber und Fans von Einsamkeit. Wenig Verkehr, viel Fahrspaß. Valparolapass: 2.197 m, kurzer und knackiger Aufstieg, wer morgens oder abends vorbeikommt, erlebt das Alpenglühen. Predazzo: Charakteristisch für den Wanderort sind die „Tabia“, die Heuschober, in denen früher Arbeiten verrichtet und die Tiere gehalten wurden. Moena: Der größte Ort des Fassatales liegt herrlich vor den Zinnen von Langkofel und Latemar.
    Deutschland / Schwarzwald
    Mit Feldberg, Schauinsland und Kandel nimmt diese sportliche Tagestour gleich drei prestigeträchtige Schwarzwaldpässe unter die Räder. Highlights: Feldberg: Die Fahrt zur 1.234 Meter hohen Passhöhe ist eine flüssige Angelegenheit. Breite Fahrbahn, schnelle Streckenführung, viele Überholmöglichkeiten. Schauinsland: Zwölf Kilometer Länge und rund 800 Meter Höhenunterschied bedeuten Kurvenspaß ohne Ende. Griffiger Belag und gute Übersicht gewährleisten einen flotten Reifen. Kandel: Die Fahrt hinauf auf 1.241 Meter entpuppt sich als herausfordernde Angelegenheit. Das Sträßchen ist schmal, holperig und mit Dutzenden von Spitzkehren ausgestattet. Freiburg: Rund um das Münster warten ausreichend Parkplätze fürs Motorrad. Anschließend Stadtbummel zum Münsterplatz, der guten Stube Freiburgs. Täglich bis 13.00 Uhr stehen hier bunte Marktstände, die badische Leckereien anbieten. Titisee: Trotz touristischem Hochbetrieb besitzt der hübsche Ort nach wie vor seinen Charme. Gemütliche Cafétische stehen im Zentrum dicht an dicht.
    Deutschland / Brandenburg | Berlin
    Eine Tour durch das romantische Havelland verspricht Genuss pur. Wusterhausen: Das reizende Städtchen besitzt seit 1233 das Stadtrecht, wegen der vielen schönen Fachwerkhäuser lohnt sich ein Bummel zu Fuß. Fehrbellin: Idyllische Lage am Nordrand eines kleinen Höhenzuges. Namensgeber war die “Bellinsche Fähre”, die hier im Mittelalter den Fluss Rhin überquerte. Südlich von Fehrbellin fand im Juni 1675 eine folgenreiche Schlacht statt, bei der die brandenburg-preußischen Truppen die schwedischen schlugen. Rathenow: Sehenswerte Altstadt, reizende Uferpromenade an der Havel. Zu DDR-Zeiten das Zentrum der optischen Industrie. Etappe Nauen - Börnicke: Teil der Deutschen Allenstraße, ruhige und lange Bögen, reinlegen und wohl fühlen. Schloss Ribbeck: Verewigt in Fontanes Gedicht “Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland”. Seit 2009 erstrahlt das Barockschloss über dem Dorfensemble des ehemaligen Gutshofes wieder im alten Glanz. Neustadt/Dosse: Hauptort der Pferdezucht in Brandenburg. Das prachtvolle Gestüt wurde um 1790 vom preußischen König errichtet.
    Schweiz / Zentralschweiz
    Aarau: Die „Stadt der schönen Giebel“ erhielt ihren Namen von den über 70 reich bemalten Dachunterseiten in der historischen Altstadt. Die wird von einer gut erhaltenen Mauer aus dem 13. Jahrhundert umgeben. Rathausgasse und Kirchgasse bilden das zentrale Kreuz. Ein Spaziergang zwischen den hübschen spätgotischen Häusern ist ein Muss. Schon zur Römerzeit gab es an dieser Stelle einen Übergang über die Aare. Willisau-Stadt: 1101 dem Kloster Allerheiligen in Schaffhausen geschenkt, erhielt Willisau 1272 die Stadtrechte. Danach herrschten die Habsburger, die Willisau aus kriegstaktischen Gründen abbrennen ließen. Der Streit um Schadenersatz währte bis 1415. 2006 fusionierte Willisau-Stadt mit der Gemeinde Willisau-Land. Sursee: Schöne Lage am Sempacher See, Sitz der Firma Hostettler, des Schweizer Yamaha-Importeurs und Herstellers der Motorrad-Bekleidungslinie IXS. Beromünster: Das hübsche Städtchen mit seiner sehenswerten Stiftskirche St. Michael wurde europaweit bekannt, als dort 1931 der Schweizer Landessender eröffnet wurde. Das Programm des Schweizer Rundfunks war auf Mittelwelle in fast ganz Europa zu empfangen. Brugg: Die reizvolle Stadt entstand unter den Habsburgern an der engsten Stelle der Aare. Ihr historischer Kern ist mit wunderschönen Gassen und Gebäuden geradezu inflationär ausgestattet. Also hier auf jeden Fall den Motorradsattel verlassen und eine Runde zu Fuß gehen. Etappe Sursee – Sempach: Landschaftlich äußerst reizvolle Strecke am Sempacher See entlang.
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    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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