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    Deutschland / Fichtelgebirge/Oberpfalz
    Das Fichtelgebirge ist ein bis zu 1051 Meter hohes Mittelgebirge im Nordosten Bayerns, in Deutschland und im Nordwesten Tschechiens. Die kurvigen Landstraßen garantieren dem Biker auf seiner Motorradtour durch das Fichtelgebirge einen hohen Spaßfaktor und ist deshalb ein beliebtes Ausflugsziel vieler Motorradfreunde. Ob sportlich ambitionierte Fahrer oder Cruiser, beim dahingleiten in der herrlichen Kulisse kommet jeder im Fichtelgebirge auf seinen Motorradtouren auf seine Kosten. Warmensteinach: Zünftiger Wanderort am Fuß des Ochsenkopfs, des mit 1.024 m zweithöchsten Bergs des Fichtelgebirges. Neben dem Ochenkopf steht übrigens der 1923 eingeweihte Asenturm. Die gute Nachricht: Er ist bewirtschaftet und darf mit dem Motorrad angefahren werden. So wird der Asenturm zum ultimativen Pausentipp wenn man mit dem Motorrad im Fichtelgebirge unterwegs ist Marktredwitz: Schon Goethe war von der reizenden Stadt im Dreiländer-Eck Bayern, Sachsen und Böhmen begeistert. Etappe Weidenberg – Wiesau: Traumstrecke durch das extrem kurvenreiche Fichtelgebirge. Wunsiedel: Nach einem Großbrand 1834 im klassizistischen Stil wieder aufgebaut. Bad Berneck: Aufgrund der positiven klimatischen Verhältnisse wird der Kurort gerne als „Naturapotheke“ bezeichnet. Arzberg: Heimatstadt der weltberühmten Porzellanmanufaktur. Für alle, die nach ihren Motorradtouren durchs Fichtelgebirge noch nicht genug haben: einen perfekten Überblick über Motorradtouren in der Oberpfalz bieten Dir unsere Bikerbetten Motorradkarten Deutschland Süd. Das passende Hotel findest Du übrigens unter Motorradhotels Oberpfalz oder über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche! TIPP: Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub - weitere über 1.000 Motorradtouren und Alpenpässen der schönsten Regionen Europas findest Du auf BikerBetten.de.
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    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Diese Querverbindung ist für alle gedacht, die zuerst in Schweden Kilometer gemacht haben und nun die Küstenstraße fahren wollen. Wer es einsam mag, ist hier richtig. Östersund: Als Garnisonsstadt auf schwedischer Seite gegründet, bildet Östersund heute das Tor zu Schwedisch-Lappland. Die idyllische Lage der – nach deutschen Maßstäben – Kleinstadt am See Storsjön macht Östersund zu einem guten Ausgangspunkt für Touren ins schwedisch-norwegische Grenzgebiet. Aus der Stadt raus fährt man am schönsten über die Insel Frösön in Richtung Flughafen, bis bei Rödön Krokom ausgeschildert ist. In Krokom dann auf die 340. Valsjöbyn: Die 340 wird sehr schnell einsam: Weite Birkenwälder und Seen wechseln sich mit vereinzelten Bauernhöfen ab. Dass man langsam auch an Höhe gewinnt, ist zunächst kaum zu merken. Bei Valsjöbyn wird dann nach längeren Passagen an Seeufern entlang die norwegische Grenze erreicht. Die Straßennummer wechselt: Ab der Grenze ist es die norwegisch 765. Was bleibt, ist der Verlauf der Straße entlang einer Kette langer, schmaler Seen. Sandvika: Auf norwegischer Seite liegen gleich zwei Nationalparks rechts und links der 765: der Blåfjella Nationalpark und der Lierne Nationalpark. Sie sind nur zu Fuß zu erreichen. Kurz vor Sandvika trifft die 765 dann auf die etwas breiter ausgebaute 74. In Richtung Schweden führt sie nach Gäddede, nach links ist Sandvika schnell erreicht. Hier gibt es auch wieder eine Tankstelle. Grong: Südlich von Grong trifft die 74 auf die E6, der man für zehn Kilometer nach Norden bis Grong folgt, um dann in das Tal des Lachsflusses Namsen abzubiegen. Bis Namsos sind es nun noch etwa 45 Kilometer. Hier besteht Anschluss an Tour 7-1.
    Irland / Sligo - Donegal
    Donegal: Als beliebter Etappenort für Besucher des irischen Nordwestens verfügt die kleine Stadt über eine gute touristische Infrastruktur. Pubs, Hotels sowie B&Bs sind in ausreichendem Maß vorhanden, etwa rund um den Landsitz Donegal Castle. Am Hafen und damit außerhalb des Ortskerns finden sich die Überreste zweier Klöster aus dem 15. Jahrhundert. Glenties: Die Blue Stack Mountains bilden eine natürliche Barriere zwischen den Städten des nördlichen Donegal, etwa Dunglow oder Letterkenny, und denen im Süden wie Donegal oder Ballyshannon. Eine direkte Verbindung über die um 600 Meter hohen Gipfel – der höchste ist Croaghgorm mit 674 Metern – gibt es nicht. Eiligen sei die gut ausgebaute Verbindung über die Regionalflugöstlich verlaufende N15 nach Letterkenny empfohlen. Wir wählen aber die deutlich schönere Route über die kleinen Straßen westlich bis Glenties und dann an der Nordrampe der Berge vorbei. Glenveagh National Park: Irlands zweitgrößter Nationalpark deckt eine Fläche von gut 170 Qudratkilometern ab. Dabei handelt es sich weitgehend um Hochmoore mit zahlreichen Fließ- und Stillgewässern. Die Zufahrt zum Park führt bis an Glenveagh Castle heran. Botaniker werden ihre helle Freude an dem bunten Mix von angelegten Gärten rund um diesen Landsitz haben. Hier sind exotische Pflanzen heimisch geworden, die ansonsten nur in Südamerika vorzufinden sind. Dank der ähnlichen klimatischen Bedingungen, die der Golfstrom mit sich bringt, gibt es zudem zahlreiche Pflanzengattungen aus Madeira und Tasmanien. Alternativ lässt sich der Park auch an seiner Südgrenze umrunden.
    Spanien / Costa Brava
    Tortosa: Die alte katalanische Bischofsstadt am Ebro liegt gleich hinter dem riesigen Delta, welches der Fluss weit hinaus in die Costa Daurada geschwemmt hat. Sowohl Tortosas Kathedrale als auch das Kastell aus dem 10. Jahrhundert, heute ebenfalls ein Parador, prägen das Stadtbild. Von hier lassen sich spannende Strecken gen Westen in eine meist unbekannte Gegend erkunden. Aber auch das Flussdelta selber lohnt einen Besuch. Nicht zuletzt wegen der weiten und oft einsamen Badestrände. Valderrobres: Wie sollte es anders sein, auch Valderrobres glänzt mit schier unglaublichem Reichtum an historischem Gemäuer. Vor allem die steinerne Brücke, die durch ein altes Tor schnurstracks in die Altstadt führt, ist ein Hingucker. Valderrobres liegt genau in der Mitte dieser Tour und bietet sich als zentraler Punkt für eine Pause oder einen Stadtbummel an. Übrigens, in der Altstadt gibt es im Sommer fantastisches Eis. Paüls: Von der schnellen C12 entlang des Rio Ebro zweigt bei Xerta die Stichstraße nach Paüls ab. Wer Lust aufs Gucken hat, biegt hier ab, genießt die folgenden zehn Kilometer und staunt anschließend nicht schlecht, wenn sich zum ersten Mal das Bergdorf Paüls ins Blickfeld schiebt. Der Ort liegt auf einem Bergrücken inmitten noch höherer Gipfel und erinnert sehr an die markanten weißen Dörfer Andalusiens - ein erhabener Anblick. Ports de Beseit: Der südöstliche Teil dieser Route führt sehr schön über den Gebirgszug Ports de Beseit. Schnelle Etappen wechseln sich mit altem Asphalt ab - es macht einfach Spaß.
    Deutschland / Mosel
    Ein Sommermorgen im Moseltal. Der Frühdunst hängt noch über dem Wasser und hüllt den Fluss in Alabaster. Mit sonorem Brummen stampfen schwer beladene Lastkähne gegen die Strömung an. Die Sonne hat sich soeben hinter den steilen Weinbergen hervorgewagt und taucht die grünen Weinreben in das satte Licht des Morgens. Die kühle Luft zieht ins offene Visier hinein und beginnt sich allmählich zu erwärmen. Gelassen legt sich die Maschine in die ersten Kurven der Uferstraße, und in unserer Brust macht sich wieder einmal jene unbändige Freude breit, wie wir sie immer zu Beginn eines viel versprechenden Fahrtages verspüren. Das Herz schlägt uns bis zum Hals, und wir können nicht anders, als lauthals in die Morgenluft zu rufen: »Mosel, wir kommen!« Wer an einem solchen Tag die ersten Kilometer am Ufer der Mosel zurückgelegt hat, begreift schnell, dass diese Region schon längst ihr Kegelclub-Image abgelegt hat. Vorbei die Zeiten, in denen Busladungen trink- und sangesfreudiger Menschen zuerst mit billigem Wein abgefüllt und dann mit unverschämten Preisen über den Tisch gezogen wurden. An der Mosel wächst heute wieder ein erstklassiger Riesling, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, und in Sachen Kunst und Kultur hat sie mehr zu bieten als jeder andere deutsche Fluss. Um sich der Mosel im Motorradsattel zu nähern, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Man fährt morgens ein Stück am Flussufer entlang, schlägt dann einen Bogen in die Eifel, den Hunsrück oder die Luxemburger Schweiz hinein und kehrt nachmittags wieder an die Mosel zurück. Zweitens: Man gibt sich die Mosel pur und fährt einmal die gesamte Strecke zwischen Koblenz und der französischen Grenze ab. 240 Kilometer Intensivkur in Sachen Moselromantik. Fahrerisch eine harmonische, ausgeglichene Angelegenheit. Viel Stimmung, gelassene Schräglagen auf perfekt ausgebauter Uferstraße. Zunächst gilt es die Frage zu klären, welches ist das linke und welches das rechte Ufer. Bei Flüssen geht man immer von der Fließrichtung aus. Das heißt, die der Eifel zugewandte Seite der Mosel ist ihre linke, die Hunsrück-Seite die rechte. Von der Attraktivität her schenken sich beide Seiten nichts. Es ist eher eine Frage des Sonnenstandes, welches Ufer man wählt. Das linke erhält morgens mehr Licht, das rechte abends. Passender als das Deutsche Eck in Koblenz könnte kein Startpunkt für eine Moseltour sein. Dort fließt die Mosel in den Rhein und wird dabei von einem hoch zu Ross sitzenden Kaiser Wilhelm beobachtet. Direkt am Denkmal gibt es einen Motorradparkplatz und einen Imbiss. Die Aussicht auf Rhein und Mosel und die Festung Ehrenbreitstein am anderen Ufer ist gratis. Seit 1897 wacht Wilhelm der Große über das Deutsche Eck. 1945 wurde er von den Amerikanern vorübergehend aus dem Sattel geschossen, hinterher auf private Initiative eines reichen Koblenzer Bürgers wieder dorthin gesetzt. Wer möchte, kann vom Deutschen Eck aus noch zu Fuß einen Abstecher in die sehenswerte Altstadt machen, dann dirigieren wir das Motorrad auf die am rechten Moselufer verlaufende Bundesstraße 49. Schon nach ein paar Kilometern wachsen zu beiden Seiten der Fahrbahn die Weinberge aus dem Boden. Zwei Drittel von ihnen sind mit Riesling-Reben bewachsen. Der spritzige, säurehaltige Weißwein ist an der Mosel klar die Nummer eins. Die mineralhaltigen Schieferböden und der Wärmespeicher des engen Tales lassen ihn zu einem Tropfen heranreifen, der sich mittlerweile vor den klassischen Rieslinglagen im Rheingau nicht mehr zu verstecken braucht. Heikel ist indess seine Ernte: Da die Traube bis kurz vor Einsetzen des Frostes reifen muss, ist der Grat zwischen einem perfekten und einem misslungenen Jahrgang recht schmal. Mit Alken taucht der erste typische Winzerort auf. Überragt wird er von der Doppelburg Thurant; im Ortskern steht ein hübsches Fachwerkhaus neben dem anderen. An dem mächtigen Rundturm am Ufer wurden früher die Pferde gewechselt, als man die Lastkähne noch treidelte, das heißt, mit Muskelkraft gegen die Stömung ziehen musste. Die Route zeigt bei Burgen einen schönen Blick hinüber nach Hatzenport und passiert den Ort Treis. Dort wechselt sie für eine kurze Etappe auf die andere Uferseite zum Orsteil Karden. Weiter Richtung Cochem. Der Ort Pommern hieß in römischer Zeit »Pomaria«, Obstgarten. Wohl wegen seines ausgezeichneten Rieslings. In Klotten locken mehrere schöne Winzerhöfe, die in Richtung Weinberge stehende Kirche St. Maximin und die kleine Terrasse des Gasthauses Zur Post. Bei Klaus und Bettina Berens isst man nicht nur lecker zu Mittag, sondern wird als Motorradfahrer auch zuvorkommend behandelt. Am Eingang von Cochem überqueren wir die Mosel und gelangen im Stadtteil Cond wieder ans »richtige« Ufer. Rechts hinab zum Yachthafen, dort wartet der klassische Blick auf Cochem mit der Uferzeile im Vordergrund und der Reichsburg dahinter. Auf den nun folgenden 27 Kilometern bis Alf vollführt die Mosel fünf Kehrtwendungen. Fünfmal geraten die Himmelsrichtungen komplett durcheinander. Die Sonne kommt von allen Seiten. Der Grund für diese Pirouetten ist das Rheinische Schiefergebirge, das sich dem Fluss ab Trier in den Weg stellt. Dieses sehr harte Gestein zwang die Mosel dazu, sich ihren Weg regelrecht freizufräsen. Mal ging das leichter, mal schwerer. Das Resultat sind die berühmten Moselschleifen. Linker Hand kommt mit Beilstein eines der optischen Glanzlichter in Sicht. Schmale, steile Gassen und eine Vielfalt wunderschöner Fachwerkhäuser charakterisieren den winzigen Ort. In den 50er-Jahren wurde hier so mancher Heimatschinken gedreht. Hinter Senheim muss die Strecke nochmals aufs andere Ufer ausweichen, um die berühmte Schleife bei Bremm zu umfahren. Nach Alf über die Brücke, dann hat uns die rechte Seite wieder. Diese Doppelbrücke für Straßen- und Schienenverkehr galt bei ihrem Bau im Jahr 1878 als technisches Meisterwerk. Unmittelbar dahinter rollt die Maschine durch Merl, einen Vorort von Zell. Die Stadt der »Schwarzen Katz« wird das am Ufer hingestreckte Zell auch genannt. Auf vielen Schildern, Tafeln und Bildern in der netten Altstadt begegnet man dem Tier. Kein Wunder, ist es doch Namenspatron einer der besten Weinlagen an der Mosel. Das mittelalterliche Zell wurde leider 1848 durch einen Brand fast vollständig zerstört. Übrig geblieben ist unter anderem das 1542 erbaute Amtsschloss, ein noch sehr gut erhaltener Verwaltungsbau im Renaissance-Stil. Bei Traben-Trarbach dreht die Mosel erneut eine Ehrenrunde. Diesmal um den Festungsberg Montroyal herum. Das rebenbestandene Plateau oberhalb der Stadt wurde vom Sonnenkönig Ludwig XIV. zur Festung ausgebaut, die in Kriegszeiten bis zu 40.000 Menschen beherbergen konnte. Leider ging ihm während der Bauphase das Geld aus, so dass Montroyal niemals zum Einsatz kam. Traben-Trarbach verfügt über eine beachtenswerte Ansammlung von Jugendstilgebäuden. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Bürgerschaft im Kampf um die repräsentativste Villa keine Kosten scheute. Der kleine Ort Wolf präsentiert alte Fachwerkhäuser und einen tollen Ausblick hinüber auf Kröv und seine Weinberge. Anschließend rollen wir durch die Ürziger Schleife nach Zeltingen-Rachtig. Die Doppelgemeinde gehörte seit dem 7. Jahrhundert zum Erzbistum Köln, wovon heute mehrere mittelalterliche Verwaltungsgebäude wie das Amtshaus und die Komturei zeugen. Kurz darauf fahren wir nach Bernkastel hinein. Die Stadt, die einst zu Trier gehörte, weist eine Besonderheit auf: Weil sie niemals zerstört wurde, besitzt sie heute einen der am besten erhaltenen historischen Kerne an der Mosel. Rechts unten am Moselufer liegt ein großer Parkplatz mit speziellen Flächen für Motorräder. Von hier aus lässt sich die Altstadt bequem zu Fuß erkunden. Außer seinen Fassaden hat Bernkastel noch ein kulinarisches Highlight zu bieten: Die Lage »Bernkasteler Doctor« bringt die besten und teuersten Weine an der Mosel hervor. Auf dem breiten und ganz leicht geschwungenen Asphalt der B 53 geht es durch das Winzerdorf Mülheim in Richtung Westen. Bei Niederemmel biegen wir nach Neumagen ab, wo im Ort rechts an der Durchgangsstraße das berühmte römische Weinschiff steht. Zusammen mit den Villen von Mehring, Longuich und Kenn sowie den Keltern von Maring, Piesport und Lieser gehört es zu den wichtigsten römischen Ausgrabungen an der Mosel. Die Römer waren es, die nach Jahrhunderten der Barbarei Kultur in die Region brachten. Sie bauten Wein an, errichteten Städte und legten Straßen an, die bis ins 19. Jahrhundert hinein die einzigen überregionalen Verbindungswege des Landes blieben. Ihre Gebietseinteilungen sind bis heute die Grenzen der Verwaltungsbezirke. Und die Sprache der Winzer ist zu 100 Prozent römischen Ursprungs. Dass sich die Römer an der Mosel so wohl fühlten, mag auch an dem hier herrschenden milden Klima gelegen haben. Die feucht-warme Witterung lässt eine Vegetationsvielfalt gedeihen, wie sie sonst nur im Mittelmeerraum vorkommt. So sind Orchideen an der Mosel keine Seltenheit. Nach Umrundung der engen Trittenheimer Schleife wechselt die Straße wieder ans linke Ufer und nimmt ab Schweich direkten Kurs auf Trier, die Hauptstadt der Moselregion. Sie windet sich an der Autobahn vorbei und erreicht die Trierer City, wo mit der Porta Nigra das am besten erhaltene römische Stadttor der Welt steht. Schon lange vor den Römern siedelte der keltische Stamm der Treverer an dieser Stelle. Die Römer übernahmen den Namen und nannten ihre Stadtgründung im Jahre 16 v. Chr. zu Ehren des Kaisers Augustus »Augusta Treverorum«, erhabene Stadt der Treverer. Trier ist so reich an antiken Schätzen, dass man Tage benötigen würde, um sie alle in Ruhe anzusehen. So beschränkt man sich am besten auf die Porta Nigra. Gleich neben dem Bauwerk wartet ein Motorradparkplatz, von dort aus sind es noch ein paar Schritte zu Fuß. Das Industrie- und Gewerbegebiet von Konz ist zugegebenermaßen keine Offenbarung. Doch hinter Wasserliesch kehrt die Moselidylle zurück. Die Fahrbahn wird nun schön schmal und kurvt locker durch Weinberge und Waldstücke. Immer wieder zeigt sie herrliche Aussichten hinüber nach Luxemburg. Luxemburg? Aber klar doch. Die Mosel spielt jetzt den Grenzfluss. In Nennig bildet der 160 Quadratmeter große Mosaikfußboden einer römischen Villa die letzte Gelegenheit, antike Luft zu schnuppern. Ein Großgrundbesitzer ließ sich hier im 2. Jahrhundert nach Christi nieder und baute eine der prächtigsten Villen an der ganzen Mosel. Alleine das Haupthaus war 100 Meter lang, die ganze Anlage maß 600 Meter. Das Gebäude um den Mosaikfußboden herum wurde wieder aufgebaut und gibt dem Besucher eine gute Vorstellung vom damaligen Leben. Die letzte Gemeinde auf deutschem Boden heißt Perl. Am Ortsende geht es hinüber nach Frankreich, wo die Mosel »Moselle« genannt wird.
    Italien / Südtirol/Dolomiten
    Auf kurvigen Nebensträßchen geht es durch die Berge links und rechts der Etsch. Marling: Nur 30 Gehminuten von Meran entfernt liegt die von Apfelbäumen umgebene Ortschaft, deren herrliche Natur bereits in den ersten Frühlingstagen erwacht. Hafling: Aus der sonnereich oberhalb von Meran liegenden Gemeinde stammen die berühmten Haflinger-Pferde, diese robusten, gutmütigen und blonden Nutztiere der Alpenbauern. Etappe Eppan – Lana: Mendelpass und Gampenjoch machen diese Strecke zum astreinen Vergnügen. Etappe Hafling – Jenesien: Ein einsames Bergsträßchen wedelt verführerisch am Hang entlang.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Bekanntes und Unbekanntes verbindet diese küstennahe Tour zwischen Molde und Trondheim. Gut an einem Tag zu fahren. Molde: Die Rosenstadt nennt sich Molde ob ihres milden Klimas. Jedes Jahr im Juli findet hier ein Jazzfestival mit exzellenter, internationaler Besetzung statt. Die Fähre hinüber nach Vestnes pendelt nahezu rund um die Uhr. Wer aus Åndalsnes und vom Trollstigen kommt (s. Tour 6-4) wird aber eher die Fähre von Åfarnes nach Sølsnes nehmen. Atlantikstraße: Wenn man Molde über die 64 verlassen hat, gelangt man an die Küste. Die sogenannte Atlantikstraße ist ein Streckenabschnitt von knapp zehn Kilometern, der mit Hilfe von Brücken und Dämmen von Insel zu Insel durch das Meer gebaut wurde. Auch wenn es mehr Straßen in dieser Art in Norwegen gibt, ist die Atlantikstraße die bekannteste. Kristiansund: Die auf vier Inseln gebaute Stadt hat ihr geografisches Zentrum im Wasser. Kristiansund wurde aufwändig über Tunnel und Brücken ans Festland angeschlossen. Der Tunnel, der von der Atlantikstraße kommt, ist ausnahmsweise auch für Motorräder mautpflichtig. Sonst bezahlen Motorräder in Norwegen oft keine Maut. Aure: Mit der Fähre hinüber auf die Insel Tustna beginnt der unbekannte Teil dieser Tour. Auch hier wurden unterseeische Tunnel und Brücken gebaut, um die Inselwelt der Küste an das Inland anzuschließen. Für einen Abstecher nach Smøla muss man zwar noch die Fähre nehmen, aber die benachbarte Insel Hitra verfügt bereits über einen Straßenanschluss. Orkanger: Erst bei Orkanger wird die Region wieder dichter besiedelt. Das hat auch mit dem historischen Bergbau in Løkken weiter im Inland zu tun, der bei Orkanger einen Zugang zum Meer und damit zu einem Transportweg hatte. Bis nach Trondheim sind es nun nur noch etwa 40 km.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Weiter geht es auf der Küstenstraße 17 nach Norden, erneut mehrfach unterbrochen von kleinen Fähren. Sandnessjøen: Mit nur etwa 600 Einwohnern ist Sandnessjøen das Zentrum der Küstenregion Helgeland. Von hier aus werden all die kleinen bewohnten Inseln versorgt, die vor der Küste im Meer liegen. Die große Brücke war früher mautpflichtig, nachdem sie abbezahlt war, kann man heute kostenfrei auf das andere Ufer gelangen und so auf der 17 zum Fähranleger in Levang fahren. Nesna: Östlich von Nesna liegt im Sjonfjell ein guter Aussichtspunkt. Beim Blick zurück auf das Meer sieht man die Inseln Lovund und Træna sehr schön. Beide sind seit der Frühzeit besiedelt, weil das Meer sehr fischreich ist. Lovund hat nur eine Fläche von 4,9 Quadratkilometern, ist aber 625 Meter hoch. 473 Einwohner weist die kommunale Statistik aus. Traena liegt noch weiter draußen, auch hier leben rund 500 Einwohner ganzjährig. Svartisen: Gut eine Stunde benötigt die Fähre von Kilboghamn nach Jektvik. In der Nebensaison ist Vorsicht geboten, sie fährt nur selten. Mit der kurzen Fähre von Ågskaret nach Forøy hat es sich für diese Tour mit den Fähren. Am Holandsfjord gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick auf den Gletscher Svartisen. Ørnes: Nach dem 11 Kilometer langen Svartisen-Tunnel werden zunächst Glomfjord und dann Ørnes passiert. In Ørnes machen die Schiffe von Hurtigruten fest, es gibt ein kleines Hotel. Und vor allem eine Tankstelle. Aus fahrerischer Sicht folgt nun der vielleicht schönste Teil der 17, weil die Mischung aus Kurven und immer wieder schönen Ausblicken auf die Inselwelt stimmt. Zur Beschreibung des Saltstraumen siehe Tour 8-4.
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