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    Spanien / Costa Brava
    Tortosa: Die alte katalanische Bischofsstadt am Ebro liegt gleich hinter dem riesigen Delta, welches der Fluss weit hinaus in die Costa Daurada geschwemmt hat. Sowohl Tortosas Kathedrale als auch das Kastell aus dem 10. Jahrhundert, heute ebenfalls ein Parador, prägen das Stadtbild. Von hier lassen sich spannende Strecken gen Westen in eine meist unbekannte Gegend erkunden. Aber auch das Flussdelta selber lohnt einen Besuch. Nicht zuletzt wegen der weiten und oft einsamen Badestrände. Valderrobres: Wie sollte es anders sein, auch Valderrobres glänzt mit schier unglaublichem Reichtum an historischem Gemäuer. Vor allem die steinerne Brücke, die durch ein altes Tor schnurstracks in die Altstadt führt, ist ein Hingucker. Valderrobres liegt genau in der Mitte dieser Tour und bietet sich als zentraler Punkt für eine Pause oder einen Stadtbummel an. Übrigens, in der Altstadt gibt es im Sommer fantastisches Eis. Paüls: Von der schnellen C12 entlang des Rio Ebro zweigt bei Xerta die Stichstraße nach Paüls ab. Wer Lust aufs Gucken hat, biegt hier ab, genießt die folgenden zehn Kilometer und staunt anschließend nicht schlecht, wenn sich zum ersten Mal das Bergdorf Paüls ins Blickfeld schiebt. Der Ort liegt auf einem Bergrücken inmitten noch höherer Gipfel und erinnert sehr an die markanten weißen Dörfer Andalusiens - ein erhabener Anblick. Ports de Beseit: Der südöstliche Teil dieser Route führt sehr schön über den Gebirgszug Ports de Beseit. Schnelle Etappen wechseln sich mit altem Asphalt ab - es macht einfach Spaß.
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    Deutschland / Mosel
    Ein Sommermorgen im Moseltal. Der Frühdunst hängt noch über dem Wasser und hüllt den Fluss in Alabaster. Mit sonorem Brummen stampfen schwer beladene Lastkähne gegen die Strömung an. Die Sonne hat sich soeben hinter den steilen Weinbergen hervorgewagt und taucht die grünen Weinreben in das satte Licht des Morgens. Die kühle Luft zieht ins offene Visier hinein und beginnt sich allmählich zu erwärmen. Gelassen legt sich die Maschine in die ersten Kurven der Uferstraße, und in unserer Brust macht sich wieder einmal jene unbändige Freude breit, wie wir sie immer zu Beginn eines viel versprechenden Fahrtages verspüren. Das Herz schlägt uns bis zum Hals, und wir können nicht anders, als lauthals in die Morgenluft zu rufen: »Mosel, wir kommen!« Wer an einem solchen Tag die ersten Kilometer am Ufer der Mosel zurückgelegt hat, begreift schnell, dass diese Region schon längst ihr Kegelclub-Image abgelegt hat. Vorbei die Zeiten, in denen Busladungen trink- und sangesfreudiger Menschen zuerst mit billigem Wein abgefüllt und dann mit unverschämten Preisen über den Tisch gezogen wurden. An der Mosel wächst heute wieder ein erstklassiger Riesling, das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, und in Sachen Kunst und Kultur hat sie mehr zu bieten als jeder andere deutsche Fluss. Um sich der Mosel im Motorradsattel zu nähern, gibt es zwei Möglichkeiten. Erstens: Man fährt morgens ein Stück am Flussufer entlang, schlägt dann einen Bogen in die Eifel, den Hunsrück oder die Luxemburger Schweiz hinein und kehrt nachmittags wieder an die Mosel zurück. Zweitens: Man gibt sich die Mosel pur und fährt einmal die gesamte Strecke zwischen Koblenz und der französischen Grenze ab. 240 Kilometer Intensivkur in Sachen Moselromantik. Fahrerisch eine harmonische, ausgeglichene Angelegenheit. Viel Stimmung, gelassene Schräglagen auf perfekt ausgebauter Uferstraße. Zunächst gilt es die Frage zu klären, welches ist das linke und welches das rechte Ufer. Bei Flüssen geht man immer von der Fließrichtung aus. Das heißt, die der Eifel zugewandte Seite der Mosel ist ihre linke, die Hunsrück-Seite die rechte. Von der Attraktivität her schenken sich beide Seiten nichts. Es ist eher eine Frage des Sonnenstandes, welches Ufer man wählt. Das linke erhält morgens mehr Licht, das rechte abends. Passender als das Deutsche Eck in Koblenz könnte kein Startpunkt für eine Moseltour sein. Dort fließt die Mosel in den Rhein und wird dabei von einem hoch zu Ross sitzenden Kaiser Wilhelm beobachtet. Direkt am Denkmal gibt es einen Motorradparkplatz und einen Imbiss. Die Aussicht auf Rhein und Mosel und die Festung Ehrenbreitstein am anderen Ufer ist gratis. Seit 1897 wacht Wilhelm der Große über das Deutsche Eck. 1945 wurde er von den Amerikanern vorübergehend aus dem Sattel geschossen, hinterher auf private Initiative eines reichen Koblenzer Bürgers wieder dorthin gesetzt. Wer möchte, kann vom Deutschen Eck aus noch zu Fuß einen Abstecher in die sehenswerte Altstadt machen, dann dirigieren wir das Motorrad auf die am rechten Moselufer verlaufende Bundesstraße 49. Schon nach ein paar Kilometern wachsen zu beiden Seiten der Fahrbahn die Weinberge aus dem Boden. Zwei Drittel von ihnen sind mit Riesling-Reben bewachsen. Der spritzige, säurehaltige Weißwein ist an der Mosel klar die Nummer eins. Die mineralhaltigen Schieferböden und der Wärmespeicher des engen Tales lassen ihn zu einem Tropfen heranreifen, der sich mittlerweile vor den klassischen Rieslinglagen im Rheingau nicht mehr zu verstecken braucht. Heikel ist indess seine Ernte: Da die Traube bis kurz vor Einsetzen des Frostes reifen muss, ist der Grat zwischen einem perfekten und einem misslungenen Jahrgang recht schmal. Mit Alken taucht der erste typische Winzerort auf. Überragt wird er von der Doppelburg Thurant; im Ortskern steht ein hübsches Fachwerkhaus neben dem anderen. An dem mächtigen Rundturm am Ufer wurden früher die Pferde gewechselt, als man die Lastkähne noch treidelte, das heißt, mit Muskelkraft gegen die Stömung ziehen musste. Die Route zeigt bei Burgen einen schönen Blick hinüber nach Hatzenport und passiert den Ort Treis. Dort wechselt sie für eine kurze Etappe auf die andere Uferseite zum Orsteil Karden. Weiter Richtung Cochem. Der Ort Pommern hieß in römischer Zeit »Pomaria«, Obstgarten. Wohl wegen seines ausgezeichneten Rieslings. In Klotten locken mehrere schöne Winzerhöfe, die in Richtung Weinberge stehende Kirche St. Maximin und die kleine Terrasse des Gasthauses Zur Post. Bei Klaus und Bettina Berens isst man nicht nur lecker zu Mittag, sondern wird als Motorradfahrer auch zuvorkommend behandelt. Am Eingang von Cochem überqueren wir die Mosel und gelangen im Stadtteil Cond wieder ans »richtige« Ufer. Rechts hinab zum Yachthafen, dort wartet der klassische Blick auf Cochem mit der Uferzeile im Vordergrund und der Reichsburg dahinter. Auf den nun folgenden 27 Kilometern bis Alf vollführt die Mosel fünf Kehrtwendungen. Fünfmal geraten die Himmelsrichtungen komplett durcheinander. Die Sonne kommt von allen Seiten. Der Grund für diese Pirouetten ist das Rheinische Schiefergebirge, das sich dem Fluss ab Trier in den Weg stellt. Dieses sehr harte Gestein zwang die Mosel dazu, sich ihren Weg regelrecht freizufräsen. Mal ging das leichter, mal schwerer. Das Resultat sind die berühmten Moselschleifen. Linker Hand kommt mit Beilstein eines der optischen Glanzlichter in Sicht. Schmale, steile Gassen und eine Vielfalt wunderschöner Fachwerkhäuser charakterisieren den winzigen Ort. In den 50er-Jahren wurde hier so mancher Heimatschinken gedreht. Hinter Senheim muss die Strecke nochmals aufs andere Ufer ausweichen, um die berühmte Schleife bei Bremm zu umfahren. Nach Alf über die Brücke, dann hat uns die rechte Seite wieder. Diese Doppelbrücke für Straßen- und Schienenverkehr galt bei ihrem Bau im Jahr 1878 als technisches Meisterwerk. Unmittelbar dahinter rollt die Maschine durch Merl, einen Vorort von Zell. Die Stadt der »Schwarzen Katz« wird das am Ufer hingestreckte Zell auch genannt. Auf vielen Schildern, Tafeln und Bildern in der netten Altstadt begegnet man dem Tier. Kein Wunder, ist es doch Namenspatron einer der besten Weinlagen an der Mosel. Das mittelalterliche Zell wurde leider 1848 durch einen Brand fast vollständig zerstört. Übrig geblieben ist unter anderem das 1542 erbaute Amtsschloss, ein noch sehr gut erhaltener Verwaltungsbau im Renaissance-Stil. Bei Traben-Trarbach dreht die Mosel erneut eine Ehrenrunde. Diesmal um den Festungsberg Montroyal herum. Das rebenbestandene Plateau oberhalb der Stadt wurde vom Sonnenkönig Ludwig XIV. zur Festung ausgebaut, die in Kriegszeiten bis zu 40.000 Menschen beherbergen konnte. Leider ging ihm während der Bauphase das Geld aus, so dass Montroyal niemals zum Einsatz kam. Traben-Trarbach verfügt über eine beachtenswerte Ansammlung von Jugendstilgebäuden. Sie stammen aus einer Zeit, in der die Bürgerschaft im Kampf um die repräsentativste Villa keine Kosten scheute. Der kleine Ort Wolf präsentiert alte Fachwerkhäuser und einen tollen Ausblick hinüber auf Kröv und seine Weinberge. Anschließend rollen wir durch die Ürziger Schleife nach Zeltingen-Rachtig. Die Doppelgemeinde gehörte seit dem 7. Jahrhundert zum Erzbistum Köln, wovon heute mehrere mittelalterliche Verwaltungsgebäude wie das Amtshaus und die Komturei zeugen. Kurz darauf fahren wir nach Bernkastel hinein. Die Stadt, die einst zu Trier gehörte, weist eine Besonderheit auf: Weil sie niemals zerstört wurde, besitzt sie heute einen der am besten erhaltenen historischen Kerne an der Mosel. Rechts unten am Moselufer liegt ein großer Parkplatz mit speziellen Flächen für Motorräder. Von hier aus lässt sich die Altstadt bequem zu Fuß erkunden. Außer seinen Fassaden hat Bernkastel noch ein kulinarisches Highlight zu bieten: Die Lage »Bernkasteler Doctor« bringt die besten und teuersten Weine an der Mosel hervor. Auf dem breiten und ganz leicht geschwungenen Asphalt der B 53 geht es durch das Winzerdorf Mülheim in Richtung Westen. Bei Niederemmel biegen wir nach Neumagen ab, wo im Ort rechts an der Durchgangsstraße das berühmte römische Weinschiff steht. Zusammen mit den Villen von Mehring, Longuich und Kenn sowie den Keltern von Maring, Piesport und Lieser gehört es zu den wichtigsten römischen Ausgrabungen an der Mosel. Die Römer waren es, die nach Jahrhunderten der Barbarei Kultur in die Region brachten. Sie bauten Wein an, errichteten Städte und legten Straßen an, die bis ins 19. Jahrhundert hinein die einzigen überregionalen Verbindungswege des Landes blieben. Ihre Gebietseinteilungen sind bis heute die Grenzen der Verwaltungsbezirke. Und die Sprache der Winzer ist zu 100 Prozent römischen Ursprungs. Dass sich die Römer an der Mosel so wohl fühlten, mag auch an dem hier herrschenden milden Klima gelegen haben. Die feucht-warme Witterung lässt eine Vegetationsvielfalt gedeihen, wie sie sonst nur im Mittelmeerraum vorkommt. So sind Orchideen an der Mosel keine Seltenheit. Nach Umrundung der engen Trittenheimer Schleife wechselt die Straße wieder ans linke Ufer und nimmt ab Schweich direkten Kurs auf Trier, die Hauptstadt der Moselregion. Sie windet sich an der Autobahn vorbei und erreicht die Trierer City, wo mit der Porta Nigra das am besten erhaltene römische Stadttor der Welt steht. Schon lange vor den Römern siedelte der keltische Stamm der Treverer an dieser Stelle. Die Römer übernahmen den Namen und nannten ihre Stadtgründung im Jahre 16 v. Chr. zu Ehren des Kaisers Augustus »Augusta Treverorum«, erhabene Stadt der Treverer. Trier ist so reich an antiken Schätzen, dass man Tage benötigen würde, um sie alle in Ruhe anzusehen. So beschränkt man sich am besten auf die Porta Nigra. Gleich neben dem Bauwerk wartet ein Motorradparkplatz, von dort aus sind es noch ein paar Schritte zu Fuß. Das Industrie- und Gewerbegebiet von Konz ist zugegebenermaßen keine Offenbarung. Doch hinter Wasserliesch kehrt die Moselidylle zurück. Die Fahrbahn wird nun schön schmal und kurvt locker durch Weinberge und Waldstücke. Immer wieder zeigt sie herrliche Aussichten hinüber nach Luxemburg. Luxemburg? Aber klar doch. Die Mosel spielt jetzt den Grenzfluss. In Nennig bildet der 160 Quadratmeter große Mosaikfußboden einer römischen Villa die letzte Gelegenheit, antike Luft zu schnuppern. Ein Großgrundbesitzer ließ sich hier im 2. Jahrhundert nach Christi nieder und baute eine der prächtigsten Villen an der ganzen Mosel. Alleine das Haupthaus war 100 Meter lang, die ganze Anlage maß 600 Meter. Das Gebäude um den Mosaikfußboden herum wurde wieder aufgebaut und gibt dem Besucher eine gute Vorstellung vom damaligen Leben. Die letzte Gemeinde auf deutschem Boden heißt Perl. Am Ortsende geht es hinüber nach Frankreich, wo die Mosel »Moselle« genannt wird.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Weiter geht es auf der Küstenstraße 17 nach Norden, erneut mehrfach unterbrochen von kleinen Fähren. Sandnessjøen: Mit nur etwa 600 Einwohnern ist Sandnessjøen das Zentrum der Küstenregion Helgeland. Von hier aus werden all die kleinen bewohnten Inseln versorgt, die vor der Küste im Meer liegen. Die große Brücke war früher mautpflichtig, nachdem sie abbezahlt war, kann man heute kostenfrei auf das andere Ufer gelangen und so auf der 17 zum Fähranleger in Levang fahren. Nesna: Östlich von Nesna liegt im Sjonfjell ein guter Aussichtspunkt. Beim Blick zurück auf das Meer sieht man die Inseln Lovund und Træna sehr schön. Beide sind seit der Frühzeit besiedelt, weil das Meer sehr fischreich ist. Lovund hat nur eine Fläche von 4,9 Quadratkilometern, ist aber 625 Meter hoch. 473 Einwohner weist die kommunale Statistik aus. Traena liegt noch weiter draußen, auch hier leben rund 500 Einwohner ganzjährig. Svartisen: Gut eine Stunde benötigt die Fähre von Kilboghamn nach Jektvik. In der Nebensaison ist Vorsicht geboten, sie fährt nur selten. Mit der kurzen Fähre von Ågskaret nach Forøy hat es sich für diese Tour mit den Fähren. Am Holandsfjord gibt es einen Aussichtspunkt mit Blick auf den Gletscher Svartisen. Ørnes: Nach dem 11 Kilometer langen Svartisen-Tunnel werden zunächst Glomfjord und dann Ørnes passiert. In Ørnes machen die Schiffe von Hurtigruten fest, es gibt ein kleines Hotel. Und vor allem eine Tankstelle. Aus fahrerischer Sicht folgt nun der vielleicht schönste Teil der 17, weil die Mischung aus Kurven und immer wieder schönen Ausblicken auf die Inselwelt stimmt. Zur Beschreibung des Saltstraumen siehe Tour 8-4.
    Irland / Galway - Mayo - Sligo
    Sky Road: Außer in den Sommermonaten – zu viel Verkehr – ist diese 15 Kilometer lange Panoramastraße eine Traumstrecke für Motorradfahrer. Grandiose Ausblicke auf die zerklüfteten Buchten und teilweise extreme Steigungen machen diesen Abschnitt zu einem Leckerbissen. Kylemore Abbey: Vorbei am Connemara National Park wird die älteste irische Benediktinerinnenabtei erreicht. 1665 gegründet, residieren die Nonnen seit 1920 in diesem prächtigen Schloss aus dem 19. Jahrhundert, das zuvor ein privates Anwesen war. Vor allem die Gärten sind den Besuch wert. Doo Lough Pass: Kein klassischer Pass mit Kehren, aber dennoch eine flüssig fahrbare Strecke: führt über die Sheefrey Hills nordwärts nach Louisburgh. Murrisk: Gleich drei Attraktionen machen den kleinen Ort an der Küste zu einem Pflichtziel für Irland-Fans. Zum einen gibt es die Überreste einer Augustinerabtei aus dem 15. Jahrhundert zu bewundern. Im Park davor steht seit nunmehr 20 Jahren das National Famine Memorial. Das Denkmal in Form eines Totenschiffs mit skelettierten Figuren mahnt eindrücklich an die Ereignisse rund um die Große Hungersnot, die Mitte des 19. Jahrhunderts über eine Million Menschen dahinraffte. Das alles liegt zu Füßen des heiligen Bergs der Iren, des 762 Meter hohen Croagh Patrick. Ein Pilgerpfad führt auf den Gipfel, auf dem St. Patrick im 5. Jahrhundert 40 Tage lang gefastet haben soll. Schön ist auch die zugehörige Legende, dass er ein Glocke vom Berg schleuderte und damit alle Schlangen von der irischen Insel vertrieb. Westport: Die Stadt empfiehlt sich als Etappenort durch ihr Übernachtungsangebot. Zudem gibt es in manchen Pubs täglich Konzerte irischer Folkmusik. Ein Bummel entlang der hübschen Promenade beiderseits des Flusses Carrowbeg zeigt zudem die Struktur des Ortes. Westport ist eine durchgeplant angelegte Stadt – eine Seltenheit auf der Insel.
    Kroatien / Dalmatien
    Orebic: Netter kleiner Fährhafen mit einigen guten Konobas an der Uferpromenade. Das eigentliche Highlight des Ortes liegt etwas oberhalb. Ein Franziskanerkloster mit grandioser Aussicht auf Korcula und die Inseln Süddalmatiens. Etappe Pijavicino-Drace: Kurz nach Pijavicino liegt auf der rechten Seite ein schöner Aussichtspunkt. Man überblickt den nächsten Streckenabschnitt hinunter Richtung Drace. Unten angekommen lohnt es sich rechts abzubiegen nach Trstenik. Das typisch dalmatische Küstendorf liegt idyllisch in einer Bucht. Ston: Schon von weitem erkennt man die Mauern von Ston, dem Tor zum Peljesac. Die mit 5,5 Kilometern längste Verteidigungsmauer Europas mit noch ca. 20 erhaltenen Wehrtürmen lässt sich besichtigen. Allerdings ist die Tour in den steilen Hängen eine schweißtreibende Angelegenheit. Dafür hat man von oben einen guten Überblick über die große Verdunstungs-Saline römischer Herkunft. Jadranska Magistrale: Kurz hinter Ston erreicht die Tour die Jadranska Magistrale. Wir folgen der Küstenstraße, die immer wieder mit herrlichen Ausblicken auf die süddalmatische Küste aufwartet, bis nach Dubrovnik. Dubrovnik: Sie gilt seit jeher als eine der schönsten Städte des Mittelmeerraumes. 1979 wurde die Altstadt in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Die autofreie Altstadt ist von einer fast zwei Kilometer langen Mauer umgeben, die –gegen Gebühr – begangen werden kann. Für die Besichtigung allein der Altstadt, in der übrigens täglich mehrere Hochzeiten gefeiert werden, sollte man sich denn auch hinreichend Zeit nehmen. Aussichtspunkt Dubrovnik: Um zum schönsten Aussichtspunkt auf die Festungsanlagen der Stadt zu gelangen hat man die Qual der Wahl: Seilbahn oder Motorrad. Die Seilbahn beginnt oberhalb der Altstadt. Die Straßenvariante führt zunächst wieder auf die Jadranska Magistrale. Kurz nach Dubrovnik geht es rechts ab und über einige enge Serpentinen bergauf Richtung Bosanka. Etappe Potoje – Orebic: Eine der schönsten Streckenabschnitte der Tour. Nach dem Scheitelpunkt geht es in engen Kurven auf perfektem Asphalt zurück hinunter nach Orebic. Die Aussicht von der steil über dem Meer laufenden Straße ist phänomenal. Auf der linken Seite unbedingt an dem Weinverkauf mit der großen Weinflasche anhalten und die Aussicht auf die Meerenge zwischen Peljesay und Korcula genießen! Korcula: Fähre ca. 20 min, 52 Kuna, ca. stündlich. Gleich nach der Fähre beginnt die Hauptstraße der Insel nach Vela Luka. Auf perfektem Asphalt schlängelt sie sich im permanenten leichten bergauf und bergab durch die Inselmitte. Natürlich immer wieder mit Tiefblicken auf die dalmatische Inselwelt. Vor der Rückkehr nach Peljesac wartet nun das Highlight der Insel auf einen Besuch. Korcula Stadt empfängt seine Besucher mit einer der besterhaltenen mittelalterlichen Altstadt im mediterranen Raum. Allgegenwärtig ist der Name Marco Polo, dessen Geburtshaus sich hier besichtigen lässt. Außerdem lohnt ein Besuch der Markuskathedrale. Der Kirchturm lässt sich gegen Gebühr besteigen, wartet dafür aber mit einer herrlichen Aussicht auf Korcula und Peljesac auf. Rings um die kleinen Gassen der Altstadt gibt es etliche Cafes und Restaurants auf der Stadtmauer, perfekt, um einen wunderschönen Tourentag ausklingen zu lassen. Vela Luka: Gemütlicher, in einer tiefen Bucht gelegener Ort, der zweitgrößte der Insel. Viele Cafés und Restaurants am Hafen laden zur Mittagspause ein. Der Fährhafen bietet Verbindungen nach Split und auf die Nachbarinsel.
    Griechenland / Thessalien
    Von der ehemaligen Autobahn durch das wildromantische Tembi-Tal in Thessalien zweigt eine Landstraße ab zum Meer. Wer hier einbiegt, erreicht nach ein paar Kilometern das Fischerdorf „Stomio“ am Fuß des Ossa / Kissavos. Hier startet unsere Route durch die gruene Halbinsel Pilion in der Nähe von Volos. Auf der Strecke gibt es so ziemlich alles, was sich Biker nur wünschen können: eine kilometerlange Rennstrecke direkt am Meer, Panorama und eine Kurve nach der anderen bei der Umrundung des höchsten Gipfels des Pilion-Gebirges. Steckbrief zur Strecke von Stomio in Thessalien nach Agria im Pilion in Magnesia Länge der Strecke: 189,9 km Basisorte: Stomio / Tembi – Rakopotamo – Kanalia – Tsagkarada – Milies – Agria / Volos Zu überwindende Höhenmeter Maximale Höhe: 1.226 Meter Minimale Höhe: 7 Meter Strände auf der Strecke: zahlreich Einkehrmöglichkeiten unterwegs: u.a. Waldrestaurant „Pestrofes“ in 37300 Paleokastro Hotels auf der Strecke: u.a. Hotel Chanis Sissi in Chania / Pilion Hotel am Zielort: u.a. Hotel Ballas in 37300 Agria Volos Straßenbelag: Asphalt Straßenzustand: sehr gut bis akzeptabel Besonderheiten und Tipps: Die Gebirgsstrecke um den höchsten Gipfel des Pilion (Pliassidis, 1.548 m) ist ein echtes Kurvenparadies, nimmt aber viel Zeit in Anspruch. Wer die Tour eher ruhiger angehen möchte, findet in Agria – sieben Kilometer von Volos entfernt – problemlos ein Hotel in der Nähe vom Strand und erkundet erst am nächsten Tag die Serpentinen rund um den Pliassidis. Strecke von Stomio bei Larisa / Thessalien nach Agria bei Volos / Pilion Im 600-Einwohner-Dorf Stomio startet die Tour auf gerade einmal 7 Höhenmetern, um dann im Verlauf der Strecke 1.226 Höhenmeter zu erreichen. Anschließend geht es wieder bergab zum Meer. Die malerische Motorradroute zum Pilion bietet auf dem ersten Streckenabschnitt fast permanent Meerespanorama und eignet sich an mehreren Strecken dazu, das Gas auch mal etwas weiter aufzudrehen. Bei Rakopotamo führt die Route in zahlreichen Kurven bergauf, um später bei Kanalia den kleinen Stausee „Limni Karla“ in der Ebene vor Volos zu erreichen. Via Kerasia geht es anschließend weiter in Richtung innerer Pilion: der „griechischen Schweiz“. Hier erwarten die Fahrer pittoreske Bergdörfer wie Portaria, Tsagkarada oder Milies, deren Namen hauptsächlich Insidern bekannt sind. Via Agio Vlasio geht es schließlich weiter bergab bis zum Badeort Agria am Meer, dem Zielort. Einkehrmöglichkeiten Waldrestaurant Pes Trofes (Πέστροφες) 5 km vor dem Zielort Agria bei Volos Forellen aus eigener Zucht im Bach ausgezeichnete griechische Küche idyllisches Ambiente Außenterrasse rechts neben der Straße vor 37300 Paleokastro kurz hinter der Brücke von Agios Blasios Hotel auf der Strecke "Chanis Sissi" 2-Sterne-Hotel mit rustikaler Taverne Aussenterrasse Parkplatz fuer Biker hinter dem Gebaeude 37011 Chania Pilion Telefon: +302428 0 96414 Fax: +302428 0 96427 Email: info@hanizisi.com https://www.hanizisi.com/ Hotel am Zielort Agria „Hotel Ballas“ kleines 2-Sterne-Hotel in der Nähe von zwei Badestränden Apostolou Lambi Road 6 37300 Agria Volos 7 km von Volos entfernt Tel: 24280 92926 E-Mail: info@hotelballas.gr https://www.hotelballas.gr/ Sehenswürdigkeiten auf der S trecke „Iamatiki Pigi“ Kokkino Nero Naturstein-Badebecken mit rotem Heilwasser Eisen- und Kohlensäurehaltig direkt an der alten Straße durch 40007 Kokkino Nero „Archontika“ dreistöckige Herrenhäuser aus Naturstein aus den Jahren 1750 bis 1850 in fast allen Bergdörfern des Pilion
    Irland / Derry - Antrim Coast
    Derry/Londonderry: Die Grenzstadt zur Republik Irland ist gleichzeitig Ausgangspunkt der Causeway Coastal Route, einer der großen irischen Touristenrouten. Diese Alternativroute führt aber durch das Sperrin Gebirge. Sperrin Mountains: Die Sperrins sind eine von Gletschern geschliffene Gebirgslandschaft deren höchster Gipfel, der Mount Sawel mit 678 Metern, an unserer Route liegt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten die Bergkette zu durchqueren, deren Gipfel im Winter regelmäßig schneebedeckt sind. Auch Starkwinde sind hier keine Seltenheit. Die von uns empfohlene Strecke führt über eine Single Track Road durch eine überaus karge Landschaft, die wir sonst nur aus hochalpinen Gebieten kennen. Trotz der geringen Höhenlage muss die Straße teilweise irrwitzige Steigungen überwinden. Belohnt wird man mit einzigartigen Ausblicken bis weit über die Küstenlinien hinaus. Ballymoney: Wer sich für Motorrad- Straßenrennen interessiert, muss diesen Ort kennen – und ihn besuchen. Er ist die Heimat der Familie Dunlop, die einige der erfolgreichsten Fahrer dieser Sportart hervorbrachte. Dem berühmtesten Sohn der Stadt, Joey Dunlop, hat man einen ganzen Park mit Statue und seiner persönlichen „Wall of Fame“ gewidmet: 26 Siege bei der Isle of Man TT, 24 bei der nordirischen Ulster TT, dazu 13 mal die legendären Northwest 200 gewonnen. Letzteres hat nur sein Bruder Robert mit 15 Siegen getoppt. Portrush: Neben seinen fantastischen Stränden ist der nordirische Küstenort vor allem als perfekte Basis für einen Besuch des Giant‘s Causeway sowie als Etappenort an der Causeway Coastal Route bekannt und beliebt.
    Italien / Piemont Ligurien
    Carrara: Die Stadt in den Apuanischen Alpen ist das Synonym für Marmor. Der Carrara-Marmor, der in den nahegelegenen Steinbrüchen gewonnen wird, erfreut sich seit Jahrhunderten besonders in der Bildhauerei reger Nachfrage. Nicht von ungefähr ist hier also auch eine Bildhauerakademie angesiedelt. Rund um die Marmorbrüche muss man auf den teilweise schmalen Bergstraßen Vorsicht walten lassen. Nicht nur, dass die Lkw-Fahrer einen ganz eigenen Fahrstil an den Tag legen, der Belag ist zudem dauerhaft mit dem feinen weißen Staub der Abbrüche belegt. Was schon im Trockenen für Rutscher sorgt, wird bei Nässe zu Schmierseife. Foce di Terrarossa: Bei den Einheimischen werden die Pässe hier nicht „passo“, sondern „foce“ genannt. Dieser ist 1 135 Meter hoch und weist 40 Kehren auf. Foce delle Radici: Mit 1 529 Höhenmetern und 61 Kehren ist der Pass ein Musterbeispiel für unbekannte Traumstraßen. Er markiert zudem die Grenze zwischen Toskana und Emilia Romagna. Foce a Giove: Bei Abetone kan man entweder in weitem Bogen auf der SS12 bleiben und bei Bagni di Lucca wieder auf unsere Route treffen. Oder man traut sich an das Highlight, diesen 1 674 Meter hohen Schotterpass! Der ist mit rund 50 Kehren nicht einfach zu befahren und sollte nur im Trockenen sowie von geübten Fahrern in Angriff genommen werden. Castelnuovo di Garfagnana: Von dem charmanten Örtchen mit seinem sehenswerten alten Kern aus geht es einmal quer durch den Naturpark der Apuanischen Alpen bis hinab nach Massa. Wir empfehlen zum Ausklang der Tour eine Nacht am Meer zu verbingen, etwa in Marina di Carrara.
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