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    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Aus Richtung Oslo kommend führt diese Tour an die Küste des nördlichen Fjordlandes, ohne auf die wichtigsten Highlights zu verzichten. Borgund: Von Fagernes benutzt man zunächst die E16 bis nach Lærdal. Die Strecke wird seit einigen Jahren ausgebaut. Oft ist die alte Straße aber noch vorhanden, so dass eine touristische Alternative gewählt werden kann. Die vielleicht schönste Stabkirche Norwegens steht in Borgund ungefähr 30 km vor Lærdal. Vermutlich stammt sie in ihren Ursprüngen aus den Jahren 1150 bis 1200. Bereits seit 1877 wird sie für Touristen als Sehenswürdigkeit genutzt. Kaupanger: Auf dem Weg von der Fähre Fodnes – Manheller nach Sogndal kommt man an der kleinen Ortschaft Kaupanger vorbei. Auch hier steht eine Stabkirche. Sie ist aber weit weniger verziert als die von Borgund. Nett ist das örtliche Bootsmuseum am Ufer des Sognefjords. Fjærland: Die 5 ist ab Sogndal wie der größte Teil dieser Tour gut ausgebaut. Bei Fjærland gibt es das Norwegische Gletschermuseum (Norsk Bremuseum) und wer mag, kann einen kurzen Abstecher zum Gletscherarm Suphellebreen fahren. Der Fjærlandsfjord ist übrigens auch ein Arm des Sognefjords. Olden: Von Skei fährt man ein Stück auf der E39, bis bei Byrkjelo die 60 einmal kurz und knackig über das Utvikfjell zum Innvikfjord führt, einem Arm des Nordfjords. Bei Olden führt eine Stichstraße zum Gletscherarm Briksdalsbre, der als „alte“ Touristenattraktion in allen Reiseführern erwähnt wird. Vergesst es! Zu viele Busgruppen, zu wenig Gletscher. Das ist eine klassische Touristenfalle. Ålesund: Über Stryn  und Volda führt die Strecke nun auf der teilweise brandneuen E39 Richtung Küste. Nach einer letzten Fähre wird Ålesund erreicht. Die Altstadt wurde 1904 durch einen großen Stadtbrand zerstört und anschließend im damals populären Jugendstil wieder aufgebaut.
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    Deutschland / Hunsrück
    Idar-Oberstein: Deutschlands Edelsteinhauptstadt bietet ein Edelsteinmuseum mit mehr als 1.000 glitzernden Exponaten sowie ein nicht weniger interessantes Mineralienmuseum. Kulinarische Spezialität ist der vor dem Braten eingelegte Spießbraten. Thalfang: Der ruhige Luftkurort liegt herrlich idyllisch in der Hunsrücker Wald- und Wiesenlandschaft. Sehenswert sind der Jüdische Friedhof aus dem Jahr 1800 und die ehemalige Synagoge. Etappe Hettenrodt - Nonnweiler: Harmonische Kurverei durch den einsamen Hochwald und die Dollberge. Nonnweiler: Ringwall der Kelten.
    Deutschland / Schwarzwald
    Der westliche Abhang des Schwarzwaldes hält mit seinen vielen Auf- und Abfahrten einige motorradfahrerische Leckerbissen bereit. Highlights: Herbolzheim: Durch Stoffweberei, Tabak- und Hanfanbau entwickelte sich Herbolzheim im 19. und 20. Jahrhundert zu einer wohlhabenden Stadt. Heute zeugen die hübschen Barockfassaden der Bürgerhäuser von dieser Zeit. Ettenheim: Der Kern der Barockstadt quillt über vor wunderschönen historischen Gebäuden. Schmuckstücke sind das Rathaus und die Pfarrkirche. Ein Rundgang zu Fuß ist daher zu empfehlen. Lahr: Im Sommer erzeugt das Rheintal ein subtropisches Klima, von dem auch Lahr profitiert. Vor allem im Frühling während der Obstblüte ist die Stadt ein beliebtes Ausflugsziel. Wahrzeichen ist der Storchenturm, der Rest der Burg der Herren von Geroldseck. Unbedingt sollte man einen Spaziergang durch den schönen Stadtpark unternehmen. Etappe Bad Peterstal – Kniebis: Traumhafte Kurvenstrecke vom Renchtal hinauf in die Schwarzwaldhöhen. Hat alpinen Charakter. Haslach: Das hübsche Städtchen besitzt eine lange Tradition im Silberbergbau.
    Schweiz / Bern | Wallis
    Brünigpass: Die Nordrampe ab Lungern ist ein Heidenspaß für Einsteiger und Könner. Tolle Kurven, klasse Fahrbahn (1.008 m). Dieser Pass verbindet die Schweizer Kantone Bern und Obwalden. Von Brienz geht es über Meiringen nach Giswil in Obwalden. Die Kantonsgrenze verläuft circa 350 Meter nordöstlich der Passhöhe. Eröffnet wurde der Pass schon 1861. Lange war die Straße eine wichtige Verbindung zwischen der Innerschweiz und Oberitalien. Spannend ist, dass die Südwestrampe (Hauptstrasse 4) von Brienzwiler und die bis zu 13 Prozent steile Südostrampe von Meiringen sich erst auf 918 Höhenmeter zu einer gemeinsamen Südrampe vereinigen.Von der Passhöhe aus kann man noch einen Abstecher in Richtung Osten auf die Straße zum Haselberg einplanen. Durchaus idyllisch präsentiert sich die Landschaft auf der Nordseite dieses Passes: Auf 712 Höhenmeter erstreckt sich der schöne Lungerersee, wo man eine Pause einlegen sollte, bevor man sich auf die Bergabfahrt macht. Schallenberg: Bei Nicht-Schweizern wenig bekannte Bergstraße mit hohem Spaßfaktor. Schmale Fahrbahn, unzählige Kurven und Kehren (1.167 m). Glaubenberg: 1.690 Meter hoch, ein weiterer Geheimtipp aus der Schweizer Bikerschublade. Hier trainieren die schnellen Jungs ihre Schräglagen. Thun: Durch seine reizvolle Lage am Thuner See entwickelte sich Thun im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Urlaubsort. Wahrzeichen ist das von weitem sichtbare Schloss, die Altstadt gefällt mit Hochtrottoirs, Rathausplatz und Schleusenbrücken. Lauterbrunnen: Einmalige Lage, von senkrechten Felswänden umgeben, die vor allem bei den Base Jumpern beliebt sind. Markant sind auch die Trümmelbach-Wasserfälle. Interlaken: Die schmucke Stadt liegt, wie der Namen schon sagt, “zwischen den Seen”, Thuner und Brienzer See. Grindelwald: Die malerische Kulisse vor Eiger, Mönch und Jungfrau sucht – selbst in der mit Bergpanoramen reich gesegneten Schweiz – ihresgleichen. Die Fahrt nach Grindelwald ist eine entspannte Angelegenheit, am Ziel warten Cafés und Restaurants mit direktem Blick auf das Gipfel-Trio. Ein keinesfalls zu versäumender Abstecher!
    Deutschland / Hessisches Bergland
    Cornberg: Ehemaliges Benediktinerinnenkloster aus dem 13. Jahrhundert, dessen vier Flügel heute als Kulturstätte und Hotel genutzt werden. Eschwege: Wunderschönes mittelalterliches Fachwerkstädtchen mit über 1.000-jähriger Geschichte. Sehenswert ist vor allem das Landgrafenschloss. Bad Sooden-Allendorf: In dem pittoresken Kurstädtchen an der Werra ist Deutschlands größtes Gradierwerk zu Hause. Vor dem Steintor steht der viel besungene „Brunnen vor dem Tore“. Witzenhausen: Im Frühjahr blühen rund um Witzenhausen etwa 150.000 Kirschbäume. Ziegenhagen: Erlebnispark mit Automobilmuseum. Etappe Eschwege - Bad Sooden: Die Bergstrecken des Meißners haben es in sich.
    Frankreich / Seealpen Süd
    La Bollène-Vésubie: Der Ort wird stets in einem Atemzug mit dem legendären Col de Turini genannt, dessen Westrampe hier ihren sich zum Kurvenspektakel steigernden Ausgangspunkt nimmt. Die Strecke aus dem Vésubie-Tal über den 1.611 Meter hohen Pass nach Sospel ist Teil der Route des Grandes Alpes. Sospel: 25 Kilometer vom Col de Turini entfernt befindet man sich auf nur noch knapp 300 Metern über dem Meer. Noch einmal eine solche Strecke, und man hat bei Menton die Côte d‘Azur erreicht. Sospel besitzt eine mittelalterlich geprägte Altstadt sowie ein gutes gastronomisches Angebot, vor allem rund um den Place Saint-Nicolas mit der Kathedrale Saint-Michel. Menton: Der Abschluss der Route des Grandes Alpes könnte nicht schöner sein als in dieser kleinen Perle des Mittelmeers. Menton ist im Herzen immer ein kleines Dorf geblieben und hat sich nicht von seinen mondänen Nachbarn wie Monte Carlo verführen lassen. Zwar gibt es auch hier ein Casino, aber die Hotellerie ist bodenständig gut, die Gastronomie erschwinglich. Monte Carlo: Jeder möchte hin, viele sind enttäuscht. Aus Platzmangel ist mittlerweile jeder Millimeter verbaut, in teilweise abenteuerlich anmutender Architektur. Das Verkehrschaos, das hier an der Tagesordnung ist, kann einem den Versuch wenigstens ein paar Meter auf der berühmtesten Formel-1 Rennstrecke zurückzulegen, gewaltig vergällen. Wer unbedingt einen Blick werfen möchte, sollte das von der oberen Küstenstraße aus tun. Nizza: Das quirlige Zentrum der Côte d‘Azur ist nicht nur eine der lebhaftesten, sondern zugleich liebenswertesten Metropolen Europas. Hierher sollte nur kommen, wer bereit ist, ein paar Tage zu investieren. Ansonsten wird einem jeder Kurzbesuch das Herz brechen. Der raue, ganz eigene Charme der Stadt nimmt einen schnell gefangen. Und selbst als Tourbasis ist Nizza gar nicht mal so verkehrt.
    Italien / Südtirol/Dolomiten
    Die drei Zinnen sind der Höhepunkt dieser Tour durch die Karnischen und Sextener Dolomiten. Toblach: Das sehenswerte Städtchen mit seinem gut erhaltenen historischen Kern besitzt eine über 100 Jahre alte Fremdenverkehrstradition. Drei Zinnen: Die mautpflichtige Auffahrt ist kurz, steil und mit spitzen Kehren gespickt. Oben wartet eines der schönsten Panoramen der Dolomiten. Kreuzbergpass: 1.636 m, schwungvolle Angelegenheit, ruhig und rund zu fahren. Cima Sappada: 1.286 m, die enge Fahrbahn mit ihren vielen Kehren verlangt volle Aufmerksamkeit.
    Österreich / Kärnten
    Können sich 1,6 Millionen Besucher pro Jahr irren? Wohl kaum. Also muss an der Faszination des Nationalparks Hohe Tauern etwas dran sein. Wer eine Auszeit vom Alltag braucht, ist hier goldrichtig. Was also liegt näher, als diesen Naturraum auf einer Tagestour zu erkunden? Startort unserer „Tour de Natur“ ist Heiligenblut. In der dortigen St.-Vinzenz-Kirche wird ein Fläschchen mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit aufbewahrt: Der Legende nach soll es sich dabei um das heilige Blut Christi handeln. Die B 107 bringt uns flott und kurvenreich nach Winklern. Der 1325 errichtete Mautturm ist heute das Wahrzeichen dieser geschichtsträchtigen Stadt. Anschließend zirkeln wir über den 1.209 Meter hohen Iselsberg hinüber ins Tal der Drau, wo der Abstecher nach Lienz, in die Hauptstadt Osttirols, ein absolutes Muss ist. Dass in Osttirol die Uhren anders gehen, wie es die Osttiroler behaupten, erkennt der Besucher nicht nur im romantischen Lienz und seinem entspannten mediterranen Charakter, sondern auch beim Durchqueren des Pustertals. Links und rechts zielen die Spitzen der Karnischen Alpen und des Defereggenebirges steil in den Himmel, während drunten im Tal ein stilles Dorf auf das nächste folgt. Innichen und Toblach fordern den Pausenstopp mit anschließendem Bummel durch die historischen Ortskerne ein, danach zweigt die Route hinter Welsberg rechts ins Anzholzer Tal ab. Dort setzt sich die Abgeschiedenheit nahtlos fort. Wie schon im Pustertal scheint auch  hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Stille Dörfer, einsame Bauernhöfe, grüne Almen, glückliche Kühe. Begrenzt wird das Antholzer Tal vom Staller Sattel. Der Knackpunkt dieses 2.502 Meter hohen Passes zwischen Österreich und Italien ist das einspurige Stück auf Südtiroler Seite. Schmal, kurvig, in oberen Bereich holperig. Da muss man seine Maschine schon sicher im Griff haben. Hingegen machen die acht sauber angelegten Kehren im Osttiroler Bereich uneingeschränkt Spaß und zaubern uns das bekannte breite Motorradfahrergrinsen unter den Helm. Die Ampelanlage wurde schon vor Jahrzehnten installiert, weil der Verkehr über den Staller Sattel irgendwann zu viel wurde und geregelt werden musste. Jetzt geht es bei Grünlicht alle viertel Stunde hinab ins Defereggental. In Huben klinkt sich die Route in die Felbertauernstraße ein. Die verbindet auf einer Länge von 65 Kilometern seit 1967 das Salzach- mit dem Drautal. In Matrei besuchen wir zuerst das Nationalparkhaus, wo das Wasser den Besucher durch die gesamte Ausstellung begleitet, dann setzen wir uns im Hintermarkt, dem historischen Ortskern Matreis, in einen Caféhaus-Stuhl und lassen den bezaubernden Rundblick auf uns wirken. Aus der Kernzone des Nationalparks führt die Felbertauernstraße hinaus in die so genannte Außenzone. Dort ist die traditionelle Bewirtschaftung der Natur durch Bergbauern erlaubt, alle großen technischen Projekte sind jedoch untersagt. Mittersill, der Sitz des Nationalparkzentrums taucht auf. Wunderschön an der Nordflanke der Hohen Tauern gelegen, war das Städtchen schon immer ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zweier bis heute bedeutender Routen – die Ost-West-Richtung durch das Salzachtal und die Nord-Süd-Verbindung über die beiden Pässe Thurn und Felber Tauern. In sanften Bögen führt die Bundesstraße 168 anschließend im Tal der Salzach entlang nach Osten. Zwei landschaftlich und fahrerisch absolut empfehlenswerte Abstecher führen hinein ins Stubachtal und Kapruner Tal. Auf  schmaler, zigfach gekringelter Fahrbahn wedeln diese beiden Sackgassen tief und steil in die Hohen Tauern hinein. Ein Tanz der Schräglagen und der heißen Reifen. Zur Belohnung gibt es am Ende beider Täler bezaubernde Blicke auf Stauseen und Bergspitzen. Für den Fall, dass man im Winter die Motorradstiefel mit Skistiefeln tauschen möchte: Das Skigebiet von Kaprun zählt zu den schönsten und anspruchsvollsten Österreichs. Ein Superlativ ist auch die Schlussetappe unsere heutigen Tour – die Besteigung des Großglockners im Motorradsattel. Kaum eine andere Passstraße in den gesamten Alpen lässt sich so harmonisch unter die Räder nehmen wie diese Route. Kehre anbremsen, runterschalten, Maschine umlegen, eine saubere Linie durch die Kurve ziehen, Maschine aufrichten, Gas aufmachen, hochschalten, beschleunigen, nächste Kehre. So geht das die ganze Zeit. Ein 40 Kilometer langer Riesenspaß für Könner und Einsteiger. Einziges Manko ist das fast durchgängige Überholverbot. Man sollte deshalb genau darauf achten, wer vor einem fährt. Ein Wohnmobil mit norddeutschem Flachlandkennzeichen kann sich nämlich schnell zum Alptraum entwickeln. Hat man jedoch freie Fahrt, sind die 23 Euro Maut bestens angelegt. Bleiben dann noch ein paar Euro für den Sundowner in einem Caféstuhl unten in Heiligenblut, geht ein fantastischer Motorradtag stimmungsvoll zu Ende. Tourlänge: ca. 420 km Roadbook: Heiligenblut – Winklern –  Lienz – Innichen – Toblach – Antholzer Tal – Staller Sattel – Defereggental – Huben – Matrei – Felbertauernstraße – Mittersill – Stubachtal – Kapruner Tal – Fusch – Großglockner Hochalpenstraße – Heiligenblut Highlight: Ein Bummel durch Lienz. Das Herz der Stadt, der von historischen Gebäuden gesäumte Hauptplatz, könnte ebenso gut irgendwo in Italien stehen. Auch das Klima trägt seinen Teil zum leichten Lienzer Leben bei – Lienz gehört zu den österreichischen Orten mit den meisten Sonnenstunden. Pässe-Info: Staller Sattel                            2052    10 %   11-5     20km Felbertauern Mautstraße           1650     10 %       -       71km Großglockner Hochalpenstr.     2506      12 %    11-4     45km
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    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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