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    Österreich / Kärnten
    Können sich 1,6 Millionen Besucher pro Jahr irren? Wohl kaum. Also muss an der Faszination des Nationalparks Hohe Tauern etwas dran sein. Wer eine Auszeit vom Alltag braucht, ist hier goldrichtig. Was also liegt näher, als diesen Naturraum auf einer Tagestour zu erkunden? Startort unserer „Tour de Natur“ ist Heiligenblut. In der dortigen St.-Vinzenz-Kirche wird ein Fläschchen mit einer geheimnisvollen Flüssigkeit aufbewahrt: Der Legende nach soll es sich dabei um das heilige Blut Christi handeln. Die B 107 bringt uns flott und kurvenreich nach Winklern. Der 1325 errichtete Mautturm ist heute das Wahrzeichen dieser geschichtsträchtigen Stadt. Anschließend zirkeln wir über den 1.209 Meter hohen Iselsberg hinüber ins Tal der Drau, wo der Abstecher nach Lienz, in die Hauptstadt Osttirols, ein absolutes Muss ist. Dass in Osttirol die Uhren anders gehen, wie es die Osttiroler behaupten, erkennt der Besucher nicht nur im romantischen Lienz und seinem entspannten mediterranen Charakter, sondern auch beim Durchqueren des Pustertals. Links und rechts zielen die Spitzen der Karnischen Alpen und des Defereggenebirges steil in den Himmel, während drunten im Tal ein stilles Dorf auf das nächste folgt. Innichen und Toblach fordern den Pausenstopp mit anschließendem Bummel durch die historischen Ortskerne ein, danach zweigt die Route hinter Welsberg rechts ins Anzholzer Tal ab. Dort setzt sich die Abgeschiedenheit nahtlos fort. Wie schon im Pustertal scheint auch  hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Stille Dörfer, einsame Bauernhöfe, grüne Almen, glückliche Kühe. Begrenzt wird das Antholzer Tal vom Staller Sattel. Der Knackpunkt dieses 2.502 Meter hohen Passes zwischen Österreich und Italien ist das einspurige Stück auf Südtiroler Seite. Schmal, kurvig, in oberen Bereich holperig. Da muss man seine Maschine schon sicher im Griff haben. Hingegen machen die acht sauber angelegten Kehren im Osttiroler Bereich uneingeschränkt Spaß und zaubern uns das bekannte breite Motorradfahrergrinsen unter den Helm. Die Ampelanlage wurde schon vor Jahrzehnten installiert, weil der Verkehr über den Staller Sattel irgendwann zu viel wurde und geregelt werden musste. Jetzt geht es bei Grünlicht alle viertel Stunde hinab ins Defereggental. In Huben klinkt sich die Route in die Felbertauernstraße ein. Die verbindet auf einer Länge von 65 Kilometern seit 1967 das Salzach- mit dem Drautal. In Matrei besuchen wir zuerst das Nationalparkhaus, wo das Wasser den Besucher durch die gesamte Ausstellung begleitet, dann setzen wir uns im Hintermarkt, dem historischen Ortskern Matreis, in einen Caféhaus-Stuhl und lassen den bezaubernden Rundblick auf uns wirken. Aus der Kernzone des Nationalparks führt die Felbertauernstraße hinaus in die so genannte Außenzone. Dort ist die traditionelle Bewirtschaftung der Natur durch Bergbauern erlaubt, alle großen technischen Projekte sind jedoch untersagt. Mittersill, der Sitz des Nationalparkzentrums taucht auf. Wunderschön an der Nordflanke der Hohen Tauern gelegen, war das Städtchen schon immer ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zweier bis heute bedeutender Routen – die Ost-West-Richtung durch das Salzachtal und die Nord-Süd-Verbindung über die beiden Pässe Thurn und Felber Tauern. In sanften Bögen führt die Bundesstraße 168 anschließend im Tal der Salzach entlang nach Osten. Zwei landschaftlich und fahrerisch absolut empfehlenswerte Abstecher führen hinein ins Stubachtal und Kapruner Tal. Auf  schmaler, zigfach gekringelter Fahrbahn wedeln diese beiden Sackgassen tief und steil in die Hohen Tauern hinein. Ein Tanz der Schräglagen und der heißen Reifen. Zur Belohnung gibt es am Ende beider Täler bezaubernde Blicke auf Stauseen und Bergspitzen. Für den Fall, dass man im Winter die Motorradstiefel mit Skistiefeln tauschen möchte: Das Skigebiet von Kaprun zählt zu den schönsten und anspruchsvollsten Österreichs. Ein Superlativ ist auch die Schlussetappe unsere heutigen Tour – die Besteigung des Großglockners im Motorradsattel. Kaum eine andere Passstraße in den gesamten Alpen lässt sich so harmonisch unter die Räder nehmen wie diese Route. Kehre anbremsen, runterschalten, Maschine umlegen, eine saubere Linie durch die Kurve ziehen, Maschine aufrichten, Gas aufmachen, hochschalten, beschleunigen, nächste Kehre. So geht das die ganze Zeit. Ein 40 Kilometer langer Riesenspaß für Könner und Einsteiger. Einziges Manko ist das fast durchgängige Überholverbot. Man sollte deshalb genau darauf achten, wer vor einem fährt. Ein Wohnmobil mit norddeutschem Flachlandkennzeichen kann sich nämlich schnell zum Alptraum entwickeln. Hat man jedoch freie Fahrt, sind die 23 Euro Maut bestens angelegt. Bleiben dann noch ein paar Euro für den Sundowner in einem Caféstuhl unten in Heiligenblut, geht ein fantastischer Motorradtag stimmungsvoll zu Ende. Tourlänge: ca. 420 km Roadbook: Heiligenblut – Winklern –  Lienz – Innichen – Toblach – Antholzer Tal – Staller Sattel – Defereggental – Huben – Matrei – Felbertauernstraße – Mittersill – Stubachtal – Kapruner Tal – Fusch – Großglockner Hochalpenstraße – Heiligenblut Highlight: Ein Bummel durch Lienz. Das Herz der Stadt, der von historischen Gebäuden gesäumte Hauptplatz, könnte ebenso gut irgendwo in Italien stehen. Auch das Klima trägt seinen Teil zum leichten Lienzer Leben bei – Lienz gehört zu den österreichischen Orten mit den meisten Sonnenstunden. Pässe-Info: Staller Sattel                            2052    10 %   11-5     20km Felbertauern Mautstraße           1650     10 %       -       71km Großglockner Hochalpenstr.     2506      12 %    11-4     45km
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    Griechenland / Thessalien
    Nach unserer Motorradtour "Agria bei Volos via Pilion zum Olymp Teil 1" führt uns heute der 2. Teil der Strecke über Stomio nach Gonni. Ab hier klettert die kurvige Straße immer weiter in die Höhe bis in die fast schon alpine Landschaft um Kallipefki (1.054 m). Die höchsten Gipfel des Olymps sind jetzt schon viel näher gerückt. Bis Ende Mai tragen sie noch ihre Schneekappen. Von Kallipefki ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Zielort Sikaminea. Steckbrief zur Strecke von Agria am Pilion in das Vorgebirge vom Olymp Länge der Strecke : 193,5 km Länge Strecke Teil 1: 129 km Länge Strecke Teil 2: 64 km Basisorte: Agria / Volos – Kanalia – Keramidi – Metallia – Stomio – Gonni – Sikaminea / Olymp Höchster Punkt : 1.054 m Tiefster Punkt: 7 m Strände auf der Strecke : zahlreich Einkehrmöglichkeiten unterwegs : u.a. Restaurant „The Bempis“ in 40007 Koutsoupia Hotels auf der Strecke : u.a. Hotel „Vlassis“ in 40007 Stomio Hotel am Zielort: „Olympus Lodge“ in 40200 Sikaminea Straßenbelag: vorwiegend Asphalt, 7,4 km gut befestigte Erdstraße Straßenzustand : gut bis akzeptabel Hotel am Zielort Sikaminea "Olympus Lodge" Idyllische Lage auf 941 m im Vorgebirge des Olymp Parkplatz auf eigenem Gelände Taverne Außenterrasse Outdooraktivitäten: Reiten, Paragliding, Bergsteigen Betreiber ist Biker & Mechaniker 40200 Sikaminea Telefon: +30697 807 5080 E-Mail: horsesolympuslodge@gmail.com Sehenswürdigkeiten auf der Strecke Wasserfall am Meer Paralia Metallia 40003 Metallia Melivias (Strecke von Keramidi in Richtung Rakopotamos) „Archontika“ dreistöckige Herrenhäuser aus Naturstein aus den Jahren 1750 bis 1850 in 38500 Keramidi / Pilion
    Österreich / Tirol
    Höhepunkt der Tour um die Verwallgruppe ist die Silvretta-Hochalpenstraße. Silvretta-Hochalpenstraße: 16 km Fahrspaß pur, Steigung 14 Prozent, Höhenunterschied 1.000 m, Fahrbahnqualität perfekt. Das Zuckerl ist die Aussicht auf der Bieler Höhe (2.036 m) auf den vergletscherten Piz Buin. Ischgl: von den Rätoromanen vor 1.000 Jahren als "Ischia", zu Deutsch: Insel, gegründet, ist Ischgl heute einer der bevorzugten Wintersportorte Österreichs. Im Sommer geht es hier vergleichsweise ruhig zu, und man hat Ort und Panorama alleine für sich. Schruns: Der Hauptort des romantischen Montafon ist mit seinem hübschen Zentrum einen Stopp wert. Arlbergpass: 1.793 m hoch, für Anfänger der perfekte Einstieg in die Motorradwelt der Alpen, für Könner ein Heidenspaß.
    Deutschland / Pfalz
    Waldfischbach-Burgalben: Mitte des 12. Jahrhunderts erstmals in einer Urkunde genannt, im 30jährigen Krieg nahezu ausgestorben, 1969 aus den beiden bis dahin selbständigen Gemeinden Waldfischbach und Burgalben gebildet. Die Wallfahrt zur 1430 erbauten Kapelle Maria Rosenberg lockt jährlich Tausende Besucher an. Die nah gelegene Heidelsburg wurde um 350 auf der Basis einer älteren keltischen Verteidigungsanlage errichtet. Zehn Kilometer östlich liegt der Clausensee mit überdurchschnittlich guter Wasserqualität. Seine Umgebung mit einem Mischwald aus Buchen und Eichen gilt als eines der schönsten deutschen Erholungsgebiete. Schmitshausen: Hier lockt nicht nur das Heimatmuseum, sondern auch die Edelbranntweinbrennerei von Manfred Hartenstein (Sonnenbergstr. 14). Landstuhl: Hier siedelten schon Urmenschen, Kelten, Römer und Franken. Burg Nanstein war ab dem 15. Jahrhundert Sitz der Sickinger, die mit Franz von Sickingen den „letzten deutschen Ritter“ hervorbrachten. Rockenhausen: Besitzt seit 1332 das Stadtrecht und gefällt mit seiner heimeligen historischen Altstadt. Bad Dürkheim: Das vom Küfermeister Fritz Keller gebaute Weinfass ist mit ca. 1,7 Millionen Liter Inhalt das größte Fass der Welt. Kandel: Der Aufstieg zum 1.241 Meter hohen Kandel ist eine knackige Angelegenheit. Dutzende von Spitzkehren, holperiger Belag, schmale Fahrbahn.
    Spanien / Pyrenäen Spanien
    Highlight dieser Tour ist das auf einer felsigen Anhöhe gelegene kleine Städtchen Alquezar, das am Südrand der Pyrenäen liegt. Auf dem Weg dorthin fahren sie auf kleine kurvenreiche Sträßchen und einer beeindruckenden Schlucht in der man zahlreiche Geier bestaunen kann. Tour ca. 330 km
    Italien / Südtirol/Dolomiten
    In den Tälern westlich von Meran warten die Geheimtipps – fahrerisch und optisch. Rabland: Der reizende Ort liegt an der Römerstraße Via Claudia Augusta und ist heute wegen der größten digitalen Eisenbahnanlage Italiens bekannt. Mit über 20.000 Modellen handelt es sich hierbei um die größte Privatsammlung Europas. Ultental: Sonne, Wald, Berge und eine unberührte Natur – wer die Ruhe liebt, der wird hier fündig. Schnalstal: Das einsame Hochtal ist ein Paradies für Wanderer und ein lohnenswerter Abstecher auf der Motorradtour. Martelltal: Aus dieser lauschigen Ecke stammen die besten Erdbeeren Südtirols, die noch sehr spät geerntet werden können. Bekannt ist das jährliche Erdbeerenfest. Matscher Tal: Wie ein Keil trieb die Natur das urige Tal tief in die Ötztaler Alpen hinein. Ein Muss für jeden Liebhaber romantischer Alpentäler.
    Italien / Südtirol/Dolomiten
    Der Bergstock des Rosengartens sorgt für ein Fahr –und Naturerlebnis. Terlan: Wein, Äpfel, Spargel und ein mächtiger Kirchturm – dafür ist die im Etschtal zwischen Bozen und Meran gelegene Gemeinde bekannt. Ihr rot schimmernder Kirchturm zählt zu den höchsten Südtirols und wurde im 14. Jahrhundert aus Porphyrgestein erbaut. Etappe Moena – Blumau: Rund zu fahrende, nicht zu schwierige Bergstrecke über Karer- und Nigerpass. Rosengarten: Das Massiv steht östlich des Nigerpasses, seine Wände glühen in der Abenddämmerung rosenrot.
    Italien / Südtirol/Dolomiten
    Eine Tour, die vor allem im Frühjahr einen bleibenden optischen Eindruck hinterlässt. Hafling: Die von der Sonne verwöhnte Gemeinde ist in grüne Wiesen und dunkle Nadelwälder eingebettet und wird wegen ihrer herausragenden Lage auch die „Sonnenterrasse Merans“ genannt. Cles: Der hübsche Hauptort des Nonstales ist vor allem im Frühling einen Abstecher wert – von Ende April bis Mitte Mai blühen um Cles herum Tausende weiße und rosarote Apfelbäume. Etappe Ruffre – Fondo: Zügig zu fahrende Strecke mit vielen schnellen Wechselkurven, die zünftige Schräglagen zulassen. Gampenjoch: Der Passo delle Palade - auf Deutsch kurz Gampenjoch - gehört zum südtiroler Teil der Gebirgsgruppe Nonsberg, die sich zwischen Südtirol und dem Trentino erstreckt. Die 27 Kilometer lange Passstraße verbindet die Orte Tesimo und Fondo miteinander. Erbaut wurde die Straße während des Zweiten Weltkriegs vom italienischen Militär. Genutzt wurde die Route allerdings natürlich schon in der Frühzeit. Landschaftlich kann die Strecke bei gutem Wetter überzeugen, wenngleich sie kaum Ansprüche an geübte Fahrer legt. Mendelpass: Südwestlich von Bozen erstreckt sich von Sigmundskron aus der Mendelpass in luftige Höhen von 1.363 Metern und endet nach gut 40 Kilometern im beschaulichen Cavareno. Historisch gilt er auch als Sprachgrenze zwischen deutsch- und italienischsprachigem Südtirol. Die Straße ist auf beiden Seiten gut ausgebaut und bietet Steigungen von bis zu zehn Prozent. Auf der Nordwestrampe sollte man schwindelfrei sein, da die Straßenbauer sie  - übrigens schon zum Ende des 19. Jahrhunderts - recht eng an den Felsen platziert haben. Von der Passhöhe aus lohnt sich ein Abstecher auf die kleine Stichstraße, die einen nach gut vier Kilometern auf den Penegal - und dort zu einem netten Aussichtsturm bringt.
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    Was sollte man noch über die Motorradtouren und die BikerBetten Partnerhotels wissen?

    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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