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    Schweiz / Graubünden
    St. Gotthard, Lukmanier und Oberalp – braucht der Motorradfahrer mehr Pässe an einem Tag, um glücklich zu sein? St. Gotthardpass: 2.109 m, ein Klassiker, der bei keiner Alpenüberquerung fehlen darf. Speziell die alte Trasse mit ihrem Kopfsteinpflaster ist nicht von Pappe. Disentis: Gilt als das Wanderparadies Graubündens. Das gleichnamige Kloster sollte man auf jeden Fall besuchen, ansonsten darf im hier noch schmalen Oberrhein nach Gold geschürft werden. Etappe Disentis – Biasca: Die Überquerung des Lukmanierpasses ist etwas für Naturliebhaber.
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    Deutschland / Erzgebirge
    Seiffen: Als Ende des 17. Jahrhunderts der Niedergang des Bergbaus die Menschen zum Umdenken zwang, begannen sie mit dem Bau von Holzspielzeug. Heute verlassen jährlich zehntausende von Nussknackern, Schwibbögen und Pyramiden die Werkstätten der „Hauptstadt des Holzspielzeugs“. Glashütte: 1845 gründete E. A. Lange die erste deutsche Uhrenfabrik. Heute ist es die Firma Lange & Söhne, die die Uhrmachertradition aufrecht erhält. Olbernhau: Die Saigerhütte aus von 1537 ist ein einzigartiges Denkmal der Technikgeschichte. Frauenstein: Hübsche Stadt mit schmucken Häusern.
    Irland / Wexford - Waterford - Kilkenny
    Kilkenny: Mit einem Partyabend ist es in dieser Stadt nicht getan, dazu gibt es zu viel zu entdecken. Gleich zwei Kathedralen leistet sich der Ort, eine anglikanische (immerhin Irlands zweitgrößte mittelalterliche) und eine römisch- katholische. Dann darf aber die Abfahrt auf diese 190 Kilometer lange Etappe locken. Und es geht gleich mal sanft gewunden durch die sich lang übers Land streckenden Slieveardagh Hills. Cashel: Der Rock of Cashel gilt als „das“ irische Wahrzeichen. Legenden sehen in ihm einen magischen Sitz von Feeen und Geistern. Weit über tausend Jahre lang war es Königsburg, Christianisierungs- Zentrum und Symbol der irischen Unabhängigkeit. Zusätzlich ist auch die großartige Burg von Cahir eine Besichtigung wert. Lismore: Auf dem Weg in diesen Ort überwindet die Route einen ersten „Gap“. Im Gegensatz zu den uns bekannten Pässen sind die irischen Gaps zwar auch Gebirgsübergänge, suchen sich aber eher einen leichten, unterhalb der Gipfel vorbeiführenden Spalt im Felsmassiv. Dieser hier hat an der Nordrampe ein paar schöne „hairpins“ (enge Kehren) zu bieten. Lismore: An Kathedralen und Kastellen herrscht in Irland wahrlich kein Mangel. Auch dieser Ort verfügt über je ein sehenswertes Exemplar jeder Gattung. Cork: Für die zweitgrößte Stadt des Landes sollte man sich ruhig zwei Tage Zeit nehmen. Der Ruhetag fürs Motorrad lässt sich leicht mit Besichtigungen, Schlendern, Schauen und natürlich Shopping füllen. An den Ufern des Lee und im Zentrum um die prächtige St. Patrick‘s Street ist immer genügend los. Oder wie wäre es mal mit einem Besuch im „Butter Museum“? Gibt‘s hier auch…
    Deutschland / Niederbayern
    Flotte Überlandpartie durch die bayerische Provinz. Hübsche historische Stadtkerne laden zum Verweilen ein. Altötting: Ganz alte Stadt, in der Kelten, Römer und Bajuwaren ihre Spuren hinterlassen haben. Als bedeutender Wallfahrtsort wurde Altötting schon von den Päpsten Pius IV., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. besucht. Die Gnadenkapelle gehört zu den meistfrequentierten Wallfahrtsstätten Deutschlands. Altenmarkt: Die Buchenwald-Gedenkstätte erinnert an in Kriegen verschiedener Epochen verstorbener Soldaten, angefangen im Jahr 1800 über den Krieg 1870/71 bis zum Ersten und Zweiten Weltkrieg. Wasserburg am Inn: Die fast komplett vom Inn umflossene Altstadt kann man nur über eine schmale Landzunge erreichen. Sie ist in ihrer mittelalterlichen Pracht fast vollständig erhalten. Ein architektonisches Juwel stellt das Brucktor an der Innbrücke dar. Waldkraiburg: Junge Stadt mit interessanter Geschichte – ab 1946 siedelten sich auf einem aufgegebenen Industriegelände Heimatvertriebene aus Ost- und Südeuropa an. 1950 entstand daraus eine selbständige Gemeinde mit dem Namen Waldkraiburg. Danach erfolgte eine rasante Zunahme der Bevölkerung.
    Irland / Dublin - Wicklow
    Trim: Auf dem Weg aus der Mitte des Landes zurück an die Küste geht es auf dieser kurzen Etappe an vielen historisch bedeutsamen Stätten vorbei. So auch an Trim, wo die normannische Burg aus dem 12. Jahrhundert als größte ihrer Art in Europa gilt. Auch als Ruine ist sie noch imposant – und dank Mel Gibson weltbekannt. Zahlreiche Aufnahme zum Film „Braveheart“ entstanden hier. Hill of Tara: Der wohl meistverehrte Ort Irlands ist schon seit der Steinzeit eine heilige Stätte. Auch der schlaue St. Patrick bediente sich der Ausstrahlung dieses Ortes bei der Christinaisierung der Insel. Viel zu sehen gibt es nicht, einen Besuch ist Tara dennoch wert. New Grange: Zusammen mit den nahe gelegenen Anlagen Dowth und Knowth gilt das Ganggrab aus der Steinzeit zu den bedeutendsten Megalithanlagen der Welt. Deshalb wurden die mehr als 5.000 Jahre alten Kulturschätze auch zur Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Eine Besichtigung ist nur mit Führer nach Voranmeldung möglich – aber überaus eindrucksvoll. Boyne Valley: Die Schlacht am Fluss Boyne zählt zu den einschneidensten Ereignissen der irischen Geschichte: Wilhelm II von England konnte seinen von ihm zuvor abgesetzten Vorgänger Jakob II und dessen Truppen entscheidend bezwingen. Das gilt auch als Grundlage für die sich bis heute fortsetzenden Spannungen zwischen Katholiken und Protestanten auf der Insel. Drogheda: Das Etappenziel ist ein lebhafter Ort am Fluss Boyne. In den letzten Jahren ist ein verlockender Mix aus historischem Zentrum und trendigen Neubauten entlang beider Flussufer entstanden.
    Italien / Piemont Lombardei
    Baveno: Der beliebte Ferienort am Golf von Verbania ist zugleich ein guter Ausgangspunkt für einen kurzen Ausflug zu den im Lago Maggiore liegenden Borromäischen Inseln. Besonders beliebt ist die Isola Bella, die schöne Insel. Im 17. Jahrhundert begann Carlo III. Borromeo mit dem Bau eines nie vollendeten Palazzo und der Anlage mediterraner Gärten auf dem bis dato felsigen Eiland. Der Palast befahenthält heute ein Museum. die eigentliche Attraktion aber sind die terrassierten Gärten. Stresa: Auch dieser Ort zählt zu den Kurorten entlang des piemontesischen Ufers Gleich hinter ihm steigen steil einige Berghänge empor, so auch zum 1 491 Meter hohen Berg Mottarone. Es gibt eine kleine Serpentinenstraße aus dem Ort hinaus, die bis an den Gipfel führt. Varallo: Das Dorf ist die Hauptgemeinde. Wahrzeichen von Varallo ist einer der heiligen Berge des Piemont, der Sacro Monte di Varallo (603 Meter), der an die heiligen Orte (Betlehem, Kalvarienberg, Nazaret usw.) von Palästina erinnern soll und so zu einem berühmten Wallfahrtsort wurde. Er ist die große Touristenattraktion des Ortes. Alagna Valsesia: Am Talschluss des Valsesia liegt dieser Ort auf gut 1 200 Metern. Er bietet Zugang zum Monte Rosa-Gebirge, einer der eindrucksvollsten Gipfelketten der Alpen. Es bildet eine natürliche Barriere zur Schweiz, auf deren Gebiet mit der Dufourspitze auch der höchste Berg liegt. Mit seinen 4 634 Metern ist es zugleich der höchste Berg der Eidgenossen – und des gesamten deutschen Sprachraums. Etliche weitere Drei- und Viertausender runden das Bild ab und geben an ihren Flanken dem Valsesia eine gigantische Kulisse.
    Irland / Sligo - Donegal
    Burtonport: Gerade mal acht Kilometer nordwestlich vom Ausgangsort Dunglow entfernt liegt der kleine Hafen, von dem die Fähre nach Arranmore ablegt. Kurioserweise wird diese Insel oft auch Aran Island genannt, sollte aber nicht mit der gleichnamigen Inselgruppe in der Galway Bay verwechselt werden. Arranmore (Aran Island): Die Fähre nach Arranmore bietet im Sommer bis zu sieben Verbindungen täglich mit der ersten um 8.30 ab Burtonport und der letzten um 18.30 Uhr zurück aufs Festland. Die kleinen Fährschiffe bieten nur wenigen Fahrzeugen Platz. Es empfiehlt sich also – auch mit Motorrädern – frühzeitig am Hafen zu sein, oder Tickets schon im Internet vorzubuchen. Die Insel ist mit ihren knapp 18 Quadratkilometern die größte an Donegals Gestaden. Der Abstecher auf die Insel lohnt schon deshalb, weil man von hier aus wundervolle Ausblicke auf die doch spektakuläre Küste Donegals ergattern kann. Bewohnt ist fast ausschließlich der Irland zugewandte Ostteil, wo es auch einige feine Sandbuchten gibt. Der felsige Westen mit seinen steilen Klippen hingegen ist fast menschenleer. Die Runde um die Insel mit Abstechern, etwa zum Arranmore Lighthouse im Nordwesten, ist gute 30 Kilometer lang. Für die sollte man sich aber genügend Zeit nehmen, um die Abgeschiedenheit und Schönheit vor allem der Westküste für sich zu entdecken. The Rosses: Der Zipfel zwischen Dunglow und dem Regionalflughafen von Donegal zählt zu den landschaftlich schönsten Gebieten des Nordwestens. Er ist aber auch ein sehr stolzes und selbständiges Gebiet, in dem noch überwiegend Gaeltacht, das traditionelle Irisch, gesprochen wird.
    Deutschland / Erzgebirge
    Eine Tagestour, die Panoramen und Schräglagen perfekt miteinander vereint. Frauenstein: Im Renaissanceschloss wartet ein tolles Museum über den Orgelbaumeister Gottfried Silbermann. Außerdem: Rathaus mit wunderschöner Häuserzeile. Freiberg: Die erste freie Bergstadt Deutschlands gefällt mit ihrem historischen Zentrum, dem Dom und dem Marktlatz. Naschkatzen sollten unbedingt Freiberger Eierschecken probieren. Talsperren: Entlang der Talsperren Lichtenberg und Saidenbach reihen sich herrliche Aussichten aneinander. Brand-Erbisdorf: Hier finden sich noch viele alte Zeugen der Bergbauvergangenheit. Großhartmannsdorf: Die Teiche sind seit 1500 ein Naturrevier.
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    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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