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    Deutschland / Schleswig-Holstein
    Diese Runde steht ganz im Zeichen der Nordsee. Büsum: Fabelhafte Fußgängerzone, begehbare Deiche – ein Pflichtstopp. Heide: Nicht nur wegen des größten deutschen Marktplatzes ist das hübsche Heide einen Besuch wert. Schobüll: Da hier die Geest direkt an die Nordsee angrenzt, stört kein Deich den Blick übers Meer. Etappe Oldenswort – Wesselburen: Am Meer entlang geht es über das Eider-Sperrwerk. Friedrichstadt: Wegen seiner Grachten und Giebelhäuser auch „Klein Amsterdam“ oder „Holländerstadt“ genannt. Tellingstedt: Interessante Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundert mit markantem schiefem Turm.
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    Österreich / Steiermark
    Steyr: Die keltische Gründung ist eine typische "Eisenstadt". Im Mittelalter war sie wegen der reichen Eisenvorkommen wohlhabend, und noch heute sieht man in der Altstadt von Steyr den Reichtum vergangener Tage. Pyhrnpass: Der 954 Meter hohe Übergang verbindet die Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Runde und übersichtliche Kurven machen die Fahrt zum reinen Genuss. Admont: Das Benediktinerstift liegt in einer atemberaubenden Natur und beherbergt die größte Klosterbibliothek der Welt.
    Frankreich / Korsika
    L’Île-Rousse: Die Hafenstadt erhielt ihren Namen wegen der tpischen roten Felsen an der Küste. Zu den Attraktionen gehört die Markthalle, deren Dachkonstruktion von insgesamt 21 Säulen getragen wird. Balagne: Kleine Weiler mit romantischen Ecken, windschiefen Häusern mit Natursteinfassaden, verklinkerten Höfen und gemauerten Kellern, die so manche Überraschung bieten. Dazu der weite Blick auf die Küste und das Meer: Ein Ausflug in die kleinen Dörfer in den Bergen ist ein Muss für jeden Balagne-Urlauber. Die reizenden, liebevoll gepflegten Weiler wie Lavatoggio, Cateri, Muro, Feliceto, Speloncato, Belgodere und Aregno haben eine besondere, typisch korsische Dorf-Atmosphäre und ihren ursprünglichen Charme bewahrt. Galéria: Eine atemberaubende Panoramastraße führt die korsische Westküste entlang von Galéria zum Golfe de Porto – in sicherem Abstand zur Küste. Sie bietet unterwegs tolle Ausblicke auf die Buchten von Girolata, die wuchtigen roten Prophyrfelsen des Capo Senino, die Punta Scandola und eine schöne Fernsicht auf den Golf von Porto und die angrenzenden Calanches von Piana. Die kurvenreiche Strecke ist die einzige Direktverbindung von Calvi nach Ajaccio – dennoch sind auf der Strecke vor allem Motorradfahrer unterwegs, denn wer schnell von Nord nach Süd will, nimmt lieber den Umweg über Zentralkorsika in Kauf. Porto: Der einstige Hafen des Bergdorfes Ota. 1983 erklärte die Unesco das Kap von Porto, die Calanches und die Halbinsel La Scandola zum Weltkulturerbe. Col de Lava: Der 492 Meter hohe Pass läutet eine der Traumstrecken für Motorradfahrer ein. Cargèse: Wegen ihrer malerischen Lage am Nordende des Golf von Sagone und den schönen Stränden in der Umgebung hat sich die lebhafte kleine Stadt zu einem beliebten Reiseziel auf Korsika entwickelt. Die Berge Korsikas reichen hier bis ans Meer heran. Einige Küstenstreifen zwischen Galéria und dem Golfe de Sagone sind sogar nur von der See her zugänglich. Vico: Der einst befestigte Ort Vico war 1459 Schauplatz eines Massakers des genuesischen Gouverneurs Spinola an der Familie Leca. Der Ort diente im 16. Jahrhundert den Bischöfen von Sagone als Residenz. Das 1481 entstandene Kloster erhielt unter Bischof Casanelli d‘Istria im 19. Jahrhundert seine heutige Gestalt. Ajaccio: Die Inselhauptstadt blickt auf eine bewegte Geschichte. Vermutlich geht Aiacciu, so der korsische Name, auf eine griechische Siedlung zurück, die nacheinander von den Römern, Vandalen und Langobarden erobert wurde. In Ajaccio steht auch die Maison Bonaparte – das Geburtshaus Napoleons, des ersten Kaisers von Frankreich, um den sich hier noch immer vieles dreht.
    Frankreich / Korsika
    Gorges de la Restonica: Das Restonica-Tal bei Corte, im Herzen des Parc Naturel régional de Corse, ist wohl das berühmteste Wandergebiet der Insel. Graue Bergwände, strahlend weiße, runde Findlinge, breite, glatte Felsplatten. Dazwischen machen immer wieder wuchtige korsische Schwarzkiefern, sattgrüne Büsche und Sträucher die Schlucht zum abwechslungsreichen Erlebnis. Selbst bei großer Sommerhitze weht immer eine erfrischende Brise und ganz Mutige können in dem eiskalten und glasklaren Wasser des Restonica-Flusses ein Bad nehmen. Vico: Der einst befestigte Ort Vico war 1459 Schauplatz eines Massakers des genuesischen Gouverneurs Spinola an der Familie Leca. Der Ort diente im 16. Jahrhundert den Bischöfen von Sagone als Residenz. Das 1481 entstandene Kloster erhielt unter Bischof Casanelli d‘Istria im 19. Jahrhundert seine heutige Gestalt. Bocognano: Auf halbem Weg zwischen Ajaccio und Corte liegt das Dorf Bocognano. Es ist unter anderem berühmt für seine bevorzugte Lage am Fuße des Monte d‘Oro, dessen Kastanienhaine und seinem Wasserfall mit dem hübschen Namen „Brautschleier“ - „Voile de la mariée“. Vezzani: Vom Col de la Serra kommend, bietet dieser Abstecher eine willkommene Abwechslung zur Hauptverkehrsader D 89 auf dem Weg nach. Corte: Der Felsvorsprung, auf dem die Zitadelle thront, wurde bereits im neunten Jahrhundert durch die Mauren befestigt, die Burg entstand aber erst im Jahre 1419. Heute beherbergt die Zitadelle das Musée de la Corse.
    Griechenland / Fokida
    Zweite Tagesetappe unserer Motorradtour durch Mittelgriechenland: über die Thermopylen ins Agrafa Gebirge zum Plastira Stausee Motorrad-Erkundungstour von Delfi durch die wilden Berglandschaften Griechenlands bis zu den Klöstern von Meteora. Hier findest Du unsere  Motorradtour durch Mittelgriechenland Etappen Teil 1 und 3: von Delphi nach Pavliani im Pindosgebirge vom Plastira-Stausee nach Meteora in Mittelgriechenland Steckbrief zur Motorradtour Pindosgebirge (Pavliani) zum Agrafa Gebirge (Limni Plastiras) Region: Pindosgebirge und Agrafa, Mittelgriechenland und Thessalien Höchster Punkt: 1517 m Länge: 207 km Basisorte: Pavliani – Thermopylen – Rentina – Agrafa Shelter (Berghütte über dem Plastira Stausee) Höhenunterschiede Gesamtstrecke: 1577 m Höhenunterschied Startpunkt / Zielpunkt: 594 m Einkehrmöglichkeiten unterwegs: z.B. Amalia Grillrestaurant in Rentina Routenbeschreibung Motorradtour über die Thermopylen ins Agrafa Gebirge zum Plastira Stausee Euer Startpunkt ist Pavliani in der Provinz Fokida, ein unter Einheimischen beliebtes Ausflugsziel im Pindos Gebirge auf 921 Metern Höhe. Unser Motorrad Track zu den Thermopylen und ins Agrafa Gebirge führt euch zuerst auf kurvenreicher Straße mit 6 ausgeprägten Spitzkehren über einen bewaldeten Gebirgskamm bis zum kleinen Dörfchen Iti (Oiti geschrieben). Von hier aus bietet euch die Landstraße zwischen Bralou und Lidoriki noch eine heftige Kehre, bis sie schließlich dazu einlädt, das Gas etwas weiter aufzudrehen. Auf relativ gerader Strecke nähert ihr euch beim Örtchen Skamnos der E65, welcher ihr für etwa 20 Kilometer bis zur E75 folgt. Am Autobahnkreuz überquert ihr die E75 und folgt den Wegweisern nach rechts in Richtung „Loutra Thermopylon“ – zu den Thermopylen, an denen 480 v. Chr. während der Perserkriege die legendäre Schlacht zwischen Xerxes und dem spartanischen Heerführer Leonidas ausgetragen wurde. Vielleicht klingelt es ja bei euch, wenn ihr „Wanderer, kommst du nach Sparta…“ lest. Genau, da war doch irgendwas mit einem heroischen Opfertod an einem Engpass, wo 300 Spartaner versuchten, ein gigantisches Heer von Persern aufzuhalten, damit sich die übrigen Griechen in Sicherheit bringen konnten. Aber wo ist hier dieser historische Engpass zwischen dem Kallidromo Gebirge und dem Golf von Malia? Den gibt es aktuell nicht mehr, weil sich der Strand seitdem kilometerweit zurückgezogen hat. Dort, wo heute die E75 verläuft, war damals noch alles Meer – bis etwa 10 Meter vor den Abhängen des Kallidromo Gebirges. Also schaut, dass ihr noch die Kurve kriegt, bevor es wieder schwieriger wird, die Thermopylen zu erreichen. Hier ist – auch für Biker, die kein Interesse an Geschichte haben – unbedingt ein Zwischenstopp angesagt. „Thermopylen“ bedeutet nämlich nichts anderes als „heiße Quellen“. Die wurden zwar irgendwann einmal ausgebaut, werden aber heute nicht mehr kommerziell genutzt. Ihr könnt dort ohne zu bezahlen im warmen Wasser herumdümpeln und euren verspannten Muskeln eine kleine Erholung gönnen. Dann geht es zum Aufwärmen noch einmal für knapp 50 Kilometer über die Autobahn, bis ihr nahe der Ortschaft Stavros auf die Landstraße E952 abbiegt. Zwischen dem Pilion und den Agrafa gibt es keine asphaltierten Alternativen zu diesen Autobahnstrecken. Die beiden Gebirgszüge sind ansonsten nur durch Erdwege und Schotterstraßen verbunden, die nur mit geländetauglichem Motorrad oder 4x4 Offroad Fahrzeugen befahren werden können. Also gebt hier kurz Gas, um bald wieder bei euren heißgeliebten Serpentinen anzukommen. Bis Bitoli geht es noch auf der Landstraße durch Kulturlandschaften, aber dann schraubt sich die Route unaufhaltsam in die Höhe: Hier liegt eine Serpentine an der anderen. Ihr seid im Agrafa Gebirge angekommen. „Agrafa“ bedeutet „die Unbeschriebenen“. Das Gelände zwischen den 36 Gipfeln des Agrafa Gebirges war bis vor wenigen Jahrzehnten noch so unzugänglich, dass es niemals kartografiert wurde. Auch die Osmanen hatten es nie geschafft, diese Region einzunehmen – und im griechischen Bürgerkrieg waren die Agrafa eine Hochburg der Widerstandskämpfer. Auf eurer Motorradtour durch die wildeste Ecke Griechenlands fahrt ihr über Bergstraßen durch Reviere von Wölfen, Schakalen, Bären, Luchsen und Wildkatzen. Hier leben Steinböcke und Herden von robusten Wildpferdchen, Rehen, Hirschen und zahllose Wildschweine. Passt auf in den Kurven. Dahinter könnten unter Umständen gerade frei lebende Rinder, Schafe oder Ziegen die Fahrbahn überqueren. Ihr passiert urige Dörfer, in denen die Zeit stillzustehen scheint. Wie zum Beispiel das Dörfchen Rentina mit seinem einladenden Naturstein-Dorfplatz unter hohen Platanen: Hier haben wir damals auf unserer Motorradtour durch das Agrafa Gebirge eine Rast eingelegt. In Kedros erreicht ihr wieder Kulturland. Von dort aus geht es relativ gerade nach Kallifono und weiter nach Mitropoli, wo die Straße abermals extrem kurvenreich ansteigt. Sie umrundet in weitem Bogen einen Teil des Plastira Stausees und bringt euch zum Endpunkt dieser spannenden Motorradtour auf dem griechischen Festland: dem „Katafigio Agrafon“ oberhalb des Sees mitten im Berg. Von hier aus könnt ihr allerdings den malerisch gelegenen Stausee mit seinen Fjorden nicht sehen. Wer Wert auf eine spektakuläre Aussicht legt, sollte sich eine Übernachtungsmöglichkeit näher am Plastira Stausee reservieren. WICHTIG: Zwischen dem Dorf Rovoliani und Rentina gibt es noch keine asphaltierte Straße. Die 5,5 Kilometer lange Offroad Strecke wird aber permanent instand gehalten und befindet sich fast immer in relativ gutem Zustand, weil die Einwohner auf diese Verbindung angewiesen sind. Sie ist im Normalfall (außer nach Extremwetterereignissen) problemlos mit Straßenmaschinen zu bewältigen. Einkehrmöglichkeiten auf der Motorradtour vom Pilion in das Agrafa Gebirge Grillrestaurant Amalia (+ zwei weitere Restaurants) am Dorfplatz im Zentrum von 43069 Rentina Telefon (0030) 24430 71263 Sehenswürdigkeiten auf der Strecke zwischen dem Pilion und den Agrafa Die Hauptattraktion dieser Motorradtour zwischen Zentralgriechenland und Thessalien sind eindeutig die Thermalquellen, an denen vor etwa 2.500 Jahren die legendäre Schlacht zwischen Spartanern und Persern stattgefunden hatte. Der Track von BikerBetten führt euch genau bis zu der Stelle, an der ihr euch kostenlos in den historischen warmen Quellen der Thermopylen aalen könnt . Hier seid ihr – außer in der Hauptreisesaison – zumeist sogar völlig allein. Wo gibts denn sowas: Heiße Quellen und eine historische Stätte, die für jedermann kostenfrei zugänglich sind? Wohl nur auf dem touristisch vernachlässigten griechischen Festland... Wellness, Geschichte, Natur und Kehren ohne Ende: Unsere dreitägige Motorradtour zwischen Delfi und Meteora ist ein absolutes Highlight für Biker auf einem Roadtrip durch Griechenland.
    Deutschland / Allgäu / Bayerisch Schwaben
    Diese Voralpen-Region im Süden Deutschlands hält eine Vielzahl optischer Highlights für Kurvenkönige des Allgäus bereit: Sanfte Hügel, hohe Berge, stille Täler, weite Wälder. Besonders romantisch zeigt sich das Allgäu in seinem westlichen Teil. Die Region zwischen Kempten und dem Bodensee ist geradezu gespickt mit hübschen Ortskernen und historischen Altstädten. Dazu kommen verschlungene, meist nur wenig befahrene Landstraßen. Wer also ganz gemütlich durch eine paradiesische Landschaft touren will, ist hier goldrichtig. Für alle, die sich über die Region informieren möchten, empfehlen wir unser Motorradtouren Allgäu Bodensee Karte aus der FolyMaps Reihe. Darüber hinaus findest Du weitere interessante Produkte in unserem Shop. Weitere Motorradtouren im Allgäu findet man über unsere Motorradtouren Suche. Passende Allgäu Motorradhotels findest Du über unsere Bikerbetten Motorradhotel-Suche. Als Ausgangspunkt empfiehlt sich die älteste Stadt Deutschlands: Kempten. Im Tal der Iller gelegen, ist Kempten nicht nur Hauptstadt des Allgäus, sondern gleichzeitig auch eine der reizvollsten Städte der Region. Von der Umgehungsstraße aus folgt man zunächst dem Schild historisches Zentrum und rollt anschließend auf Kopfsteinpflaster bis direkt zum Marktbrunnen. Die gesamte Altstadt Kemptens ist verkehrsberuhigte Zone und darf im Schrittempo jederzeit befahren werden. Hier am Brunnen heißt es nun, den Blick über die verzierten Fassaden der Bürgerhäuser schweifen lassen und das prächtige Rathaus ein wenig genauer betrachten. Nun geht es weiter in Richtung Buchenberg. Hierzu verlassen wir Kempten in westlicher Richtung und landen automatisch auf einer perfekt ausgebauten Landstraße, die in sauberen, runden Kurven schnell an Höhe gewinnt. Schräglagenspaß am Morgen – hier wirst Du zum Kurvenkönig im Allgäu. Hinter Buchenberg folgt die Strecke dem Flüsschen Argen und lässt uns ausgiebig Zeit, die Gegend zu betrachten. In Nellenbruck beginnt ein interessanter Schlenker nach Süden, der auf engem und kurvigem Asphalt über die Orte Silbratshofen, Elbratshofen, Grünenbach und Maierhöfen zum nächsten Zwischenstopp für unsere Kurvenkönige Allgäu führt. Und der heißt Isny. Das Städtchen hat einen schönen mittelalterlichen Kern. Die Bundesstraße 12, die nun weiter in Richtung Wangen führt, ist nur dem Namen nach eine schnöde Schnellstraße. In Wirklichkeit entpuppt sie sich als Strecke für Kurvenkönige im Allgäu. Kurz vor Wangen dann zweigt ein schmales Sträßchen nach rechts ab und bringt uns über Staudach und Schwarzenberg direkt an die Stadtmauer der ehemals freien Reichsstadt. Wangen hat nicht umsonst den Ruf, eine überaus freundliche Stadt mit fast mediterranem Flair zu sein. Man folgt am besten dem Schild Zentrum/historische Altstadt und erreicht den Beginn der Fußgängerzone, wo einige Straßencafés und genügend Parkplätze wie gerufen kommen. Durch das Stadttor verlassen wir Wangen und fahren südwärts über Opfenbach hinab zur B 308, wo wir uns links Richtung Osten halten. Das nächste Stück bis Oberstaufen entpuppt sich als Panorama-Etappe der feinsten Sorte. Auf der rechten Seite liegt das gewaltige Panorama der Allgäuer und Österreichischen Alpen, links das Meer der grünen Almwiesen. Ein toller Pausen-Tipp für alle Kurvenkönige des Allgäus ist der Rastplatz Paradies kurz vor Oberstaufen, von wo man einen sehr schönen Rundblick hat. Der 7.000-Seelen-Ort Oberstaufen wurde durch eine ganz spezielle Heilmethode weltberühmt: die Schrothkur. Hinter Oberstaufen erklimmt die Bundesstraße einige Höhenmeter und führt dann mitten durch ein Hochtal. Schöne Ausblicke nach links auf die Salmaser Höhe und nach rechts auf den Hochgrat folgen. Wie ein dunkelblauer Tintenfleck taucht dann plötzlich der Alpsee auf. Mit Immenstadt wartet kurz nach dem Alpsee eine der ältesten Tuchmacher-Städte Deutschlands. Ein kurzes Stück hinter Immenstadt erreichen wir Sonthofen. Für die Fahrt von Oberstaufen nach Sonthofen gibt es übrigens eine Alternative: Man fährt nach Süden, überquert bei Aach die Grenze nach Österreich und steuert Hittisau an. Dort weiter ostwärts. Hinter Balderschwang beginnt die Riedberg-Passstraße. Die Riedberg-Straße ist nämlich eine überaus kurvige und verzwickte Angelegenheit, genau das Richtige für die Kurvenkönige des Allgäus. Sie windet sich, oder besser gesagt: sie zackt sich hoch bis auf 1.420 Meter Höhe. Sehr schmal, sehr steil und insgesamt in eher rauem Zustand. Geraden sind Mangelware, dafür warten Bodenwellen ohne Ende. Also ehrlich: Diese Passstraße ist eine super Sache und fast ein Geheimtipp. Da es vom Sattel aus nicht viel zu sehen gibt, nimmt man sich am besten gleich den Abstieg vor. Und der ist von der gleichen 1a-Qualität wie die Auffahrt. Vielleicht sogar noch eine Spur interessanter. Weil der Belag mit Flicken übersät ist und die ganze Konzentration der Kurvenkönige im Allgäu fordert. Vor Obermaiselstein biegen wir nach Tiefenbach ab, um in einem kleinen Bogen Oberstdorf zu erreichen. Das Dorf ist mit seinen 12.000 Einwohnern eigentlich schon eine Kleinstadt und liegt zwischen den Gipfeln von Fellhorn, Nebelhorn und Söllereck mitten in einem phantastischen Alpenpanorama. In Sonthofen rechts ab Richtung Hindelang. Immer noch gemächlich geradeaus. Doch das ändert sich schnell. Denn eine etwa fünf Kilometer lange Achterbahn bringt die Kurvenkönige des Allgäus von Hindelang hinauf ins 1.136 Meter hoch gelegene Oberjoch. Ein großes Schild mit der Aufschrift “Grüß Gott im Tannheimer Tal” begrüßt die Kurvenkönige des Allgäus gleich hinter Oberjoch. Dieses Hochtal ist nämlich ein echtes optisches Highlight. Seine Hänge sind fast bis hinauf zu den Felsspitzen mit Almwiesen bewachsen und verwandeln das Tal in einen grünen Schlauch. Als Alternative zur Hauptstraße bietet sich den Kurvenkönigen des Allgäus die links davon verlaufenden asphaltierten Landwirtschaftswege an. Von Gehöft zu Gehöft lässt es sich auf ihnen genüsslich das Tal entlangbummeln. Vor dem Haldensee biegen wir links nach Grän ab und erreichen über Pfronten auf gut ausgebauter, kurviger Straße Füssen. Bayerns höchst gelegene Stadt (803 Meter) war im Mittelalter ein wichtiger Handels- und Warenumschlagplatz auf der Route Augsburg – Oberitalien. Die Bedeutung ist geblieben. Der Grund sind die Königsschlösser rund um Füssen. Als Panoramaroute führt die B 16 aus Füssen hinaus Richtung Norden. Sanfte Kurven, jede Menge traumhafter Blicke nach rechts auf den Forgensee. Weiter hinten erkennt man Schloss Neuschwanstein vor der grandiosen Kulisse der Ammergauer Alpen. In Rieden links ab Richtung Seeg und Lengenwang. Im hübschen Marktoberdorf biegen wir links auf die B 472 ein, um gleich anschließend die B 12 unter die Räder zu nehmen, die die Kurvenkönige des Allgäus nach Kempten zurückbringt. Tipp der Redaktion: Kennt Ihr schon die schönsten Pässe für Kurvenkönige im Allgäu? Das sind unsere Highlights für Euch: Riedbergpass Oberjochpass Hochtannbergpass
    Schweiz / Tessin
    Vairano: Zusammen mit Casenzano bildet Vairano seit 1930 die Gemeinde San Nazzaro. Aussichtslage direkt am See. Ascona: Die schönste Stadt am Lago Maggiore mit ihren malerischen Gassen versprüht noch heute den Charme vergangener Jahrhunderte. Locarno: Sympathische Stadt mit einer unnachahmlichen Mixtur aus Schweizer Eleganz und italienischer Unbekümmertheit. Etappe Cannero - Intra: Das rund 20 Kilometer lange Bergsträßchen ist eine Herausforderung für jeden Motorradfahrer. Centovalli: Das verschlungene Seitental des Lago Maggiore ist ein Eldorado für kurvensüchtige Motorradfahrer.
    Norwegen / Norwegen Süd
    Charakteristik: Bekanntes und Unbekanntes verbindet diese küstennahe Tour zwischen Molde und Trondheim. Gut an einem Tag zu fahren. Molde: Die Rosenstadt nennt sich Molde ob ihres milden Klimas. Jedes Jahr im Juli findet hier ein Jazzfestival mit exzellenter, internationaler Besetzung statt. Die Fähre hinüber nach Vestnes pendelt nahezu rund um die Uhr. Wer aus Åndalsnes und vom Trollstigen kommt (s. Tour 6-4) wird aber eher die Fähre von Åfarnes nach Sølsnes nehmen. Atlantikstraße: Wenn man Molde über die 64 verlassen hat, gelangt man an die Küste. Die sogenannte Atlantikstraße ist ein Streckenabschnitt von knapp zehn Kilometern, der mit Hilfe von Brücken und Dämmen von Insel zu Insel durch das Meer gebaut wurde. Auch wenn es mehr Straßen in dieser Art in Norwegen gibt, ist die Atlantikstraße die bekannteste. Kristiansund: Die auf vier Inseln gebaute Stadt hat ihr geografisches Zentrum im Wasser. Kristiansund wurde aufwändig über Tunnel und Brücken ans Festland angeschlossen. Der Tunnel, der von der Atlantikstraße kommt, ist ausnahmsweise auch für Motorräder mautpflichtig. Sonst bezahlen Motorräder in Norwegen oft keine Maut. Aure: Mit der Fähre hinüber auf die Insel Tustna beginnt der unbekannte Teil dieser Tour. Auch hier wurden unterseeische Tunnel und Brücken gebaut, um die Inselwelt der Küste an das Inland anzuschließen. Für einen Abstecher nach Smøla muss man zwar noch die Fähre nehmen, aber die benachbarte Insel Hitra verfügt bereits über einen Straßenanschluss. Orkanger: Erst bei Orkanger wird die Region wieder dichter besiedelt. Das hat auch mit dem historischen Bergbau in Løkken weiter im Inland zu tun, der bei Orkanger einen Zugang zum Meer und damit zu einem Transportweg hatte. Bis nach Trondheim sind es nun nur noch etwa 40 km.
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    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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