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    Irland / Belfast - Down - Armagh
    Kells: Unsere Route folgt zunächst dem Fluss Boyne stromaufwärts ins Landesinnere. Es geht vorbei an Slane, einem Ort mit langer Geschichte. Frühchristliche Funde und eine Verbindung zu Irlands Schutzheiligem, St. Patrick, sind da wenig überraschend. In Kells stehen noch heute die Reste einer Abtei, die bereits im 9. Jahrhundert als Kloster diente. Markant sind vor allem ihre fünf Keltenkreuze. Carrickmacross: Der kleine Marktflecken liegt in einem flachen, von Landwirtschaft geprägtem Landstrich im irischen Inland. Abseits aller Touristenströme entlang der Küste der Grünen Insel bietet diese Route einen tiefen Einblick ins Alltagsleben des Landes. Castleblayney: Im weiteren Verlauf windet sich die Route vorbei an zahlreichen kleinen Gewässern, die Teil der inneririschen „Seenplatte“ sind. Dazu gehört auch der größte See der Grafschaft: Lough Muckno. Armagh: Irland ohne St. Patrick wäre wie ein Winter ohne Schnee. Nirgendwo ist der Kult um den Staatsheiligen tiefer verwurzelt als in Armagh. Hier soll Patrick ein Kloster gegründet und den Ort zu seiner „Hauptstadt der Christianiserung“ erhoben haben. Gleich zwei Kathedralen befinden sich heute in Armagh, dem Sitz beider Erzbischöfe: eine der Church of Ireland zugehörige, die auf dem „heiligen Grund“ des Patrick‘schen Klosters steht, und eine jüngere römisch-katholische aus dem 19. Jahrhundert. Ein echtes Schmuckstück der Stadt ist die Bibliothek. Zu den herausragenden Stücken gehört auch Jonathan Swifts persönliche Kopie der Erstausgabe von Gullivers Reisen, in der noch seine Korrekturvermerke zu finden sind.
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    Italien / Piemont Ligurien
    Wer in Liguriens Hinterland unterwegs ist, trifft auf reichlich Kurven, Kehren und knackige Bergstraßen. An der Küste darf dann in netten Küstenstädtchen und auf herrlichen Küstenstraßen relaxt werden. Die trubelige und interessante Hafenstadt San Remo ist Ausgangspunkt für diese spannende Tour. Wir haben uns den Osten Imperias vorgenommen, die bergige Region im Dreieck zwischen San Remo, Albenga und dem fast 1000 Meter hohen Colle di Nava südlich von Ormea. Hinaus aus dem Kurort geht es entlang der Küste in Richtung Osten. Wir passieren das schöne Küstenstädtchen Bussana, kurz darauf heißt es schon links abbiegen. Tággia, nicht weniger interessant, geleitet uns gen Norden, entlang des gleichnamigen Flusses. Am Ortseingang des schmucken Dorfes Badalucco fällt uns gleich die steinerne, mittelalterliche Brücke ins Auge, sie ist mehr als nur ein Foto wert. Wir rollen weiter, folgen noch ein kurzes Stück dem Valle Argentina. Dann setze ich den Blinker rechts, entlang des Flüsschens Carpasina. In unzähligen Kurven windet sich der Asphalt immer höher hinauf in Richtung des 1418 Meter hohen Monte Grande. Ziemlich einsam ist es hier, kaum jemand ist unterwegs. Kein Wunder, finden wir uns doch unterhalb des Gipfels im Parco Naturale delle Alpi Liguri wieder und nur ab und an findet sich mal ein älteres Gemäuer an den Berghängen wieder, diese Ecke ist extrem dünn besiedelt. Ein kurzer Abstecher führt uns zum Passo di Teglia in 1387 Metern Höhe, dann steuern wir wieder gen Norden, passieren in 744 Metern die Ponte dei Passi und erreichen via Rezzo das nette Pieve di Teco. Auf dem großen, einladenden Platz gleich vor der mächtigen Kirche werden im gemütlichen Straßencafé leckere, heiße Cappuccini serviert. Der wird in Italien meist am Vormittag getrunken und bisweilen machen die Italiener wahre Kunstwerke aus dem Milchschaum. Die SS28 führt uns wenig später wieder aus Pieve di Teco hinaus und in einen echten Kurvenreigen hinein. In wilden Schwüngen geht es hinauf auf den 934 Meter hohen Colle di Nava. Nur wenige Minuten dahinter überqueren wir die nördliche Grenze der Provinz Imperia. Zu Füßen des mächtigen Zweieinhalb-Tausender Pizzo d'Ormea müssen wir uns entscheiden: West oder Ost. Wir nehmen letztere Richtung und nur zwei Kilometer weiter steht gleich die nächste Entscheidung an. Ab hier führt die sehr schöne SP216 später als SP14 in fantastischer Kurverei über den 1258 Meter hohen Passo di Prale direkt an die Küste nach Albenga. Capràuna, Alto, Nasino und das kleine Vesallo geleiten uns in Richtung Küste, wo uns am flachen Delta des Flusses Cento das von den Römern gegründete Albenga mit seinem mittelalterlichen Stadtkern empfängt. Auf der Küstenstraße nehmen wieder Kurs auf Imperia. Mit tollen Ausblicken führt die Küstenstraße SS1 am Wasser entlang. Verlockende Badestrände wechseln sich mit gut belegten Bootshäfen ab und immer wieder fällt der Blick weit hinaus aufs Meer. Bei Alassio verläuft die SS1 mitten durch den beliebten Urlaubsort mit seinem schmalen Strand. Welch ein Kontrast zur einsamen Bergstraße im Hinterland, auf der wir vorhin noch ganz alleine unterwegs waren. Imperia ist einfach zu schön, um daran vorbeizufahren. Also parken wir die Honda mitten in der spektakulären Altstadt und erkunden die herrlichen, engen Gässchen zwischen den urigen Häusern zu Fuß. Urige Gemäuer, steile Treppen, einladende Plätze und immer wieder ein toller Blick aufs Meer – es lohnt sich. Irgendwann sitzen wir dann doch wieder auf dem Mopped und kurven in Richtung Hinterland. Es geht nach Vásia. Die SP41, später die SP40, führt uns ab Porto Maurizio wieder in die Berge hinauf. Wir statten mit einem kurzen Abstecher dem Passo del Maro in 1067 Metern Höhe einen kurzen Besuch ab, dann halten wir uns in Richtung Osten und steuern Lucinasco an. Hier führt die kurvenreiche Landstraße mit dem 620 Meter hohen Colle San Bartolomeo über die Berge. Nicht mehr lange, dann trudeln wir in Pieve di Teco ein, halten uns über Rezzo und rund um den Monte Grande schließlich wieder gen Süden. Zwar nehmen wir damit für ein Stück des Rückweges wieder den gleichen Aspahlt unter die Reifen, auf dem wir am Vormittag die Berge erklommen, aber es eben oft so ist, in die andere Richtung befahren, bieten die Strecken gleich wieder ein ganz anderes Erlebnis. Und die tolle Landschaft rechts und links der Straße, die kann man auch getrost zweimal genießen. Roadbook: San Remo, Bussana, Tággia, Badalucco, Monte Grande, Passo di Teglia, Rezzo, Pieve di Teco, Colle di Nava, Passo di Prale, Capràuna, Alto, Nasino, Vesallo, Albenga, Alassio, Imperia, Vásia, Porto Maurizio, Passo del Maro, Lucinasco, Colle San Bartolomeo, Pieve di Teco, Monte Grande, Badalucco, San Remo. Start- / Zielort: San Remo / San Remo Länge: 220 km Highlight: Spielcasino San Remo – Das Spielcasino in San Remo gehört zu den bekannteren Spielbanken in Italien und verströmt nicht nur von außen einen luxuriösen Flair. An zahlreichen Tischen wird französisches und amerikanisches Roulette gespielt, auch Black Jack steht auf dem Programm. Für Freunde einer gepflegten Pokerrunde werden täglich Pokerturniere veranstaltet. Wer lieber mal am „einarmigen Banditen“ zocken möchte, für den stehen 470 Spielautomaten bereit, Roulette und Poker können damit auch elektronisch gespielt werden. Einen offiziellen Dresscode gibt es zwar nicht, aber für die Roulette-Runde sollte es schon etwas eleganter sein. Und Vorsicht: Immer vorher ein Limit setzen, sonst droht das Loch in der Urlaubskasse!
    Deutschland / Sachsen
    Naschkatzen und Naturliebhaber kommen hier garantiert auf ihre Kosten. Colbitz-Letzlinger-Heide: Das größte zusammenhängende Heidegebiet Mitteleuropas und gleichzeitig die größte nicht landwirtschaftlich genutzte und unbewohnte Fläche Deutschlands. Kein Wunder, dass sich hier tatsächlich unberührte Natur erleben lässt. Letzlingen: Sehenswürdigkeit des Heideortes ist das 1559 vom Kurfürsten von Brandenburg errichtete Jagdschloss. Salzwedel: Heimat des Baumkuchens, der über offenem Holzfeuer quasi am Spieß gebacken wird und nicht wie ein normaler Kuchen in Stücke zerteilt, sondern in Form von kleinen Halbmonden vom Ring abgeschnitten wird. So sind die so genannten Jahresringe zu erkennen. Oebisfelde: 1073 als Ysfelde erstmalig urkundlich genannt, entwickelte sich das Städtchen ab 1900 zum Eisenbahnknotenpunkt. Unbedingt ansehen: Die adrette Innenstadt, die herrliche romanische Nicolaikirche und die romantische Burg Oebisfelde. Etappe Oebisfelde – Salzwedel: Landschaftsgenuss im Naturpark Drömling. Arendsee: Die Sonnenuntergänge an seinem Ufer sind einmalig.
    Schottland / Schottland
    Point of Ardnamurchan: Hier ragt seit 1849 der Leuchtturm Ardnamurchan Lighthouse rund 30 Meter hoch in den Himmel und markiert den westlichsten Punkt des gesamten britischen Festlandes, sofern sich Großbritannien überhaupt als Festland definieren lässt. Kilchoan: Hier legt regelmäßig die Fähre zur Isle of Mull ab. Bis zu sechsmal pro Tag pendelt die Fähre der Caledonian MacBrayne über den Sound of Mull, die Überfahrt dauert eine gute halbe Stunde. Calgary: Hier lockt uns das Calgary Farmhouse von der Straße - der perfekte Ort für eine erholsame Pause.
    Irland / Clare - Galway
    Liscannor: Es gibt zwei gleichermaßen faszinierende Alternativen für eine Fahrt um die Galway- Bucht. Diese hier folgt der Küste, wozu wir nach Liscannor abschwenken und zunächst der gleichnamigen Bucht folgen. Cliffs of Moher: Nur wenige Kilometer weiter wartet die größte Attraktion: Irlands bekannteste Klippen. Auf einer Länge von acht Kilometern ragen sie zwischen 120 und über 200 Metern weitgehend senkrecht aus dem Meer. Während Wanderer freien Zutritt haben, müssen alle motorisiert anreisenden Besucher den kostenpflichtigen Parkplatz nehmen – und damit Eintritt zahlen. Das gesamte Gebiet der Klippen ist abgesperrt und stark reglementiert. So eindrucksvoll sie auch sein mögen: Ein Genuss kommt anderenorts eher auf. Die höchsten Klippen Irlands sind es auch nicht, die folgen weiter nördlich am Wild Atlantic Way (Slieve League, Karte 8). Vor der Küste sind in der Ferne die Aran Islands auszumachen. Black Head: Nach einem kurzen Abstecher ins Landesinnere geht es zurück ans Meer, dem Wild Atlantic Way folgend. Der bringt uns dann vorbei an vielen kleinen Buchten zum Black Head. Wieder ist es einer dieser markanten Leuchttürme, der auch den an Land Reisenden den Weg zu einigen der schönsten Aussichtspunkte der Insel weist. Kinvarra: Kurz vor dem Etappenziel lockt noch Dunguaire Castle zur Stippvisite. Anders, als der Name vermuten lässt, handelt es sich nicht um eine Burg, sondern um eines der weit verbreiteten befestigten Landhäuser der Oberschicht. Galway: Das wirtschaftliche Zentrum des Westens ist zudem lebensfrohe Universitäts- und damit auch Partystadt.
    Schweiz / Graubünden
    Ofen-, Umbrail-, Reschenpass und Stilfser Joch versprechen Fahrspaß pur. Samnaun: Die alte Samnauner Straße mit ihren Tunnel, Galerien und Abgründen ist etwas für ausgefuchste Motorradfahrer. Im Ort sorgen gemütliche Cafés und bemalte Alpenhäuser für Wohlfühlatmosphäre. Umbrailpass: 2.503 m, mit seinen 35 Spitzkehren und dem oberen immer noch geschotterten Teilstück gehört der Umbrail zu den anspruchsvollsten Pässen im Alpenraum. Ofenpass: 2.149 m, locker und leicht zu fahren, die landschaftlich reizvolle Route führt durch den Schweizer Nationalpark.
    Deutschland / Lausitz
    Das Zittauer Gebirge wartet mit einem wahren Kurvengewitter auf. Highlights: Löbau: Der Löbauer Berg und der Schafberg (447 bzw. 449 m) prägen das Bild der hübschen Barockstadt. Eine Besteigung des König-Friedrich-August-Turms lohnt sich wegen der tollen Aussicht. Die 28 Meter hohe Eisenkonstruktion stammt aus dem Jahr 1854. Zittau: Malerische Lage am Fuß des Zittauer Gebirges. Einen extra Besuch wert ist das Künstlerviertel Mandauer Glanz. Rathaus und Salzhaus sind die wichtigsten Gebäude in Zittau. Etappe Zittau - Bernstadt: Flotte Überlandfahrt auf abgelegenen Straßen durch eine hübsche Bauernregion. Bernstadt auf dem Eigen: Hübscher Marktplatz mit Brunnen und mittelalterlichen Häuserfassaden. „Auf dem Eigen“ bedeutet, dass die Region um Bernstadt kein Lehen war, sondern Eigentum des Zisterzienserklosters St. Marienstern. Neusalza-Spremberg: 1920 aus dem Zusammenschluss der Stadt Neusalza und des Dorfes  Spremberg entstanden. Die Spree durchfließt das Siedlungsgebiet malerisch auf einer Länge von fünf Kilometern.
    Italien / Südtirol/Dolomiten
    Eine Tour der Highlights -  die größte Hochalm Europas, der schönste See Südtirols, das imposanteste Abendrot der Dolomiten. Highlights: Seiser Alm: Mit 50 Quadratkilometern ist das beliebte Wandergebiet die größte Hochalm Europas. Beim Abstecher dorthin die Wanderschuhe nicht vergessen. Kastelruth: Hier lohnt sich ein Bummel zu Fuß durch die malerischen Gassen mit ihren bunt bemalten Hausfassaden. Am Wochenende möglichst meiden, weil viele Busse. Ritten: Der Hausberg Bozens lockt mit wunderschönen Weinbergen und schmalen, kurvenreichen Bergsträßchen. Eggental: Abends leuchten die steilen Wände links und rechts der Schlucht dunkelrot – ein Augenschmaus. Rosengarten: Der einstige Rosengarten des Zwergenkönigs Laurin entflammt sich jeden Abend zu einem Naturschauspiel ersten Ranges. Karer See: Die hinter dem See aufragende Latemar-Gruppe sorgt für ein unvergessliches optisches Erlebnis. Etappe Seis - Seiser Alm: Dieser kurze Abstecher verwöhnt uns mit neun Serpentinen.
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    Was sollte man noch über die Motorradtouren und die BikerBetten Partnerhotels wissen?

    Natürlich haben wir zu den vorgestellten Strecken auch Tipps zu Einkehrmöglichkeiten und diversen Highlights am Wegesrand zusammengestellt. Doch wir sind uns sicher, dass die jeweiligen Wirte im Gespräch vor Ort auf nette Nachfrage hin gerne weitere Geheimtipps preisgeben. Doch noch wichtiger: Sie sind auch im Notfall, etwa bei einer Panne, der richtige Ansprechpartner.

    Es ist übrigens nicht zwangsläufig nötig, sein eigenes Motorrad zu besitzen. Wer zunächst in diese Art von Urlaub hineinschnuppern möchte, kann bei einigen der vorgestellten Betriebe direkt oder bei einem Motorrad-Verleih im Ort einen entsprechenden fahrbaren Untersatz stunden- oder tageweise mieten.

     

     

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